Archive

Warum ich officecdn.microsoft.com gesperrt habe

Da es Rechner mit Windows 7 nicht mehr lange zu kaufen gibt, weil der Support für XP im April ausläuft und letztendlich weil eine Reihe PCs sowieso ausgetauscht werden mussten, bekamen wir 50 neue PCs ins Haus. Mal wieder haben wir eine ganze Weile hin- und hergerechnet, ob sich die Vorteile von OPEN-Verträgen diesmal gegenüber den immensen Mehrkosten rechnen würden und sind (wie erwartet) wieder bei OEM-Lizenzen, bzw. PKC-Versionen gelandet. Da Office bei uns nur eine Randanwendung ist und wir eigentlich nur Outlook als Mailclient benötigen, ist es auch relativ egal, welche Version auf den Clients läuft. So gab es also 50 Fujitsu Celsius W420 mit Office 2013.

Die Installation via Office-Image lief relativ schnell durch, länger dauerte schon die lästige Onlineregistrierung und die Deinstallation von Microsoft SkyDrive (von vielen ja mittlerweile nur noch NSA-Drive genannt). Dann musste noch überall die “firstrun.exe” gelöscht werden um die Anwender nicht zu nerven, wenn sie mal den PC wechseln. Einige Einstellungen (z.B. keine MS-Standard-Vorlagen anzeigen) änderte ich per GPO und ein paar andere (Standardspeicherpfade) via Registry. Am WSUS habe ich dann noch Office 2013 aufgenommen. Das Rollout am Arbeitsplatz benötigte so kaum noch Zeit.

Das böse Erwachen kam dann nachdem die ersten PCs zwei Tage an den Arbeitsplätzen standen und plötzlich keine Internetseite mehr aufging. Die Kontrolle von Firewall und Proxy brachte schnell den Schuldigen. Auf mehreren Rechnern hatte sich ein Download von officecdn.microsoft.com gestartet, sprich Office fing eigenständig an Inhalte zu laden und nahm sich dazu die Bandbreite, die es bekommen konnte. Nun haben wir zum Surfen im Internet für die User nur eine ADSL-Leitung – eben um in solchen Fälle die Standleitung nicht auszuknipsen. Rund 160 MB hatte einer der Arbeitsplätze bereits geladen und so musste ich also diese Downloads schleunigst unterbinden. So landete officecdn.microsoft.com also auf unserer Proxy-Blacklist und wird dort wohl auch bleiben.

Zum einen erwarte ich, dass ein Downloadimage mit immerhin 2 GB alle Komponenten dabei hat, die es benötigt. Zum zweiten hat sich Office an die Downloadrichtlinien zu halten, die ich ihm per WSUS vorschreibe. Und als drittes würde ich mindestens eine Abfrage am Client erwarten, die mich auf den Download hinweist. Das was Microsoft aber hier veranstaltet hat, erinnert mich eher an einen Computervirus als an ein seriöses Produkt.

Endlich: Google-Konto gelöscht

Mein Handy läuft dank Cyanogenmod seit Wochen schon ohne Playstore. AdSense hab ich auch schon länger aus allen Seiten rausgeworfen. Die Nachrichten aus Googlemail habe ich einmalig per POP3 abgeholt und am Server gleich gelöscht. Mit meinen Videos bin ich zu Vimeo umgezogen. So konnte ich nun endlich mein Googlekonto löschen. Es war viel Arbeit und hat mir gezeigt, wie ich vereinnahmt ich von der Datenkrake war.

Neues vom HP-Support

Ein HP LaserJet Pro 400 lässt sich nicht installieren. Ständig läuft die Installationsroutine in ein Timeout. Also Anfrage an HP, was da sein kann. Die Antwort ist ja mal der Hit:

Issue
When trying to install the product software for a device connected via a USB cable on Windows 7 (32-bit/62-bit), Vista, or XP OS’s, the installation hangs at 99% and pops up with fatal error as seen in Figures #1 and #2 below.

Solution
Preferred: Choose a network or wireless network connection type if possible. This error will not be seen on network or wireless connected printers.

 

Gedanken zum Tag

Wir sind die USA. Deaktivieren Sie Ihre Schutzschilde und ergeben Sie sich. Wir werden Ihre Ölvorkommen und andere Rohstoffresourcen den unseren hinzufügen. Ihre Kultur wird sich anpassen und uns dienen. Widerstand ist zwecklos!

Leistungsschutzrecht

Nur ein kurzes Statement:

lsr-schild

Überwachungsstaat – Was ist das?

YouTube Preview Image

Ab jetzt ohne Google AdSsense

Die Marktmacht ist zu groß geworden und irgendwann ist es genug und man muß ein kleines Zeichen dagegen setzen. Natürlich ist jetzt wieder Platz für Bannerwerbung etc.

Von wegen keine Totalüberwachung!

Ich kann mich noch gut erinnern, als die LKW-Mautbrücken auf den Autobahnen eingeführt wurden. Damals wurde vehement abgestritten, dass die Daten zur Überwachung oder zur Fahndung verwendet würden. Auf einer Seite des BAG (Bundeamt für Güterverkehr) findet man folgenden Text:

Stichprobenartig wird dazu an diesen Standorten der gesamte, die Kontrollbrücke passierende Verkehr mit einer Videokamera aufgenommen. Auf diesen Aufnahmen sind die Fahrzeuginsassen dieser Fahrzeuge nicht zu erkennen. Die Aufnahmen dienen nicht zur Verkehrsüberwachung sondern ausschließlich zur Qualitätsüberwachung der Kontrollbrücken. Eine Weitergabe des Bildmaterials an Dritte erfolgt nicht.

Nach Auswertung der Aufnahmen durch das Bundesamt für Güterverkehr werden die Videoaufnahmen sofort vernichtet.

Jetzt wurde ein Schütze gefasst, der in rund 600 Fällen von Autobahnbrücken auf vorbeifahrende Fahrzeuge geschossen haben soll. In Bayern2 kam heute morgen die Erklärung, wie man ihn gefasst hatte. Man hatte die Daten verglichen, die man aus der Nähe der Tatorte gehabt hatte:

Offensichtlich gelang die Festnahme des Mannes nach monatelangen Observationen und technischen Überwachungsmaßnahmen. So sollen BKA-Ermittler bundesweit Anlagen zur Erfassung von Lkw-Kennzeichen installiert haben. Die aufgezeichneten Daten wurden dann mit Handyverbindungsdaten abgeglichen – und zwar immer dann, wenn ein neuer Fall bekannt wurde.

Und jetzt soll mir mal noch einer erzählen, wir würden nicht alle systematisch überwacht. Sapere aude!

Das stinkt doch zum Himmel

Jetzt kam also raus und wurde zum Skandal, was man eigentlich schon lang wusste. Die Amis lesen jede Mail mit und haben direkten Zugriff auf die Server von Facebook, Microsoft, Google etc. Was macht man also? Der Geheimdienst findet punktgenau raus, dass die syrische Regierung chemische Waffen gegen die Rebellen eingesetzt hat. Schon ist die gesetzte Grenze von Obama überschritten, man darf in den Bürgerkrieg eingreifen und kann super davon ablenken, dass gerade die größte Sauerei aufgeflogen ist, die man je veranstaltet hat. Und in ein paar Wochen oder Monaten kommt dann wohl wieder raus, dass der Geheimdienst genauso falsch informiert hat/war, wie seinerzeit, als man behauptete, dass Saddam Massenvernichtungswaffen besitzt.

HP Server: Qualität ist wohl auch hier Vergangenheit

Was macht einen guten Server aus? Nun, er sollte bei einer Betriebszeit von 24/7 ein paar Jahre zuverlässig durchlaufen. Alle kritischen Bauteile wie Netzteil und Festplatten sind redundant ausgelegt und sollten aber trotzdem nur im Einzelfall mal ausfallen. Mit Servern von Hewlett Packard bzw. voher Compaq war ich jahrelang zufrieden. Doch nun macht sich mehr und mehr Frust breit. An einem HP Proliant DL 380 G7 ist nun schon die fünfte von acht Platten innerhalb von nur vier Monaten augefallen. Zwar werden die immer innerhalb eines Arbeitstages kostenlos getauscht, aber man traut sich ja schon fast nicht mehr in Urlaub gehen. Undenkbar, wenn mal zwei Platten gleichzeitig ausfallen sollten. Meine Hoffnung ist nur, dass sich das beruhigt, wenn jetzt dann alle durchgetauscht sind. Vielleicht hat ja Seagate mit der Savvio 600GB 10k (ST9600205SS bzw. 619286-003 oder 581311-001) einfach eine Schrottserie gebaut oder die Firmware ist mal wieder fehlerhaft. Wäre bei Seagate ja nicht zum ersten Mal.