Via Rivva habe ich dieses Video entdeckt, das zwar inhaltlich nur eine kleine Aussage hat, dafür aber auf optisch ansprechende Weise auf die große Bloggerszene im Iran aufmerksam macht. Auch wenn der Großteil der Blogs nicht politisch motiviert ist, sondern sich eher um Katzencontent, Hollywoodschauspieler und Fußballspieler dreht, so ist das Internet doch die einzige Möglichkeit im Iran, wie sich Menschen noch relativ unzensiert austauschen können. Die gedruckten Medien und das Fernsehen sind Organe der Mullahs.
Das Bild, dass man in der westlichen Welt vom Iran hat, spiegelt nur im geringen Umfang die Realität wieder. Natürlich halten die Radikalen die Macht fest in der Hand und haben ihre Anhänger. Das Volk jedoch steht kaum hinter ihrer Führung. Allerdings hat George W. Bush alles dafür getan, dass sich dieses Bild ändert. Wie es immer so ist: Wenn ein externer Aggressor das Land bedroht, dann eint das (zumindest aussenpolitisch) Bevölkerung und Regime.
Wer sich übrigens ein wenig mehr für die Bloggerszene im Iran interessiert, dem lege ich ein Buch von Nasrin Alavi nahe. In Wir sind der Iran: Aufstand gegen die Mullahs – die junge persische Weblog-Szene beschreibt sie recht gut, wie die Jugend im Iran gegen die Führung des Landes “anbloggt” und Informationen verbreitet, die die staatlichen Medien unterschlagen.
Nachtrag: via Markus hat es das Video jetzt (zwei Monate später) nochmal bei Rivva reingeschafft.



oja, sehr gut gemacht. Vielen Dank fürs Verlinken und den Buch-Tipp.