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  • Kommentare:

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    • perendie sagt: Geschickt von Merkel, diesen so ernstzunehmenden Widersacher (warum??) so ins Exil zu schicken. hab...
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    Friedenswillen schaut anders aus

    Erstellt von StoiBär am Montag 2. Juni 2008

    Die Lage der Palästinenser kann man durchaus mit der der Tibeter vergleichen. Als der Staat Israel vor 60 Jahren gegründet wurde, vertrieb man einen großen Teil der palästinensischen Bevölkerung aus ihren Dörfern. Immer wieder baute Israel neue Siedlungen in Palästinensergebieten und verfolgte dabei eine Politik der vollendeten Tatsachen. Natürlich bestehen einige Unterschiede zu Tibet. Zum einen hatte Israel schon immer einen anderen Stand in der westlichen Welt, wie es vergleichsweise China die letzten Jahrzehnte hatte. Als Deutscher konnte (und kann) man sich von Haus aus kaum negativen Worte erlauben. Dazu hat Israel eine enorme strategische Bedeutung für die USA und so wundert es nicht, dass Israel von den Vereinigten Staaten mit Atomwaffen versorgt wird. Vor allem aber sind die Palästinenser kein so friedliches Volk wie die Tibeter und lassen sich die Unterdrückung nicht gefallen.

    Seit Jahrzehnten schwelt also dieser Konflikt und immer wieder versuchen es verschiedene westliche Länder – meist unter der Führung der USA – zu vermitteln. 2003 wurde durch das „Nahost-Quartett” (UNO, USA, EU und Russland) eine Roadmap mit einem Friedensplan erarbeitet. Leider mag sich keine der Konfliktparteien so richtig daran halten. Der radikale Flügel der Palästinenser leugnet noch immer das Bestandsrecht Israels und setzt lieber auf Terrorismus. Jeden Anschlag der Hamas beantwortet Israel dann seinerseits wieder mit Militäraktionen und so dreht sich die Spirale der Gewalt weiter und weiter. Dazu wird das Volk im Gazastreifen gettoisiert, am Hungern gehalten und komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Und selbst jetzt, wo es wieder ein klein wenig ruhiger zu werden scheint, geht es gleich wieder mit neuerlichen Provokationen weiter. Entgegen der Vereinbarungen der Roadmap, plant Israel den Bau von 900 neuen Wohnungen in Ostjerusalem. Nein, echter Friedenswillen schaut anders aus.

    7 Kommentare zu “Friedenswillen schaut anders aus”

    1. Esmael GERMANY sagt:

      “Als Deutscher konnte (und kann) man sich von Haus aus kaum negativen Worte erlauben.”

      Ach ja?
      Wirklich?
      Ich weiß um die Schuld, die meine Vorfahren auf sich geladen haben.

      Ich war daran nicht beteilgt.

      Ich weiß um die Schuld, die, die heutige politische “Elite” auf sich lädt. Im Kampf gegen das eigene Volk. Stichwort: “Überwachung”

      Lasse jedem Menschen seinen Lebensraum.
      So einfach ist das.
      Wir wollen vor allem eines: “LEBEN”

    2. Michael Kostic GERMANY sagt:

      @Esmael:

      Ich war auch nicht dabei als meine Großmutter mütterlicherseits vergast wurde. Ich mache das auch niemanden zum Vorwurf. Aber wenn man jedem Menschen seinen Lebensraum lässt dann kommt exakt so etwas dabei heraus. Denn es ist definitiv nicht so einfach. Und JA, gerade als Deutsche können wir auf unsere Vergangenheit hinweisen und sagen:

      “Schaut her was passieren wird, wenn man nicht täglich aufpasst!”

      Und wenn Du um die Schuld weisst wie Du sagst, dann sicher auch um die deine all dies noch immer zuzulassen.

      Schränke Menschen ein, damit sie andere nicht schädigen.
      So kompliziert ist das.
      Alle wollen nur eines “Ihren eigenen VORTEIL”

    3. StoiBär GERMANY sagt:

      Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass wir als Deutsche immer gleich den Stempel des Antisemitismus aufgerückt bekommen, wenn wir uns kritisch gegenüber Israel äussern. Das eine hat mit dem anderen aber nichts zu tun.

      In den westlichen Medien kommt es immer nur so rüber, als wären die Palästinenser die Bösen und die Israelis die Guten. Eben Schwarzweißmalerei, wie es der Medienkonsument am liebsten hat. Das geht aber alles an der Realität vorbei, denn Extremisten gibt es in Israel genauso. Und wenn ich ehrlich bin: So wie die Palästinenser vegetieren müssen, wundert es mich kein bißchen, dass die Lage so ist, wie sie ist.

      Yosef “Tommy” Lapid, der ehemalige israelische Justizminister ist am vergangenn Sonntag gestorben. Vor ein paar Jahren machte er im Parlament ein Äußerung, für die man ihn fast zum Teufel gejagt hätte, die aber genau das ausdrückt, was niemand wahrhaben möchte:

      „Das Bild einer alten Palästinenserin in den Trümmern ihres Hauses erinnert mich an meine Großmutter im Holocaust”. Es gebe keine Vergebung für Menschen, die eine alte Frau so behandelten. „Unmenschlich und unjüdisch“ sei das. Hatte er gesagt und damit den blutigen Militäreinsatz und die Hauszerstörungen israelischer Truppen im Flüchtlingslager Rafah im Süden des Gaza-Streifens scharf kritisiert. (via Andre Marty)

    4. Michael Kostic GERMANY sagt:

      @StoiBär:

      Sachlich ist mit mir immer drin :-)

      Ein Bekannter von mir hat das Problem Israel/Palästinenser zynisch so auf den Punkt gebracht (seine Eltern leben dort…):

      “Wenn die Israelis sich selbst nicht zu fein wären den eigenen Müll heraus zu bringen, gäbe es kein Problem!”

      Aber natürlich sind Israelis auch nur ganz normale Menschen wie Du und ich. Sie leben ihr Leben, mit all den Facetten die dieses dort vor Ort mit sich bringt.

      Grundsätzlich denke ich wir sollten erst einmal vor unserer eigenen Haustür kehren, bevor wir anderen Empfehlungen aussprechen:

      In diesem Land hungern Mio. Kinder, es beziehen 8 Mio. Bürger staatliche Transferleistungen (von denen rund 3 Mio. in Vollzeit erwerbstätig sind!). Auf der anderen Seite gibt es hier rund 400.000 Euromillionäre (denen ich persönlich ihren Erfolg gönne).

      Nur wenn wir hier so weitermachen, dann brauchen wir bald nicht mehr zum Mittelmeer zu schauen. Dann genügt der Blick aus dem Fenster.

      Nicht einmal unter der NS-Diktatur war die deutsche Bevölkerung derart unsozial wie heute. Anstatt zusammen zu Arbeiten, sich gegenseitig zu unterstützen wollen die meisten Menschen nur nicht zu den “Betroffenen” gehören. Und das gab es auch schon in der Deutschen Geschichte, kurz nach dem ersten Weltkrieg. Allerdings gab es da nachweislich in Berlin im Jahr 1920 nicht einmal mehr Ratten, die man hätte essen können…

      Welcher greifbare Grund existiert heute?

      Gruß

    5. Esmael GERMANY sagt:

      @ 2 Michael Kostic

      Danke dir für deinen guten Kommentar.
      Du denkst nach und artikulierst dich.
      Bleib auf dieser Linie ;-)

      P.S. Das mit deiner Großmutter bedauere ich ebenso, wie alle anderen unnützen Tote (50 Millionen) des zweiten Weltkrieges. Wenn ich Merkel, Bertelsmann, Schäuble und Konsorten richtig verstehe, dann befinden wir uns derzeit bereits am Beginn des vierten Reichs.

      Das mein mein subjektiver Eindruck und meine persönliche Meinungsäußerung.

    6. Michael Kostic GERMANY sagt:

      Schlussendlich haben wir nach dem großen Knall einen durch 612 Diktatoren ersetzt, denen wir auch noch gestatten ihre kleinlichen Eigeninteressen ungestraft zu wahren ;-)

      Daraus sollten wir lernen das eine freiheitlich rechtsstaatliche Demokratie nur überleben kann, wenn die Mehrheit der in ihr lebenden sie aktiv mit gestaltet. Z.B. durch die Unterstützung von NRO’s, das Parteisystem selbst bzw. im täglichen Leben durch diesbezügliche Äusserungen.

      War es nicht Adenauer der sagte?:

      “Demokratie und Freiheit sind kein Geburtsrecht, man muss täglich erneut dafür kämpfen!”

      Ich persönlich ergänze dies und füge hinzu:

      “Erst wenn Demokratie und Freiheit uns wirklich etwas Wert ist, werden wir auch bereit sein diese Ordnung durch aktive Tätigkeit aufrecht zu erhalten!”

      Gruß

    7. Monika GERMANY sagt:

      Menschen, die Greueltaten begehen, einander töten und verletzen sind alle gleich, ob jemand Israeli ist oder Palästinenser oder Deutscher. Ich mache da keine Unterschiede. Ebensowenig mache ich einen Unterschied zwischen Hautfarbe, Religion, sexueller Ausrichtung etc. Ich richte mich nach den Menschen.