Am 11. April erscheint das neue Album “Zuhause” von Wolfgang Michels bundesweit im Handel. Mancher wird sich jetzt denken – Schön, aber wer ist das? Muß ich den kennen? Mir ging es genauso, als ich die Ausschreibung für die dieses Review bekam. Als ich dem Link zu seinem Profil bei MySpace folgte und das Video bei YouTube sah, war für mich gleich klar, dass ich mich da bewerbe musste.
Wolfgang Michels ist nun mittlerweile seit über 40 Jahren im Geschäft und landete bereits 1968 mit dem selbstproduzierten Song “Desert Walker” auf Anhieb bei der Londoner BBC einen Hit. Hinter den Rolling Stones wurde er unter dem Pseudonym “One Plus None” von den Hörer auf Platz zwei der Charts gewählt. Vom Aussehen könnte Michels der Bruder von Paul McCartney sein, seine Stimme klingt wie die von Stefan Waggershausen. Die Musik jedoch hat weit mehr Blues als die vieler anderer. Seine Alben finden ihren Platz am späten Abend oder in anderen ruhigen Stunden. Das mag auch einer der Gründe sein, warum ihm bisher der große Durchbruch verwehrt blieb. Um aus dem Schatten von Grönemeyer oder Westernhagen zu treten, war der Singer/Songwriter vielleicht ein wenig zu sanft. Viele seiner Alben erschienen zu einer Zeit, als der deutsche Musikmarkt gerade richtig laut und rockig war. In Zusammenarbeit mit seinem Freund Rio Reiser entstanden die Alben “Irgendwas Stimmt Hier Nicht“, “Keine Probleme” und “Bei Mondschein …”. Während der “König von Deutschland” aber zum Superstar einer aufmüpfigen Generation wurde, gelang Michels 1994 lediglich unter dem Pseudonym “Percewood” ein Erfolg. 1994 hielt er sich sechs Wochen lang mit “Dancin’ On The Edge Of Life” in den deutschen Charts.
Heute fischte ich also die Demo-CD aus meinem Briefkasten. Darauf die beiden Titel “Sehnsucht” und “Jemand wie Du”, die wir auch auf dem neuen Album “Zuhause” finden werden. Beide Songs kommen sehr gefühlvoll daher und sind aber eben nicht melancholisch. Nicht viele Musiker schaffen es bei mir, mit extrem ruhigen Titeln trotzdem gute und relaxte Stimmung zu erzeugen. Und wenn man die beiden Musiker auch eigentlich nicht vergleichen kann, so kam mir nach mehrmaligen Anhören der CD trotzdem Bruce Hornsby in den Sinn. So sind die beiden Lieder bereits auf meinem MP3-Player gelandet und werden mich wohl an so manchem sonnigen Tag im Liegestuhl begleiten.
Homepage von Wolfgang Michels
Wolfgang Michels bei MySpace
Review von Constantin Rehberg
“Zuhause” bei Amazon kaufen



In dem Interview erinnert er mich ganz stark an Serverus Snape…(nur mal so nebenbei)
Die Musik ist Klasse. Dabei kann man noch entspannen.
Hei, interessante Rezi. Ich habe meine auch gerade fertiggestellt. Wir scheinen da ja ähnliche Fazits zu haben.
Grüße
Marcus