Bereits letztes Jahr habe ich für den LED-Lampen Hersteller Zweibrüder zwei Lampen getestet. Die kompakte LED Lenser M1 und die Tauchlampe LED Lenser D14. Vor allem zweitere ist der Hingucker bei jedem Nachttauchgang. Begeistert von der Leuchtkraft habe ich mir dann noch die Stablampe P14 und die Stirnlampe H7 für meine nächtlichen Geocachingtouren gekauft. Allerdings wurde ich mit beiden nicht restlos glücklich. Die P14 wird bei längeren Touren zu schwer und die H7 macht auf Dauer einen steifen Hals, wenn man Reflektoren sucht. in die Lücke zwischen der kleinen M1 und der großen P14 stoßen die Lampen der 7er Serie.
Das neueste Mitglied dieser Baureihe, die LED Lenser M7 durfte ich jetzt unter die Lupe nehmen. Die LED Lenser M7 kommt am 9. August auf den Markt und setzt diesmal nicht auf einen “Cree Chip”, sondern auf eine “High end Power LED”, die von vier AAA Batterien gespeist wird. Geliefert wird die Lampe im üblichen Pappkarton mit einer Trageschlaufe und einem Gürtelholster zum Preis von 99,- Euro.

Für die Batterien gibt es (wie bei meiner P14) eine eigene Halterung, die man komplett aus der Lampe schrauben kann. Postiv ist daran vor allem, dass ich nun auch endlich Akkus verwenden kann. Bei der P14 durften nur normale Batterien verwendet werden. Zwar ist die Leuchtdauer bei LED-Lampen sehr lange und der Batteriewechsel selten, aber Akkus sind eigentlich schon allein aus Umweltschutzgründen angesagt.
Fokusiert wird die Lampe wie gewohnt über das “Advanced Focus System“, sprich man schiebt den Lampenkopf vor oder zurück. Da sich bei den bisherigen Lampen die Fokusierung aber gerne selbst verstellt hat, wurde bei der M7 jetzt ein Fast Lock eingebaut. Durch einen kleinen Dreh wird die aktuelle Position fixiert und verstellt sich auch nicht, wenn man die Lampe auf den Kopf stellt.

Die Lichtleistung der Lampe ist gigantisch. Laut Angabe sind es 220 Lumen, was nochmal 10 Lumen mehr ist als bei meiner P14. Im Praxistest bei einem Nachtcache hat sich die Lampe bewährt, wobei nach rund einer Stunde dann aber durch ein Warnblinken angekündigt wurde, dass die Batterien zu Ende gehen. Nach weiteren fünf Minuten ging das Licht dann aus. Verwendet man statt dem eben beschriebenen Energiemodusi “Constant Current” aber den Modus “Energy Saving”, reduziert sich die Leistung der Lampe mit Abnahme der Batteriespannung langsam und man hat länger Licht. Das Lichtbild selbst ist im Weitwinkelmodus absolut gleichmäßig und hat einen scharfen Rand. Für den Nahbereich ist das ideal. Leuchtet man in die Ferne, meint man aber, die Lampe ist in der Mitte dunkler, da das direkte Umfeld natürlich heller erscheint. Bündelt man den Strahl, hat man eine Leuchtweite von bis zu 255 Meter. Da entdeckt man selbst den kleinsten Reflektor beim nachtcachen problemlos.
Die Lampe ist mit der sogenannten “Smart Light Technology” (SLT) ausgestattet, sprich neben dem normalen Lichtbetrieb gibt es noch zahlreiche Zusatzfunktionen wie Boost-, Morse-, SOS-, -Spar und Stroboskopmodus. Die Bedienung ist allerdings nicht ganz trivial und ohne die beigelegte Smart Card, die erklärt, wie man an die gewünschte Option findet, ist man schnell überfordert. Um es ein wenig zu vereinfachen gibt es noch drei verschiedene Programme, wo die diversen Funktionen zusammengefasst werden. Der Easy Mode wird wohl der am meist verwendete sein. Einfaches Licht in zwei verschiedenen Helligkeitsstufen. Im Professional Mode stehen alle Funktionen zur Verfügung und die Lampe kann auch stufenlos gedimmt werden, was aber ein wenig Fingerfertigkeit erfordert. Im Defense Mode hat man neben dem normalen Licht noch den Stroboskopmodus um Angreifer abzuschrecken.
Hier eine Übersicht der Programme und Funktionsmodi:

Fazit: Die Lampe ist ein Lichtwunder und durch die Verwendung von AAA-Batterien angenehm leicht. Die perfekte Verarbeitung und die angenehme Haptik haben mir sehr gut gefallen. Positiv auch, dass man jetzt endlich Akkus verwenden kann. Einen Wegrollschutz gibt es leider wieder nicht.
Jetzt zum Produkt bzw. MT7 (taktische Version)
Weiterführende Infos:




Hi
ich durfte ebenfalls die LED LENSER M7 testen (siehe LED LENSER M7 Test) und bin ebenfalls von der Taschenlampe begeistert. Etwas erstaunt bin ich aber an deiner Leuchtdauer von nur einer Stunde. Hast du die mit vollen Batterien erreicht oder bereits vorher eine längere Zeit mit den Batterien getestet? Denn wenn der Hersteller bis zu 11 Stunden Dauerbetrieb angibt, kann ich mir nicht vorstellen, dass nach einer Stunde (Current Constant-Modus) bereits der Saft weg ist.
[...] am 22. August. 2010 Das ist kein bezahlter Test von LED LENSER! Den habe ich nämlich schon an anderer Stelle abgeliefert. Auf den Grund, der mich zu diesem Beitrag veranlasst, hätte ich auch gerne [...]