Ja nicht verlinken

Am Montag hat Benedikt über die Ignoranz der Zeitungen gegenüber den Lesegewohnheiten des Web 2.0 geschrieben. Heute habe ich wieder so ein Beispiel gefunden, das genau in diese Schiene reinpasst.

Unter dem Titel Buena Vista Social Blog gab es gestern einen Bericht bei der Financial Times Deutschland, den ich via Udo Vetter entdeckt habe. Darin geht es um die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez, die gerade für ihren Mut vom “Time”-Magazin augezeichnet wurde. Der Bericht liest sich interessant und beschreibt den Bloggeralltag in Kuba, einem Land, in dem es bis vor vier Wochen verboten war, einen Privat-PC zu besitzen. Alles schön und gut, wäre da nicht die Tatsache, dass die FTD rund 750 Wörter in einem Beitrag bringt, um ein Blog zu beschreiben und es dann nicht zustande bekommt, das beschriebene Blog auch nur einmal zu verlinken.

Darum hier der Hinweis auf das Blog von Yoani Sánchez: Generación Y (übrigens teilweise auch in deutsch!)

2 Gedanken zu „Ja nicht verlinken“

  1. Wie Benedikt geschrieben hat sehen die Zeitungen ihre Onlineableger wohl immer noch als Ausgaben ihrer Zeitung, sie nutzen das Medium Internet nur als Vertriebsweg aber nicht zwangsweise als eine Möglichkeit zur Verbesserung ihres Informationsangebotes.

    Die Angst Leser vom eigenen Informationsangebot durch Links woanders hinzuschicken und damit zu “verlieren” scheint wirklich bei einigen durch den Kopf zu spuken. Das mag auf einige Leser ja vielleicht sogar zutreffen, aber wenn der Großteil der Leser die Links als Fluchtmöglichkeit nutzt und überhaupt nicht zurück kommt, sollte man sich vielleicht Gedanken über das eigene Onlineangebot machen.

  2. Allgemeiner gilt: Ja keine exakten Quellen angeben.

    Gestern zB bei Plusminus, über die C1+-Schnurlostelefone. Die BNetzA hatte angeblich was veröffentlicht, und die Verbraucherzentrale fand es zu kompliziert. Plusminus hat “recherchiert”. Aber die Amtsblatt-Veröffentlichung, die angeblich oder auch nicht angeblich kompliziert war, hat man dabei anscheinend nicht gefunden …

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