La Brass Banda in der Stadtbibliothek Amberg, da mussten wir natürlich hin. Kam doch vom Martin neulich schon ein Tipp! Zu dem Event hatte ich auch noch die Sennerin einbestellt, die nebst Freundin auch prompt den Weg in die Oberpfalz fand. Ein kleiner Schock erwartete uns am Eingang, wo uns ein bissiger Kettenhund den Weg versperrte. Wie konnten wir auch ohne Karten anreisen und hoffen, an der Abendkasse noch Einlass gewährt zu bekommen. Als dann die schlipsdekorierten örtlichen Spaßkassenvorstände per Handschlag begrüßt wurden, gaben wir schon fast die Hoffnung auf. Der niedere Pöbel musste nämlich vor der Tür warten und jeder weitere Neuankömmling wurde charmant angebellt. Ich schätze mal, dass sich die Dame auf diese Art auch die letzten 50 Jahre ihre Jungfräulichkeit bewahrt hat. Und so parkten wir unser Hinterteil erstmal im benachbarten Irish Pub, wo uns die Bedienung unser angetrunkenes Bierchen netterweise im Kühlschrank zwischenlagerte, als es dann gnädigerweise doch noch Eintrittkarten gab. So rutschten wir noch rein und hörten den Hund nur noch kleinlaut winseln, als nach uns nochmal drei Chicas (Ilona, sorry!) ins Innere wollten: “Was nochmal drei? Das kann ich nicht verantworten, da muss ich erst fragen gehen!” Im Innenhof der Stadtbibliothek wäre übrigens locker Platz für weitere 50 Personen gewesen – aber das nur am Rande.
Das Konzert war dann Spitzenklasse und die Mischung aus Bläsern, Bass und schnellen Beats begeisterten ungemein. Textlich sah ich bei der Sennerin zwar ab und zu ein paar Fragezeichen in den Augen, aber Frontmann Stefan hatte gelegentlich ein Einsehen und wiederholte die oberbayerischen Refrains in einer frankenfreundlichen Geschwindigkeit. Und bevor ich mir hier noch den Kopf verrenke, zitiere ich doch einfach die Sennerin:
Und spätestens beim bayrischen Techno hatten LaBrassBanda – barfüßig und lederbehost – eh den letzten Zweifler überzeugt. Dann auch noch ein getrötetes Captain Future-Theme… furios, glorios, grandios.
Anschließend ging es nochmal ins Irish, wo wir den Rest unseres schal gewordenen Bierchens süffelten. Dazu gabs noch lecker “Chickenwings mit Wedges”. Der Koch hatte dabei wohl was verwechselt und einfach den Boden eines Brotkorb mit Gockelhaxen belegt und dann das Ganze mit Erdäpfel aufgefüllt. So blieb für die Frischverliebten am Nebentisch auch noch was übrig.
Homepage La Brass Banda: Klick (mit zahlreichen Samples)



Also wir kamen ja (eine Minute vor Konzertbeginn) an dem Kettenhund problemlos vorbei – vermutlich wurde selbiger schon zurückgepfiffen. Und ich muss gestehen, dass es mich textlich wirklich ab und an etwas überforderte. Macht aber nix, war trotzdem ein phänomenales Konzert. Für derartige Tipps bin ich auch in Zukunft dankbar… gell, Herr StoiBär, ich wedel schon mal mit dem Zaunpfahl!
Hab die Bläserbande im Juli in Rudolstadt gesehen, war abgefahren, echt! Vom Text hab ich allerdings kaum was verstanden…
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[...] Texte vorgetragen. Ob man sie versteht oder nicht, egal, Bock zu tanzen hat man auf jeden Fall. Stoibaer.de berichtet von einem Konzert der Band, welches in Amberg stattgefunden hatte. Scheinbar konnte [...]