Im Januar führten Fahnder aus Sachsen-Anhalt eine Großrazzia durch und durchsuchten im Rahmen der Operation “Mikado” seit September 2006 322 Wohnungen von Verdächtigen. Die Namen der Verdächtigen erhielten die Ermittler wie folgt:
Offenbar ließen sie den Zahlungsverkehr aller deutschen Kreditkartenbesitzer daraufhin überprüfen, ob eine bestimmte Summe in einem festgelegten Zeitraum auf ein verdächtiges Konto im Ausland überwiesen worden ist. Sämtliche um Auskunft ersuchten Unternehmen der Kreditkartenwirtschaft kooperierten offenbar mit den Ermittlern und gaben die Daten ihrer verdächtigen Kunden preis.
Angenommen aber, es geht einem so wie Herrn Weber aus Wiesbaden, dass diese Zahlungen unberechtigt abgebucht wurden und nach der Stornierung die Bank aber trotzdem die Buchung an die Polizei weitergeben würde, wie schnell hätte man da die Polizei im Haus und einen Ruf als Kinderschänder weg?



[...] Er erinnert mich ein wenig an Franz Josef Strauß zu WAA-Zeiten. Der sagte damals: “Nur G’spinnerte können dagegen sein”. Klar, was interessiert mich noch die Bevölkerung, ich möchte den Überwachungsstaat. Bei George “Orwell” Bush würde es Herr Schäuble weit bringen. Der steht auch auf so einen Mist. Ich hoffe nur, die Polizei ermittelt in Zukunft ein wenig sorgsamer und nicht so stümperhaft wie bei Herrn Weber. [...]