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  • Kommentare:

    • ruediger sagt: Eine überaus passende Würdigung. Meinen Glückwünsche und aufrichtigen Respekt für Dein Schaffen hier.
    • Thomas sagt: Klasse Laudatio, Glückwunsch! Ich denke, dass zu den 600000 Besuchern rasch noch einige hinzukommen und...
    • Klaus sagt: Ich bin eigentlich totaler Seoseo-Fan. Der Kaffee steht dem Selbstgebrühten in nichts nach, ich finde...
    • Simon sagt: Aufjedenfall wahr..denke es ist nur noch eine Frage der Zeit…. Zum Glück reguliert sich die politik...
    • perendie sagt: Geschickt von Merkel, diesen so ernstzunehmenden Widersacher (warum??) so ins Exil zu schicken. hab...
    • Delphi400 sagt: Tolle Fotos! die könnte man sich gut als Bilderserie in die Wohnung hängen. Klasse!
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    Propagandaplattform Amazonrezension

    Erstellt von StoiBär am Freitag 29. August 2008

    Das Buch Putins Demokratur habe ich letztes Jahr gelesen. Jetzt gibt es von Boris Reitschuster einen neuen Titel. In Der neue Herr des Kreml? schreibt er über Dmitrij Medwedew, dem Nachfolger von Putin im Amt des Ministerpräsidenten.

    Dmitrij Medwedew ist der neue russische Präsident – aber ist er auch der neue Kerr im Kreml? Boris Reitschuster bietet erhellende Einblicke in den Moskauer Machtapparat. Der Russland-Kenner beschreibt, wie Putin die Nachfolgeregelung mit seinem Machterhalt verknüpfte und warum ausgerechnet Dmitrij Medwedew das Rennen machte. In seiner aktuellen politischen Biographie schildert Reitschuster den Werdegang, die Netzwerke und das politische Programm Medwedews und zeigt auf, mit welcher Entwicklung der Westen in den nächsten Jahren rechnen muss.

    Dietrich Möller vom Deutschlandfunk schreibt dazu: »Ein mustergültig recherchiertes und überaus informatives Porträt Medwedews … Ein höchst empfehlenswertes Buch.«

    Bei Büchern, die mich interessieren, lese ich mir bei Amazon auch gerne die Rezensionen durch. Wie so oft bei politischen Büchern, haben auch hier mal wieder die Auftragsschreiber zugeschlagen. Vier Bewertungen gibt es derzeit. So gab es zweimal einen Stern und zweimal fünf Sterne. Das Thema polarisiert eben. Sieht man sich die Rezensionen aber genauer an, merkt man schnell, dass die nichts wert sind. Die zwei positiven Bewertungen sind von einer Cornelia und einem Herrn Müller, die sonst noch kein Buch bewertet haben, aber dafür eine Rezension abgegeben haben, den man auch als Klappentext fürs Buch nehmen könnte. Die negativen Bewertungen sind von einer Barbara aus dem Ruhrgebiet, der man ihre negative Meinung noch abnehmen kann, schließlich hat sie schon kreuz und quer durch alle Genres kommentiert.

    Dann sind da aber noch die Rezensionen von Peter Bitterli aus Luzern, der scheinbar sehr von Putin und Medwedew angetan ist und keinerlei Kritik an seinen Idolen zuläßt. Bereits auf den ersten Blick erkennt man, daß er aus Moskau gesteuert sein muß. Über “Eiszeit im Kreml – Das Komplott der russischen Geheimdienstevon Alexander Litwinenko schreibt er beispielsweise:

    Ekelerregender Zynismus
    Litvinenko, ein Lohnschreiberling und Propagandaknecht im Dienste von Boris Beresovskij, verbreitet in diesem schändlichen Buch ungeheuerliche Lügen. Die Geiselnahme in der Schule von Beslan war die brutalste Geiselnahme der bekannten Geschichte. Die Geiselnehmer waren Terroristen aus der tschetschenischen und internationalen islamischen Guerilla. Dieses unsagbar traurige und brutale Ereignis nun statt den wirklich Schuldigen der Putin-Regierung in die Schuhe zu schieben, zeugt von ekelerregendstem Zynismus.

    Passenderweise hat dann der Prüfer von Amazon den Kommentar wie folgt getaggt: alexander litwinenko, propaganda, russland.

    Es zeigt sich einmal mehr, wie problematisch solche Kundenrezensionen sind. Bevor die “normalen” Leser da etwas dazu schreiben, sind schon die Propagandisten da, die unbedingt ihre gegenteilige Meinung verbreiten müssen. Dem Kunden bringt das dann nur noch herzlich wenig, wenn man nie sicher sein kann, dass es sich um eine objektive Beschreibung handelt. Wenn man ein wenig sucht, findet man solche Fälle aber nicht nur bei Amazon. Bei Holidaycheck und taucher.net geht es einem da ganz genauso. Dort merkt man oft, dass bestimmte Beschreibungen einfach aus Gefälligkeit geschrieben wurden oder aus eigener Feder des Besitzers stammen.

    Nachtrag: Robert Basic schreibt in einem anderen Zusammenhang (DRM in einem Computerspiel von EA Sports) darüber und kritisiert auch die Zensur durch Amazon.

    2 Kommentare zu “Propagandaplattform Amazonrezension”

    1. Peter Bitterli SWITZERLAND sagt:

      Er schreibt über mich:
      “Bereits auf den ersten Blick erkennt man, daß er aus Moskau gesteuert sein muß.”
      Mann, ist er ein Depp!! Mann, hat er ein idiotisches Weltbild!!! Alles, was nicht in seine kurzschlüssige und uniformierte Milchbüchleinrechnung passt, ist also “von Moskau” “gesteuert”….
      Hat er die letzten 20 Jahre verschlafen?
      IDIOT!

    2. StoiBär GERMANY sagt:

      Sagen wir so. Allein dieser Kommentar zeigt recht deutlisch, was Ihre Rezensionen wert sind.