Seit 1989 gibt es Die Fantastischen Vier. Mit Die da?! kam 1992 der Durchbruch und die CD “Vier gewinnt” hab ich damals rauf und runter gehört. Den Text zum Titelsong kann ich noch heute perfekt auswendig und im Laufe kamen legendäre Singleauskopplungen (mein Alltime-Favourite ist “Der Picknicker“) und Live-Konzerte. Im Sommer hatten die Jungs ihr 20-jähriges und gaben am 25.07.2009 vor rund 60.000 Fans in ihrer Heimatstadt Stuttgart ein grandioses Konzert. Zusammen mit einem Symphonie-Orchester spielten sie fast drei Stunden, ein Heimspiel eben. Von diesem Konzert gibt es jetzt den Mitschnitt auf CD, DVD und Blu-ray und natürlich hab ich mir die gleich geordert!
Bruce Springsteen wird heute 60 Jahre. Wer den Boss jemals live erlebt hat, der weiß, dass da nicht viel rankommt. Daher meine beiden all time favorites:
Heute habe ich zum ersten Mal in diesem Blog einen Beitrag gelöscht. Darin ging es um ein Konzert der Band Fanfare Ciocarlia in Regensburg am 8. August, das ich zusammen mit Freunden besucht hatte. Der Beitrag war 250 Wörter lang. Neben einem Foto hatte ich auch ein kleines Video eingebunden, das ich mit meiner kleinen Digicam aufgenommen und bei YouTube hochgeladen hatte. Dieses Video war 24 Sekunden lang und darauf schwenkte ich einmal von rechts nach links über das Publikum und die Band. Ihr könnt Euch selbst ausmalen, wie die Videoqualität mit so einer kleinen Knipse ist.
Heute hatte ich Post von YouTube in meinem Postfach:
Hiermit wirst du darüber informiert, dass folgendes Material entfernt bzw. der Zugriff darauf deaktiviert wurde, da uns von Asphalt Tango Records gemeldet wurde, dass dieses Material eine Urheberrechtsverletzung darstellt.
Asphalt Tango Records ist das Plattenlabel, das die Band vertritt. Mir ist klar, dass man keine DVD- oder CD-Ausschnitte hochladen darf, das hab ich auch noch nie gemacht. In diesem Fall habe ich aber die Vorstellung einer quasi unbekannten Band mit einem kleinen Video aufgepeppt. Kann einem als Band oder als vertretendes Plattenlabel eigentlich etwas besseres passieren, als dass jemand über ein Konzert schreibt?
Dazu muss man noch erwähnen, dass die Band ein Profil bei MySpace hat, wo man mehrere Songs in weit besserer Qualität anhören kann, als in meinem Videoschnipsel. Ich für meinen Fall werde in Zukunft einen großen Bogen um Fanfare Ciocarlia und erst recht um Asphalt Tango Records machen.
La Brass Banda in der Stadtbibliothek Amberg, da mussten wir natürlich hin. Kam doch vom Martin neulich schon ein Tipp! Zu dem Event hatte ich auch noch die Sennerin einbestellt, die nebst Freundin auch prompt den Weg in die Oberpfalz fand. Ein kleiner Schock erwartete uns am Eingang, wo uns ein bissiger Kettenhund den Weg versperrte. Wie konnten wir auch ohne Karten anreisen und hoffen, an der Abendkasse noch Einlass gewährt zu bekommen. Als dann die schlipsdekorierten örtlichen Spaßkassenvorstände per Handschlag begrüßt wurden, gaben wir schon fast die Hoffnung auf. Der niedere Pöbel musste nämlich vor der Tür warten und jeder weitere Neuankömmling wurde charmant angebellt. Ich schätze mal, dass sich die Dame auf diese Art auch die letzten 50 Jahre ihre Jungfräulichkeit bewahrt hat. Und so parkten wir unser Hinterteil erstmal im benachbarten Irish Pub, wo uns die Bedienung unser angetrunkenes Bierchen netterweise im Kühlschrank zwischenlagerte, als es dann gnädigerweise doch noch Eintrittkarten gab. So rutschten wir noch rein und hörten den Hund nur noch kleinlaut winseln, als nach uns nochmal drei Chicas (Ilona, sorry!) ins Innere wollten: “Was nochmal drei? Das kann ich nicht verantworten, da muss ich erst fragen gehen!” Im Innenhof der Stadtbibliothek wäre übrigens locker Platz für weitere 50 Personen gewesen – aber das nur am Rande.
Das Konzert war dann Spitzenklasse und die Mischung aus Bläsern, Bass und schnellen Beats begeisterten ungemein. Textlich sah ich bei der Sennerin zwar ab und zu ein paar Fragezeichen in den Augen, aber Frontmann Stefan hatte gelegentlich ein Einsehen und wiederholte die oberbayerischen Refrains in einer frankenfreundlichen Geschwindigkeit. Und bevor ich mir hier noch den Kopf verrenke, zitiere ich doch einfach die Sennerin:
Und spätestens beim bayrischen Techno hatten LaBrassBanda – barfüßig und lederbehost – eh den letzten Zweifler überzeugt. Dann auch noch ein getrötetes Captain Future-Theme… furios, glorios, grandios.
Anschließend ging es nochmal ins Irish, wo wir den Rest unseres schal gewordenen Bierchens süffelten. Dazu gabs noch lecker “Chickenwings mit Wedges”. Der Koch hatte dabei wohl was verwechselt und einfach den Boden eines Brotkorb mit Gockelhaxen belegt und dann das Ganze mit Erdäpfel aufgefüllt. So blieb für die Frischverliebten am Nebentisch auch noch was übrig.
Homepage La Brass Banda: Klick (mit zahlreichen Samples)
Letztes Wochenende war bei uns in Nabburg wieder das Tonart Festival, das im zweijährigen Wechsel mit dem Mittelaltermarkt stattfindet. Zwei Tage spielten einheimische Bands und Nachwuchsmusiker auf diversen Bühnen und Hinterhöfen der Altstadt. Von Blechmusik bis Rock & Roll war alles vertreten und dazu gab es musikalischen Besuch aus Litauen. Am verregneten Samstag fanden sich leider recht wenig Besucher ein und auch am Sonntag schreckten die gelegentlichen Schauer wohl manchen Besucher ab. Die, die sich hertrauten wurden aber belohnt und mit 2,20 Euro für eine Halbe Bier wurde einem das Feiern auch leicht gemacht.
Am Unteren Markt geht es traditionell ein wenig fetziger zu. Mit der Rattle Gang, Saitensprung und Eddy Gabler & The Crack rockten altbekannte und etablierte Bands aus der Gegend auf. Absolutes Highlight für mich waren dieses Jahr aber die ZiehGäuner aus dem Bayerischen Wald. Zwar ist die Auswahl an Songs der recht jungen Band noch überschaubar, aber der frische Balkan Pop war mit den selbstgeschriebenen Liedern eine willkommene Abwechslung zu der doch etwas stark vertretenen Anzahl an Coverbands.
Musikalisch bewegen sich die „ZiehGäuner“ innerhalb und außerhalb verschiedenster Stilistiken wie Ska, Funk, Balkan Beat, Polka, Folkmusic, Jazz und Latin. Die Vision der Band ist es, stets den eigenen Ausdruck in die Musik zu bringen um einen unverwechselbaren Sound zu entwickeln. Das passiert einerseits allein durch die Instrumentierung, andererseits durch die für die Charaktere abgestimmten Eigenkompositionen, die mit den hauptsächlich bayerischen Texten den „ZiehGäuner“-Sound ergeben.
Ich hoffe, die Jungs lassen sich nach Ihrer Südfrankreich- und Spanientour bald wieder mal in der Gegend engagieren. Bis dahin möchte ich nur auf das Video Musica de Strada verweisen, das ein wenig den Flair vom Sonntag vermittelt.
Auf MySpace gibt es dann noch drei Hörproben und vorallem “Negl mit Kepf” solltet Ihr Euch davon unbedingt mal geben. Ich sag nur “Auf gehts Buama, pack mas!”
Ich mein, es soll ja Leute im engeren Bekanntenkreis geben, die waren ausser in Leipzig auch bei AC/DC in München schon dabei. München musste ich leider wegen einer Feier sausen lassen. Aber Brückentag und AC/DC am Hockenheimring. Da muss man doch einfach ein zweites Mal hingehen, oder? Also noch schnell EBAY geplündert und ab geht es am Freitag! Und weil doch grad Freund und Tauchlehrer Hany aus Ägypten bei uns ist, kriegt der auch gleich eine Lektion in Sachen Rock´n´Roll. Ich glaub ich darf nur die Ohrstöpsel für ihn nicht vergessen!
Ich mein, es nutzen ja die schönsten Bierbecher nichts, wenn der Inhalt nicht stimmt und nur Bierersatzstoff aus Bremen drin ist. Warum gibt es auf Großveranstaltungen eigentlich immer nur Plempel zu trinken? Da lob ich mir doch die Jungs aus Wernberg, die in ihrem Reisebus 40 (!) Kisten anständiges Bier dabei hatten.
Die Anreise war problemlos, der Parkplatz ganz in der Nähe des Stadions wurde uns aber zum Verhängnis. Aber dazu nachher mehr. Die erste Vorband kann ich Euch leider nicht sagen. Keiner der Umstehenden wußte den Namen. Die zweite Band war “The answer“. Grottenschlecht eingestellter Sound – eben typisch für Vorbands – verhinderte dass sich jemand richtig mit der Musik auseinandersetzte.
Dann pünktlich um 21 Uhr gings los und der Rock’N'Roll Train rollte in Originalgröße ein. Es folgte ein Mix aus alten Reissern und Tracks von der neuen Scheibe. Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass das aktuelle Album nicht der große Wurf ist. So wunderte es mich auch nicht weiter, dass die Stimmung immer einen Tick verhaltener war, als aktuelle Songs gespielt wurden. Dafür ging es bei TNT, Thunderstruck, Hells Bells und Dirty Deeds richtig ab. Brian Johnson war ab der Hälfte gewohnt heiser und so durfte mal wieder Angus Young ein langes Solo rocken. Optischer Reisser war Rosie, die ihren Ritt auf der Lok zu Whole lotta Rosie hatte:
Überhaupt war die ganze Show gewohnt gigantisch und die obligatorische Glocke war natürlich auch dabei. Nur leider wars wieder viel zu schnell vorbei. Mit Highway to Hell und For Those About To Rock gab es noch zwei Zugaben, bevor um 22:55 Uhr das Licht anging. Sind eben doch nicht mehr die Jüngsten und nach zwei Stunden Vollgas ist die Puste weg.
Beim Einparken bekamen wir schon einen Zettel in die Hand, dass der Parkplatz erst 30 Minuten nach Konzertende geöffnet werden würde. Erst sollten die Fußgängermassen aus dem Weg sein. Als wir dann um ein Uhr endlich die 400 Meter zu Straße hinter uns gebracht hatten, war die Stimmung natürlich nicht mehr soo toll. Dann nochmal 30 Minuten bis zur Autobahn und die bohrende Frage, warum man mitten in der Nacht die Ampeln nicht abschalten kann, wenn doch alle sowieso in die gleiche Richtung wollen.
Als Konzertstadt werde ich Leipzig zukünftig sicherlich nur noch im Notfall berücksichtigen. Dachte ich bisher immer, dass es verkehrstechnisch nirgends so schlimm zugeht wie an der Regensburger Donauarena, wurde ich gestern eines Besseren belehrt. Irgendwie ist Leipzig doch noch eher auf Trabis ausgelegt. Trotzdem war das Konzert allererste Sahne und Ihr Münchner freut Euch auf morgen!
Bestimmte Songs begleiten einen das halbe Leben. Auf Anhieb fallen mir Lady von Modjo, School von Supertramp, Queens Bohemian Rhapsody, Sultans of Swing und Lady Writer von Dire Straits, Manfred Mann mit Blinded By The Light, Babooshka von Kate Bush ein. Vielleicht sollte ich wirklich mal eine der 100 besten Lieder aller Zeiten machen.
…dann nimmt man einfach einen betagten Traktor. Wenn die jetzt erst noch einen Lanz oder einen Eilbulldog gehabt hätten! Aber wahrscheinlich hätten sie dann eine Rauchvergiftung bekommen.
So nennt man das wohl, was ich heute auf Bayern 2 gehört habe. Ich mein, die Jazzkantine hörte ich vor ein paar Jahren mal ganz gerne. Der Mix aus deutschem HipHop und Jazz hatte schon was. Dann wurde ihre Musik braver und sie sind meiner Meinung irgendwann im Mainstream aufgegangen. Jetzt haben sie das neue Album Hell’S Kitchen versülzt. Ein absolutes NO GO!
Van Halen´s Jump in Traumschiffversion und Smoke on the water ala Max Reger. Walk this way fehlt das Wichtigste, nämlich der Pepp. OK, der verscratchten Version von Back in Black kann ich ein wenig etwas abgewinnen. Was aber gar nie nicht geht ist, dass man Hells Bells verswingt! Ich mein, der Eddy Gabler hats ja auch schon probiert. Aber der entschuldigt sich bei jedem Livekonzert (Video hier) vorher wenigstens dafür.