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taz darf weiterhin Monty Python beleidigen

Kaum hatte sich die taz erdreistet, das Konterfei vom scheidenden Bayerntrainer Jürgen Klinsmann in ein Brian-Motiv einzubauen, da standen die Verantwortlichen vom FC Bayern schon mit einer Unterlassungsklage parat. Und oh Wunder - das Landgericht München hat erkannt, dass es Satire war. Wenn sich da mal der FC Hollywood nicht schon wieder ordentlich blamiert hat. :D

Die Art der Darstellung ist dem Bereich der Satire zuzuordnen. Eine reale Kreuzigung des Antragstellers steht nicht im Raum. Vielmehr wird der berufliche Niedergang des Antragstellers symbolisch dargestellt.

Das ganze Urteil

5 comments to taz darf weiterhin Monty Python beleidigen

  • Eines allerdings ist hier nicht berücksichtigt worden:
    Von einem Niedergang kann nicht die Rede sein, da die Kreuzigung (ob Monty Python oder nicht) der Weg zur Auferstehung war. Der Satirendeckmantel ist demnach falsch ausgelegt.

  • Man stelle sich nur vor, es wäre keine Kreuzigung gewesen, sondern ein bärtiger Prophet einer anderen Religion, das Geschrei wäre groß gewesen, die Grenze der Satire überschritten und Gläubige zutiefst beleidigt worden. Bei chrsitlichen Motiven ist da niemand zimperlich und ganz davon abgesehen, fand ich das geschmacklos und blöd.

  • @Alex: Du verwechselst da was. Der Klinsmann fühlte sich selbst beleidigt, weil er mit Jesus verglichen wurde. Es ging in der Klage nie darum, ob man die Religion entehrt!

  • @Stoibär: Das ist schon klar, aber Klinsmann hat ja auch mit der Verletzung religiöser Gefühle argumentiert, was ich in diesem Fall auch nachvollziehen kann. Ich möchte mein Gesicht auch nicht an einem Gekreuzigten sehen. Das “Lustige” an dieser Darstellung erschließt sich mir leider nicht
    Ich finde deine Überschrift übrigens lustig. Und passend zudem. :D

  • Als Antwort auf Deinen Kommentar (Danke hierfür!) in meinem Blog @ StoiBär:
    Der, der das Geld anbietet, der hat das Recht zu bestimmen, wem das Geld zukommt und für was – auch wenn es fürs Nasepopeln ist. Uns kann das egal sein, da es nicht unsere Moneten sind.

    Ich fände diesen Rummel eigentlich gar nicht so schlimm, würden die Leute nicht auf der Person Klinsmann rumhacken. Warum nicht sachlich auf seine Kompetenzen eingehen, die er nicht zu erfüllen vermag?

    Grüße!