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Tramps like us, baby we were born to run!

Tribüne sucks! Kann mir mal einer sagen, warum die Karten auf der Tribüne mehr kosten als in der Arena? Klar kann man sitzen, aber was nutzt einem das, wenn man nichts hört! Mannomann, so eine schlechte Akustik wie gestern bei Bruce Springsteen im Olympiastadion in München habe ich ja noch nie bei einem Konzert erlebt. Vielleicht lags auch daran, dass die Bühne auf der Gegengerade aufgebaut war und die Lautsprecher voll ins Zeltdach einstrahlten. Auf jeden Fall wars unerträglich und so gaben wir nach drei Liedern unseren Sitzplatz in Reihe 70 auf und stellten uns in Reihe 10 auf die Treppe. Nachdem das Konzert bei weitem nicht ausverkauft war, war das auch kein Problem. Mit jeder Stufe nach unten wurde der Sound besser, die Verzögerung zwischen Lippenbewegungen und Text verschwanden und vorallem, man erkannte auf einmal die Lieder.

Bruce Springsteen live in München

Und so konnten wir The Boss Bruce Springsteen endlich genießen. Der legte sich auch gewohnt ins Zeug und spielte 2h 45 durch. Anfangs ging es recht ruhig zu, erst ab der Hälfte kamen ältere Hits dazu. Als er Patti Smiths Because The Night spielte, kam auch endlich auf den Sitzplätzen Stimmung auf. Der Brüller war aber, als Bruce mit der E-Street Band den Roy Orbison Klassiker Pretty Woman spielte. Das Ganze kam “spontan” aufgrund eines Plakates aus dem Publikum und sollte ein Geburtstagsgeschenk für Keyboarder Roy Bittan sein, der gestern 60 Jahre wurde.

So sehr sich alle Musiker aber ins Zeug legten, gegen einen kamen sie aber nicht an. Und das war wahrscheinlich ein Angestellter der Olympiapark GmbH. Irgendein Vollpfosten ist wohl im Technikraum eingeschlafen und hat die Stadionbeleuchtung eingeschalten, als er mit dem Hirn auf dem Tisch aufgeschlagen ist. Zur Mitte des Konzerts ging nämlich auf einmal das Flutlicht an und die Stimmung war für drei Songs im Eimer. Als den Typen dann jemand geweckt hatte und das Licht wieder ausging, wurde das auch gleich mit tosendem Applaus quittiert. Als Abschluß der langen Zugabe kam dann noch das heiß erwartete Dancing in the dark. Allerdings wurde das dann auch eher zum Dancing in the light, weil ab der Hälfte wieder das Licht anging.

Alles in allem ein super Konzert – wenn man Arenakarten gehabt hätte und es nicht im Olympiastadion gewesen wäre, aber wohl nochmal eine Klasse besser.

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