Transrapid am Ende
Erstellt von StoiBär am Donnerstag 27. März 2008
Es war ja schon von Anfang an die Frage, ob Günther Beckstein das Spielzeug seines Vorgängers wirklich gegen den Willen der Bevölkerung bauen lassen und die CSU damit ins nächste Wahldesaster steuern würde. Bisher hatten die Schönrechner die Kosten auf 1,85 Milliarden Euro beziffert, nun hat die Süddeutsche Zeitung einen Artikel veröffentlicht, in dem sie sich auf Berechnungen der beteiligten Unternehmen unter Führung von Siemens und Thyssen beruft. Danach belaufen sich die wirklichen Kosten auf rund drei Milliarden Euro. Da Freistaat und Bund nur bereit sind, maximal 925 Millionen beizusteuern, dürfte damit wohl das Ende des Transrapid besiegelt sein.


Donnerstag 27. März 2008 um 08:59
Du ziehst logische Schlüsse. Erwarte doch bitte nicht, dass Politik logisch ist!
Donnerstag 27. März 2008 um 09:10
Technisch gesehen finde ich das schon schade, irgendwo in Deutschland sollte dieses Ding mal dringend hingebaut werden — am besten da, wo viele Leute schnell von A nach B wollen und nicht können.
Die MUC-Flughafen-Linie war allerdings von Anfang an eine blödsinnige Idee, weil man eben für 28km gerade keinen Hochgeschwindigkeitszug braucht.
Donnerstag 27. März 2008 um 10:26
Das ist aber doch an sich nichts neues, es hat wohl kaum jemand – auch die Staatsregierung nicht – geglaubt, daß sich der ursprüngliche Kostenplan einhalten läßt. Wenn sie jetzt deswegen den Rückzieher macht, ist das eine klare Niederlage der CSU. Unbeschadet aus der Sache rauskommen hätte sie nur können, wenn sie sich auf irgendein neues Argument gestützt hätte – da wäre der Unfall auf der Emsländer Teststrecke, so makaber das jetzt klingt, ideal gewesen.
Und dann ist der Freistaat halt auf einmal bereit, mehr auszugeben…
Donnerstag 27. März 2008 um 11:47
Bingo! Und schon haben sie das Handtuch geschmissen!
Donnerstag 27. März 2008 um 12:05
[...] Günther Beckstein den Anteil Bayerns auf 500 Millionen beschränkte (”das Spielzeug seines Vorgängers“) und auch von der EU kein Geld zu erwarten war, verabschiedet man sich an der Isar von [...]
Donnerstag 27. März 2008 um 13:35
@Martin: Ich kann doch hellsehen!
Donnerstag 27. März 2008 um 21:51
[...] für meinen Teil kann nur nochmal sagen: richtig so. Das Milliarden-Grab Transrapid hätte schon viel früher in der Versenkung verschwinden können müssen! Wie ich bereits [...]
Donnerstag 27. März 2008 um 23:29
[...] Weblog wird dazu noch ein amüsantes Video präsentiert. Oder war es einfach schon von Anfang an die [...]
Samstag 29. März 2008 um 18:04
Auferstandener der Woche…
Vor kurzem dachte ich noch, es ist jetzt Schluss mit: “Ehhhh….ehhh…eeeehhh”. Und jetzt gräbt Frederico Elwing ihn anläßlich des Transrapid Endes wieder aus.
…
Samstag 29. November 2008 um 07:59
Toller Beitrag. Merci