AC/DC Black Ice in Leipzig

Bierbecher Black Ice

Ich mein, es nutzen ja die schönsten Bierbecher nichts, wenn der Inhalt nicht stimmt und nur Bierersatzstoff aus Bremen drin ist. Warum gibt es auf Großveranstaltungen eigentlich immer nur Plempel zu trinken? Da lob ich mir doch die Jungs aus Wernberg, die in ihrem Reisebus 40 (!) Kisten anständiges Bier dabei hatten.

Die Anreise war problemlos, der Parkplatz ganz in der Nähe des Stadions wurde uns aber zum Verhängnis. Aber dazu nachher mehr. Die erste Vorband kann ich Euch leider nicht sagen. Keiner der Umstehenden wußte den Namen. Die zweite Band war “The answer“. Grottenschlecht eingestellter Sound – eben typisch für Vorbands – verhinderte dass sich jemand richtig mit der Musik auseinandersetzte.

Dann pünktlich um 21 Uhr gings los und der Rock’N’Roll Train rollte in Originalgröße ein. Es folgte ein Mix aus alten Reissern und Tracks von der neuen Scheibe. Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass das aktuelle Album nicht der große Wurf ist. So wunderte es mich auch nicht weiter, dass die Stimmung immer einen Tick verhaltener war, als aktuelle Songs gespielt wurden. Dafür ging es bei TNT, Thunderstruck, Hells Bells und Dirty Deeds richtig ab. Brian Johnson war ab der Hälfte gewohnt heiser und so durfte mal wieder Angus Young ein langes Solo rocken. Optischer Reisser war Rosie, die ihren Ritt auf der Lok zu Whole lotta Rosie hatte:

Brian Johnson singt für Rosie

Überhaupt war die ganze Show gewohnt gigantisch und die obligatorische Glocke war natürlich auch dabei. Nur leider wars wieder viel zu schnell vorbei. Mit Highway to Hell und For Those About To Rock gab es noch zwei Zugaben, bevor um 22:55 Uhr das Licht anging. Sind eben doch nicht mehr die Jüngsten und nach zwei Stunden Vollgas ist die Puste weg.

Beim Einparken bekamen wir schon einen Zettel in die Hand, dass der Parkplatz erst 30 Minuten nach Konzertende geöffnet werden würde. Erst sollten die Fußgängermassen aus dem Weg sein. Als wir dann um ein Uhr endlich die 400 Meter zu Straße hinter uns gebracht hatten, war die Stimmung natürlich nicht mehr soo toll. Dann nochmal 30 Minuten bis zur Autobahn und die bohrende Frage, warum man mitten in der Nacht die Ampeln nicht abschalten kann, wenn doch alle sowieso in die gleiche Richtung wollen.

Als Konzertstadt werde ich Leipzig zukünftig sicherlich nur noch im Notfall berücksichtigen. Dachte ich bisher immer, dass es verkehrstechnisch nirgends so schlimm zugeht wie an der Regensburger Donauarena, wurde ich gestern eines Besseren belehrt. Irgendwie ist Leipzig doch noch eher auf  Trabis ausgelegt. Trotzdem war das Konzert allererste Sahne und Ihr Münchner freut Euch auf morgen!

8 Gedanken zu „AC/DC Black Ice in Leipzig“

  1. Schaut schon geil aus 🙂 Muss toll gewesen sein.

    Knapp zwei Stunden finde ich in Ordnung. Es gibt wenig Gruppen in dieser Liga die länger spielen. Ich war schon ewig nicht mehr auf einem Konzert. Das letzte mal bei Peter Gabriel in Nürnberg. Wird mal wieder Zeit wenn ich so in meine Gefühlswelt reinhöre. Ich war vor ein paar Wochen am überlegen ob ich zu Pink gehe, hab es aber sein lassen.

    Wirklich geil (für meine Geschmack) wären Arcade Fire, Bright Eyes oder CocoRosie

    Ha, ich habe gerade mit bekommen, das CocoRosie am 26.06 in Nürnberg spielen. Da gehe ich hin!

  2. Tun wir. Auf morgen freuen, meine ich. 🙂

    Für München u.a. hab ich irgendwo “The Cane” als 1. Vorband angekündigt gesehen – wer auch immer das sein mag…

  3. Ich bin neidisch. Richtig neidisch. Nicht auf das Bier. Aber das Konzert… *seufz* … hätte ich auch gerne miterlebt. 🙂

  4. Der Guttenberg war auch auf einen AC/DC-Konzert, ganz rockig mit parkaähnlichem Jäckchen und Blue-Jeans nebst Gattin mit Teufelshörnchen (hihi). Dieser Mist hat es bei der Rheinischen Post sogar auf die Titelseite geschafft. Nichts gegen AC/DC aber die Assoziation die da geschaffen wurde (ist ja Wahlkampf,nee) verhagelt mir die gerade die Freude an dieser Musik.

  5. Ich hab die Jungs zum 3. mal gesehen, anfang der 90 iger( mit Metallica als Vorband) in der Waldbühne Berlin, 2001 am Lausitzring und jetzt in Leipzig….und ich sag euch…die werden immer besser. es war so geil, das Intro, ein Hammer, einziger Nachteil, nachdem sich 3 solche Hynen vor mir aufgebaut hatten, hab ich nichts mehr gesehen, ausser auf den Videoleinwänden oder auf Zehenspitzen, was aber nach solange stehen auch nicht so prickelnd war….scheiß egal, GEILE MUCKE!

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