Alljähriches Dummschwätzen

Jedes Jahr am Aschermittwoch werden die Niederbayern von den Größen der einzelnen Parteien heimgesucht. Wie jedes Jahr hat man den Eindruck, der Restalkohol ist noch nicht so richtig abgebaut und noch leicht beschwingt wird der politische Gegner aufs Schärfste mit der verbalen Keule bekämpft.

Erwin Huber (warum klingt der eigentlich das ganze Jahr ein wenig angetrunken?) bezeichnet die SPD als Steigbügelhalter der Kommunisten und Günther Beckstein macht Angst vor einer „blutroten Koalition“. Trotz der markigen Sprüche bekam aber einer noch mehr Applaus. Denn sogar als Erwin Huber gerade mit seiner Rede fertig war, schallten schon wieder die Rufe nach „Edmund, Edmund“ durch den Saal. Bei der SPD nicht viel besser. Da stellt sich der bayerische Fraktionschef Franz Maget allen Ernstes hin und verkündet Ich will Ministerpräsident werden in diesem schönen Land. Anzeichen genug für seinen Größenwahn hat er in der letzten Zeit schon oft gezeigt. Für voll indes nimmt seine Ziele wohl selbst in der eigenen Partei kaum einer. Seis drum, beim Starkbieranstich am Nockherberg wird er diesen Satz sicherlich wieder auf die Maß Bier geschmiert bekommen.

Lustig sind die Sprücheklopfer aber auf jeden Fall wieder gewesen und da an diesem Tag ja immer Narrenfreiheit herrscht, muss man diese Reden auch – Gott sei Dank – nicht ernst nehmen.

Ein Gedanke zu „Alljähriches Dummschwätzen“

  1. Ich fand es dieses Jahr etwas enttäuschend, irgendwie sprang der Funke bei keinem richtig über und richtig aufregen konnte man sich auch über keinen. Die guten Redner waren alle entweder im Ruhestand oder nicht da.

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