Alternative Verhörmethoden

Abu Ghuraibist die Umschreibung von George W. Bush für Folterungen an illegalen Gefangenen in Gefängnissen außerhalb der Rechtsprechungen. Damit möchte er solche Vorgehensweisen wie seinerzeit in Abu Ghuraib legalisieren und damit die Genfer Konventionen für Menschenrechte teilweise außer Kraft setzen. Jetzt hat er dafür sogar von seinen eigenen Parteigenossen im Senat endlich eine auf den Deckel bekommen. Die haben nämlich seinen Gesetzentwurf abgelehnt, der Folterungen zur Wahrheitsfindung vorsah. Sogar der ehemalige US-Aussenminister Colin Powell zeigt Bush jetzt die Zähne:

„Die Welt beginnt an der moralischen Basis unseres Kampfs gegen den Terrorismus zu zweifeln“, schrieb Powell in einem Brief an McCain, den dieser gestern veröffentlichte. „Artikel 3 der Genfer Konvention neu zu definieren, würde zu diesen Zweifeln beitragen.“

Genau das ist der Knackpunkt. Wer in der Welt soll eine Politik noch für voll nehmen, die einerseits die Länder im Nahen Osten anprangert, gleichzeitig selbst aber teilweise noch viel schlimmer handelt. Genau das ist der Weg, der Hisbollah, Dschihad, Taliban und anderen den Zulauf bescheren. Es zeigt sich einmal mehr, das Herr Bush und Frau Rice die arabische Welt nicht einmal ansatzweise verstehen.

3 Gedanken zu „Alternative Verhörmethoden“

  1. Da kann einem das Kotzen kommen.

    Gott sei Dank sind nicht alle in Amerika verblendet. Es wird eine Zeit nach Bush geben und erst dann besteht die Möglichkeit, dass es besser wird. Wenn nicht der Papst meint er muß auf anderer Ebene die Position vom Bush einnehmen, siehe Islamäußerungen…

  2. Lieber Thomas,

    richtig, es wird eine Zeit nach Bush kommen, und auf die hoffe ich auch!
    Erkläre mir aber bitte einmal ganz detailliert und differenziert, auf welcher Ebene der Papst – und seine geistige Kompetenz willst Du Dich sicherlich nicht mit der von George W. in Vergleich zu ziehen wagen – die Position von Bush übernimmt.

    Richtig, Du kannst es nicht! Dann lass doch auch solche diffamierenden und dümmlichen Vergleiche….

  3. Hallo,

    verglichen habe ich die beiden, da beide tief religiös sind.

    In der Presse ist dann das Zitat vom Zitat erschienen:

    „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.“
    Quelle: Papst Benedikt XVI. zitiert den christlich-byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos aus dem 14. Jahrhundert. , Rede in Regensburg am 12.09.2006

    Was ich bis dahin gelesen hatte, erweckte den Eindruck, der Papst würde hinter dem Zitat stehen. Anscheinend ist das falsch. Er hätte vorher mit seinen Islamexperten reden sollen, man hätte ihn gewarnt das Material zu verwenden. Jetzt wird das von Islamextremisten ausgeschlachtet.

    Also sorry, dass ich was Falsches über den Papst gedacht habe! Aber er hätte auch etwas vorsichtiger sein müssen. Momentan leidet die Welt unter religiösen Wirrköpfen.

    Grüße

    Thomas

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