Apple am Pranger

Lange Zeit fristeten die Produkte von Apple ihr Nischendasein. Dank dem iPod-Hype und der – sagen wir mal so – nachlassenden Qualität von Betriebsystemen aus Redmond können nun auch iMac und Mac mini auftrumpfen. Nicht zuletzt durch die Aussicht, dank Inteltechnik bei Nichtgefallen auch wieder Windows installieren zu können, dürften die Verkaufszahlen von Rechnern mit angebissenen Apfel angestiegen sein. Nun muss Apple sich aber langsam an das gewöhnen, was Microsoft schon seit seit langem durchmachen muss: Schlechte Presse.

Zuerst stellte Greenpeace fest, dass das neue iPhone impotent macht, bzw. die giftigen Inhaltsstoffe nicht deklariert werden. Überhaupt scheint Steve Jobs wenig von Umwelt- und Verbraucherschutz zu halten, denn wie erklärt sich sonst, dass iPod und selbst das teuere iPhone als Einwegprodukte konstruiert wurden, bei dem man defekte Akkus nicht einfach wechseln kann?

Kaum ist das neue Betriebsystem Leopard raus, schon meldet Heise, dass die Firewall unsicher ist, wie ein offenes Scheunentor. Und heute dann noch die Nachricht, dass ein Virus aufgetaucht ist. Der OSX.RSPlug.A wurde eigens für den Mac programmiert. Tja liebe Apfelschäler, scheinbar gehen die Zeiten zu Ende, wo Ihr über uns Fensterputzer nur gelacht habt. So leid es mir für Euch tut, gewöhnt Euch mal langsam an den Gedanken dass Ihr in Zukunft einen Virenscanner installieren müßt. Die Zeit der Bedeutungslosigkeit ist nun vorbei, wo kein Virenprogrammierer für Euch Zeit investieren mochte.

6 Gedanken zu „Apple am Pranger“

  1. Was mir mehr Angst macht ist der Dogmatismus, den einige Apple-JüngerKunden an den Tag legen. Da werden keine rationalen Vergleiche mehr herangezogen, sondern konsumiert weil es von Apple ist und Verteidigungs- und Angriffstaktiken gegen Kritiker aufgefahren, als sei es eine Religion. Dabei vergessen viele, dass Apple weder der heiliger Gral der IT ist, noch eine Wohltätigkeitsorganisation, sondern ein knallhartes Wirtschaftsunternehmen, also genau so “evil” ist wie Microsoft u.a. Irgendwie scheinen das die Apple-Maniacs aber anders zu sehen. Genau so übersehen sie, dass Apple ebenso billig in Niedriglohnländern produziert und keine Wundergadgets mit überragender Qualität baut. Apple hat tolle Designer, ein hervorragendes Marketing und kombiniert Ideen und Technologien geschickt miteinander. Viel mehr sind sie nicht und bei Leibe nicht die einzigen, da muss man die Kirche einfach mal im Dorf lassen.

  2. Man muss sich unter Mac OS X keine Antivirensoftware installieren, genauso wenig wie unter Linux und Microsoft Windows – BRAIN 1.0 schützt besser und bringt im Gegensatz zu Antivirensoftware keine neuen Risiken mit sich.

    Dennoch empfiehlt es sich selbstverständlich, die üblichen Grundregeln für Computersicherheit auch auf dem Mac zu berücksichtigen. Für Anfänger finden sich unter http://www.macmacken.com/2007/11/03/mac-os-x-leopard-sicherheit-fuer-anfaenger/ verschiedene Tipps dazu (zum Beispiel).

  3. > gewöhnt Euch mal langsam an den Gedanken dass Ihr in Zukunft einen Virenscanner installieren müßt.

    Dies hätte bereits schon in der Vergangenheit passieren sollen. Die reichlich vorhandenen Systembugs und Sicherheitsprobleme wurden nur öffentlich nicht so breit getreten wie im Fall von Windows. > Kleines Beispiel <

  4. > Trotzdem ist Mac OS X Leopard besser als Vista und Apple cooler als Microsoft

    Bitte, wenn es Dir die Katze so gefällt 🙂
    Aber reicht es cooler zu sein? Ist das alles was Du brauchst, also mein OS ist toller als Dein OS???

    -> Kleines Video für Dich <-

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