Alle Beiträge von StoiBär

Das können nur Italiener

Tommasini DetailNein, nicht nur Liefertermine überschreiten! Mitte Juli hab ich meinen neuen Boliden bestellt und gestern endlich bekommen. Den halben Sommer habe ich überlegt, was ich mir für meinen defekten Carbonrahmen von Kestrel als Ersatz anschaffen soll. Von Storck über Cube und Canyon war alles im Gespräch. So richtig überzeugt hatte mich aber bis dahin noch nichts. Per Zufall kam ich dann in Regensburg bei JR-Rennradsport vorbei und hab mich sofort verliebt. Bereits am nächsten Tag hab ich dann die Bestellung für meinen Tommasini Racing Alloy aufgegeben und da die bei Tommassini auftragsbezogen fertigen, sollte die Lieferzeit ca. 5 Wochen betragen. Als Farbe wählte ich natürlich ferrarirot. Was ich gestern dann in die Hände bekam, hat mich voll überzeugt und für die überlange Wartezeit von letztendlich 13 Wochen entschädigt. Wahrscheinlich pünktlich zur neuen Skisaison kann ich nun ein fertig aufgebautes Rad in Händen halten und mich an den vielen Kleinigkeiten erfreuen. So etwas an Detailverliebtheit habe ich wirklich noch nicht oft gesehen: perfekt verschliffene Schweißnähte, Gravuren an den Ausfallenden, super einlackierte Aufkleber. Heute hab ich angefangen, zu basteln und es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, die ich wohl morgen besorgen werde. Wenn ich fertig bin, gibts natürlich richtige Fotos. Und ja Hannes, vielleicht reichts auch irgendwann für die Campa!

 

EU-Bürokratie schlägt wieder voll zu

Im Juli 2005 hat EU-Kommissar Günter Verheugen noch einen umfangreichen Bürokratieabbau versprochen.

Allein 900 europäische Regelungen habe man schon identifiziert, die EU-Rat und EU-Parlament streichen sollen. Das Gemeinschaftsrecht werde außerdem durch Zusammenlegung von Gesetzen und Verordnungen um rund 35 000 von 85 000 Seiten gekürzt. In Zukunft würden Gesetze, in deren Folge die Wirtschaft oder Bürger zu stark belastet würden, nicht mehr erlassen, versprach Verheugen. Die Hälfte der bereits vorliegenden, aber noch nicht verabschiedeten Gesetzesentwürfe seien in den letzten Wochen aus diesen Gründen bereits wieder zurückgezogen worden. Verheugen versicherte, dass der Bürokratieabbau nicht zur Einschränkung von Rechten, sondern zur besseren Verständlichkeit und Handhabbarkeit von EU-Recht führen solle.

Quelle. Der Tagesspiegel

Jetzt steht aber wieder eine EU-Verordnung zur Abstimmung im Bundestag an, die scheinbar übersehen worden ist: die Feuerzeugverordnung. Zwar werden da auch Spielzeugfeuerzeuge in Waffenform verboten, doch soll darin auch geregelt werden, dass jedes neue Feuerzeug vor der Zulassung in einer Studie von Kleinkinder unter 51 Monaten (wie auch immer man auf dieses Alter kommt) getestet werden muß. Den Bundestag hat dieses Gesetz problemlos passiert, scheinbar hat niemand gelesen, über was er da überhaupt abstimmt. Im Bundesrat schiesst jetzt zumindest die CSU quer und stimmt publikumswirksam dagegen, während die anderen Bundesländer wieder nur abnicken wollen.

Dreiste Spammer

Soeben hab ich folgende Mail bekommen:

Geehrte Damen und Herren,

wir erlauben uns Datenbanken mit E-mail-Adressen deutscher, österreichischer, schweizer
sowie britischer Firmen Ihnen anzubieten. Datebanken sind für den Massenversand von
E-mail-Werbeangeboten gedacht und vorbereitet. Bei der Verwendung von angebotenen
E-mail-Adressen können Sie erfolgreich für Ihre Produkte sowie Dienstleistungen werben,
neuen Kundenkreis gewinnen sowie Handelskontakte erweitern. Angebotene Datenbanken
beinhalten Hunderttausende von E-mail-Adressen. Den Versand Ihrer Angeboten
unterstützt eine sehr einfach bedientbare Software, die den ausgewählten
Adressenkatalogen GRATIS zugegeben wird.

Nehmen Sie, bitte, unter Acht, dass die Preispromotion bis zum 16. Okt. dauert.

Ausführliche Informationen finden Sie an unserer Webseite http://www.pe-soft.net
wo Sie auch eine Bestellung einlegen können.

Abgesehen, dass die wohl auch ein Übersetzungstool verwendet haben, ist das echt ganz schön frech von den Typen.

Browsermacken

Ja, ich nutze den Internet Explorer. Früher war ich war ich eiserner Verfechter von Netscape 4.7 und gewöhnte mich widerwillig um. Jetzt bin ich den IE gewohnt und die Bedienung gefällt mir eigentlich.

Demnächst soll ja der IE 7 automatisch per Windowsupdate verteilt werden und spätestens jetzt ist es Zeit geworden, mal ein Beta zu testen. Ich habe also einen Rechner damit konterminiert und alle meine Webseiten aufgerufen. Es gibt keine Fehler (oder zumindest nicht mehr als mit IE6). Das Augenfälligste am Browser sind ja die Tabs, die man bei Mozilla abgekupfert hat und das Design, das uns wohl auch bei Vista blühen wird.

Manch einer wird sich jetzt wundern, warum ich nicht den Firefox verwende, wo doch der sicherer und besser sein soll ist. Eigentlich würde ich den ja gerne nutzen, aber der Firefox hat genau einen Fehler, der mich tierisch nervt: Warum kann man in der Adressleiste nicht anständig markieren? Immer ist ein Klick mehr als im IE notwendig.

Klick 1: Adressleiste wird aktiv, Adresse ist markiert.
Klick 2: Cursor an die Stelle, wo die Markierung beginnen soll
Klick 3: Text markieren (mit gedrückter Taste)

Oder kann mir jemand sagen, wie man das umstellen kann?

Steine aus China

Sepp in AktionSeit 3 Jahren haben wir nun die Garage neben unserem Hüthaus fertig und es noch immer nicht geschafft, darin Platz für eines unserer Autos zu machen. Doch seit heute wird zumindest mal die Einfahrt gepflastert und unsere Jahrhundertbaustelle geht dem Ende entgegen. Unser Pflasterleger Sepp arbeitet wie ein Tier und ich steh den halben Tag dumm daneben und gucke. In bester Straßenarbeitermanier drücke ich mir nun mit dem Besenende einen blauen Fleck unter die Achsel. Sepp erinnert mich an Konny Reimann, der mit seiner Familie nach Texas ausgewandert ist und seitdem von RTL für eine Dokusoap verfolgt wird. Als er mir dann auch noch erzählt hat, dass er in einem Blockhaus aus Kanada wohnt, war dieses Bild perfekt.

Ein wenig geschockt hat mich dann nur, als ich erfahren habe, wo so das typische Natursteinpflaster herkommt, dass in Bayern überall gerne verlegt wird. Damit die Containerschiffe aus China die (von Billigarbeitskräften genähten) Klamotten sicher übers Meer schippern können, brauchen die noch ordentlich Ballast im Kiel. Da bieten sich Steinen natürlich an und sind daher so günstig bei uns zu haben. Und ich war so naiv und hab gedacht, das Pflaster kommt aus den Steinbrüchen in Flossenbürg, Dürnersdorf oder Waldmünchen.

Warum man keinen Übersetzer in sein Blog einbauen sollte

Wir haben gerade Version 3.1 von populärer übersetzer- steckbarem Pro für WordPress blogs mit besseren Leistung und Wanze Verlegenheiten freigegeben. Anaconda Thema kommt mit eingebauter Unterstützung für übersetzer-steckbares Pro.

Habe gerade ein schönes WordPress Design entdeckt. Nachdem ich den Link zum Themeprogrammierer gefolgt bin, machte ich den Fehler, den eingebauten Übersetzer zu verwenden. Eigentlich war es kein Fehler, denn ich hab mich köstlich amüsiert. Aber seht selbst: Anaconda-Theme

CSU-Kreisvorsitzender will mir meine Grundlage entziehen

Skandal! Kommt doch ein fränkischer Landtagshinterbänkler echt auf die Idee, am Stuhl von Edmund Stoiber zu sägen:

Stoiber solle vor dem CSU-Parteitag 2007 seinen Verzicht auf den Parteivorsitz erklären, forderte Joachim Doppel in einem Interview mit der “Neuen Presse Coburg”. Damit nicht genug: Auch bei der Landtagswahl 2008 solle der Oberbayer nicht mehr als Spitzenkandidat seiner Partei antreten.
Quelle: BR-Online

So gehts ja wohl nicht! Der kann mir doch nicht einfach meine Grundlage entziehen. Am Ende geht Stoiber noch in Rente und in 2 Jahren haben ihn alle vergessen. Was wird denn dann aus meinen Blog? Sollte ich es so machen wie Sven, der seinen Blog bei EBAY für 151, – Euro verscherbelt hat? Rentiert sich auch nicht wirklich.

Als mögliche Nachfolger brachte Doppel Bundesverbraucherminister Horst Seehofer und Innenminister Günther Beckstein ins Gespräch.

Hm, die Domain “seebaer.de” ist schon weg. Aber “beckenstein.de” wäre noch frei

Bordeaux gesünder als Dornfelder

Weinabend bei M&C-WeineDas ist doch mal eine Meldung, die Beachtung verdient. Auf der Seite der Tagesschau habe ich gerade diesen Bericht gefunden. Da wird erklärt, warum französische Rotweine gesünder sind als die aus Deutschland.

Leider bin ich jetzt nicht wirklich schlauer. Zwar trinke ich auch gerne mal einen schweren Franzosen, doch als bekennender Italienfan steh ich jetzt voll zwischen den Fronten. 😉

Und das solls es jetzt sein?

Jetzt haben sie sich also geeinigt. Nach dem ganzen Sommertheater wurde von den Medien teilweise schon das Ende der großen Koalition voraus gesagt. Heute Nacht haben dann die Chefs der beteiligten Parteien den Kompromiss zur Gesundheitsreform bekannt gegeben. Und was kam dabei heraus? Natürlich nicht viel. Die Streitpunkte wurden einfach mal um ein Jahr verschoben. Wohlwissend, dass nach den Landtagswahlen in Niedersachsen, Hessen und Bayern alles ganz anders aussehen kann. So haben alle drei ihr Gesicht gewahrt und jeder darf sich als Sieger fühlen.

Eigentliche Sieger sind wieder die Lobbyisten, denn die sind wieder gut davon gekommen. So verstehe ich seit Jahren nicht, warum sich ein Besserverdiener nicht am Allgemeinwohl beteiligen muss und sich privat versichern kann. Warum nimmt man nicht alle Privatversicherten in die gesetzliche Krankenversicherung rein? Meinetwegen mit einem bestimmten Maximalbetrag. Sie bekämen dann von AOK und Co. die gleichen Leistungen vom Arzt wie unsereiner. Wem das an Leistungen dann nicht reicht, kann sich die Zusatzleistungen noch über eine private Krankenversicherung abdecken lassen. Das wäre in meinen Augen dann gerecht.

Die ersten 1000 …

Seitenzähler.. Besucher seit 5. September. Da habe ich nämlich den Blog installiert und den ersten Eintrag geschrieben. Nie hätte ich vermutet, dass es so schnell geht. Viele Hits kamen in den ersten beiden Wochen wohl noch wegen der CSU-Abstimmung. Außerdem habe ich fleissig in anderen Blogs kommentiert und da kommt dann doch immer wieder was zurück. Mal gucken, wie lange es bis zu den 5000 dauert. 😉

Jürgen Trittin gratuliert Ede

Edmund Stoib(ä)er wurde ja gerade 65 Jahre alt. Einen besonderen Glückwunsch übermittelte Jürgen Trittin:

Wenn Sie von München nach Berlin in 65 Jahren, dann starten Sie im Grunde genommen, starten Sie Ihre Bundeskarriere, 65 Jahre, schauen Sie sich mal die großen Präsidenten an in London oder sonst wo, Charles de Gaulle in Frankreich oder in äh Rom, dann werden Sie feststellen, dass 65 Jahre Sie jederzeit locker in München brauchen um das Kanzleramt zu finden. Wenn Sie vom Wirtschaftsministerium, äh der Staatkanzlei einsteigen, – das bedeutet natürlich, dass im Grunde genommen das Kanzleramt näher an Bayern heranwächst, weil das ja klar ist, weil alle Linien in Bayern zusammenlaufen. Lieber Herr Stoiber: Herzlichen Glückwunsch zum 65.Geburtstag.

Hm, woher kenn ich das nur? 😉

Vielen Dank an Thorsten

Feiertag?

Feiert heute irgendjemand den Tag der Einheit? Ich hab eher den Eindruck, heute ist nur in den Firmen frei und jeder nutzt den freien Tag für andere Arbeiten. Die Häuslebauer im Bekanntenkreis laufen heute zur Höchstform auf, die Bauern in unserem Dorf fahren schon den halben morgen mit dem Traktor und ich nutze den Tag heute auch für eine größere Installation aus. Naja, am Abend werd ich mir zumindest im TV angucken, was unsere Obrigkeiten zu vermelden hatten.

Protest gegen Nazis nicht mehr erwünscht

Mir wird schlecht. Da verkauft einer Symbole gegen rechts und wird aus fadenscheinigen Argumenten zu 90 Tagessätzen verurteilt:

Hakenkreuze sind als Symbole verfassungsfeindlicher Organisationen verboten. Das gilt auch für “verfremdete Darstellungen. Ein Hakenkreuz, das gerade zertrümmert wird, sieht einem Hakenkreuz “zum Verwechseln ähnlich.

Gehts noch? Da bleibt nur die Hoffnung, dass das Urteil vom BGH gekippt wird, denn für mich ist das eine eindeutige Fehlentscheidung, wenn ich mir den zutreffenden Paragraphen durchlese:

(1) Wer Propagandamittel

1. einer vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärten Partei oder einer Partei oder Vereinigung, von der unanfechtbar festgestellt ist, daß sie Ersatzorganisation einer solchen Partei ist,
2. einer Vereinigung, die unanfechtbar verboten ist, weil sie sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung richtet, oder von der unanfechtbar festgestellt ist, daß sie Ersatzorganisation einer solchen verbotenen Vereinigung ist,
3. einer Regierung, Vereinigung oder Einrichtung außerhalb des räumlichen Geltungsbereichs dieses Gesetzes, die für die Zwecke einer der in den Nummern 1 und 2 bezeichneten Parteien oder Vereinigungen tätig ist, oder
4. Propagandamittel, die nach ihrem Inhalt dazu bestimmt sind, Bestrebungen einer ehemaligen nationalsozialistischen Organisation fortzusetzen,

im Inland verbreitet oder zur Verbreitung im Inland oder Ausland herstellt, vorrätig hält, einführt oder ausführt oder in Datenspeichern öffentlich zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Propagandamittel im Sinne des Absatzes 1 sind nur solche Schriften ( 11 Abs. 3), deren Inhalt gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung oder den Gedanken der Völkerverständigung gerichtet ist.

(3) Absatz 1 gilt nicht, wenn das Propagandamittel oder die Handlung der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient.

86 StGB (Strafgesetzbuch)

Die ganze Geschichte hier und hier

BenQ zieht die Notbremse

Vor knapp einem Jahr hat Siemens seine marode Handysparte an BenQ verschenkt. Wohl wissend, dass dieser Firmenzweig nicht mehr zu retten ist, hat man noch 250 Millionen Euro oben drauf gelegt, quasi als “Abwrackprämie”. Jetzt nach einem Jahr hat BenQ die Notbremse gezogen und meldet Insolvenz an. Der Mutterkonzern war nicht mehr bereit, noch mehr Geld in das Unternehmen zu stecken. Nun stehen 3.000 Arbeitsplätze vor dem Aus. Schuld an der Misere war wohl eine desolate Firmen- und vorallem Produktpolitik der Siemensmanager, allen voran Klaus Kleinfeld und dessen Vorgänger Heinrich von Pierer. Ersterer hat den restlichen Siemensbereichen jetzt ein strenges Umbau- bzw Einsparprogramm aufgeschnürt und sich selbst gleich mal 30% Gehaltserhöung gegeben. Bei seinen Mitarbeitern hat er damit natürlich alle Sympathien verspielt und wird jetzt im firmeneigenen Blog heftigst angegriffen.

Mehr Infos bei Spiegel Online:

BenQ macht für Siemens den Drecksjob
und
Siemens-Mitarbeiter revoltieren im Intranet

Mal wieder keinen Arsch in der Hose

Ich bin sauer! Ein paar Monate hatte sich abgezeichnet, dass wohl endlich das längst überfällige Rauchverbot in deutschen Gaststätten kommen würde. Jetzt haben sich viele unsere Politiker scheinbar von den Drogenkartellen wieder umstimmen lassen und einmal mehr bewiesen, dass sie keinen Mumm in den Knochen haben. So wird in Deutschland weiter auf Lungenkrebs als Zukunftschance gesetzt. Wie die “Welt” berichtet haben sich wohl die Drogenabhängigen im Bundestag wieder durchgesetzt und es wird wohl wieder nur Larifariverordnungen ohne wirkliche Auswirkungen geben.

Seht doch lieber mal das Rauchverbot als Chance für die Gastronomie. Wir fahren seit 3 Jahren gezielt im Winter nach Italien zum Skifahren, weil man da am Abend auch noch zum Essen gehen kann ohne anschließend zu stinken wie ein Iltis. Na dann schlaft mal lieber weiter in Euerem Bundestag.

Transrapid auf der Bremsspur

Heute hat der Bund der Steuerzahler sein neues Schwarzbuch veröffentlicht und zahlreiche Beispiele aufgeführt. Passend dazu sind die Pläne der bayerischen Staatsregierung, die ja unbedingt ihren Transrapid gegen den Willen von OB Christian Ude durchboxen möchte. Während der Transrapid von Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen rund 1,85 Mrd. Euro kosten soll, würde eine Express-S-Bahn lediglich ca. 500 Mio. Euro kosten. Zudem würde die S-Bahn-Lösung die Verkehrssituation in der Region wesentlich mehr verbessern als der Transrapid. Für ein reines Prestigeprojekt soll also mehr als das Dreifache ausgegeben werden, mal ganz abgesehen von den Sicherheitsbedenken nach dem Unglück vom letzten Freitag.

Hoffnungsschimmer für die Vernunft ist das Ultimatum, das ThyssenKrupp jetzt gestellt hat:

Binnen 18 Monaten müsste eine endgültige Entscheidung über den Bau der Transrapid-Strecke in München fallen, andernfalls würde die Technologie nach China verkauft.

Wenn sich die Streiterei noch so lange hinzieht, könnte sich das Problem mit Glück also von selbst erledigen.

Wer früher stirbt ist länger tot

Am Samstag waren wir mal wieder im Kino und haben den Film “Wer früher stirbt ist länger tot” gesehen. Im Kino unseres Vertrauens (Oberviechtach) haben wir zusammen incl. Chips, Eis und Cola gerade mal 16 Euro gezahlt. Und das bei einer Technik wie in einem großem Filmpalast (dort hätten wir für das Parken schon 3 Euro gezahlt). Auf der Webseite zum Film ist die Handlung wie folgt beschreiben:

In einem kleinen Dorf lebt der “Kandlerwirt” Lorenz mit seinen beiden jungen Söhnen Franz und Sebastian. Den Gasthof betreibt er seit dem Tod seiner Frau nun schon jahrelang allein, und so mehren sich die Stimmen, dass es langsam an der Zeit wäre für eine neue Frau im Haus.

Als der 11 jährige Sebastian zufällig erfährt, dass seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Sebastian, der ein für sein Alter beeindruckendes Sündenregister vorzuweisen hat, fühlt sich fortan auch schuldig am Tod seiner Mutter. Da er, wie er meint, nach seinem Tode auf jeden Fall im Fegefeuer landen wird, setzt er alles daran, sich von seinen Sünden reinzuwaschen. Die Stammtischler in der Wirtschaft seines Vaters stehen ihm dabei mit freundschaftlichem Rat zur Seite. Sebastians Übereifer führt jedoch nicht zum gewünschten Erfolg: ein gesprengter Hase, ein unsittlicher Antrag an seine Lehrerin Veronika, eine beinahe zu Tode gebrachte Greisin aus der Nachbarschaft das alles verbessert die Situation nicht gerade.

Schließlich meint Sebastian, von seiner Mutter ein Zeichen erhalten zu haben: er muss für seinen Vater eine neue Frau finden. Das findet auch der Stammtisch: “Eine mit Gschick, Grips und einem gscheitn Arsch!”. Diese Attribute scheint die allein stehende Nachbarin Frau Kramer zu erfüllen, die Sebastian fortan allerliebst und wohlerzogen becirct und auf die Nöte seines Vaters hinweist. Lorenz allerdings reagiert eher genervt auf die bald einsetzenden Besuche der redseligen Frau Kramer – was Sebastian nämlich nicht weiß: auf unerklärliche, fast magische Weise fühlen sich Lorenz und Veronika zueinander hingezogen!

Es gibt jedoch ein letztes Hindernis: Veronika ist verheiratet, und zwar mit Alfred. Doch Sebastian, der seinen Irrtum erkannt hat, wird auch dieses kleine Problem noch in Angriff nehmen: ein weiteres Zeichen am Grab seiner Mutter macht ihm klar: Alfred muss sterben

Ich finde den Film für uneingeschränkt empfehlenswert, schon lange haben wir nicht mehr so viel gelacht. Was mich besonders freut ist, das es einem relativ unbekannten Filmemacher ohne große Stars gelungen ist, mal wieder einen Volltreffer zu landen. Trotz des bayerischen Ursprungs ist der Film ja derzeit vollkommen zu recht auf Platz 4 in den deutschen Kinocharts.

Unbedingt reingehen!!! Hier der Trailer

1800 Unterschriften gegen die Tiefgarage

Schon irgendwie ein Kuriosum. Für ein Bürgerbegehren hätten in Nabburg ca. 500 Unterschriften gereicht. Jetzt hat die Bürgerinitiative rund 1800 gesammelt und somit hat mindestens jeder Dritte Stimmberechtigte in Nabburg unterschrieben. Ein Bürgerentscheid ist also sicher. Am Samstag war dann ein Bericht zu Übergabe der Unterschriften und der Nettigkeiten der Kontrahenten in unserem Lokalblatt.

Lustig an der Sache ist, dass der Stadtrat seinerzeit mit 20:0 für die Tiefgarage gestimmt hat. So lange ich mich zurückerinnern kann, gab es so etwas in Nabburg noch nie und die Stadträte sind jetzt natürlich in der Klemme, wenn sie so klar gegen den Willen der Bevölkerung sind.