Backenbarsch kontra Kopftuch

Die typischen Plätze, die von Schnorchelbooten rund um Hurghada gerne angefahren werden, sind Mahmya, Godda Abu Ramada und Carlos Corner. Schnell liegen dort an manchen Tagen bis zu 20 Boote vor Anker. Letztere Orte sind aber auch beliebte Tauchplätze und so bekommt man mitunter eigentümliche Dinge zu sehen. Als Backenbarsch bezeichnet der Taucher vornehmlich osteuropäische Schnorchlerinnen, die diese Tauchplätze rund um Hurghada unsicher machen.

Nun ist Ägypten eigentlich ein muslimisches Land und daher sind dort die Frauen eher verhüllt als halbnackt unterwegs. An den Anblick von Frauen in Bikini und Badeanzug sind die Einheimischen, zumindest die Besatzungen an Bord und die Angestellten in den Hotels gewohnt. Ob man allerdings unbedingt im Stringtanga zum Schnorcheln gehen muss, ist fraglich. Ein wenig Respekt vor den Gepflogenheiten des Landes sollte man irgendwie schon noch haben, oder?

Ein besonders krasses Beispiel der kulturellen Gegensätze habe ich am letzten Tag unseres Urlaubs am Pool entdeckt. Das eine Pärchen aus Rußland, sie im String und ohne Oberteil. Das andere Paar aus Ägypten, die Frau mit langem Kleid und verschleiert. Verrückte Welt, oder?

2 Gedanken zu „Backenbarsch kontra Kopftuch“

  1. ach ich weiss nicht. irgendwie lebt der ägyptische tourismus ja genau von diesen ignoranten idioten. andererseits muss ich zugeben, dass mich die verhüllte frau weniger stören würde, als jemand, der örtliche sitten und gebräuche derart mit füssen tritt…

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