Bahnstreik

Jetzt streiken sie also mal richtig. Nachdem Herr Mehdorn die GdL wochenlang nur hingehalten und diese ihre Streiks immer wieder verschoben hatte, macht Herr Schell nun also ernst. Der Bahnvorstand lernt es ja wohl aber auch scheinbar nicht anders. Mehrmals hat Herr Mehdorn ein neues Angebot versprochen und die GdL ihre Streiks daraufhin wieder ausgesetzt. Da die Angebote aber kein wirkliches Entgegenkommen waren, zieht die GdL jetzt ein wenig an und streikt heute den ganzen Tag. Natürlich hat die Bahn dann gestern wieder ein neues Angebot für kommende Woche in Aussicht gestellt und gehofft, den Streik noch verhindern zu können. Nun beschweren die sich, dass die Streiks nicht abgesagt wurden. Wie oft meinen denn die, funktioniert sowas? Da hätten sie mal lieber die Gewerkschaft die letzten Wochen nicht für dumm verkaufen sollen.

Streiks sind in unseren Nachbarländern keine Seltenheit, nur in Deutschland sind wir einfach in den letzten Jahren keine Streiks mehr gewohnt. Zu lange haben sich die Arbeiter und Angestellten von der Jammerei der Arbeitgeberverbände einlullen lassen. Für den Streik der GdL habe ich daher vollstes Verständnis.

Währenddessen haben scheinbar die ersten Lokführer eine Abmahnung von der Bahn bekommen. Abmahnungen, die wohl kaum Bestand haben dürften, da es sich um einen regulären Tarifstreit handelt und Streiks da legitim sind.

11 Gedanken zu „Bahnstreik“

  1. Pingback: Bahnstreik
  2. Streik hin oder her.

    Wenn ich mir mal die Forderung der GDL über 31% mehr Lohn betrachte kann ich nur lachen.

    Nur gut das ich nicht mit der Bahn fahre. Durch die vielen Ausfälle und die damit sicherlich
    verbundenen Mehrkosten werden sicherlich bald wieder die Ticketpreise steigen.

    Ich habe gar nichts gegen Gewerkschaften aber solche Forderungen sind für mich unsinnig.

  3. Knackpunkt Nr. 1 der eigenständige Tarifvertrag. Von den 31% ist man eh schon weggegangen.

    Dass die Ticketpreise gestiegen sind, liegt wohl eher daran, dass man für den unsinnigen Transrapid Geld braucht.

  4. Also entweder werden in nächster Zeit reichlich Stellen als Lokführer bei der Bahn frei, oder Lokführer gehören bald zu Deutschlands Top-Verdienern. So oder so – bewerben lohnt sich!

  5. Pingback: Uli´s Blogstelle » Blog Archiv » Lokführerstreik. 31% gerechtfertigt?
  6. In den letzten Jahren ging es den deutschen Arbeitnehmern nicht gut und nicht schlecht genug um zu streiken. In den 60er und 70er-Jahren, zu Zeiten der Vollbeschäftigung, da hatten wir “Wohlstandstreiks”. Es hatte zwar jeder genug, aber die florierende Wirtschaft brauchte dringend Arbeitskräfte, was die Gewerkschaften zu nutzen wußten. Seit Ende der 80er-Jahre ließ dieser Wohlstand nach, und die Furcht vor Arbeitsplatzverlust hielt die Leute vom Streiken ab. Heute ist es offenbar wieder soweit, daß wir “Armutsstreiks” sehen. Viele Menschen haben den Eindruck, daß sie ohnehin nichts mehr zu verlieren hätten. Ich denke, daß künftig die Streikbereitschaft wieder steigen wird. Und das mit Recht, während seit 2000 die Unternehmensgewinne um gut 40% stiegen, lag der allgemeine Lohnzuwachs deutlich unter 5%.

  7. 31% mehr bei 1500,- Brutto oder Netto?

    Na ja der Transrapid wird IMHO eh nicht gebaut. Der Stoiber ist weg und wieso sollte man ihn jetzt noch ein Denkmal nachschmeissen. Im übrigen sind “eh” alle gegen den Bau. Dafür ist “eh” nur der Ede und seine Gefolgsleute.

    Verdammt “eh” glaub ich hab mir schon was abgeguckt.

  8. @2

    31% wäre voll ok!

    Bei den Hungerlöhnen, die die Lokführer haben, sind 31% voll in Ordnung. Nur leider sieht es so aus, als würde Mehdorn der Privatisierung einem vernünftigen Gehalt der Lokführer dem Vorzug geben.

    Und das jetzt gestreikt wird, nachdem die DeBil endlich ein halbwegs ernsthaftes Verhandlungsangebot gemacht hat, ist auch ok. Ich benutze Freitags nie die Bahn und am WE wird normalerweise nicht gestreikt. Wenn sie auch am WE beginnen zu streiken, so das berliner Politiker nicht mehr nach Hause nach NRW kommen, wird sich was ändern. Jetzt haben wir Arbeitskampf. Zum Glück!

    Deutschland erwache!

    MfG

  9. Warum glaubt hier eigentlich jemand, das man als Lokführer reich werden könnte?
    Welch großer Unsinn! Zumal Lokführer laut Vergleich in Deutschland 1200,- Euro bekommen und in der Schweiz dagegen 3500,- Euro.
    Nur mal so zum vergleichen…

    Und dann haben Lokführer mitunter noch den tollen Vorteil, am Abend vor dem Frühdienst zum Abfahrtort zu fahren, um rechtzeitig dort zu sein und um dann irgendwo in den Schuppen zu schlafen.

    Liebe Leute, die ihr Euch so aufregt das die Lokführer so irre viel Geld bekommen und man sich ja schon mal bewerben sollte:
    IHR macht den Job keinen Monat und habt die Nase voll, also haut nicht so auf den Putz.
    Für 1200,- Euro netto würde das von Euch niemand machen.

    Reden können alle…

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