Bankrotterklärung der Süddeutschen Zeitung

Die Süddeutsche Zeitung hat ja hier und hier schon bewiesen, dass sie die Funktion des Web 2.0 noch nicht recht kapiert hat. Jetzt legen die Macher nochmal nach und führen Öffnungzeiten Bürozeiten auf Ihre Homepage ein. Da darf man neuerdings nämlich nur noch zu Redaktionszeiten kommentieren und unter jedem Artikel gibt es daher folgendes zu lesen:

Wir wollen die Qualität der Nutzerdiskussionen stärker moderieren. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass wir die Kommentare ab 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages einfrieren. In dieser Zeit können keine Kommentare geschrieben werden. Dieser „Freeze“ gilt auch für Wochenenden (Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr) und für Feiertage.

Das geschieht wohl aus Angst vor pösen Purchen, die da übelgelaunt über so manchen Mist in den Berichten schimpfen könnten. Jetzt ist es ja nicht so, dass man vorher einfach kommentieren durfte. Nein, bei der SZ mußte man sich vorher schon registrieren um überhaupt seinen Senf abgeben zu dürfen. Statt also ein paar Hilfskräfte hinzusetzen, die Kommentare unter der Gürtellinie rauslöschen, geht man lieber den mittelalterlichen Weg. Und wie es bei so einem Verhalten natürlich absehbar war, rufen jetzt die Stammleser zum Boykott auf.

via Stefan Niggemeier und Thomas Klotz

13 Gedanken zu „Bankrotterklärung der Süddeutschen Zeitung“

  1. Aber bei der SZ muss man vor dem kommentieren registiert sein. Die haben also eine gültige Mailadresse und können nachvollziehen, er die Schmierfinken waren. Abgesehen davon denke ich, dass die SZ genug Ressourcen hätte, um auch nachts zu moderieren.

  2. Wenn man sich registriert, bekommt man eine Mail, die man bestätigen muss. Erst dann kann man kommentieren. Double-In oder so schimpft sich das dann.

  3. Vielleicht springen ja sonst noch mehr auf den „Arcor“-Zug mit ihrem voreiligen Gehorsam* wenn wir uns nicht darüber aufregen!

    Liebe SZ, steigt wieder aus! Arcor löffelt diese Suppe gerade aus.

    * „voreilenden Gehorsam“ sehe ich als Schnittmenge bei der SZ und Arcor.

Kommentare sind geschlossen.