Bayerische Planwirtschaft

Heimat nicht verkaufenHeute ist ein trauriger Tag für die Bewohner des Landkreises Erding und insbesondere das Isental. Vor mehr als 30 Jahren wurde eine Autobahn von München nach Passau geplant. Zu einer Zeit, als Umweltschutz noch ein absolutes Fremdwort für die bayerische Einheitspartei war. Heute, wo man erkannt hat, dass man mit dem Thema Umweltschutz auch Wählerstimmen gewinnen kann, tut man vordergründig so, als liege einem etwas daran. Trotzdem schert man sich in München nichts darum, wenn es dann ernst wird. Wie gesagt: Vor 30 Jahren wurde ein Konzept geplant und egal, was sich zwischenzeitlich geändert hat, es wird daran festgehalten und bis zum Ende verfolgt. Darum wird heute der offizielle erste Spatenstich für die A94 durchs Isental getan. Und obwohl oder gerade weil das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, werden mal wieder vollendete Tatsachen geschaffen. Bayerische Planwirtschaft eben.

2 Gedanken zu „Bayerische Planwirtschaft“

  1. Hallo..

    Schön. Ich dachte schon, nur wir hätten so ein Problem. Bei uns in NRW ist es speziell in OstWestfalen-Lippe genauso. Hier wollen sie eine Umgehung um die Stadt Bad Oeynhausen bauen, damit die A30 mit der A2 zusammenkommt.

    Das ist wirklich eine gute Idee. Leider sind die Pläne über 30 Jahre alt und man versucht die veraltete Trasse unbedingt durchzudrücken. Mal schauen, was das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig dazu sagt.

    Ansonsten könnt ihr hier ja mal schauen: http://www.notgemeinschaft-bo.de

    Gruß

    Agaius

  2. Na ja, die dritte Startbahn (die niemand hier will) und der Transrapid (den niemand hier will) sowie die Marzlinger Schleife (die erst recht niemand will) müssen ja auch ordentlich angebunden werden. (Obwohl das hier niemand will) Aber der Wille der Menschen war den Politikern in diesem Land schon immer egal.

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