Bayerische Wirtshauskultur?

Zum Wochenende haben wir unser kleines Lokalblatt im Abo. Einer der Aufmacher auf der heutigen Titelseite: Rauchverbot: Bayerns Wirte blasen zum Gegenangriff. Extra einen eigenen Verein haben die rauchenden Wirte gegründet, den “Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur”. Sicherlich gehört das Wirtshaus in Bayern (und auch anderswo) als fester Bestandteil zur Lebenskultur dazu, aber diese ausgerechnet an der brennenden Zigarette festzumachen, ist schon ein wenig weit hergeholt. Zur richtigen bayerischen Wirtshauskultur gehört eher ein bayerisches Bier nach Reinheitsgebot und nicht der Bierersatz aus norddeutschen oder belgischen Fabriken, die mehr Geld für die Werbung als für die Qualität ihres Produkts ausgeben. Ins bayerische Wirtshaus gehört die Weißwurst oder Leberkas mit Hendlmeiersenf anstelle von Papp-Burger, Döner oder Pommes Frites. Und es gehört Live-Stubnmusi statt MTV in die bayerische Wirtsstube. Aber vom Zigarettenrauch, von dem soll bitte keiner behaupten, dass der zur bayerischen Kultur gehört. Das wäre lächerlich.

Valentin hat heute für den Stern beschrieben, wie das in Irland so mit dem Rauchenverbot gelaufen ist und resümiert, dass sich all die schlimmen Befürchtungen von 2004 nicht bewahrheitet haben. Ich glaube daher, von dieser Kindergartenaktion einiger bayerischer Wirte wird man in ein paar Wochen auch nichts mehr hören, dann haben sich die Gemüter beruhigt und mit der neuen Lage abgefunden. Und irgendwie wäre sonst auch der Vorschlag von O.B. in seinem Kommentar richtig, wenn er zynisch meint: “Bitte unbedingt per Verein auch wieder das Flatrate-Saufen einführen !” Vielleicht hat da ja auch mal einer gemeint, das gehört zur Wirtshauskultur?

70 Gedanken zu „Bayerische Wirtshauskultur?“

  1. Ganz meine Meinung, Stoibär! Dieses Argument ist keines und einfach nur scheinheilig. Wenn einer die Pfeife ins Spiel gebracht hätte, aber doch nicht die schnöde Kippe. Als ob ein bayerisches Wirtshaus zugequalmt sein muss. Warte mal ab, wie das bei der Wiesn wird.

  2. Ist doch ein kluger Zug durch einen Verein die Gesetzeslage zu umgehen und das rauchen in der Lokalität wieder zu erlauben nur glaube ich nicht, dass das langfristig halten wird. Erinnert schon fast an einen Schildbürgerstreich.

  3. meine stammkneipe hat das auch “schlau” gemacht. bin mal gespannt wie lange das hält…
    klingel an der tür, jeder besucher mitgliedsausweis für den Dartclub e.V. und somit geschlossene Gesellschaft -> Rauchen erlaubt…

  4. Wenn jeder mal sachlich überlegt wird er feststellen dass seit es Wirtshäuser gibt ,dort auch Bier getrunken wird u.auch geraucht wird.Ob Pfeife,Zigarre od.Zigarette wo anders auch Wasserpfeife.Das Allereifachste wäre doch gewesen,wenn am Eingang von jedem Lokal darauf hingewiesen wird,ob dort geraucht wird od.nicht!Jeder hätte frei entscheiden können,aber freie Entscheidungen sind in unserer “Demokratie”mittlerweile unérwünscht(siehe EU-Zugehörigkeit,Euro-Einführung).Jetzt wird uns alles aufgehalst was die EU so an (un)sinnigen Sachen im Kopf hat u.unsere Politiker setzen es auch noch 1000%ig um.Den verbitterten Nichtrauchern empfehle ich Kirchenbesuche zu Unterlassen,den der Weihrauch trägt nicht zur gesundheitlichen Verbesserung bei.Vor allem haltet bitte Eure Kinder von der Kirche fern,gerade in den vorderen Reihen bekommen sie eine enorme Dosis Weihrauch ab,meisst werden sie ja auch noch dazu “gezwungen”u.haben somit nicht einmal die freie Entscheidungsmöglichkeit!!!Haltet auch Eure Jugentlichen von der Disco fern,denn dort wollen sie ein bisschen feiern u.den Alltagsstress etwas vergessen.Ich habe noch keinen Menschen gesehen der mit einem Glas Wasser gefeiert hat,hochstens wenn dazu Drogen konsumiert hat.Ausserdem wird die Luft durch die Rauch- u.Nebelanlagen nicht viel besser in den Discos.Vielleicht ist das jetzt alles etwas übertrieben,genauso wie das Nichtraucherschutzgesetz in der jetzigen Form auch!?Noch eines zum Schluss:Bedenkt,die Politiker hetzen die Bevölkerung gegeneinander auf!!!Gestern waren die schwarzen Schafe die Arbeitslosen,dann die Autofahrer,vor allem die,die sich kein neues Auto leisten konnten.Heute sind es die Raucher,morgen sind es die Alten,die zu lange leben u.Kranken-u.Rentenkasse”belassten”,dann die Dicken,dann die die Sport treiben weil sie sich evtl.verletzen u.wenn ihnen dann gar nichts mehr einfällt die Ausländer,die von Politik u.Industie selbst ins Land geholt worden sind…

  5. Die armen Raucher. Ich bin jeden Tag betrübter ob dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit, die sich diese bösen Politiker ausgedacht haben. Wie gesund das ist, wegzugehen und dann auch noch weniger zu rauchen…
    Regt euch nicht alle so künstlich auf.

  6. Der Sprecher des Vereins, Heinrich Kohlhuber, der selbst nie zur Zigarette greift, meint: “Ich sehe die ständige Bevormundung und Gängelei der Wähler nicht mehr ein.”

    Recht hat er! Denn darum geht es eigentlich! So radikal, wie das Rauchverbot nun ohne Ausnahmen beschlossen wurde, wäre es nicht nötig gewesen.

  7. Jahrelang hätten die Wirte schon auf freiwilliger Basis getrennte Nichtraucherbereiche schaffen können. Das haben sie nicht oder kaum getan. Es zeigt sich immer wieder, dass in der Wirtschaft auf freiwilliger Basis nichts passiert und dann eben der Gesetzgeber regelt.

  8. es geht ja nicht um das Rauchverbot als Ganzes. Nur wäre es auf dem Oktoberfes nicht nötig gewesen. Und in Clubs & Discos auch nicht.

  9. Warum sollen Nichtraucher überall den Dreck anderer Menschen einatmen. Es geht ja auch um den Schutz der Personen, die dort tagtäglich arbeiten.

  10. wer in einem club oder einer bar arbeitet, weiß im voraus, das es gesündere arbeitsplätze gibt. zudem arbeitet ja fast niemand 5 oder 6 tage die woche dort, sondern meistens nur 1-2 tage am wochenende, und das auch nicht immer jedes wochenende.
    über ein fehlendes rauchverbot haben sich barkeeper, dj´s und sonstige arbeitskräfte in einem club in den seltensten fällen beschwert, viele von ihnen rauchen selber (nicht unbedingt regelmäßig, aber eben im nachtleben).

  11. Schön, eine solche Argumentation entlarvt die ganze Absurdität dieser Diskussion. Sollen dann nur noch Raucher in der Gastronomie arbeiten? Das ist wirklich bescheuert!

  12. Zu Al Gore. Genau der Typ Mensch wie Al Gore sind Schuld an der Misere. Keinerlei Toleranz den Rauchern gegenüber. Ich kann sehrwohl entscheiden ob ich in einer Kneipe arbeite in der geraucht wird oder nicht. Mein Wirt (Mitglied im Verein) jedenfalls ist froh darüber das seine Stammgäste (80% Raucher) wieder sein Lokal besuchen und nicht die paar Nichtraucher die noch kamen als das Rauchverbot startete. In diesem Lokal wird von 11:30 bis 13:30 (auf freiwilliger Basis)nicht geraucht.
    Soviel zur Rücksichtnahme von Rauchern.

    PS. Ich hasse militante Nichtraucher

  13. Genau diese Art der Rücksichtnahme funktioniert aber nicht, weil Raucher von Nichtrauchern die Toleranz erwarten, die sie selbst Nichtrauchern gegenüber nicht aufbringen. Wenn da in einer Wirtschaft freiwillig nicht geraucht wird, lässt das alle anderen trotzdem außer vor.
    Wer kann sich denn einen rauchfreien Job in der Gastronomie aussuchen? Fang mal an zu suchen. Raucher sind schon eine eigenartige Spezies…

    PS. Ich bin nicht militant, ich finde das Verbot nur angemessen.

  14. Zu den Kommentaren von Al Gore :
    Niemand kann Sie zwingen ein Raucherlokal zu betreten – niemand legt dort auf Ihre Anwesenheit Wert.
    Vielleicht ist es aber auch Ihnen begreiflich, daß es eine Wahlmöglichkeit geben sollte.
    Sie würden sich wundern wieviele Nichtraucher dann auch ins Raucherlokal gehen würden – nämlich alle die, die verbissene Nichtraucher für gesundheitsschädlicher halten als die Zigarette Ihres netten Kumpels.

  15. Durch die entfachte Debatte outen sich ein paar Nichtraucher als engstirnig, eingebildet und agressiv. Ihre Argumente, und vor allem der Ton, in dem sie Ihre Anliegen vorbringen, zeigen nun auf, wer offen ist für ein gutes Gespräch, und wer einfach total verklemmt ist. Da weiss ich doch woran ich bin und wen ich meiden kann. Vielen dank also für all diese Kommentare und weiter so.

    Der Club zum Erhalt der bayerischen Wirthauskultur verschliesst seine Türen für solche Menschen. Ist das ein Segen! Diese Leute können nun zukünftig in Ihren Nichtraucherlokalen nach neuen Themen für Ihre Hasspredikten suchen, während ich in Frieden und unter Freunden meine Zigarette geniesse.

  16. Jahrzehntelang mußten sich die Nichtraucher im Wirtshaus alles gefallen lassen. Die von den Wirten jahrelang beschworenen freiwilligen Regeln haben nicht funktioniert. Jetzt müssen eben die Raucher dran glauben und sich einschränken. Find ich nur eine ausgleichende Gerechtigkeit.

  17. Es ist sicher richtig, dass von den Wirten eine freiwillige Lösung zum Nichtraucherschutz nicht zu finden war. Ein paar notdürftige Nichtraucherbereiche sind nicht genur gewesen.

    Den Raucher nur in Bayern jetzt komplett auszugrenzen ist sicher nicht gerecht. Gute Lösungen, die allen gerecht werden sind leider nicht geschaffen worden.

  18. Noch ein bisschen Polemik von einem Engstirnigen? Wir werden rauchfreie Kneipen länger genießen können als Raucher ihre Clubs, weil wir länger leben.
    Herrlich, andere als engstirnig deklarieren und es selbst am meisten sein.

  19. Ich ersehe aus den Kommentaren dieser Seite etwas ganz deutlich :
    Die Raucher suchen nach einer akzeptablen Lösung für beide Seiten, die Nichtraucher sind in keinster Weise kompromissbereit. Schade um die Zeit.
    Lieber Al Gore – Sie haben ja nicht mal die Courage unter Ihrem richtigen Namen zu schreiben – Ihren Hass oder besser Ihre Gehässigkeit loszuwerden. Das ist nicht überzeugend, sondern nur traurig. Erfreulicherweise gibt es in meinem Bekanntenkreis auch Nichtraucher die sachlich und tolerant versuchen einen für beide Seiten gangbaren Weg zu finden. Es gibt halt in jeder Interessensgruppe solche und solche. Fanatiker wie Sie schaden der Gesamtheit der Nichtraucher mehr als sie nutzen.

  20. Liebe Jasmine,

    1. die Wirte hatten jahrzehntelang Zeit, eine akzeptable Lösung zu suchen und haben ihre Chance nicht einmal ansatzweise versucht zu nutzen. Kompromissvorschläge gab es zahlreiche (getrennte Raucherräume usw). Der Kompromiß bestand immer darin, dass die Nichtraucher gefälligst zu akzeptieren hatten, dass die Raucher die Gasträume vollqualmten. Schade um die Zeit der letzten Jahre, als man den Wirten genug Chancen gab.
    2. Du schreibst zwar Deinen Namen in den Kommentar, das war es dann aber auch. Also bitte nicht Al Gore vorwerfen, er hätte nicht dem Mumm, seinen richtigen Namen zu schreiben. Würdest Du seinen angegebenen Link folgen, könntest Du im Impressum seines Blogs die komplette Adresse von ihm finden.

  21. Ursprünglich ging es in diesem Beitrag nicht das Rauchverbot an sich, sondern um die Tatsache, dass das Rauchen nicht zur typisch bayerischen Wirtshauskultur gehört. Wenn es so wäre, dann würde uns Bayern ja nichts vom Rest der Welt unterscheiden. Zigaretten werden/wurden auch in den Kneipen in Norddeutschland, den USA, im Iran oder Japan geraucht. Rauchen mit bayerischer Kultur gleichzusetzen ist also schon sehr weit hergeholt.

  22. Ich finde es auch nicht richtig, dass dieser Club so heisst. Bayerische Wirtshauskultur mit Glimmstengel? Ach nö. Aber beitreten werde ich dem Club sicher um dem Wirt meiner Stammkneipe eine Pleite zu ersparen.

    Heute steht in einer Münchner Zeitungen eine Schlagzeile, die die Ruhestörungen und den Dreck auf den Strassen bemängelt, natürlich nur von den raus gestellten Rauchern verursacht. Zeitgleich will die Bundeswehr einen Kapmfeinsatz in Afghanistan. Deutschalnd zieht in den Krieg und die Leute schimpfen auf die Raucher. Keine Antikriegsdemo, nein, der Raucher stört. Das finde ich wirklich sehr bedenklich.

  23. sehr lustig, die Raucher, Nichtrauchen und die anderen Deppen; da kommt der Josef mit gleichgeschalteten Sprüchen über Demokratie (weisst Du überhaupt was das ist?) und meint eigentlich Anarchie. Na gut..Schwamm drüber. Immerhin, wers braucht, macht einfach nen Verein auf – soviel zur Freiheit Josef, aber bitte jammer jetzt net weiter rum, das ist armselig – steht Dir aber.

  24. Lieber “StoiBär” !
    Der entzückende Eisbär hat einen Namen: Flocke. Dieses Problem
    ist also zumindest gelöst.
    Zu Ihrem Vorwurf gegen die Wirte :
    Ein Gasthaus ist ein Wirtschaftsbetrieb, der wie jeder andere Betrieb überleben muß und keine staatlich geförderte Sozialeinrichtung. Wenn ein Wirt nun die Erfahrung gemacht hat, daß es a) mehr Raucher in seinem Lokal gibt und b)diese auch noch pro Person den besseren Umsatz machen, ist es doch sein Recht als freier Unternehmer sich für diesen Kundenkreis zu entscheiden.
    Der Vorwurf es hätte keine Nichtraucherbereiche gegeben ist faktisch einfach falsch. Mein Mann und ich sind gerne zum Essen gegangen, haben für gewöhnlich vorher telefonisch reserviert und wurden meistens gefragt, ob wir im Raucher oder Nichtraucherbereich zu sitzen wünschen. Auch Autobahnhäuser, Hotels etc. hatten schon lange getrennte Bereiche. Interessanterweise waren die Nichtraucherbereiche im allgemeinen leerer als die Raucherbereiche.
    Ein wirklich amüsantes Erlebnis hatte ich in der Bahn. Ich saß zusammen mit einer älteren Dame in einem Raucherabteil. Die Dame bat mich mit dem Rauchen aufzuhören. Ich habe sie höflich darauf aufmerksam gemacht, daß es im Zug auch Nichtraucherabteile gäbe. Ihre sehr charmante Reaktion war : Aber in den Raucherabteilen sitzen die lustigeren Leute.
    Sie bemängeln an dem Verein für bayerische Wirtshauskultur, daß Rauchen nichts mit Wirtshauskultur zu tun hat. Ich bemängele höchstens das Wort ” bayerisch “. Wirtshauskultur ist nicht auf Bayern beschränkt. Wo ich auch in der Welt war : Rauchen gehörte überall zur Wirtshauskultur.
    Wie erklären sie sich das Massensterben der Kneipen in Irland ?

  25. Sie bemühen wie immer schön die Klischees, die sich die Raucher schon seit Jahren zurechtlegen. Meine Information zu Irland sind anders. Allerdings kann ich es jetzt mit keiner Quelle belegen. In Italien zumindest hat es kein Kneipensterben gegeben.

  26. Es ist richtig, generell gegen das Rauchen vorzugehen. Es ist aber nicht richtig, es so zu machen, wie mit dem Rauchverbot (v.a. in Bayern) beschlossen.

    Die erbrachte Lösung ist zu radikal, weil sie alle Gastronomiebetriebe über einen Kamm schert und nicht der unterschiedlichen Struktur der Gaststätten gerecht wird. Man muß sich mal diese Idiotie vor Augen halten:
    In unserem kleinen Kaff gibt es eine Kneipe. Die ist wochentags oft so dünn besucht, daß Dienstags oder Mittwochs manchmal nur (die immer gleichen) 5-6 Leute drin sind. Und von denen rauchen zwei oder drei. Ganz klar eine Situation, bei der niemand irgendwie unfreiwillig geschädigt wird. In Zukunft müssen die 2 Raucher dann (auch im Winter bei -10°) vor die Tür, um eine zu rauchen.
    Was für ein Nutzen ist denn hier mit dem beschlossenen Gesetz erreicht? Gar keine! Im Gegenteil: Sie schafft nur Frust!
    Und noch mehr: Diese Kneipe liegt nunmal (wie viele) mitten im Ort. Und, naja, es gibt wie so oft, auch bei uns hin und wieder Leute, die immmer etwas zu meckern haben. Zum Beispiel über den angeblichen Kneipenlärm am Wochenende, falls es mal etwas lauter zugehen sollte. So, und was machen diese netten Leutchen in Zukunft: Abwarten, bis in der Kneipe doch mal geraucht wird (was ja an Fasching oder Sylvester doch mal passieren kann)! Und dann: Zack! Strafe von, ich kenn die aktuelle Zahl nicht, aber soll ja ordentlich sein, von bis zu 1000 € hört man.
    Tja, was glaubt Ihr militanten Nichtraucher wohl, wie lange so etwas ein Wirt einer kleinen Dorfkneipe mitmacht? Und wie sehr Ihm diese Strafen den Wochenschnitt drücken (falls er nicht komplett Minus macht)?
    Ich glaube, das mit dieser Art des sogenannten “Nichtraucherschutzes” vor allem eines gefördert wird: Intoleranz und Spießbürgertum!

  27. Um zurück zu kommen auf das eigentliche Thema:
    jeder, der diesseits der Weißwurschtgrenze geboren ist und sich somit als richtiger gebürtiger Bayer bezeichnen kann, kennt die oberste Regel des Freistaates: “Leben und leben lassen”. D. h. Toleranz wird eigentlich hier in Bayern großgeschrieben. Und so sollten Raucher auch Nichtraucher tolerieren und umgekehrt. D. h. aber auch Nichtraucher sollten sich mit der Existenz von “Raucherclubs” abfinden und sie dulden – es wird keiner gezwungen diese zu betreten. Aber was ist eine typisch bayerische Wirtshauskultur ? Nun jeder der heimatgeschichtlich nur ein bisschen bewandert ist, weiß dass der Tabak sehr wohl in den letzten ein – zweihundert Jahren in Bayern zum typisch bayerischen Wirthaus dazugehörte.
    Es war meist aber nicht die Zigarette, sondern der Schnupftabak, die Pfeife oder eine Zigarre. Wer will kann das in fast jedem bayerischen Heimatmuseum überprüfen, da gibts dann sehr alte Tabakdosen für Pfeifentabak oder Schnupftabak etc. zu besichtigen. In Bayern wurde sogar sehr lange Zeit Tabak angebaut ! Aber unsere bayerische Staatsregierung hat halt jetzt nach einem anderen wichtigen bayerischen Grundsatz gehandelt: “mia san mia”. Was interessiert uns der Rest der Welt, bei uns wird nirgends mehr geraucht – Punkt.

  28. @oberpfälzer: Das ist starker Tobak. “Leben und leben lassen” als oberste Regel des Freistaates zu deklarieren hat schon ein wenig mit Realitätsverlust zu tun, oder? Ich werf nur mal ein paar Stichworte in den Ring: Schwulenehe, Abtreibungsparagraph, Kathloizismus. Die Liste könnte man noch lange weiterführen. Toleriert wird man in Bayern doch nur, wenn man mit dem Strom schwimmt.

    Typisch bayerisch ist die Zigarette sicherlich nicht. Typisch bayerisch ist ein Dirndl oder eine Lederhose. Wäre aber auch schlimm, wenn Bayern im Ausland mit “Zigaretten rauchen im Wirtshaus” beschrieben werden würde.

  29. Richtig: vielleicht hätte ich das “eigentlich” mehr betonen sollen. Aber die Haltung der Staatsregierung zu manchen Themen entspricht nicht immer der Einstellung des Bürgers. Aber Schwulen(und Lesben-)ehe gibts auch in Bayern, der Abtreibungsparagraph ist ja wohl nicht Ländersache und der derzeitige Ministerpräsident ist nicht katholisch.
    Aber was hat das mit “bayerischer Wirtshauskultur” zu tun ? Nein, auch die Zigarette hat damit nichts zu tun, aber die sonst immer so gepriesene Toleranz gehört einfach dazu. Wir werden sehen, ob das Oktoberfest (nach den Wahlen im März) rauchfrei ist und das Oktoberfest soll doch angeblich ein Vorzeigeobjekt “bayerischer Kultur” sein.

  30. oh no! Nee, extra WEGEN dem qualmen kommen die leute natürlich nicht. aber es könnte ja durchaus sein, daß dem einen oder anderen (gerade in geselliger zeltatmosphäre) zu seinem bier ein zigarettchen gut schmecken würde! und in diesem ganzen tumult und bier-, schweiss- und sonstwasallesdunst auch nicht wirklich stören würde! mann!

  31. Thema Oktoberfest:
    Über die bayerische Wirtshauskultur auf der Wies´n kann man sich streiten. Diese Veranstaltung ist nicht gerade ein typischen Beispiel. Ich würde es eher als kommerzielles Kollektivbesäufnis mit viel Schickimicki betrachten. Wie auch immer : Wieviele Ordner sollen eigentlich das Nichtrauchergesetz den Besoffenen klarmachen? Wie kommt man ins überfüllte Zelt wieder rein, wenn man mal kurz zum Rauchen draußen war? Hui, das gibt zünftige Keilereien – aber die gehören ja wohl zur bayerischen Wirtshauskultur ?

  32. Hallo.
    Ich habe die Beträge echt sehr schmunzelnd durchgelesen. Jezt muß ich doch mal meinen Senf dazu geben 🙂
    Ich selbst bin Raucher, und natürlich wissen wir alle, daß das ungesund ist. Nur mit einem haben doch meine Vorredner recht…DEMOKRATIE…wir müssen gegenüber allen (eingeristen) Mitbürgern loyal sein, jeder soll selbst entscheiden dürfen…und in dem Fall????? Was wäre das Problem gewesen einen bestimmten Prozentualen Anteil an Nichtraucher und einen bestimmten Anteil an Raucherlokalitäten zu schaffen. So hätte jeder das seine gehabt und niemand wäre sich herabgesetzt vorgekommen….das ist Demokratie und Meinungsfreiheit. Des weiteren: alle reden über Irland aber wie viele Pub´s pleite gegangen sind (hab mich erst kürzich mit einem Iren unterhalten) und deshalb natürlich die anderen ein Umsatzplus haben davon redet keiner. Noch was: Ich stamme gebürtig aus dem Süden Münchens, dort gibt es natürlich Stammtische und das war schon immer so, daß dort der alte Mann mit seiner Pfeiffe und einem Glas Bier sitzt. Nun soll sich dieser Wegen ein paar so `Preissen`die einen Aufstand proben 2 1/2 Stunden für seine Pfeiffe in die Kälte stellen.
    Fazit: Ich bin froh, daß ich in meinem Bekanntenkreis ausschließlich tolerante Nichtraucher habe, auf die ich bzw. wir übrigens sehr rücksicht nehmen. Danke Mama für meine gute Erzieheung.

  33. Ein letztes Mal muss ich hier noch was loswerden: Ich bin überrascht, auf wie viele tolerante Nichtraucher Raucher inzwischen treffen. Umgekehrt war das bisher nie der Fall. Wurde bisher irgendein Nichtraucher gefragt, ob das Rauchen des Rauchers stört. Wo geraucht werden dufte wurde geraucht und würde auch weiter geraucht werden. Auf die Rücksichtnahme anderer zu hoffen, ist utopisch.
    Raucher müssen eben jetzt damit leben, dass ihre Grundrechte massiv eingeschränkt wurden.

  34. Ein letztes Mal muss ich hier noch was loswerden: Ich bin überrascht, auf wie viele tolerante Nichtraucher Raucher inzwischen treffen. Umgekehrt war das bisher nie der Fall. Wurde bisher irgendein Nichtraucher gefragt, ob das Rauchen des Rauchers stört. Wo geraucht werden dufte wurde geraucht und würde auch weiter geraucht werden. Auf die Rücksichtnahme anderer zu hoffen, ist utopisch.
    Raucher müssen eben jetzt damit leben, dass ihre Grundrechte massiv eingeschränkt wurden.

  35. Jetzt endlich sieht auch ein Al Gore ein das es hier um Grundrechte gehtdie massiv eingeschränkt werden. Das darf nicht sein. Als nächstes gibt es Alkohol nur noch ab 19:00 und nur dann, wenn man vorher einen Alkotest macht und nicht über 0,2 Promille hat. Oder wie wäre es mit einer Steuer für Dicke.
    Mit dem Nichtrauchen bei uns im Ort hat es sich fast schon erledigt. 5 von 8 Kneipen sind bereits im Verein zur Erhaltung der Bayerischen Wirtshauskultur. Von den übrigen drei schwanken noch zwei auch dem Verein beizutreten weil sogar die Nichtraucher in die Lokale gehn in denen geraucht wird (Raucher sind eben doch gemütlicher)und die Kneipen sonst zumachen müssten. Die dritte hat letzte Woche bis auf weiteres geschlossen.
    So wie es bei uns aussieht werden sich die hartgesottenen Nichtraucher bald ziemlich einsam fühlen.

  36. Ich schädige mich (und andere)seit 15 Jahren mit etwa 12 Zigaretten am Tag und werde seit diesen Diskussionen um den Nichtraucherschutz diskriminiert und letztendlich seit dem Inkrafttreten des Gesetzes von der Gesellschaft ausgeschlossen. Rauchen ist eine Sucht – und einen Suchtkranken kann man auch per Gesetz nicht heilen. Zu unserem Glück gibt es ja den Verein zur Erhaltung der bayerischen Wirtshauskultur dem ich natürlich beigetreten bin.
    Diese militante Massenhetze, die durch einige Nichtraucher betrieben wird empfinde ich für absolut unangemessen. Oder stört sich von diesen Menschen auch nur irgend einer am Schadstoffausstoß durch unsere Autos etc ??? Ich selbst besitze kein KFZ – nicht etwa weil ich mir es nicht leisten kann, sondern weil ich auch etwas umweltbewusstsein habe. Auf der einen Seite schreien alle Nichtraucher auf wenn es um den Glimmstengel geht und auf der anderen Seite fliegen sie mit der ganzen Familie 1-2 mal im Jahr in den Urlaub. Der Schadstoffausstoß aller Raucher in einem Jahr ist bedeutend geringer als der eines Urlaubsjets auf dem Weg nach Spanien und zurück……
    Zum Thema “freiwillige Raucherzonen”
    Ein Großteil meiner Bekannten und auch meine Freundin arbeiten selbst in der Gastronomie, daher konnte ich sehr genau feststellen, dass Nichtraucherbereiche, die freiwillig von den Wirten geschaffen wurden fast überhaupt nicht genutzt wurden. Selbst in gehobeneren Restaurants (z.B. Ratskeller) saßen fast alle Nichtraucher bei den Rauchern. Im Nichtraucherbereich herrschte zu allen Tageszeiten gähnende Leere.
    Zum Abschluss möchte ich noch anmerken, dass es bei den nächsten Wahlen hoffentlich für alle Politiker und Parteien, die diesen Schwachsinn befürwortet haben die Quittung gibt.
    Und Euch Nichtrauchern möchte ich mit auf den Weg geben- Versucht es doch mal mit Toleranz. Ihr wurdet und werdet nicht gezwungen in Raucherkneipen zu gehen. Lasst uns doch auch ein Fleckchen zum leben…….

  37. Liebe Leute,
    die Ihr das Rauchen nicht lassen könnt. Nürnberg Nord ist ein Klinikum mit einer riesigen HNO-Abteilung; dort werden jährlich 350 Kehlköpfe entfernt und Tausende andere Patienten behandelt, deren Krankheitsursache direkt dem Rauchen anzulasten ist.
    Weihnachten 2004 hatte ich dort meine erste Operation, man hat einen Tumor vom Kehlkopf entfernt.In 2005 und 2006 hatte ich zwei weitere Operationen, Chemo, Bestrahlung und Reha. Mein Gewicht ging von 82kg auf 58 kg zurück, monatelange Schmerzen beim Schlucken und Sprechen,mehr tot als lebendig. Warum ich es doch geschafft habe, weiß ich nicht.
    In 2003 aber hatte ich noch immer den flotten Spruch auf den
    Lippen: Rauchst Du, stirbst Du – rauchst Du nicht, stirbst Du auch. Heute denke ich anders darüber.

    Mit rauchfreien Grüßen
    Bernd

  38. Liebe Leute,
    vergesst bitte eins nicht:

    Nikotin ist ein hochpotentes Suchtgift.

    Konkret:

    Nikotinrauchen bricht den freien Willen des echten Urbayern.

    aus Freising:

    Frank

  39. Hallo alle zusammen,
    habe diese Seite gefunden, als ich mich über besagten Verein informieren wollte.

    Ich selbst bin Nichtraucher, seit Jahren in der Gastronomie tätig und ganz klar für das Rauchverbot.

    Neue Argumente, die noch nicht in der ein oder anderen Form vorgebracht wurden, kann ich im Moment denke ich nicht bringen, allerdings musste ich leider soeben wieder das “Argument” Alkohol betreffend lesen.
    (von Der Bayer am 12.02.: Als nächstes gibt es Alkohol nur noch ab 19:00 und nur dann, wenn man vorher einen Alkotest macht und nicht über 0,2 Promille hat.)

    Generell sollte doch eigentlich jedem klar sein, dass es für jemanden als Nichtraucher oder in diesem Fall zum Beispiel Nichttrinker ein wesentlicher Unterschied ist, ob sich der Nebenmann gerade seine Lunge kaputtraucht (und damit die des anderen erwiesenermaßen mitschädigt) oder ob er sich seine Leber kaputt säuft, wovon der Nichttrinker in erster Linie (bis auf gewisse Ausdünstungen…) jedoch keinen Schaden hat.
    Der Betrunkene mag mir eventuell im Straßenverkehr gefährlich werden, allerdings ist Alkohol am Steuer ja sowieso vernünftigerweise verboten.
    (Seltsamerweise hört man wenig alkoholisierte Menschen darüber jammern, dass sie sich nun einschränken müssen und dass sie gefälligst mit ihrem Auto betrunken fahren wollen, wann und wo sie wollen, weil die Nüchternen ja auch woanders fahren können, schließlich sind das ja viel weniger…).
    Das Stammtischargument “Dann können sie mir ja mein Bier auch gleich noch verbieten.” soll wohl nicht wirklich in einer ernsthaften Diskussion verwendet werden, da man hier Birnen mit Äpfeln vergleicht.
    (Zudem ist AlkoholMISSBRAUCH doch bereits per Gesetz verboten, oder täusche ich mich?)

    Ein netter Spruch, der schon recht alt sein dürfte: Die Freiheit des einen endet da, wo die des nächsten beginnt.
    Ich bin Nichtraucher, vollkommen gesund und in keinster Weise von Dingen abhängig, die anderen schaden könnten und ICH muss mich dann aber einschränken, wenn ich mir abends eine Kneipe aussuche, weil Raucher sich dafür entscheiden, dort alles voll zu qualmen? Entschuldigung, aber SO ist dieser Ausspruch nicht zu deuten.

    Auch ich bin dagegen, Raucher zu den Buhmännern der Nation zu machen um von anderen Problemen abzulenken, jedoch halte ich es nicht für Diskriminierung, einen Raucher vor die Tür zu verweisen, um andere vor Gesundheitsschäden durch Tabak zu bewahren.
    Diskriminierung ist zum Beispiel, auf Rauchern dann noch herum zu hacken und sich gehässig zu freuen, wenn es draußen regnet.
    Aber: Wie man in den Wald hineinschreit, so schallt es heraus.
    Ein Raucher, der -ohne sich zu beschweren- seine Zigarette draußen raucht, wird im Gegenzug sicher von vernünftigen Menschen keine Häme abbekommen.

    Im Übrigen: http://www.krebsgesellschaft.de/rauchen_datenzahlenfakten,1050.html
    “In Deutschland rauchen 25 Prozent aller Erwachsenen regelmäßig, weitere 4 Prozent bezeichnen sich als Gelegenheitsraucher.”
    Soso, die Mehrheit…

    In diesem Sinne bin ich jetzt mal gespannt, ob sich die Diskussion auch nach der Wahl noch weiter entwickelt und verbleibe mit Grüßen an Raucher wie Nichtraucher
    Bettina Reichart

  40. Ein netter Spruch, der schon recht alt sein dürfte: Die Freiheit des einen endet da, wo die des nächsten beginnt.
    Ich bin Nichtraucher, vollkommen gesund und in keinster Weise von Dingen abhängig, die anderen schaden könnten und ICH muss mich dann aber einschränken, wenn ich mir abends eine Kneipe aussuche, weil Raucher sich dafür entscheiden, dort alles voll zu qualmen? Entschuldigung, aber SO ist dieser Ausspruch nicht zu deuten.

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    Ja liebe Bettina Reichart, Sie sind also in keinster Weise von Dingen abhängig, die anderen schaden könnte…..
    Fahren Sie ein KFZ ??? Benutzen Sie nur 100% ökologisch einwandfreie Putz – und Waschmittel? Färben Sie Ihre Haare – bzw. was benutzen Sie für Pflegemittel? ….könnte noch mehr aufzählen hier.

    Sie mussten sich abends einschränken, weil sich Raucher dafür entschieden haben alles vollzuqualmen ?
    Aber im Gegenzug ist es rechtens, dass sich die Raucher nun einschränken sollten??? D.h. so einschränken sollten, dass Sie noch nicht mal die Möglichkeit haben eine Raucherkneipe zu finden. Zum Glück gibt es ja fast immer ein Schlupfloch…..

    Zum Schluss möchte ich doch anmerken, dass es immer wieder die selben, teils hirnrissigen Argumente sind die in dieser Sache gebracht werden. Immer feste druff auf den Raucher, keine Toleranz zeigen und sich heimlich über das Gesetz ins Fäustchen lachen…Jetzt haben wir es ihnen aber gezeigt….
    Nachdem die Wahl nun auch vorbei ist, hat sich ja gezeigt wie toll die Raucher das Gesetz finden.Da musste manche Partei so manche Abstriche machen. Es wird ja in diesen Kreisen sogar wieder diskutiert das Gesetz zu ändern bzw. aufzuheben.

    Schaun mer mal….wer zuletzt am besten lacht!

  41. Noch ne kleine Anmerkung zum per Gesetz verbotenen Alkoholmissbrauch…

    Ich kenne keinen Wirt und keine Bedienung,die vor allem einen Stammgast (oder auch fremde Gäste)
    nichts mehr ausschenken wenn sie angetrunken sind. Dass dies auch per Gesetz verboten ist, interessiert aber keinen dieser Damen und Herren. Da steht der eigene Profit im Vordergrund. Also tut nicht so scheinheilig rum Leute. Bin mal gespannt, was hier noch für Argumente von den selbstgefälligen Nichtrauchern kommt.Lasst uns doch einfach unsere Ruhe und unsere Sucht. Wenn ihr frische Luft haben wollt fahrt (aber mit dem umweltfreundlichen Rad) in den Wald und lauft den ganzen Tag mit Atemschutzmaske rum – der Feinstaub und die Abgase sind weitaus schlimmer als neben einem Raucher zu sitzen und dessen Qualm einzuatmen. Greift doch mal die Autofahrer Lobby an, dann können wir Raucher wieder in Ruhe leben und genießen – bis dass uns der Krebstod ereilt…..

  42. Hallo nochmal…hab mich ja vor kurzem schon zu Wort gemeldet.

    Mittlerweile glaube ich, daß es hier nur intolerante Nichtraucher gibt, die hier Ihren Senf dazugeben.

    Ich muß Günther T. rechtgeben…jeder findet ein Schlupfloch. Denn ich frage mich schon, wenn vorher alles so pfui war…warum gibt es jetzt soooo viele Raucherclubs??? Ein Bekannter von mir hat ein Lokal (relativ groß) in München, hat daraus einen Club gemacht und nun wesentlich mehr Kundschaft als vorher. Teilweise weiß er gar nicht, wo er die Leute alle unterbringen soll. Übrigens sind in diesem Lokal mindestens 40 % Nichtraucher die tolerant sind und einfach nur Spaß haben wollen. Alle die so auf Ihre Gesundheit achten…hier ein Tip:

    Nicht mehr auf die Straße gehen (Abgase)
    Niemanden mehr im Krankenhaus besuchen (Erreger)
    Generell am Besten in ein kleines Glaskästchen einsperren.

    Übrigens, mich als Raucher frägt auch keiner, ob ich mich gewisse Ausdünstungen von ökologischen, körnchenessenden, im Bio-Supermarkt einkaufenden Nichtraucher aussetzen will (denn Deo ist ja nicht BIO)

    So hat hald jeder das seine.

    Wie gesagt, wie Raucher haben nun endlich Schlupflöcher (Kneipen und Restaurants) und ich glaube in u.a. guter Gesellschaft von Nichrauchern.

    Ich bin und war übrigens, auch wenn es mir abgesprochen wurde ohne mich zu kennen, rücksichtsvoller Raucher….d.h. wenn ich wußte jemand mag es nicht bzw. es sind 6 Leute zusammen beim Essen und nur 2 Rauchen, bin ich immer schon vor die Tür gegangen, auch wo es noch erlaubt war, das ist nämlich ANSTAND.

    Liebe Grüße

  43. Lieber Günter T.,
    da mögen Sie recht haben, ich benutze sicher auch -wie viele andere Menschen- Dinge, die der Umwelt schaden.
    Ich fahre ein KFZ, richtig. Mein KFZ “verpestet” die Umwelt, auch das kann man so stehen lassen. Sollte mir nun jemand verbieten mein KFZ zum Beispiel in bestimmten Bereichen nicht zu nutzen wegen erhöhter Gesundheitsgefährung für die Einwohner (Die Feinstaubdiskussion haben wir ja sicher alle noch im Hinterkopf.), werde ich sicher nicht auf mein Recht bestehen, aber eben dorthin zu fahren und so die Anwohner weiter zu schädigen. (“Sollen Sie doch umziehen.”, um bei der gängigen Raucherargumentation “Sollen doch die Nichtraucher sich einschränken” zu bleiben.)
    Mit Sicherheit tun wir alle einige Dinge, die der Umwelt, den Planeten und den Mitmenschen schaden.
    Hier geht es ums Rauchverbot. Hier geht es darum, dass bei allen anderen Dingen immer völlig klar ist, dass der, der den “Schaden” verursacht, sich einschränken muss. Bei den Autofahrern sind es die Betrunkenen, bei den LKWFahrern sind es die ohne Feinstaubplakette, usw. usf.!
    Nur bei den Rauchern soll es anders sein?
    Da sollen sich die Nichtabhängigen einschränken?

    Nun, da müssen schon bessere Argumente her, dass mir dieser Irrsinn einleuchtet.

    Sie haben auch damit recht, dass sich viele Nichtraucher über das Gesetz ins Fäustchen lachen und sich geradezu diebisch freuen und die Raucher noch dazu verhöhnen usw.!
    Aber haben Sie meinen Beitrag gelesen?
    Ich zitiere: Auch ich bin dagegen, Raucher zu den Buhmännern der Nation zu machen um von anderen Problemen abzulenken, jedoch halte ich es nicht für Diskriminierung, einen Raucher für 5 Minuten vor die Tür zu verweisen, um andere vor Gesundheitsschäden durch Tabak zu bewahren.
    Diskriminierung ist zum Beispiel, auf Rauchern dann noch herum zu hacken und sich gehässig zu freuen, wenn es draußen regnet.
    Aber: Wie man in den Wald hineinschreit, so schallt es heraus.
    Ein Raucher, der -ohne sich zu beschweren- seine Zigarette draußen raucht, wird im Gegenzug sicher von vernünftigen Menschen keine Häme abbekommen.

    Ich bin keine militante Nichtraucherin, die nur Nichtraucher als Freunde hat und jeden Raucher verächtlich ansieht.
    Mich bewegt diese Diskussion genau seit dem Zeitpunkt, als einige Raucher angefangen haben, sich in enormen Ausmaß über das Gesetz und vor allem die damit zusammenhängende “Ungerechtigkeit” zu beschweren.
    – Ich steige also ein in eine Diskussion, die nur aufgrund der Raucher selbst entstanden ist.
    – “Immer feste druff” liegt mir fern, lieber Günter.
    – Ungerecht? Wer schädigt, muss sich einschränken.
    Geschieht das nicht freiwillig, tritt Vater Staat auf den Plan und hilft nach.
    Oder denken Sie, es wären weniger Betrunkene auf den Straßen, wenn man das Fahren unter Alkohol einfach nicht mehr verbieten würde (zum Schutz der anderen) und es ihnen selbst überlassen würde, ob sie Rücksicht nehmen?

  44. Nachtrag:
    Ich fasse zusammen: Jeder Nichtraucher, der hier das Gesetz verteidigt ist also offenbar in erster Linie mal intolerant.
    Sehr interessant.

  45. Liebe Frau Reichart,
    Sie argumentieren auch nur mit den gleichen abgedroschenen Phrasen wie alle anderen..
    Ich kann nicht nachvollziehen, entschuldigen Sie den Ausdruck, warum die Mehrheit der Nichtraucher so engstirnig denkt.
    Es geht uns nicht darum Euch Nichtrauchern irgend etwas zu verbieten, Euch einzuschränken oder sonst was. Das einzige was wir verlangen wäre einfach nur Toleranz !!! Toleranz die auch Ihr verlangt, sie selbst aber nicht geben wollt.
    Es gab viele ( wenn auch nicht viel besuchte) Nichtrauchergaststätten bzw. abgesonderte Räume für Nichtraucher. Warum habt Ihr die nicht besucht?? War es dort zu langweilig weil sie immer fast leer waren?? Warum musstet Ihr immer in den Gaststätten in den Raucherbereichen sitzen?? Haben wir Euch dazu gezwungen?? Ihr hattet immerhin noch die Möglichkeit am öffentlichen Leben teilzunehmen – sei es nun im Raucher oder Nichtraucherbereich. Ihr hattet die Wahl.
    Uns Rauchern wurde mit dem Erlass dieses Gesetzes dieses Wahlrecht abgesprochen. Ist das fair???
    Sie sprechen davon, das sicherlich einige Dinge der Umwelt schaden. Im nächsten Satz heisst es dann, ABER ES GEHT JETZT UM DAS RAUCHVERBOT. Sind diese anderen Themen zu unbequem?
    Jeder LKW Besitzer bekommt die Möglichkeit seinen LKW nachzurüsten um weiter auf der Strasse fahren zu dürfen. Welche Möglichkeit bekamen wir Raucher ?? Also wenn hier ein Vergleich hinkt, ist es doch Ihrer!

    Ich zitiere: Ungerecht? Wer schädigt muss sich einschränken.
    Bitte schaffen Sie Ihr KFZ ab – Sie schädigen!

    Jetzt sieht es in der Praxis so aus, dass die meisten Gaststätten Raucherclubs wurden und Ihr Nichtraucher wieder die Wahl habt. Mitglied werden und unter Rauchern sitzen oder eine andere Kneipe suchen, in der Rauchverbot herrscht.
    Da ich Belieferer der Gastronomie bin, bin ich täglich in vielen Kneipen unterwegs. Das Fazit des Rauchverbots ist dieses, dass alle Raucherclubs bis zu 300 % mehr Gäste aufweisen und Besitzer von rauchfreien Kneipen und Speisegaststätten mit bis zu 90 % Einbußen leben müssen. Nur mal soviel dazu dass sich mit der Einführung des Gesetzes nichts ändern wird, bzw. die ganzen Nichtraucher denen es vorher nicht möglich war wegzugehen dies jetzt vermeht machen.
    Bestes Beispiel ist ein griechisches Lokal, das vor Erlass des Gesetzes ab 19.00 Uhr bis 1.00 Uhr morgens immer zu 100% ausgelastet war und nun mit max 10 Gästen am Abend dasteht. Wohlgemerkt, das Lokal hat 150 Sitzplätze. Inzwischen wurden schon 5 Angestellte entlassen und mit einer Schliessung des Lokals ist demnächst zu rechnen.

    Mehr habe ich vorerst nicht dazu zu sagen.

  46. @ Katrin

    Danke das Du das genauso siehst.
    Zu vielen kann ich nur sagen: Selbst engstirnig und verblendet sein aber von uns Rauchern Toleranz verlangen. Einseitige Argumente gibts hier zu Hauf.
    Eine gute, sinnvolle Regelung im Bezug auf Raucherecken wäre allemal besser gewesen als die Parteien so zu verfeinden. Typisch Politik !
    Da ich auch aus M komme würde mich interessieren von welcher Kneipe Du gesprochen hast.
    LG Günter

  47. Hallo Günter,

    vielleicht lässt Du mir Deine E-Mailadresse zukommen, dann sende ich Dir den Namen der Kneipe. Hier ist das wohl äußerst ungünstig mit den ganzen militanten Gegner….LEIDER 🙂

    LG
    Karin

  48. Es gab viele ( wenn auch nicht viel besuchte) Nichtrauchergaststätten bzw. abgesonderte Räume für Nichtraucher.

    Du weißt, dass das so nicht stimmt. Bei uns kannte ich Umkreis von 30 km genau eine Kneipe, in der vorher schon Rauchverbot herrschte. Das habe ich auch ausgiebig genutzt. McDonalds mit seinen Pseudonichtraucherbereichen zähle ich da nicht dazu. Jahrelang wurde genau vom HGV versprochen, auf freiwilliger Basis würden mehr Nichtraucherbereiche eingeführt. Da ist nie was passiert und dann kam eben das Gesetz.

    Meinetwegen kann doch jeder Wirt in den Raucherclub eintreten. Dann gehen die Raucher dort hin und die Nichtraucher können sich dann eine der restlichen Kneipen aussuchen, die das Gesetz nicht umgeht. Das passt doch.

    Ich möchte nur die Wahl haben, dort hinzugehen, wo ich nicht anschließend stinke wie ein Elch. Diese Wahl hatte ich bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht und nun kann ich wieder weggehen, ohne erst 10 Kilometer mit dem Auto fahren zu müssen.

  49. Hallo Stoibär,

    aber DU sagst es doch jetzt selbst. Jetzt kann es sich jeder aussuchen. Also was wäre das Problem gewesen von vornherein mit dem Gesetz eine Gleichbereichtigung zu schaffen. D.h. Raucher und Nichtraucherkneipen und jeder wäre in seiner Entscheidung frei gewesen, wo er hingehen möchte. Auf Grund dieses Gesetzes müssen nun auf Grund einer Gleichbereichtigung einige Wirte das Gesetz mit solch Raucherclubs umgehen. Nun gut, dann umgehen diese Wirte hald das Gesetz…das Ganze übrigens legal und mit sehr großem Erfolg, da die Restaurants und Kneipen immer bis zum Brechen voll sind. Und was da für eine Gaudi herrscht mit vielen, vielen lieben und toleranten Nichtrauchern….danke daß es auch solche gibt.

    LG
    Karin

  50. Ganz einfach weil es vorher eben nur Raucherkneipen gab. Jetzt muss sich der Wirt aktiv entscheiden. Entweder er holt sich gezielt nur die Raucher rein (Raucherclub) und die Nichtraucher ohne Clubausweise bleiben drausssen oder er ist offen für alle und die Raucher gehen vor die Tür.

    Vorher hatte man nur die Wahl zwischen Raucherwirtshäuser und mußte den Gestank akzeptieren oder zu Hause bleiben.

    Übrigens: Bei uns in der Gemeinde schimpft so gut wie keiner, dass er in den Wirtshäusern nicht mehr rauchen darf. Und in unserem einzigen Wirtshaus im Dorf hat sich am Umsatz rein gar nichts geändert.

  51. Da kann ich nur zustimmen, Stoibär!
    In den Kneipen, die ich häufiger besuche, hat das Rauchverbot ebenfalls nichts am Umsatz geändert.

  52. @ StoiBär & B. Reichart

    Deine Argumente mögen vielleicht auf ein, zwei Dorfkneipen in Eurer Umgebung zutreffen.
    Doch sobald Du in die Großstadt fährst stimmt das schon nicht mehr. Hier gab es schon zu Raucherzeiten sehr viele Lokale mit abgetrennten Raucherbereichen – von den Wirten FREIWILLIG eingerichtet – nur fand man hier nur sehr selten ein paar Nichtraucher vor.
    Wenn Du Dir die letzten Wahlen, deren Ergebnisse und die darauffolgenden Schlagzeilen in der Presse ansiehst, dann weist Du was die Bevölkerung vom Rauchverbot hält. Es wurde ja auch immer behauptet, dass wir Raucher in der absoluten Minderzahl sind. Ist auch klar,weil hier wie so vieles in unserem Staat schön geredet wurde. Zur Bevölkerung hat man natürlich jedes Baby und Kleinkind gezählt.
    Aber wie dem auch sei – wenn man den letzten Berichten Glauben schenken darf, hat sich das mit dem ungerechten Rauchverbot eh bald erledigt. Ich hoffe, dass dann ein gleichberechtigtes Gesetz erlassen wird, so dass wir Raucher mit Euch Nichtrauchern wieder in Frieden leben können…. In diesen Foren ging es ja leider zu wie im Mittelalter bei einer Hexenverfolgung…

    @Karin
    Sende doch bitte an muenchner-partymacher@web.de
    Danke

  53. Lieber Günther,
    zur Bevölkerug wird nicht jedes Kleinkind und Baby gezählt.
    Die Raucherzahlen beziehen sich auf Erwachsene und Jugendliche.
    Das steht auch so in jeder Quelle, die man dazu findet.
    Aber man legt sich das ja gerne immer so hin, wie mans braucht.
    Raucherzahlen und Arbeitslosenquote werden “immer schöngeredet” und bei den Todesopfern durch Passivrauchen wird dann aber übertrieben, oder?

    Und wenn man den Berichten glauben schenken darf, dann ändert sich zunächst einmal nur beim Oktoberfest etwas, weil das Rauchverbot hier schlichtweg nicht durchsetzbar ist, ohne dass die Maß dann 15,70 kostet.

  54. Hallo liebe Leute da bin ich nochmal.

    Ich habe das Selbstverständnis und die Sichtweise eines echter Urbayern, im Klartext:

    – Soll doch jeder (jede) machen was er (sie) will!

    Was mich mehr stresst als alles andere ist die anmaßende, inhaltlich völlig haltlose und auch blöde Behauptung des Vereins zum Erhalt der “Bayerischen Wirtshauskultur”, Zigarettenrauchen sei Bestandteil derselben.

    Bestandteile von Kultur (Tradition) erkennt man daran, daß diese in Form von Ritualen in die Kultur integriert sind.

    Wo ist denn bitte zur Eröffnung des wichtigsten bayerischen Volksfestes der große feierliche Tabak-Umzug mit den von prächtig geschmückten Tabakrössern gezogenen Tabak-Wägen?

    Wo ist denn bitte das bayerische Volkslied, die bayerische Volksdichtung, in welcher Tabakrauchen auch nur mit einer einzigen Silbe erwähnt wird?

    Soll bitte wirklich jeder machen was er will aber bitte hört auf zu behaupten, Rauchen habe irgendwas mit bayerischer Kultur zu tun.

    aus Freising:
    F. Lehna

  55. Nun, da gibts in Oberbayern immer noch jede Menge Wirtshaeuser in denen in der Stubn’ (beim Ausschank) immer noch gequalmt wird. In den meist unterbesuchten “Essraeumen” ist kaum was los, bis hin zu gaehnender Leere, waehrend im Stueberl alle lustig beieinander hocken; Nicht-, Etwas- und Vielraucher. Die scheren sich samt Wirt nicht um sogenannte Gesetze und irgendwelche Heinis , die persoenliche Freiheiten mehr und mehr beschraenken. Speziell einige der Wirte meinten dass ” des is ibahaupts koa Problem mit Raucha und Nichtrauchazona, oba de Orschlecha in Minga schreim mia ned vor wie I mei G’schaeft bedreim dua”.

    Nun, zu einer Zeit wo sogar schon eingewachsene Zehennaegel auf’s Rauchen zurueckgefuehrt werden , kann’s einen nicht verwundern dass Nichtraucher nun um ihr Leben fuerchten.
    Lungenkrebs und rauchen ? Nun, um vom Rauchen Lungenkrebs zu kriegen muss man ja wohl erst mal ‘ne genetische Genehmigung eingebaut haben. Ohne die geht nix. Man bringt sich wohl auf andere Weise langsam um, aber Krebs ?
    Da gibt’s Raucher die ohne Probleme 95 Jahre alt werden und koernchenfutterliebhabende Nichtraucher und – trinker, die’s mit 35 schon vom Stangerl haut.

    Dreh’n wir’s doch mal in Sachen “Kultur” so herum : seit tausenden von Jahren war das Ueberreichen von Tabak, gemeinsames Rauchen und Konsum verschiedener Getraenke ein Zeichen des Willkommens und Friedens. Gleichzeitig hat sich die Weltbevoelkerung wie die Ratten vermehrt.

    Wie waer’s den mal mit Toleranz von beiden Seiten ? Wie waer’s denn damit, dass man den Politikern mal beibringt, dass solche Verhaltensdiktatur ( wie man ja oben nachlesen kann)Menschen entzweit und zu Feinden macht. Ist das wirklich wuenschenswert ?
    Natuerlich waeren Nichtraucher toleranter, so hoffe ich zumindest, wenn Raucher etwas ruecksichtsvoller gewesen waeren und die Rechte anderer ein wenig mehr respektiert haetten.

    Ich bin sicher, dass sich das alles in naher Zukunft einpendelt und etwas sinnvollere “Gesetze” geschaffen werden. Diesen “wollt ihr das totale Verbot” Unsinn gab’s ja auch in den USA und irgendwie hat sich das auch alles geregelt. Am Ende geht’s immer um die Kohle und die zwingt dann alle zum Gehorsam.

  56. Sehr geehrte Damen und Herren,

    man hört soviel über die Bayerische Wirtshauskultur im Zusammenhang mit dem Rauchverbot.

    Können Sie mir sagen, was ist bayerische Wirtshauskultur oder was gehört dazu

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