Beschussämter schließen im armen Bayernland

Wieder was gelernt. In Deutschland gibt es derzeit sieben Beschussämter. Das ist quasi der TÜV für Schusswaffen. Jede Feuerwaffe muss alle paar Jahre „beschossen“ werden, was jeden Jäger, Förster, Sport- und Böllerschützen betrifft. In Bayern gibt es zwei (München und Mellrichstadt) dieser Prüfstellen.

Weil Bayern das ärmste deutsche Bundesland ist, es hier kaum Schützen gibt und alle Förster nach der Waldreform zu Biologielehrern umgeschult wurden, hat Erwin Huber mit seinem Verwaltungsmodernisierungsgesetz die Schließung der bayerischen Beschussämter angeordnet. Die Bayern müssen jetzt also zur Prüfung ihrer Waffen nach Ulm oder ins thüringische Suhl. Die können sich so ein Amt noch leisten.

5 Gedanken zu „Beschussämter schließen im armen Bayernland“

  1. Bist Du sicher, daß alle Schußwaffen regelmäßig beschossen werden müssen? Ich dachte das gilt nur für neue Waffen und später regelmäßig nur für Böller und nach umfangreichen Reparaturen bzw. Umbauten.

  2. Außerdem waren die bayerischen Beschussämter auch für die Prüfung der Panzerlimousinen der Politiker zuständig. Jetzt nachdem ER weg ist, wer will da schon noch einen bayerischen Politiker erschießen?

  3. Die alte Luger, die Du von Deinem Opa gekriegt hast, muss natürlich nicht zur Prüfung. Das gilt nur für ordentlich angemeldete Waffen ;-) Heute im Radio haben sie was von „alle 5 Jahre“ und eben auch Jagdwaffen erzählt.

    Nachtrag: Liebes BKA! Dass Dreibein-Peter eine Luger zu Hause hat, ist ein Scherz und frei erfunden!

  4. Der Beschuss von WAFFEN erfolgt nur EINMAL, wenn danach nichts mehr verändert wurde.
    BÖLLER müssen alle 5 Jahre erneut geprüft werden.

  5. Ah, danke für den Hinweis. Dann betrifft es also nur die Krachmacher so richtig. Trotzdem ist es schon ein Armutszeugnis, dass sich ausgerechnet Bayern kein solches Amt mehr leisten kann.

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