10 Gedanken zu „Bullshit vom Feinsten“

  1. Ich habe das gar nicht als Bullshit empfunden. Angst und Schrecken haben nämlich tatsächlich nicht die “Rechtsradikalen”, über die merkwürdigerweise berichtet wurde, verbreitet, sondern der Antifa-Mob, der in gewohnter Manier gewütet hat, selbstverständlich unter dem guten Vorzeichen des Kampfes gegen Faschisten.

    Der angebrachte Protest normaler Bürger rückt dadurch in den Hintergrund und es wird mal wieder so getan, als wären Nazis allein eine Bedrohung der öffentlichen Ordnung. Naja, den Rest kannst du bei mir nachlesen, ich habe Broders Beitrag nämlich verlinkt, weil mir die Berichterstattung über die Linksradikalen mal wieder bitter aufgestoßen hat. Die sind keinen Deut besser als rechte Idioten.

    http://www.liveh8.de/?p=4417

  2. Die Antifa geben den rechten Spinnern immer wieder die Bühne, das ist richtig. Aber Sätze wie

    Also gehen sie jetzt schon auf die Straße, um gegen “Rechtsradikale” zu demonstrieren, die keiner wahrnehmen würde, wenn die Kölner Antifa nicht zu einer Demo gegen sie aufgerufen hätte.

    kann man nicht stehen lassen. Die werden nämlich sehr wohl wahrgenommen und es wird darüber berichtet. Und so zu tun, als wären die paar zehntausend Demonstranten gekommen, weil die Antifa dazu aufgerufen hat, ist schon ein wenig lächerlich. Lieber tut er so als wären alle Kölner Autonome und gewaltbereit. Aber das ist man von ihm gewohnt.

  3. Gut, Polemik ist nun mal das bevorzugte Stilmittel von Broder, das habe ich selbst schon mal analysiert. Wie viele Teilnehmer waren denn letztlich am Heumarkt, das war eine verschwindend geringe Zahl, die aber von einem Großaufgebot an Polizei regelrecht geschützt werden musste.
    Problematisch finde ich auch die Bezeichnung “Rechtsradikale” für die Teilnehmer, aber damit ginge es auf die Ebene der Wortglauberei. Ich nehme dem Antifa-Mob einfach nicht den Willen zur Demonstration ab, da geht es um Randale und Zerstörung und die Polizei ist der Feind, weil sowieso alle Faschisten sind.

    Demos von Autonomen sollten genauso aus Sicherheitsgründen verboten werden, dann gibt es dieses Problem gar nicht und die friedlichen Kölner können demonstrieren, wie es auch richtig ist. Rechtspopulisten, Linkspopulisten, ich kann diese ganze Rattenfängerei nicht haben, weil da nur noch an der Sache vorbeigeschimpft wird und Probleme nicht beseitigt werden.

  4. Nicht alles was Antifa heißt, ist auch gleichzeitig Mob. Da es nunmal realen Rechtsextremismus gibt, braucht der auch dringend ein Gegengewicht. Das ist kein Populismus.

  5. Leider gibt es überall gewaltbereite Spinner, denen es nur um Randale geht. Beim Protest gegen Auslänerfeindlichkeit ist das nicht besser als bei den Globalisierungsgegnern oder beim Fußball. Die eigentliche Sache gerät dabei leider immer in den Hintergrund.

  6. hmmmh.
    ich wollte auch schon am freitag was dazu schreiben. nach einem bericht beim wdr.
    ich seh das auch nicht ganz so positiv, was da am wochenende in köln abgegangen ist.
    grundsätzlich: ja! gegen rechts muss demonstriert werden. nur die frage des mittels der wahl ist dabei nicht außer acht zu lassen. meinen vollen respekt haben zum beispiel die busfahrer, die sich weigerten das braune pack durch köln zu kutschen. oder die taxifahrer die sich dann allesamt strickt weigerten diese typen am rheinufer nach einer stundenlangen irrfahrt auf dem rhein abzuholen. DAS ist für mich ist die coole art zu sagen, wo die deppen keinen most herbekommen. aber straßenschlachten mit den polizisten hat für mich nichts mit demonstration zu tun. gewalt ist ein mittel des faschismus. hier ist es nicht anders. nur unter anderen vorzeichen. wer gegen die demokratische grundordnung und deren organe (also auch die polizei) gewalt anwendet steht auf einer stufe. und da ist es egal, ob die links, rechts oder weiß der geier wo stehen…

  7. Ich glaube nicht, dass die Glatzen, die ihre paramilitärischen Märsche abhalten, ein Gegengewicht in Form randalierender Punks braucht. In Würzburg wollten die Rechten zum 60.Jahrestag der Zerstörung Würzburgs eine Gedenkverstaltung abhalten, die das grausame Schicksal unserer Stadt aber missbraucht hätte. Somit wurden Gegendemos veranstaltet: Eine normale unter dem Motto “Würzburg bunt statt braun” und eine weitere von Autonomen, die sich mit Bierflaschen bewaffnet woanders formierten. Randale gab es zum Glück keine, aber auf solches Gschwartel kann ich sehr gut verzichten.

    In Köln waren nun wirklich keine Rechtsradikalen unterwegs. Ich habe ja schon geschrieben, dass ein ernstes Thema hier von den falschen Leuten falsch an den Mann gebracht wurde. Mit Leuten wie Haider, Le Pen und anderen Populisten kann man das nicht angehen.

  8. Dankeschön an Martin für den interessanten Erlebnisbericht via “Kinder-Alarm”. Das ist eine ziemlich erschreckende Entwicklung hierzulande und wer bekommt’s schon groß mit?

    Ähnlich verhielt es sich auch auf dem G8-Gipfel und auch dort wurde gezielt Randale gefilmt, die wie geplant am Rande wirkte. Meinungsmache mit Methode. Die vielen friedlichen Demonstranten haben das völlig anders erlebt, siehe “Kinder-Alarm”.

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