Café-Kette Balzac muss Kameraüberwachung abbauen

SpOn meldet heute, dass die Videoüberwachung der Kunden in den Restaurants der Café-Kette Balzac vom Hamburger Amtsgericht als rechtswidrig eingestuft worden ist. Balzac-Geschäftsführerin Vanessa Kullmann ließ daraufhin erklären, dass die Kameras innerhalb der nächsten zwei Monate abgebaut würden.

Wie schon berichtet, werden auch die Kunden bei McDonalds in Regensburg mit Kameras überwacht. Somit dürfte das Handeln von Herrn Mosher auch nicht rechtskonform sein.

7 Gedanken zu „Café-Kette Balzac muss Kameraüberwachung abbauen“

  1. I must be missing something here. There is not much detailed info about the case in the SpOn article. What did they actually do? Did they have cameras in customer toilets or did they post their footage in the web? If not, I do not understand what makes this a case of „Persönlichkeitsrechte“. Being exposed to a camera in a shop or a café or any other public place is something that goes along with choosing to leave the privacy of one’s home. It can only become a privacy issue if the footage is not being held private.

  2. Das ist schon seltsam: Ein Unternehmer darf in seinem Eigentum seine Kunden, die sich freiwillig hineinbegeben, nicht beobachten, der Staat, dem man so leicht nicht entrinnen kann, baut seine Überwachung dagegen immer weiter aus…

  3. Privatleute könnten mit den Daten ja quasi unkontrolliert alles machen, was sie möchten.

    Weil man davon ausgeht, dass Beamte im Staatsdienst nach Recht, Gesetz und zum „Allgemeinwohl“ handeln, wird es denen erlaubt. Das das nicht immer so ist, ist uns wohl allen klar.

  4. Und diese Staatsgläubigkeit finde ich schon sehr problematisch. Mittlerweile ist man zumindest in puncto Überwachung etwas sensibler und läßt sich nicht mehr alles gefallen – in anderen Bereichen ist der „starke Staat“ dagegen seit einigen Jahren wieder sehr im Trend.

    Ich persönlich halte die wenigen Daten, die ein McDonald’s-Filial-Besitzer mit seinen paar Kameras so über einen ihm unbekannten Kunden sammeln kann, für deutlich weniger gefährlich als die Möglichkeiten des Staates, der viele Kameras zur Verfügung hat und gleichzeitig noch weiß (oder zumindest relativ problemlos in Erfahrung bringen kann), wer ich bin, wo ich wohne, was ich in meiner Steuererklärung angebe, wohin ich in Urlaub fahre, welche Autobahnen ich benutze, etc.

  5. The fact is that I am likely to get caught by 5-10 cameras while doing my everyday shopping in the local mall. If I take the subway to downtown, there are several cameras in each station the train passes and there are soon going to be cameras installed inside the trains as well. In downtown I am probably being caught by a camera every moment. The footage is generally supposed to be deleted within a few days in normal cases, that is when no robbery or something like that is not on tape.

    This is not a problem for me as long as the footage is being handled properly. I would not say it is spying on me because I know perfectly well that it happens by default. Really, the only place where I have a reasonable expectation of total privacy is my home. Entering a public place means by definition that I go public, that is I do not have the same expectation of privacy that I enjoy at home. Photographing or recording a video in a public place is perfectly legal as long as the footage is not used improperly.

  6. Pingback: Der Kaffee der Anderen - RA-Blog

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