Archiv der Kategorie: Allgemein

Alle Links zu sueddeutsche.de entfernt

Auf sueddeutsche.de kann man ohne deaktivierten Ad-Blocker leider keine Inhalte mehr ansehen. Gleichzeitig schiebt man den Besuchern aber jede Menge Tracker aus dubiosen Domains unter. Aus Gründen der Sicherheit besuche die SZ daher nicht mehr und möchte dies auch meinen Besuchern nicht zumuten. Ich sah mich daher gezwungen alle Links in meinen Beträgen zu entfernen, die zur SZ gingen, obwohl ich das Blatt an sich sehr schätze. Aber Sicherheit geht einfach vor.

Warum man nicht bei Blogspot (Google) bloggt

Da wird nämlich mal ganz schnell und ohne Vorwarnung alles gelöscht, was man sich in Jahren erarbeitet hat.

Vor ziemlich genau einem Monat, am 27. Juni, löschte die Google-Tochter Blogspot ohne Vorwarnung „DC’s“, den Blog des großen amerikanischen Autors Dennis Cooper. Bis heute gab es, trotz zahlreicher Anfragen, keine offizielle Erklärung der Firma zu dem Grund der Entfernung. Coopers Gmail-Adresse wurde ebenfalls deaktiviert.

Und weiter

Eine ehemalige Google-Mitarbeiterin, ebenfalls von Krasinski befragt, vermutet dagegen einfach ein Missverständnis eines Reviewers bei Google. Das komme vor, sagte sie. Ein unaufmerksamer Mitarbeiter, dem einfach irgendetwas nicht gefiel. Eine Angelegenheit von nur wenigen Sekunden Denkzeit und Reflexion.

Quelle: taz.de

Absurder Vorwurf des Antisemitismus

Anfang Dezember kündigte Facebook-Chef Mark Zuckerberg anlässlich der Geburt seines Sohnes an, dass er 99% seiner Firmenaktien, die derzeit immerhin einen Wert von rund 45 Milliarden US-Dollar haben, in eine private Stiftung zu überführen. Nun liegt es in so einem Fall nahe, dass hinter so einem Schritt nicht nur der kommunizierte Wohlfahrtsgedanke steckt. Einem Menschen, dessen Geschäftsmodell im Sammeln und Monetarisieren von persönlichen Informationen liegt, kann man durchaus unterstellen, dass es auch um das Sparen von Steuern geht. Diese Vermutung hatte so mancher Schreiber in der deutschen Medienlandschaft. Ich habe diese Beiträge nicht sonderlich beachtet, lediglich den von Sascha Lobo für das ehemalige Nachrichtenmagazin habe ich ganz gelesen, aber dann wieder relativ schnell aus dem Bewusstsein verdrängt.

Über „6 vor 9“ des Bildbllogs kam der Artikel wieder auf mein Radar. Dort war ein weiterer Artikel von Sascha Lobo verlinkt, den er auf seiner eigenen Seite veröffentlicht hatte. Darin antwortet er auf den Vorwurf des Historikers Götz Aly, der ihn und viele andere in einem Beitrag für die Berliner Zeitung als Antisemit beschuldigt. Diesen Vorwurf erhebt Aly scheinbar allein aus der Tatsache, dass Zuckerberg aus einem jüdischen Elternhaus stammt, denn er selbst bezeichnet sich als Atheist. Ich habe den Text von Lobo für den Spiegel noch zweimal gelesen. Ich kann an keiner Stelle entdecken, dass er etwas gegen Juden schreibt, sondern nur Zuckerberg kritisiert. Wobei der ganze Beitrag eher noch positiv für Letzteren aussfällt. Für jemanden, der nichts über die privaten Verhältnisse von Zuckerberg weiß, ist nicht zu erkennen, welcher Religion er entstammt.

Natürlich darf niemand aufgrund seiner Religion oder sexuellen Veranlagung diskriminiert werden. Ebenso müssen extremen Umtrieben gestoppt werden, die das Ziel haben, andere Gruppen zu unterdrücken. Und natürlich darf sich der Holocaust nie wiederholen. Ein Besuch unter kompetenter Führung in einem KZ sollte auch verpflichtend für jeden Schüler sein. Wir müssen aber davon wegkommen, dass jede kritische Äußerung an einem Menschen widerspruchslos als Antisemitismus ausgelegt wird, nur weil dieser zufällig der jüdischen Religion angehört.

Geschichte wiederholt sich doch?

Was hat es mich immer genervt, wenn wieder und wieder von der Verantwortung aus unserer Geschichte geredet wurde. Eine Geschichte die weit vor meiner Zeit stattfand. Immer wieder die standardisierte Empörung einer Charlotte Knobloch, wenn irgendwer ein falsches Wort gesagt hatte, dass dann sofort als antisemitisch ausgelegt wurde. Dazu das Handeln des Landes Israel, das offensichtlich an einem Frieden mit Palästina kein Interesse hat, aus dem Gaza-Streifen ein Ghetto gemacht hat und auch im Westjordanland keine Gelegenheit auslässt, sich Feinde zu machen. Sagt ein deutscher Politiker etwas gegen die israelische Politik, wird ihm sofort unterstellt, das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen. Mir geht das auf den Keks, denn auch der Holocaust begründet nicht das Recht, sich wie die sprichwörtliche Axt im Walde zu benehmen.

Gleichwohl bin ich aber auch der Auffassung, dass jeder Schüler einer deutschen Schule einmal im Leben einen Schulausflug in ein KZ mitmachen muss. Jeder Jugendliche muss sich bewusst sein, was einmal auf deutschem Boden stattgefunden hat. Eben damit sich diese Geschichte nicht wiederholen kann. Denn die letzte Zeit hat mich gelehrt, dass die Grundgesinnung von damals in weiten Teilen der Gesellschaft wieder latent vorhanden ist und nun mehr und mehr zum Vorschein tritt. Die Aggressionen richten sich diesmal zwar nicht gegen Juden, doch die Rattenfänger trauen sich mit immer lauteren Parolen auf die Straße. Sie schrecken vor Gewalt nicht zurück und die Politik steht ratlos vor diesem Phänomen, bzw. treibt die Spaltung noch weiter ins Volk. Wenn ich nur Horst Seehofers Forderungen nach grenznahen Internierungslagern für bestimmte Nationalitäten höre wird mir schlecht. Popolismus vom Feinsten.

Salomonschuhe: „Fürs Büro sind die nicht gebaut“

Halb- bzw. Trekkingschuhe von Salomon kaufe ich jetzt schon seit einigen Jahren. Auch bei meinen Arbeitskollegen ist die Marke recht beliebt und eigentlich waren wir alle immer sehr zufrieden. Mit meinem letzten Modell habe ich allerdings einen richtigen Griff ins sanitäre Porzellan gemacht. Von der ersten Woche quietschten die Schuhe mal mehr und mal weniger. Nach drei Monaten löste sich ein Stollen von der Contagripsohle ab und nach einem knappen Jahr war das Material an der Innenseite der Ferse am linken Schuh durchgescheuert. Letzteres lag wohl an einer schlecht gefertigten Naht unter dem Innenfutter.

Die finnische Firma Amer Sport betreibt in Garching bei München ein Outletstore, wo sie Restposten der eigenen Marken verkauft. Neben Marvic, Atomic, Wilson, Suunto und Arc´teryx gehört da eben auch Salomon dazu. Wenn ich alle heilige Zeit mal nach München komme, dann fahr ich dort eigentlich vorbei. Aus der Distanz zum Shop erklärt sich auch, warum ich mir den Zirkus einer Reklamation nicht angetan habe und den Schuh für fünf Euro lieber zum lokalen Schuster zur Reparatur brachte.

Letzte Woche war ich nun aber wieder in Garching und hab mir bei Amer Sports wieder neue Salomonschuhe gekauft. An der Kasse musste ich dann aber schon ein Wort zur Qualität meines letzten Paar loswerden und erzählte eben, was alles kaputt ging. Der Verkäufer fragte mich dann, wofür ich die Schuhe denn so benutze. Ich erzählte, dass ich sie eben jeden Tag für alle möglichen Einsatzzwecke benutze und unter anderem damit eben auch viel im Büro sitze. Zum Glück des Verkäufers hatte ich schon meine Geheimzahl eingegeben. Denn als die entscheidende Bemerkung von ihm kam, hätte es mich fast umgehauen:

„Du musst wissen, dass die Schuhe fürs Wandern und für Outdoortätigkeiten entwickelt wurden. Fürs Büro sind die nicht gebaut, das halten die auf Dauer nicht aus.“

Habt Ihr nicht nen Tipp für mich, welche Schuhe ich mir das nächste Mal für das harte Leben im Büro-Dschungel kaufen soll?

aufgeMUCkt – David gegen Goliath

Im großen Fußballfieber ist ein Thema untergegangen, das mir persönlich wesentlich wichtiger war. Die Münchner Bürger durften über den Ausbau des Flughafen im Erdinger Moos abstimmen. 55 Prozent stimmten gegen den Bau einer dritten Startbahn, was auf den ersten Blick nicht recht eindeutig erscheint. Auf den zweiten Blick ist es dann doch ein klares Ergebnis, wenn man sich vor Augen hält, dass CSU, FDP und auch die SPD für den Bau waren und mit einem Millionenbudget Werbung für den Ausbau machten. Sogar auf Facebook hatten die Befürworter in bester Piratenmanier den Begriffe geentert. Beeindruckend auch die Tatsache, dass die Münchner sich solidarisch mit den Erdingern und Freisingern zeigten. Schließlich sind sie ja selbst vom Fluglärm nicht betroffen.

Sicherlich ist es eine schwarze Stunde für den Flughafenbetreiber. Die Mär vom Schaden für den Wirtschaftsstandort Bayern glaubten die Bürger aber wohl nicht. Die Zahlen belegen ja auch das Gegenteil. Die Fluggastzahlen stiegen in den vergangenen Jahr zwar, doch die Zahl der Flüge sank.

Der Entscheid ist leider nur für ein Jahr bindend. Während Wirtschaftsminister Zeil weiter am Ausbau festhalten möchte, hat OB Ude aber nun ein klares Statement gegen den Ausbau gegeben und akzeptiert das Nein „ohne Wenn und Aber“. Insgeheim dürfte er sich sogar gefreut haben. Durch sein seine voreilige Befürwortung des Ausbaus wurde er für einen Teil der Bayern bei der nächsten Landtagswahl unwählbar. Und da Grüne und Freie Wähler nach seiner Unterstützung für die dritte Startbahn auch schon ausgeschlossen haben, dass es mit der SPD eien Koalition geben könnte, ist nun die Chance für einen Ministerpräsident Christian Ude ein wenig gestiegen.

Meine Gratulation auf jeden Fall an das Bündnis aufgeMUCkt, das mal wieder bewiesen hat, dass David doch manchmal Goliath schlagen kann. Vielleicht ist ja jetzt auch das Geld für die wirklich wichtigen Verkehrsprojekte in München da und die Stammstrecke kann endlich ausgebaut werden.

Und weils so ein schöner Tag ist, dazu noch das Lied von Michi Dietmayr:

Israel loves Iran

Die israelische Regierung versucht ja derzeit auf Teufel komm raus einen Krieg mit dem Iran anzuzetteln. Mit den eigenen Atomraketen im Rücken und den USA als Verbündeten an der Seite, fühlt man sich scheinbar in der Position, einen Angriffskrieg erfolgreich starten zu können. Als Grund wird immer wieder das angebliche Atomwaffenprogramm des Iran herangezogen, dessen Vorhandensein sogar innerhalb der CIA verneint wird. Wie war das damals noch mit den Massenvernichtungswaffen vom Irak, die dann nie gefunden wurden?

Andererseits, verständlich wäre der Drang nach Atomwaffen des Iran schon. Ich mein, ich bin ganz bestimmt kein Freund der Diktatoren im Iran oder von einem islamistischen Gottesstaat. Aber wenn ich mir nur kurz die Bedingungen im Nahen Osten vor Augen halte, wird die Haltung des Iran schon ein wenig verständlich. Man sitzt auf viel Öl, das die USA haben wollen. Der Irak im Westen wurde zuvor schon wegen des Öls überrollt. Genauso wurde Afghanistan im Osten besetzt, um die USA nach 9/11 zu „schützen“. Im Süden gibt es US-Militärbasen in Saudi-Arabien und im persischen Golf fahren atombestückte Flugzeuträger auf und ab. Da würde ich auch alles versuchen, um die Souveränität meines Landes zu bewahren.

Dazu die Tatsache, dass die USA schon mal einen Putsch im eigenen Land organisiert haben, um den damals (wirklich) demokratisch gewählten Präsidenten Mohammad Mossadegh durch eine Marionete zu ersetzen. Dieses Ereignis im Jahr 1953 ist für mich übrigens der Hauptgrund für die ganze Misere mit dem Iran in der wir uns heute befinden.

Die israelischen Gründe für einen Angriff mögen vielfältig sein. Sicherlich haben sie etwas zu tun mit den eigenen Expansionsbestrebungen der vergangenen Jahrzehnte und der Angst vor dem Verlust der Vormachtstellung als einzige lokale Atommacht.

Gott sei Dank sieht aber nicht die ganze israelische Bevölkerung den Iran als Feind an. Um ein Zeichen gegen den sich abzeichnenden Angriffskrieges zu setzen, wurde die Seite Israel loves Iran initiiert. Der eigentliche Grund für diesen Artikel.

Darum – guckst Du:

http://www.israelovesiran.com
oder
http://www.facebook.com/israellovesiran

Brenna Tuats Guat

Am 30. / 31. Juli war ich in Kaltenberg beim Open Air von Hubert von Goisern und Freunde. Primär war ich wegen Wolfgang Niedecken und  BAP da, doch vom Goisern hat sich mir ein Lied eingeprägt. Im Songtext von Brenna Tuats Guat geht es um den Wahnsinn der Energieerzeugung aus Lebensmittel und der damit verbundenen Spekulationen. Der Refrain war nach dem ersten Mal hören schon in mein Gehirn festgesetzt:

jeder woass, dass a
geld nit auf da wiesen wachst
und essen kann ma’s a nit
aber brenna tat’s guat
aber hoazen toan ma woazen
und de ruabn und den kukuruz
wann ma lang so weiter hoazen
brennt da huat

Zum Open Air gab es die neue CD noch nicht zum Kauf, doch jetzt habe ich natürlich gleich zugeschlagen.

Erlkönige

BMW verziert seine Erlkönige ja immer mit schönen verwirrenden Mustern, damit man es schwerer hat beim fotografieren. Allerdings fällt man trotzdem auf, wenn man auf der Autobahn auffährt wie Henker. Ich kann mich noch gut erinnern, als vor ein paar Jahren ein Testfahrer von Daimler eine Frau von hinten bedrängte und es dann einen tödlichen Unfall gab. Klar ist es dem LKW in diesem Fall herzlich egal, wie nah die Helden hinten auffahren, dem Image von BMW ist es wohl trotzdem nicht zuträglich.

Die Strafe folgte übrigens kurz darauf. Zwei Kilometer weiter stand eines dieser Fahrzeuge dann mit rauchendem Motor auf dem Parkplatz.

Widget Tagcloud in WordPress anpassen

Da die Googlesuche nach dem Thema auf Anhieb nichts Passendes liefert, hier ein kleiner Tipp, wie man die  Schlagwortwolke (Tagcloud) in WordPress anpasst, wenn man das zugehörige Widget verwendet.

In der Datei „wp-includes/category-template.php“ sucht man nach „wp_tag_cloud“ und findet dann folgenden Abschnitt, den man editieren kann. Die Variablen dürften selbsterklärend sein.

function wp_tag_cloud( $args = “ ) {
$defaults = array(
’smallest‘ => 8, ‚largest‘ => 22, ‚unit‘ => ‚pt‘, ’number‘ => 45,
‚format‘ => ‚flat‘, ’separator‘ => „\n“, ‚orderby‘ => ’name‘, ‚order‘ => ‚ASC‘,
‚exclude‘ => “, ‚include‘ => “, ‚link‘ => ‚view‘, ‚taxonomy‘ => ‚post_tag‘, ‚echo‘ => true
);

Wie tauchen sein muss

Normalerweise heissen Tauchplätze wie Dophinhouse oder Sharkpoint ja so, weil es diese Tiere dort ja so gut wie nie gibt. In Dophinhouse vor El Gouna war aber der Name heute Programm. Kaum waren wir im Wasser, waren sie da. Sieben Tümmler, die uns eine Stunde lang umkreisten, mit uns spielten und auf Tuchfühlung kamen. Richtig gut wurde es, als den anderen Tauchern langsam die Luft ausging und wir die Tiere „für uns“ hatten. Ein unvergessliches Erlebnis, dass eine Wiederholung fand, als wir nachmittags zum zweiten Mal ins Wasser gingen. Ein Traum!

Delphine in El Gouna

Delphine in El Gouna

Heimspiel – 20 Jahre Fanta4

Seit 1989 gibt es Die Fantastischen Vier. Mit Die da?! kam 1992 der Durchbruch und die CD „Vier gewinnt“ hab ich damals rauf und runter gehört. Den Text zum Titelsong kann ich noch heute perfekt auswendig und im Laufe kamen legendäre Singleauskopplungen (mein Alltime-Favourite ist „Der Picknicker„) und Live-Konzerte. Im Sommer hatten die Jungs ihr 20-jähriges und gaben am 25.07.2009 vor rund 60.000 Fans in ihrer Heimatstadt Stuttgart ein grandioses Konzert. Zusammen mit einem Symphonie-Orchester spielten sie fast drei Stunden, ein Heimspiel eben. Von diesem Konzert gibt es jetzt den Mitschnitt auf CD und DVD und natürlich hab ich mir die gleich geordert!

Ein Land, eine Müllkippe

Nach acht Tauchurlauben in Hurghada hatte ich dieses Mal wirklich die Hoffnung, dass es im Süden des Landes nicht gar so verdreckt ist, wie in der Touristenhochburg. Und so ging es in der ersten Woche nach Port Ghalib ins Crowne Plaza Sahara Oasis. Das war eigentlich als Schickimicki-Urlaubsparadies der kuwaitischen MAK Group geplant. Herausgekommen ist eine Hafenpromenade, die mich eher ans Legoland erinnert und drei Hotels, die unbestritten erstklassig sind. Hier ist alles auf Hochglanz poliert und in der Marina glänzen ein paar schöne Yachten in der Sonne.

Bereits auf dem Weg vom nahen Flughafen zeigte sich aber das typische Ägyptenbild. Überall Müll, überall Dreck. Die großen Hotels fahren ihren Müll zwar wenigstens in Säcken auf große Müllkippen in der Wüste. Dort werden die Säcke dann aber entweder von Tieren zerfetzt oder die Einheimischen suchen nach Verwertbarem. Der Wind tut dann den Rest. Dazu kommt dann, dass es in den Köpfen der Bevölkerung noch nicht angekommen ist, dass man Abfall nicht einfach aus dem Autofenster wirft.

Richtig entsetzt war ich aber, dass auf den Tauchausflügen (rund um Marsa Alam macht man Minibusausflüge) der Müll auch einfach liegengelassen wird. Kein Wunder, dass es schon bald überall so aussieht:

Müllkippe

Da macht Tauchen dann doppelt Spaß. Da der Wind am Roten Meer meist aus Norden kommt, bläst es den Abfall wenigstens eher landeinwärts, was dafür sorgt, dass im Wasser kaum Abfall zu finden ist. Aber als naturliebenden Menschen tut einem manchmal regelrecht das Herz weh.

Minimal besser war die Situation in der zweiten Woche im tiefen Süden. Hamata liegt rund 100 Kilometer vor der Grenze zum Sudan und es gibt dort nur ein kleine Anzahl von Hotels und kaum Dörfer. Und trotzdem: Auf der Rückfahrt zum Flughafen Hurghada ging es viereinhalb Stunden durch die Wüste, immer vorbei an Plastiktüten und leeren Getränkeflaschen. Ein Land, eine große Müllkippe.

Urlaubsgrüße

Viele Grüße aus Port Ghalib, aus einem erstklassigen Hotel, das gerade mal zu 20% belegt sein dürfte. Dass es Internet am Zimmer hat, habe ich heute auch endlich geschnallt. Die ganze Stadt, oder wie man das hier nennen mag, ist fast leer und so künstlich und unwirklich aus dem Boden gestampft, wie El Gouna. Die Tauchplätze sind dafür umso toller, und gestern hatten wir genau die Begegnung, die man haben möchte, wenn man nach Elphinstone fährt: Weißspitzen-Hochseehai oder Longimanus.

longimanus

Nächste Woche geht es weiter nach Hamata

Hab grad 14 Kommentare moderiert. Die Jack Wolfskin Abmahnung mausert sich ja ganz schön und die Firma kapierts wohl nicht recht.

Trickbetrüger Antonius Reiser – the never ending story

Vor über zwei Jahren hab ich schon einmal über Christian Rathpoller alias Antonius Reiser geschrieben. Der ist seines Zeichens Trickbetrüger und arbeitet seit Jahren mit der gleichen Masche. Nachdem er bereits einmal in Lima verhaftet wurde, treibt er sein Unwesen derzeit in Hessen. Zwei aktuelle Kommentare beim Hongkongblog lassen das zumindest vermuten. Da es vornehmlich um kleine Beträge geht, fallen immer wieder Leute darauf herein:

Oh Mann, das glaube ich nun wirklich nicht!!!  Dieser “Antonius Reiser” hat uns gestern Nacht am Frankfurter Flughafen auch um Geld angebettelt!!!  Er jammerte uns vor, dass er gerade aus Fulda aus der Hautklinik kommt und dort alle seine Unterlagen (Arztschreiben, Pass, Ticket, etc.) liegen gelassen hat. Jetzt hatte er nicht genug Geld, um zu seiner Mutter nach Otterfing, Holzkirchen zu kommen. Bei der Deutschen Bahn müsse er den kompletten Reisepreis von 240 € nachzahlen. Mit 17 € käme er wenigstens mit der Regionalbahn nach Hause. Er schickt uns als Danke-Schön einen Bayrischen Schinken und das Geld zurück überweisen. Na toll.

Er hatte ein vernarbtes Gesicht und seine Unterarme waren es auch. Er war ca. 1,75 m, hatte schwarzes, glattes, etwas lichtes Haar und hatte eine Sporttasche und einen hellen Rucksack dabei. Sehr bayrischer Dialekt.

Seine Adresse:
Antonius Reiser, Baumgartenstrasse 82, 85609 Otterfing / Miesbach – Tegernsee
Ich war ja skeptisch, aber mein Mann war so gutmütig und hat ihm noch 20 € gegeben.

Zwei Jahre „on the road“

Around the World on a Honda Africa Twin

Es gibt Träume, die können trauen sich nur manche Menschen erfüllen. Einen davon durchlebt gerade unser Freund Claudio, denn eine Reise mit dem Motorrad um die Welt gehört da sicherlich dazu. Unterwegs haben wir ihn zweimal getroffen und immer viel Spaß über und unter Wasser gehabt. Jetzt weilt der Gute gerade in Tansania und feiert zwei Jahre „on the road“. Leider schreibt er für meinen Geschmack viel zu wenig in seinem Blog. Gell Herr Angelini? Dafür hat er gerade wieder einen Teil seiner tollen Fotos online gestellt. Also schaut einfach mal vorbei!

Claudio Angelini: Around the World on a Honda Africa Twin