Archiv der Kategorie: Allgemein

Neues aus dem Aquarium

Ein fischzüchtender Bekannter aus der Nachbarschaft hat mir heute Nachmittag fünf neue Barsche gebracht. Katzenfutter oder mein Aquarium waren die Alternativen und so hab ich wieder Zuwachs bekommen. Ein Pärchen Pseudotropheus elongatus Chewere und ein männlicher Iodotropheus sprengerae mit zwei Damen.

Die Pseudotropheus elongatus Chewere stammen ursprünglich aus dem Malawisee und kommen nur dort in der Natur vor. Bei den Iodotropheus sprengerae, die ebenfalls aus dem Malawisee stammen, waren wir uns nicht ganz sicher, ob es sich wirklich um diese Unterart handelt. Aufgrund der Punktierung am Flossenende und dem Vergleich mit dem hier bin ich mir aber nun sicher.

Pseudotropheus elongatus Chewere
Pseudotropheus elongatus Chewere

Iodotropheus sprengerae
Iodotropheus sprengerae

Bei allen meinen Barschen handelt es sich um Maulbrüter, die zum Schutz vor Feinden, die befruchteten Eier oder die geschlüpften Jungfische in ihr Maul nehmen. Augenblicklich brütet das Aulonocara Maulana Weibchen. Ich habe das Erkennungsmerkmal mal mit einem Pfeil markiert. Leider habe ich kein Quarantänebecken und so wird wohl die Brut wenig Überlebenschancen haben.

Brütender Aulonocara Maulana

Übrigens ist es ganz schön schwer, Fische im Aquarium zu fotografieren. Die Artgenossen im Roten Meer sind irgendwie wesentlich entspannter und lassen sich von mir beim tauchen gerne ablichten. Ans heimische Becken wenn ich gehe wittern die schon Futter und drehen dann fast durch. Außerdem ist im Meer keine Glasscheibe im Weg, die das Blitzen übel nimmt.

Neue Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachdem auf meinem Mac Mini mittlerweile Windows XP läuft, habe ich die Kategorie “MAC-Leben” entfernt und die Beiträge dazu unter Computerleben eingeordnet. Neu gibt es dafür die Kategorie Nachhaltigkeit, in der ich zukünftig ab und zu schreiben möchte.

Schaut man sich in den Supermärkten ein wenig um, kann man eigentlich nur den Kopf schütteln, wo die Lebensmittel alle so herkommen: Wein aus Chile, Kalifornien, Neuseeland oder Südafrika, Bananen aus Equador, Mineralwasser in Plastikflaschen aus Frankreich oder Italien, Milchprodukte aus Italien und Frankreich. Erst neulich habe ich von Räucherlachs aus Norwegen gelesen, der im Bayerischen Wald verpackt wird und dann wieder nach Skandinavien verkauft wird. Viele Kilometer legen die Lebensmittel auf der Straße oder anderen Transportmitteln zurück, bevor sie bei uns in den Regalen landen. Eigentlich absoluter Wahnsinn.

Sicherlich bin ich ökologisch bei weitem kein leuchtendes Vorbild. Gerade was meine Urlaubsgewohnheiten angeht, könnte ich da schon einiges verbessern. Trotzdem möchte ich hier ab und zu Produkte, Unternehmen oder Webseiten vorstellen, die sich dem Prinzip der Nachhaltigkeit verschrieben haben.

Ein Jahr StoiBär

Mein Blog hat heute Geburtstag. Am 5. September 2006 ging es los. Dies ist dann Beitrag Nummer 758. Dazu gibt es derzeit 1850 Kommentare (incl. Trackbacks). Am häufigsten kommentiert, nämlich 53 Mal, wurde der Beitrag über Blogkiller Ali. Sieben der Beiträge sind von Trigami bezahlt, das entspricht 0,92%. Das erwähne ich nur, weil ich eine Beschwerde bekommen habe, ich würde zu viel Trigamiberichte schreiben.

Die Besucherzahl ging ständig nach oben. Die hier aufgeführte Statistik ist aber definitv falsch, was die absoluten Zahlen angeht. Leider entstand die Grafik aus dem Statistiktool von 1und1 und das zählt ja bekanntlich schon immer falsch. Realistisch sind für August 16.000 Besucher – zumindest hat das chCounter gezählt. Den Trend sieht man auf der Grafik trotzdem.

Statistik stoibaer.de im 1. Jahr

Alle nun folgenden Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum seit Juni 2007. Da hatte ich chCounter installiert.

Die zehn häufigsten Suchbegriffe waren (in dieser Reihenfolge): “kostenlose porno-videos “, “no angels”, “Paris Hilton”, “no angels nackt”, “johann huber ohg”, “hubertus albers bild”, “indastl llc”, “no angels oben ohne”, “Atze Schröder”, “lafee nackt”.

56% der Besucher aus Suchmaschinen kommen über Google, 27% über Abacho, je 1,5% T-Online und Lycos, der Rest spielt keine Rolle. Benutzt haben die Besucher 20 verschiedene Browser, die ich teilweise gar nicht kenne. Davon entfielen 52% auf den Internet Explorer, 27% auf Firefox und 3,3% auf Opera. 91,6% benutzten Windows, 3,2% MacOS, 3,0% Linux. Die meisten Besucher hatte ich am 21.06.2007 mit 746. Meine Gäste kamen aus 43 Ländern und 79,8% hiervon aus Deutschland.

So, genug Statistik! Nach einem Jahr bloggen habe ich mir mein erstes Bloggertreffen verdient und so fahre ich Donnerstag nach München!

Jetzt wird es ernst

Vergangenes Wochenende habe ich in Geiselhöring noch einen Test gemacht und am Halbmarathon teilgenommen. Die erreichten 1:27:19 haben mich dann dazu bewogen, die Anmeldung für München abzuschicken.

Lieber Läufer,
Vielen Dank für Ihre Anmeldung zum 22. MÜNCHEN MARATHON am Sonntag, 14. Oktober 2007

Wir wünschen Ihnen eine gute und verletzungsfreie Vorbereitungszeit!

Ihr MÜNCHEN MARATHON Team

Noch gute sechs Wochen Vorbereitungszeit und die nächsten drei Wochen ordentlich Kilometer fressen. Ab jetzt gibt es kein zurück mehr!

Kindesmisshandlung auf chinesisch

Ein chinesischer Vater hat seine Tochter mit acht Jahren eine Strecke von 3.500 Kilometer von der südlichen Provinz Hainan nach Peking laufen lassen. In acht Wochen ist das Mädchen diese Strecke gelaufen, was einem Tagesschnitt von über 80 Kilometer entspricht. Natürlich hat Zhang Huimin laut der Aussage des Vaters das alles freiwillig gemacht. Weil sie noch zu jung für die olympischen Spiele ist, hatte der Vater eine Petiton eingereicht, mit der er die Teilnahme im nächsten Jahr erreichen wollte. Ist der Typ krank!

mehr auf BBC News

Königsetappe Deutschlandtour

Zwecks Ermangelung anständiger Berge ging es heute in Österreich rauf zum Rettenbachferner. Jens Voigt ist Zweiter geworden und die ARD schreibt:

Dahinter unterstrich der Mann im Gelben Trikot, Jens Voigt, dass er alles daran setzt, seinen Vorjahrestitel zu verteidigen. Er erreichte nur 12 Sekunden hinter López García das Ziel als Zweiter. “Ich hatte heute eine Riesenmoral. Am Berg muss jeder am Schluss sowieso alleine durchkommen, und das war dann ein bisschen wie bei einem Bergzeitfahren”, resümierte Voigt im Ziel.

“Ich hatte heute eine Riesenmoral”. Das sind so Sprüche, die kann ich nicht mehr hören. Da kommt zu oft was anderes hinterher raus.

Wie Phönix aus der Asche

Gestern fuhr Alexander Winokurow noch hinterher und verlor einiges im Gesamtklassement. Heute Nacht hat dann der Physiotherapeut wohl ganze Arbeit geleistet und den Muskelkater vom Zeitfahren am Samstag wegmassiert.

“Gestern hatte ich überhaupt keine Kraft, heute fühlte ich mich gut und wollte unbedingt noch eine Etappe gewinnen.

Wie Phönix aus der Asche kam er dann heute den Berg hinauf und hat die Etappe souverän gewonnen. Gott sei Dank hab ich es mir nicht angesehen.

Türkeiurlaub? Nein danke!

Wer die Nachrichten derzeit verfolgt, kann leicht zu diesem Schluss kommen. Die Rechtssprechung in der Türkei ist ja schon immer ein wenig sonderbar und Gefängnisse wie dort gab es bei uns im Mittelalter und dann nochmals für ein paar Jahre im vergangenen Jahrhundert. Darum mein kleiner Ratgeber für den, der trotzdem in die Türkei reisen möchte:

1. Nimm nie Dein pupertierendes Kind mit

2. Sammle keine Steine am Strand oder anderswo und nimm die schon gar nicht mit nach Hause

3. Erwähne nie den Völkermord (Genozid) der Türken an den Armeniern im Jahr 1915 oder rede darüber

4. Demonstiere nie gegen die Regierung

Liebe Türken, mit solchen und ähnlichen Aktionen finden es die Gegner Eueres EU-Beitritts leicht, Anhänger zu finden.

Von Tolkien inspiriert?

Letztes Wochenende waren wir in Prag, wo wir an dieser Skulptur vorbeigelaufen sind. Sofort musste ich an die Ringgeister aus dem Herrn der Ringe denken. Genau so hatte ich mir die immer ausgemalt, zumindest bis die Filme ins Kino kamen.

Kein Ringgeist sondern ein Andenken an Mozart

Natürlich ist Prag nicht das Tor zu Mordor. In Wirklichkeit ist die Figur eine “Commendatore” oder “Piet� ” vor dem Eingang des “Stavovske Divadlo” in der Nähe des Rathauses am Altstädter Ring und erinnert an die Uraufführung von Mozarts “Don Giovanni” am 29. Oktober 1787. Die Künstlerin heisst Anna Chromy.

Urheberrechtsschutz ist pervers

Bei Lapidarium42 habe ich einen Hinweis der Fotocommunity gefunden:

Wir müssen darauf hinweisen, dass wir Fotos der Glaspyramide im Innenhof des Louvre nicht mehr in der fotocommunity zulassen können. Die Nutzung von Bildern der Louvre-Pyramide unterliegt dem Urheberrecht. Das Louvre Museum vertritt das Urheberrecht des Architekten Pei, der die Glaspyramide geschaffen hat und somit der geistige Eigentümer des Werkes ist. Alle Anfragen bezüglich des Nutzungsrechts müssen an das Büro des Louvre gerichtet werden, das wiederum über die Vergabe der Bildrechte entscheidet.
Da wir nicht in der Lage sind zu prüfen, ob jedes veröffentlichte Foto der Pyramide vom Louvre Museum autorisiert wurde, bitten wir Euch, keine Fotos der Louvre-Pyramide in die fotocommunity hochzuladen. Um Euch und uns weiteren Ärger zu ersparen, werden wir alle bereits hochgeladenen Fotos der Pyramide löschen müssen – wir bitten Euch an dieser Stelle ganz herzlich, das selbst zu übernehmen.
Diese Regelung betrifft nur Fotos, auf denen die Pyramide als Hauptmotiv dargestellt ist.

Zur Erinnerung: Dasselbe gilt auch für Fotos vom Atomium in Brüssel sowie für Bilder des illuminierten Eiffelturms – auch diese dürfen nicht in der fotocommunity ausgestellt werden.

Ihr tollen Künstler, stellt doch Euere Kunstwerke am besten gleich in den Keller, damit sie keiner mehr anschauen kann muss.

Spongebob Dance

Die Amis haben ein neues Hobby: Den Spongebob Dance. Spongebob ist quasi die amerikanische Version von Bernd das Brot und ich muß zugeben, ich hab weder das eine noch das andere jemals angeguckt. Irgendeine amerikanische RapperGangsterKiller-Band hat einen Song aus der Serie remixt und einen Tanz dazu entwickelt, eben den Spongebob Dance. Dabei springt man hauptsächlich auf der Stelle und je nach Kondition wirbelt man mit dem Beinen. Nein, das ganze ich Riverdance. Dank YouTube werden wir mit vielen mehr oder weniger guten Tanzvideos beglückt.

Aussehen tut das ganze dann ungefähr so wie auf diesem Video von Killa440. Der Typ war scheinbar auch schon mal in Oberbayern, denn er variert noch ein wenig und fügt einen Schuhplattler ein. Man beachte auch die Einrichtung der Wohnung im typischen Gangsterstyle. Einen recht guten Style hat JenniPimp (ich kann auch nichts dafür, dass die sich alle solche Nicknames geben). Die tanzt mit viel Ausdauer vor ihrem beindruckenden TV-Gerät. So sieht übrigens ungefähr das Original aus. Leute betet mit mir, dass uns das erspart bleibt.

Nach dem Papst

Jetzt ist er also wieder weg und Regensburg kehrt zur Normalität zurück. Zwei Tage traute sich keiner mehr so recht in die Stadt, weil ja überall Stau sein sollte. Die, die sich trotzdem trauten, freuten sich über leere Straßen und viele freie Parkplätze an den Supermärkten.

Die Fernsehpräsenz war ungemein und die Entäuschung groß, wenn man stundenlang gewartet hatte und grad mal eine vorbeifahrende Limousine mit verdunkelnden Scheiben sah. Ganz Pentling war gestern auf der Straße und die örtliche Feuerwehr hätte doch so auf den Segen für ihren Neubau gehofft. Pustekuchen, Pech gehabt – er ist einfach vorbeigefahren.

Mal sehen, wie lange die Schonfrist für Gerhard Müller jetzt noch anhält. Der stark in die Kritik geratene Bischof von Regensburg war ja voll in der Schusslinie der lokalen Presse. Mit Bekanntgabe des Papstbesuches haben sich dann alle Redakteure schlagartig zurückgehalten um wohl nicht als Spielverderber dazustehen. Damit dürfte es jetzt wieder vorbei sein, der Gastgeber des Papstes hat jetzt wieder seinen Joker los.

Auf Bayern2 war gestern auch ein sehr interessantes Interview mit Paul Michael Zulehner, einem Pastoraltheologe des Universität Wien. Den Mitschnitt gibts als Podcast beim Bayerischen Rundfunk.

Steambots

SteambotZeit müßte man haben, dann könnte man es dem Programmierer I-Wei Huang gleichtun. Der baut nämlich ferngesteuerte Fahrzeuge mit Dampfantrieb und hat sie bei der RoboGames-Messe vorgestellt. Die Onlinezeitschrift Wired News hat den Typen besucht und ein Interview auf ihre Seite gestellt.

Irgendwie erinnern mich die Teile alle an die Jules Verne Romane

Papstfrei

Heute ist papstfrei. Bereits gestern haben bei uns im Gewerbepark schon viele Urlaub genommen. Viele meinten wohl, daß Regensburg schon am Montag das Chaos bevorstünde. Als ich gestern morgen in Richtung Regensburg fuhr, war ich fast allein auf der Autobahn. So geht an einem Montag normalweise nur zu, wenn Weihnachtsferien sind. Gestern Nachmittag am Heimweg war auch kaum was los, wobei in Regenbsurg die Anzahl der Fähnchen nochmal sprunghaft angestiegen ist.

Heute wird Full House erwartet. Viele Regensburger Firmen sperren ganz zu und auch bei uns im Park ist fast alles dicht. Mir solls Recht sein, da wir diese Jahr unseren Betriebsausflug dafür geopfert haben und ich so den Tag bei herrlichsten Wetter auf dem Rad verbringen werde. Im Vorfeld des Besuches von Josef Ratzinger ist viel über die Kosten diskutiert worden und dass doch den Großteil die Kirche tragen würde. In einem Radiointerview hats einer auf die Bevölkerung umgerechnet und festgestellt, dass es wohl jedem gerade mal eine Kugel Eis kostet. Naja, ein Eis geb ich ihm schon aus. Was aber niemand erwähnt ist, was die Firmen draufzahlen. Was kostet es allein wenn BMW heute ihr Regensburger Werk zusperren muß.

Downshifting

Thema unter anderem heute im Auslandsjournal in der ARD im Ersten: “Großbritannien: Weg mit dem Geld!”. Es ging um ein paar Topmanager, die irgendwann gemerkt haben, dass Geld nicht alles ist und dann ihr Leben konsequent zurückgefahren haben. Sie gaben ihren hoch dotierten Job auf und leben jetzt von weit weniger.

Die Definition des Begriffes “Downshifting” bei Wikipedia hat mich schon ein wenig zum Nachdenken bewogen. Viele Dinge die man besitzt, benötigt man nicht wirklich. Bei vielen Dingen sind wir einfach der Werbung und dem Allgemeinzwang aufgesessen. Viele Ding haben wir einfach angeschaft, weil wir es uns in dem Augenblick eingebildet haben. Aber sind wir deswegen glücklicher? Schnell fallen mir da ein paar Beispiele aus meinen Leben ein. Wenn ich allein drandenke, wie viel Zeit ich in das instabile Naviprogramm meines PDA gesteckt habe, nur um vielleicht 10 Routen bisher damit gefahren zu sein. In der Zeit hätte ich viele Straßenkarten auswendig lernen können.

Mein Bruder verzichtet seit Jahren auf ein TV-Gerät. Ich muß ihn immer wieder dafür bewundern. Zwar bin ich auch nicht der große Gucker, aber an einem faulen verregneten Sonntag verbringe ich schon mal den ganzen Nachmittag vor der Kiste. Schade um die Zeit eigentlich.

Über Google hab ich noch diese Seite hier gefunden:

Weniger konsumieren: Viele Konsumgüter haben zwei Seiten: Beispiel Auto: Es verschafft Ihnen unabhängige Mobilität. Aber es kostet viel Geld und einiges an Zeit in der Anschaffung, Werkstatterminen, Versicherung, Tanken usw. Stellen Sie gedanklich eine Nutzen-Kosten-Bilanz auf, die nicht nur die finanzielle Belastung, sondern auch Zeitaufwand, Sorgen und Ärger dem tatsächlichen Nutzen gegenüberstellt. Geben Sie sich dann eine ehrliche Antwort, ob das Konsumgut sich für Sie wirklich rentiert. Eine solche Bilanz lohnt nicht nur technische Geräte, Garten und Wochenendhäuser, sondern auch für jeden anderen Aufwand freiwillige Überstunden für die Karriere, Treffen mit anstrengenden Freunden, Abonnements von Zeitungen, Theaterkarten oder im Fitnessklub und vieles mehr.

Wir hatten lange Zeit unsere Tageszeitung im Abo, bis wir irgendwann geschnallt haben, dass wir unter der Woche eh nicht zum Lesen kommen und kriegen sie nur noch Freitag und Samstag. Seit Jahren hab ich die Zeitschrift “Outdoor” im Abo und jedesmal wenn das neue Heft kommt, krieg ich ein schlechtes Gewissen, weil ich das Heft des Vormonats noch nicht gelesen hab.

Innere Freiheit finden: Streben Sie nach Karriereerfolg, Reichtum, Beliebtheit und Anerkennung Ihrer Leistungen? Was wir unternehmen, um diese Ziele zu erreichen, gehört zu den gefährlichsten Stressfaktoren unserer Zeit. Eine neue Studie in der USA zeigt, daß die Leute dort inzwischen dreimal soviel verdienen wie vor 40 Jahren. Glücklich fühlen sich aber nur 30 Prozent heute genauso wie damals. Die Kunst heißt: Loslassen. Weniger äußerer Erfolg bringt oft mehr Glück, wenn Sie dafür die Möglichkeit gewinnen, Ihr Leben frei zu gestalten und nur Dinge zu tun, die kreativ sind und Ihnen wirklich Spaß machen.

Dazu passt, was ich vor ein paar Wochen bei Bayern2 gehört habe. Da stellten sie eine Studie vor, in der nach den glücklichsten Lan der Erde gesucht wurde. Die unglücklichsten kamen aus der Ukraine, was mich nicht besonders wundert. Die deutschen Berufspessimisten waren mit Platz 81 auch noch relativ weit hinten, verständlich. Die glücklichsten Menschen leben aber auf Vanuatu, ein Südseestaat, den die meisten Leute nicht mal kennen.

“Die Leute hier sind glücklich, weil sie mit wenig zufrieden sind. Das Leben dreht sich um die Gemeinschaft, um die Familie und um das, was man anderen Leuten Gutes tun kann. Das ist ein Platz, wo man sich keine großen Sorgen machen muss.” Angst hätten die Leute nur vor Wirbelstürmen und Erdbeben.

Morgen wird mal wenigstens schon die Outdoor gekündigt.

Andersdenkende

Jetzt überlege ich schon seit Tagen, ob ich mich nochmal über die Nabburger CSU und ihre Abstimmung auslassen soll. Der Rummel war gewaltig und sicherlich war ich wohl Mitauslöser der massiven Medienpräsenz.

Zur Erinnerung: Auf der Seite der Nabburger CSU war eine Umfrage geschalten: “Finden Sie, dass demokratisch gewählte Politiker das Recht haben sollten Andersdenkende aus der Stadt zu jagen?”. Ich entdeckte die Abstimmung als ich nach ein paar Infos zum Tiefgaragenbau suchte. Geschockt hat mich ja weniger die Abstimmung als solches (man ist in Nabburg ja manches gewöhnt), sondern vielmehr das Abstimmungsergebnis (279 “Nein”- zu 1091 “Ja”-Stimmen). Natürlich hab ich einen Screenshot gemacht und ein paar Leuten gezeigt und natürlich entwickelt sowas sofort eine Eigendynamik. Auf jeden Fall hab ich dann noch folgenden Leserbrief an “Der neue Tag” geschickt, der aber nicht gedruckt wurde:

“Ist das Grundgesetz in Nabburg nichts mehr Wert?
Die Nabburger CSU stellt auf Ihrer Webseite folgende Frage: “Finden Sie, dass demokratisch gewählte Politiker das Recht haben sollten Andersdenkende aus der Stadt zu jagen?”. In meinen Augen ist die Infragestellung des deutschen Grundgesetzes schon schlimm genug, entsetzt war ich allerdings vom augenblicklichen Zwischenergebnis der Umfrage: Knapp 80% der Stimmen lauten auf “ja”. Was Herr Zeitler als Betreiber bzw. Herr Hofmann als Verantwortlicher der Webseite mit dieser Umfrage bezwecken, ist mir schleierhaft. Aber ich empfehle allen, die da mit “ja ” gestimmt haben, sich zumindest mal die Artikel 3.3 und 5.1 unseres Grundgesetzes durchzulesen und sich ein paar Gedanken dazu zu machen. Von 1933 bis 1945 hatten wir nämlich schon einmal eine Zeit, wo man wegen anderer Meinungen diskriminiert wurde.”

Bis zu diesem Zeitpunkt war mir nicht bewußt, dass die Umfrage schon seit knapp 10 Monaten auf der Webseite war. Den Zusammenhang mit der früheren Aussage von Bürgermeister Fischer hatte ich nicht erkannt, wie auch, die entsprechenden Einträge waren weit nach hinten gerutscht und auf der Umfrageseite selbst war kein Hinweis. Fischer hatte seinerzeit laut CSU auf jeden Fall folgendes gesagt:

Fischer wörtlich: “Wer weiterhin versucht diese Lösung zu verhindern –
ja was soll man da sagen? Im Mittelalter hat man solche Leute aus der
Stadt gejagt!” Er forderte: “Politiker, die nur Ängste schüren,
Entscheidungen untergraben, nur verhindern wollen und keine Alternativen
aufzeigen können, sollten ins Abseits gestellt werden.”

Mit “solche Leute” meinte wohl die allbekannten Blockierer aus dem Stadtrat.

Zuerst brachte es das Titanic-Magazin und zeitgleich die Süddeutsche. Die Zeit und viele andere folgten. Nach den ersten Presseanrufen wurde auf der CSU-Seite schnell eine Stellungnahme nachgeschoben und auf der Umfrageseite ein Link zu einer Hintergrundstory eingebaut. Trotz des erheblichen Rummels wurde die Umfrage eine weitere Woche nicht von der Seite genommen. Bis zur Entfernung des Umfragelinks wurden rund 17500 Stimmen abgegeben und über 40 Kommentatoren gaben Ihre mehr oder weniger sachliche Meinung ab (eigentlich wurde die CSU ausschliesslich auf den Arm genommen). Am treffensten dürfte wohl der hier sein:

Sie schreiben:
“Man vergisst jedoch dabei auch auf die Hintergründe hinzuweisen.”

“Der Dicke” schreibt:
“Aber wer so eine Frage ohne direkte, und damit mein ich unmittelbare Klarstellung auf derselben Seite bringt, kann se nimmer alle haben.”

Das war sofort auch mein Gedanke, als ich Ihre Erklärung gelesen habe.

Die Nabburger Bürger wissen, worum es geht. Aber “www” steht für “world wide web”!

In der weiten Welt denkt man, Bayern gleich CSU plus ein paar Rote und Grüne, welche die Schwarzen ärgern. Wenn da einfach nur so diese Frage steht, dann denkt man zwangsläufig, die Schwarzen träumen davon, Andersdenkende aus der Stadt zu jagen.

Und selbst wenn man sich die Mühe macht, dem nun eingefügten Link zu folgen, weiß man noch nicht, von welcher Gruppierung denn der Bürgermeister Fischer ist. Könnte auch der CSU-Bürgermeister Fischer sein, der da in drastischen Worten gesagt hat, was er von den Gegnern der Partei und der Unterführung hält.

Die Darstellung ist unverändert verbesserungsbedürftig. Vermutlich am Besten aber: LÖSCHEN.

Zusammenfassend kann ich nur feststellen:

Fehler 1: Wer eine Umfrage mit so provozierenden Inhalt auf seiner Webseite plaziert, muß sicherstellen, dass sie auch diejenigen kapieren, die nicht mit den internen Nabburger Streitigkeiten vertraut sind. Denn merke: “www” heißt world wide web. Irgendwann mußte es jemand entdecken und aufgreifen.

Fehler 2: Wenn das Abstimmungsergebnis so in die Hose geht, darf man es nicht 10 Monate lang auf der Webseite stehen lassen.

Ich verlinke jetzt nicht auf die zahlreichen Presseartikel, wer möchte kann selbst danach googlen.

PS: Zwar ist der Link zur Abstimmung auf der CSU-Seite entfernt, aber die Abstimmungsseite ist noch immer aktiv. Dank “einem technisch begabten Mitglied des Ortsverbands” 😉

StoiBär?

Hallo und willkommen in diesem Weblog. Eigentlich wollte ich schon die ganze Zeit einen Blog, der unabhängig von meinen anderen Projekten ist. Einen Blog, wo man mal ein wenig ablästern kann. Auf den Namen kam ich als Folge mehrerer amüsanter Begebenheiten. Wie jeder seit Bruno Braunbär alias JJ1 weiß, ist Bayern ja ein alles andere als ein bärenliebendes Land. Als dieser besagte Bruno nicht mehr ins Haustierschema unserer Staatsregierung passte, hielt Ministerpräsident Edmund Stoiber seine berühmte Rede über Normal-, Schad- und Problembären. Seit diesem Tag hat Herr Stoiber ja seinen Spitznamen weg und vor 2 Wochen mußte ich feststellen, dass die passende Domain noch nicht registriert war. Da mußte ich einfach zuschlagen, oder?