Archiv der Kategorie: Internet

Twittern im Augsburger Stadtrat verboten

Christian Moravcik ist Stadtrat in Augsburg. Stadtrat in einer Stadt, die letztens erst negativ aufgefallen ist, was den Umgang mit neuen Medien angeht. Christian Moravcik ist aber auch wohl das, was man einen Twitterjunkie nennt und während der Stadtratssitzungen bläst er das in seinen Account, was gerade so passiert. Und scheinbar wurde das jetzt seinen Stadtratskollegen zuviel und die haben daher beschlossen, dass aus den Sitzungen nicht mehr getwittert werden darf. Darüber regt sich Christian Moravcik jetzt auf. Mag sein, dass sie ihm sein Spielzeug weggenommen haben, mit einer Einschränkung der Meinungsfreiheit hat das aber rein gar nichts zu tun. Ich finde, dass es sich allein schon aus Anstand gegenüber den anderen in solchen Sitzungen nicht gehört, andere Dinge zu tun. Außerdem kann mir keiner erzählen, dass er als Abgeordneter richtig bei der Sache ist, wenn er nebenbei twittert. Das hat in meinen Augen eher was mit Geltungssucht zu tun.

Von daher kann ich den Beschluß seiner Kollegen nur begrüßen und hoffe, dass Christian Moravcik von nun an mit allen Sinnen bei den Sitzungen dabei ist und anschließend anständige Blogposts produziert.

Nachtrag: Weil es gerade zum Thema passt:

Räumungsverkauf bei Basic

Stadt Augsburg – Fail des Jahres

In Sachen Abmahnung hat man ja schon viel sonderbare und lächerliche Dinge erlebt. Der absoluten Vogel schießt aber jetzt die Stadt Augsburg ab:

augsburgr.de: Stadt Augsburg mahnt Blogger ab

(eigentlich) via Torsten (Beitrag weg)

Nachtrag: Mittlerweile hat sich der Bürgermeister eingeschalten und den übereifrigen Mitarbeiter hergebremst. Natürlich nicht ohne zu verkünden, dass sie eigentlich alles richtig gemacht hätten.

Die Wandersagen vom freundlichen Araber und stinkenden Autos

Ich war ja noch nie auf dem größten Kostümfest der Welt, das jährlich in München stattfindet. Aber weil ja gerade nichts anderes mehr im Fernsehen zu laufen scheint als Oktoberfest (und Tigerente) und weil jetzt zum Ende der Wiesn alle wegen angeblicher Anschlagsdrohungen durchdrehen, möcht ich auch noch was beisteuern.

Wieder macht sie die Runde, die Sage vom gefundenen Geldbeutel eines reichen Arabers. Weil der ehrliche (deutsche) Finder keinen Finderlohn nehmen wollte, hätte der freundliche Araber dann angeblich vor einem Besuch der Wiesn an einem bestimmten Tag gewarnt. Dieses Märchen ist zum ersten Mal 2001 nach den Anschlägen in New York aufgetaucht und kehrt seitdem jährlich wieder. Mal soll man nicht am Mittwoch, mal nicht am Wochenende, mal gar nicht auf die Wiesn gehen. Alles Blödsinn und die Geschichte natürlich frei erfunden. Übrigens wurde dieses Jahr auch noch keine Bombe entschärft, kein Zelt geräumt und auch wird der Rest der Wiesnzeit nicht abgesagt.

Das Einzige, was diese Geschichten bewirken ist Panik bei manchen Menschen, die sich von sowas beeinflussen lassen. Dazu ergreifen diverse Innenminister die Situation um uns wieder neue Überwachungsgesetze und -kameras anzudrehen. Zu unserer eigenen Sicherheit versteht sich. Die Welt ist ja so Böse geworden.

Ein anderes solches Märchen kenne ich schon aus meiner Jugend. Da konnte man angeblich einen neuwertigen Ferrari für 1000 Mark kaufen. Grund für den günstigen Preis war der Gestank einer Leiche, die ein paar Wochen im Inneren verwest sei. Weil der Gestank nicht mehr aus den Teppichen und Sitzen zu bekommen sei, würde das Auto quasi verschenkt.

Gemeinsam haben solche Märchen immer eines. Der Erzähler hat es immer vom Freund eines Arbeitskollegen, den man aber nicht kennt oder die Schwester hat in der Kneipe von jemanden gehört, der es am Nebentisch erzählt hat oder oder oder.

Trickbetrüger Antonius Reiser – the never ending story

Vor über zwei Jahren hab ich schon einmal über Christian Rathpoller alias Antonius Reiser geschrieben. Der ist seines Zeichens Trickbetrüger und arbeitet seit Jahren mit der gleichen Masche. Nachdem er bereits einmal in Lima verhaftet wurde, treibt er sein Unwesen derzeit in Hessen. Zwei aktuelle Kommentare beim Hongkongblog lassen das zumindest vermuten. Da es vornehmlich um kleine Beträge geht, fallen immer wieder Leute darauf herein:

Oh Mann, das glaube ich nun wirklich nicht!!!  Dieser “Antonius Reiser” hat uns gestern Nacht am Frankfurter Flughafen auch um Geld angebettelt!!!  Er jammerte uns vor, dass er gerade aus Fulda aus der Hautklinik kommt und dort alle seine Unterlagen (Arztschreiben, Pass, Ticket, etc.) liegen gelassen hat. Jetzt hatte er nicht genug Geld, um zu seiner Mutter nach Otterfing, Holzkirchen zu kommen. Bei der Deutschen Bahn müsse er den kompletten Reisepreis von 240 € nachzahlen. Mit 17 € käme er wenigstens mit der Regionalbahn nach Hause. Er schickt uns als Danke-Schön einen Bayrischen Schinken und das Geld zurück überweisen. Na toll.

Er hatte ein vernarbtes Gesicht und seine Unterarme waren es auch. Er war ca. 1,75 m, hatte schwarzes, glattes, etwas lichtes Haar und hatte eine Sporttasche und einen hellen Rucksack dabei. Sehr bayrischer Dialekt.

Seine Adresse:
Antonius Reiser, Baumgartenstrasse 82, 85609 Otterfing / Miesbach – Tegernsee
Ich war ja skeptisch, aber mein Mann war so gutmütig und hat ihm noch 20 € gegeben.

Beitrag gelöscht

Heute habe ich zum ersten Mal in diesem Blog einen Beitrag gelöscht. Darin ging es um ein Konzert der Band Fanfare Ciocarlia in Regensburg am 8. August, das ich zusammen mit Freunden besucht hatte. Der Beitrag war 250 Wörter lang. Neben einem Foto hatte ich auch ein kleines Video eingebunden, das ich mit meiner kleinen Digicam aufgenommen und bei YouTube hochgeladen hatte. Dieses Video war 24 Sekunden lang und darauf schwenkte ich einmal von rechts nach links über das Publikum und die Band. Ihr könnt Euch selbst ausmalen, wie die Videoqualität mit so einer kleinen Knipse ist.

Heute hatte ich Post von YouTube in meinem Postfach:

Hiermit wirst du darüber informiert, dass folgendes Material entfernt bzw. der Zugriff darauf deaktiviert wurde, da uns von Asphalt Tango Records gemeldet wurde, dass dieses Material eine Urheberrechtsverletzung darstellt.

Asphalt Tango Records ist das Plattenlabel, das die Band vertritt. Mir ist klar, dass man keine DVD- oder CD-Ausschnitte hochladen darf, das hab ich auch noch nie gemacht. In diesem Fall habe ich aber die Vorstellung einer quasi unbekannten Band mit einem kleinen Video aufgepeppt. Kann einem als Band oder als vertretendes Plattenlabel eigentlich etwas besseres passieren, als dass jemand über ein Konzert schreibt?

Dazu muss man noch erwähnen, dass die Band ein Profil bei MySpace hat, wo man mehrere Songs in weit besserer Qualität anhören kann, als in meinem Videoschnipsel. Ich für meinen Fall werde in Zukunft einen großen Bogen um Fanfare Ciocarlia und erst recht um Asphalt Tango Records machen.

Wer nichts zu verbergen hat …

“Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten”. War das nicht immer das Lieblingsargument von Wolfgang Schäuble, wenn es um die Einführung von Überwachungsmaßnahmen, Terrorabwehr und Vorratsdatenspeicherung ging? Scheinbar ist dieser Grundsatz bei seiner Ministerkollegin Ursula von der Leyen nie angekommen. Weil die hat nämlich Angst vor der Presse und möchte sie gerne von Ihren Wahlkampfauftritten aussperren.

[youtube 2cyy5KTYAnU]

via XSized, Oldblog und Nicht spurlos

Tauch doch!

Logo Tauch doch!

Eigentlich ist ja das Tauchernet erste Anlaufstelle, für Infos zu Tauchbasen, Tauchplätze und Tauchshops. Ich hab dort auch schon diverse Beiträge verfasst, mich aber immer wieder mal geärgert. Berichtet man über eine Tauchbasis schlecht (die Note vier ist schon schlecht), muss man seinen Beitrag per Fax (!) bestätigen. Einmal habe ich über eine Basis, zu der es schon viele Einträge gibt, nur ein paar Zeilen geschrieben. Da wurde dann mein Beitrag abgelehnt, weil er zu wenig Infos hätte. Auf eine Antwort zu meiner Mailnachfrage warte ich noch heute. Bei den Beiträgen hat man oft den Eindruck, dass sie nicht von neutralen Gästen, sondern von Freunden der Betreiber geschrieben wurden. Dazu sind Tauchbasen in falschen Regionen eingruppiert und das Forum schlichtweg eine Katastrophe was die Bedienung angeht. So ist der Entschluß gereift, ein zusätzliches Blog zu beginnen.

Unter der Domain tauchdoch.de gibt es ab sofort Tauchberichte aus der Region und dem Rest der Welt. Zwar sind die meisten meiner Tauchgänge bisher an Plätzen gewesen, die nicht gerade wenig frequentiert sind, aber auch bei uns in der Gegend springe ich gelegentlich ins Wasser und die Suchaktion im Paradies bei Floß am vergangen Samstag war auf jeden Fall ein Schmankerl. Zu den Tauchplätzen wird es jeweils eine kleine Karte und dazu auch Fotos geben.

Als Theme habe ich erstmal das nagelneue Iowa pro von Webfunk verwendet. Die Möglichkeiten der Konfiguration sind schier gigantisch. So kann man beispielsweise Sidebar und Footerbereiche für die Hauptseite, Beiträge, Seiten, Suchseiten und Archive per Widget getrennt einstellen. Allerdings bedeutet das auch ein Mehr an Arbeit und das Theme ist über 2 MB groß. Es wird sich zeigen, ob die Performance auf Dauer zufriedenstellend ist oder ob die Geschwindigkeit des Blogs einbricht und ich ein anderes Theme nehmen muss.

Und hier gehts zu Tauch doch!

PS: Übrigens arbeitet Hüttenhelfer Alin gerade an einer Seite über Tauchschulen und gerne helfe ich ihm dabei mit Tauchfotos aus.

Transparenz in Bayern

Nun wurden sie also doch veröffentlicht, die Agrarsubventionen, die die bayerischen Bauern erhalten. Lang hatte sich die CSU gewehrt, wohlwissend, dass sie mit ihrer Weigerung doch nicht durchkommen würde. Gerne hätte man es noch über die Bundestagswahl geschafft, aber letztendlich wollte man dann doch keine Strafzahlungen riskieren. Und schließlich konnte man es am Ende doch noch als Erfolg verkaufen, steht doch jetzt bei jeder einzelnen Zahlung dabei, wofür der Landwirt sie erhalten hat.

So besteht der Förderkuchen bei allen Bauern in meinem direkten Umkreis beispielsweise aus drei Teilen. Das größte Stück sind die Direktzahlungen der EU – 1. Säule. Dazu gibt es noch Zahlungen für Agrarumweltmaßnahmen und Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten. Letztendlich sind die Erläuterungen also für die Katz, weil sowieso jeder Landwirt sein Geld aus den gleichen Programmen bekommt. Lediglich die Summen unterscheiden sich und werden reichlich Stoff für die Neiddiskussionen der kommenden Stammtischwochen geben. Und damit das auch sicher so kommt, hat die SZ gleich mal ein paar rausgekramt, denen es der Kleinbürger bestimmt nicht gönnt.

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) erhält etwa 7000 Euro aus dem EU-Agrarfonds, der Sohn von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis bezieht etwa 575.000 Euro.

Wer selber ein wenig wissen möchte, was der Bauer nebenan wofür bekommt, der wird hier fündig:
Empfänger EU-Agrarfonds in Bayern

Neues Wallpaper auf fisch-fotos.de

Die Tauchwoche in Hurghada war fototechnisch wieder recht ergiebig. Zwar bin ich mit meiner neuen Canon Powershot G10 noch nicht 100% verheiratet, aber ein paar schöne Aufnahmen sind es geworden. Vor allem die eine Echte Karettschildkröte am Banana Reef war recht entspannt und ließ sich weiter nicht beim Fressen stören. Und so hat sie es zu den anderen Wallpapers geschafft, die man auf meiner Seite mit Fischfotos downloaden kann. Hier ein kleiner Vorgeschmack!
Echte Karettschildkröte

Zwei Jahre “on the road”

Around the World on a Honda Africa Twin

Es gibt Träume, die können trauen sich nur manche Menschen erfüllen. Einen davon durchlebt gerade unser Freund Claudio, denn eine Reise mit dem Motorrad um die Welt gehört da sicherlich dazu. Unterwegs haben wir ihn zweimal getroffen und immer viel Spaß über und unter Wasser gehabt. Jetzt weilt der Gute gerade in Tansania und feiert zwei Jahre “on the road”. Leider schreibt er für meinen Geschmack viel zu wenig in seinem Blog. Gell Herr Angelini? Dafür hat er gerade wieder einen Teil seiner tollen Fotos online gestellt. Also schaut einfach mal vorbei!

Claudio Angelini: Around the World on a Honda Africa Twin

Das harte Brot der Moderation

Bisher sind bei mir kaum politische Fundamentalisten aufgeschlagen, die ihre Propaganda verbreiten wollten. Ich ärgere mich eher mit Backlinkjägern herum, deren Adressangaben ich dann einfach hierhin oder hierhin umbiege. Betreibt man ein Blog in einem der Krisengebiete dieser Welt, sieht das natürlich ganz anders aus. Wenn man dann noch regelmäßig im Fernsehen präsent ist erst recht.

André Marty bloggt bekanntlich aus Israel und den besetzten Palästinensergebieten. Dort wo offiziell zwar Waffenstillstand herrscht, gibt es scheinbar wenige, die noch klar und unvoreingenommen denken können. Bist Du nicht mein Freund, kannst Du nur mein Feind sein, ist leider meist das Motto. Und so muss sich André gelegentlich einiges gefallen lassen. Heute gibt es bei ihm einen Beitrag, wo er erklärt, warum er gelegentlich Kommentare nicht freischaltet. Bereits die Einleitung lässt tief blicken, was man ertragen muss, wenn man in Israel und Palästina nicht blind durchs Leben läuft.

Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs,

nein, ich bin kein Arschloch, kein Israelfeind, kein Mossad-Agent und auch kein geistig einseitig Kastrierter.

Da bin ich dann doch wieder froh, dass ich mich nur mit Spammern rumärgern muss und freue mich, dass es Blogger wie André gibt.

Heilfasten

Ein wenig ruhig ist es hier die letzten Tage. Am Montag hab ich nun endlich meine Heilfastenkur begonnen und die ersten Tage bin ich da immer ein wenig müde. Kompliziert denken vermeide ich da, wo es nur geht. Stattdessen zwinge ich mich zum Sport, der mir dann endgültig die Couchschwere in die Beine treibt. Sicherlich könnte ich beispielsweise über das Zickengehabe von Gema und YouTube schreiben oder ein wenig über den neuen Sportverein vom rosa Riesen spekulieren, aber grad vorhin habe ich die Bestätigung bekommen, dass ich lieber eine kleine Blogpause machen sollte. Da hat mich nämlich mein Krankengymnast gefragt, was ich denn am Wochenende so gemacht hätte. Ungelogen, ich habe 30 Sekunden überlegen müssen, bis mir eingefallen ist, dass ich eine LAN-Party organisiert habe, wo ich das ganze Wochenende Call of Duty spielte. Naja, ein kleiner Aprilscherz ist schon noch rausgesprungen.

Der StoiBär in Lummaland

Oje, ich habs in die SZ geschafft. In dem Beitrag geht es über die Webauftritte der Parteien, die fehlende politische Vernetzung und warum die Amis mal wieder ein Vorbild sind. Unter anderem schreibt Tobias Moorstedt:

Das mag daran liegen, dass in Deutschland die Lebensläufe und DSL-Leitungen nicht ganz so verschlungen sind wie in anderen Hightech-Nationen. Oder daran, dass der techno-politische Bodensatz einer engagierten Blogosphäre trotz netzpolitik.org und carta.info hierzulande weiterhin fehlt (unter den Top-Ten der deutschen Politik-Blogs finden sich tatsächlich Seiten mit Namen wie StoiBär, Lummaland und Weissgarnix). Vielleicht sind die Amerikaner einfach besser für das Zeitalter der digitalen Demokratie gerüstet als die aufgeklärten Mittelschichts-Ironiker der BRD.

Ich mein, ich habe mich noch nie als den tollen Politikblogger gesehen. Dieses Zitat zeigt eher, wie mangelhaft die Hitlisten sind. Vermutlich nimmt Tobias Moorstedt das Politikranking von Wikio als Referenz. Das ist ein Newsdienst, den ich schon lange mit einem Grinsen beobachte. Ich habe mich dort nie selbst angemeldet, im Gegenteil. Anfangs sah ich die als Contentklauer an, nachdem aber immer wieder Besucher von dort kamen, habe ich auf Gegenmaßnahmen verzichtet. Sieht man sich aber an, wie Wikio die Platzierungen errechnet, ist es weiter kein Wunder, dass ich in den Top10 stehe:

Die Position eines Blogs im Wikio-Ranking hängt von der Anzahl und dem Gewicht der Links ab, die von anderen Blogs eingehen.

Es werden ausschliesslich im Résumé des RSS-Feeds enthaltene Links berücksichtigt. Links aus Blogrolls werden beim Ranking nicht berücksichtigt und der Wert der Links nimmt mit der Zeit ab. Auf diese Weise möchten wir ein Ranking erstellen, das so repräsentativ wie möglich aktuelle Blogs und Entwicklungen aufzeigt. Das Ranking wird jeden Monat aktualisiert.

Das Gewicht eines Links hängt vom Ranking des verlinkenden Blogs ab. Bei unserem Algorithmus hat ein Link, der von einem Top-Blog im Rankig ausgeht, mehr Gewicht als eine Link von einem schlechter gewerteten Blog.

Die drei erwähnten Blogs sind gut verlinkt und wenn wir “aufgeklärten Mittelschichts-Ironiker” vor diversen Abgeordneten unserer tollen Parteien stehen, dann zeigt das doch nur, dass die Blogszene eine politikereinheitsbreifreie Zone bleiben möchte. Warum sollten wir auf Seiten von etablierten Politikern gehen, deren Ergüsse wir doch sowieso ständig im Fernsehen ertragen müssen?

via Perlentaucher

Der Abmahnwahnsinn geht weiter

Wohl das wichtigste Indiz, dass es mit einem Sendeformat bergab geht,  ist es, wenn der betreibende Sender eine Fanseite abmahnt, die sie vorher drei Jahre geduldet hat. Rund 4400 Euro pro Jahr verdient Philipp Klöckner pro Jahr mit der Seite DSDS-News.de schätzt Blogschrott. Jetzt hat RTL wohl Angst vor dieser gewaltigen Summe und wirft Philipp vor, ein finanzielles Interesse zu verfolgen, weil er doch AdSense auf der Seite hat und Suchmaschinen Optimierungs-Experte ist. Deswegen soll er das Projekt beenden. Richtig dreist finde ich es aber, wenn RTL jetzt die Übertragung der Domain fordert und damit gleich noch die ganze Arbeit kassieren möchte, die Philipp in sein Projekt investiert hat. Das riecht schon irgendwie danach, dass man jetzt den Traffic übernehmen möchte, den die eigenen Leute nicht auf die RTL- Seite ziehen konnten.

Ich mein, ich bin ja schon immer der Meinung, dass jeder selbst schuld ist, wenn er sich Deutschland sucht den Superstar ansieht. Ich für meinen Teil schalte da immer grundsätzlich um. Jetzt aber erst recht.

Mehr dazu auch bei der Blogabfertigung.

Nachtrag: Eigentlich ist es aber um das Blog auch nicht schade. Und wenn RTL jetzt seine Rechte wahrnimmt, stört es mich eigentlich auch nicht weiter. Es gibt schlimmeres! Lesenswert übrigens auch ein Beitrag bei F!XMBR.

Was die Firma Nuntio mit Barbara Streisand gemeinsam hat

Seit Barbara Streisand mal den Fotografen Kenneth Adelman verklagte, weil eine Luftaufnahme ihres Hauses zwischen 12.000 anderen Fotos von der Küste Kaliforniens zu finden war und anschließend die Öffentlichkeit erst auf das Foto aufmerksam wurde, gibt es den Begriff Streisand-Effekt:

 Der Versuch, bestimmte Informationen zu entfernen, kann dazu führen, dass diese noch stärker verbreitet werden.

Vorgestern musste dies Seoline lernen und als nächstes ist wohl die österreichische Firma Nuntio dran. Wie das Polilog berichtet, suchte Hannes Offenbacher in Facebook nach einem kreativen Filmemacher in Wien. Seine Anfrage bekam als erstes eine Antwort von einem Michael Hollauf mit folgendem Inhalt:

Was immer Du tust, Finger weg von der Firma Nuntio. Gaaanz schlechte Erfahrungen…

Das gefiel der Firma Nuntio nun gar nicht. Aber statt sich mit dem Schreiber auseinanderzusetzen, nachzufragen, wie er zu der Ansicht kommt oder ihn evtl. höflich zu bitten, den Kommentar zu entfernen, wurde der Wiener Anwalt Alexander Scheer eingeschalten. Der hat dann gleich eine kostenpflichtige und mit Rechtschreibfehlern gespickte Abmahnung verfasst.

Tja, was soll ich sagen? Bei Google befinden sich aktuell auf Seite eins für den Suchbegriff “Nuntio” bereits drei Beiträge zu dieser Abmahnung. Warten wir mal eine Woche ab. Mal sehen, wie es dann aussieht. Scheinbar gibt es immer wieder Firmen, die es auf diese Art lernen müssen.

Mehr bei Frank oder Zweipunktnull

Deutsch-ägyptischer Blogger in Ägypten inhaftiert

Am vergangenen Freitag wurde Philip Rizk nördlich von Kairo verhaftet. Er beteiligte sich an einer Kundgebung für die Palästinenser im Gaza-Streifen, wo ihn Polizisten erst mehrere Stunden blockieren und dann verschleppt hatten. Philip bloggt ausschließlich über Gaza. Bevor er an der American University in Kairo zu studieren anfing, lebte er zwei Jahre in Gaza, wo er für eine christliche Hilfsorganisation arbeitete.

via André Marthy

Nachtrag: Hier gibt es auch was dazu.

Nachtrag 2: Schön langsam kommen die Blogger in die Pötte: iRaff

Eine Onlinepetition gibt es auch schon. Mehr bringt vielleicht ein Protestbrief an diese Adresse:

          Botschaft der Arabischen Republik Ägypten
          Stauffenbergstrasse 6-7, 
          10785 Berlin 
          Tel: (030) 477 54 70, (030) 4790 1880 
          Fax: (030) 477 10 49, (030) 477 44 00 

          Ausserordentlicher und bevollmächtigter Botschafter: S.Exc. Herr Ramzy Ezz Eldin Ramzy  
          website: www.egyptian-embassy.de 
          Email: embassy@egyptian-embassy.de oder: consularsection@egyptian-embassy.de

Sie kapieren es nicht

Hat die Bahn doch gestern erst bewiesen, dass sie in Sachen Internet noch kräftig Nachhilfeunterricht braucht (den sie mittlerweile auch bekommen hat), so legt sich jetzt C & A mit der Bloggerwelt und vorallem mit der mächtigsten Internetfirma der Welt an. Der Textildiscounter mahnte heute kostenpflichtig die Seite die-topnews.de ab, weil über Google AdSense, in einem kurzen Bericht zu einem Kindercasting, Werbung für die Konkurrenz eingeblendet wird. Abgesehen von dem zu erwartenden Imageschaden für C & A, denke ich mal, dass Google dem abgemahnten Blogger gerne anwaltliche Unterstützung gewähren wird. Sollte das nämlich einfach so durchgehen, würde ja die Geschäftsgrundlage von Google in Deutschland in Frage gestellt. Ob sich da mal C & A nicht eine blutige Nase holt …

Ungeschützte Statistik bei All-Inkl

Heute habe ich etwas entdeckt, bei dem ich fast aus allen Wolken gefallen bin. Nachdem ich weiß, dass einige von Euch auch bei All-Inkl sind, möchte ich es Euch nicht vorenthalten.

Ungeschützte Statistik bei All-Inkl

Als Statistiktool verwende ich schon seit Jahr und Tag Semmelstatz in meinen Blogs. Als ich seinerzeit von 1 & 1 zu All-Inkl umzog, habe ich mich daher auch gar nicht weiter dafür interessiert, welche Tools mein neuer Provider so anbietet. Im KAS-Menü (die Konfigoberfläche von all-inkl) bin ich zwar schon über eine Statistik gestolpert, aber darin gibt es nur Daten zu Webspace, Traffic und Größe der MySQL-Datenbank. In meinem FTP-Programm habe ich auch mal das Verzeichnis logs registriert, aber da der Zugriff über Browser verweigert wird, dachte ich, es passt alles.

Heute bin ich dann zufällig darauf gekommen das unter http://[domainname]/usage/ diese Logs zu einer sauberen Statistik ausgewertet werden und jetzt kommts: Diese ist für jeden offen zugänglich! Ich mein, bei privaten Seiten ist es relativ egal, ob Fremde Einblick kriegen, welche Bilder von Fischen angesehen werden oder nicht. Viele Blogger veröffentlichen ihre Zugriffszahlen auch regelmäßig. Bei mir kann jeder auf der Startseite sehen, was die häufigsten Suchanfragen sind.

Bei Firmenseiten sieht es da ganz anders aus. Wenn ich von meinem Mitbewerber meinetwegen weiß, dass viele Besucher mit dem Suchbegriff “XYZ” auf seine Seite kommen, dann kann ich entsprechend reagieren.

Was mir am meisten stinkt ist, dass All-Inkl einen Hinweis dazu tief in der FAQ versteckt hat:

Durch Aufruf der URL http://www.ihredomain.de/usage (anstelle “ihredomain.de” tragen Sie bitte Ihren Domainnamen ein) erhalten Sie die Webalizer-Statistik mit weiteren statistischen Informationen.

Wir empfehlen Ihnen, dieses Verzeichnis mit einem Passwortschutz (siehe Tools) zu versehen.

Wer soll das bitte finden? Warum gibt es keine Voreinstellung, die das erst einmal dicht macht? Wer also kein Interesse hat, seine Webstatistik zu publizieren, sollte sich das im KAS-Menü mal ansehen.