Archiv der Kategorie: Lustige Völkchen

Straßennamen

Viele Dörfer in der Umgebung verzichten auf Straßennamen. Der Grund ist einfach, dass es nur ein paar Häuser gibt und man diese einfach druchnummeriert. Ab einer bestimmten Größe wird das aber recht unübersichtlich. Bei uns im Dorf gab es auch schon mal die Diskussion, ob man nicht Straßennamen einführen sollte. Doch waren sich alle einig, dass man dann ein Stück Identität des Dorfes aufgibt und so blieb es beim Nummernsystem.

Am Samstag war ich der kleinen fränkischen Ortschaft Kirchröttenbach, wo man aber mal Straßennamen eingeführt hatte. Scheinbar konnte man sich aber nicht auf vernünftige Namen einigen und so wurden die Straßen einfach mit Buchstaben versehen. Amüsiert haben wir uns dann mehrmals prächtig über Straßenschilder wie diese hier:

Auf die Schnelle habe ich leider keine weiteren Infos gefunden, wie es zu diesen kreativen Namen kam. Aber vielleicht wissen meine fränkischen Leser ja Rat?

Die Wandersagen vom freundlichen Araber und stinkenden Autos

Ich war ja noch nie auf dem größten Kostümfest der Welt, das jährlich in München stattfindet. Aber weil ja gerade nichts anderes mehr im Fernsehen zu laufen scheint als Oktoberfest (und Tigerente) und weil jetzt zum Ende der Wiesn alle wegen angeblicher Anschlagsdrohungen durchdrehen, möcht ich auch noch was beisteuern.

Wieder macht sie die Runde, die Sage vom gefundenen Geldbeutel eines reichen Arabers. Weil der ehrliche (deutsche) Finder keinen Finderlohn nehmen wollte, hätte der freundliche Araber dann angeblich vor einem Besuch der Wiesn an einem bestimmten Tag gewarnt. Dieses Märchen ist zum ersten Mal 2001 nach den Anschlägen in New York aufgetaucht und kehrt seitdem jährlich wieder. Mal soll man nicht am Mittwoch, mal nicht am Wochenende, mal gar nicht auf die Wiesn gehen. Alles Blödsinn und die Geschichte natürlich frei erfunden. Übrigens wurde dieses Jahr auch noch keine Bombe entschärft, kein Zelt geräumt und auch wird der Rest der Wiesnzeit nicht abgesagt.

Das Einzige, was diese Geschichten bewirken ist Panik bei manchen Menschen, die sich von sowas beeinflussen lassen. Dazu ergreifen diverse Innenminister die Situation um uns wieder neue Überwachungsgesetze und -kameras anzudrehen. Zu unserer eigenen Sicherheit versteht sich. Die Welt ist ja so Böse geworden.

Ein anderes solches Märchen kenne ich schon aus meiner Jugend. Da konnte man angeblich einen neuwertigen Ferrari für 1000 Mark kaufen. Grund für den günstigen Preis war der Gestank einer Leiche, die ein paar Wochen im Inneren verwest sei. Weil der Gestank nicht mehr aus den Teppichen und Sitzen zu bekommen sei, würde das Auto quasi verschenkt.

Gemeinsam haben solche Märchen immer eines. Der Erzähler hat es immer vom Freund eines Arbeitskollegen, den man aber nicht kennt oder die Schwester hat in der Kneipe von jemanden gehört, der es am Nebentisch erzählt hat oder oder oder.

USA führt „Praxisgebühr“ ein

Ich mein, es ist schon klar, dass diese ganzen Kontrollen bei der Einreise in die USA kosten und die Technik dafür nicht billig ist. Und weil es ja sowieso keinen rechten Spaß mehr macht, in die USA zu reisen, können die Amis auch ruhig gleich noch zusätzlich 10 Dollar Eintrittsgebühr verlangen. Und spätestens wenn dann der Dollar endgültig nichts mehr wert ist und der Zwangsumtausch kommt, behält Klaus Stuttmann recht. Aber eines könnt Ihr gleich vergessen: Wenn Ihr dann mal nach Europa reisen dürft, Begrüßungsgeld bekommt Ihr keines von uns!

10 Dollar Einreisegebühr

Nachtrag: Der US-Senat hats bereits abgesegnet. Ich hoffe nur mal, die EU führt dann wenigstens den Blödsinn im Umkehrzug auch für die Amis ein.

Das perfekte (Promi-?) Dinner

An verregneten Sonntagnachmittagen kommt man ja gelegentlich in die Verlegenheit, ins perfekte Promidinner reinzuzappen. Wenn man Glück hat, kennt man einzelne der beteiligten Akteure. Manchmal denke ich mir, dass ich vielleicht ein zu großer Fernsehbanause bin, weil ich Schauspieler, Moderatoren  oder Boxenluder mit zu niedrigen IQ einfach gar nicht beachte. Aber scheinbar geht es nicht nur mir so, denn bei Frau Schnutinger habe ich eben den passenden Cartoon zur Sendung entdeckt:

Das perfekte Promidinner

Die Frauen freuen sich

Eines vorweg: Firmenpleiten sind alles andere als erfreulich. Mal sind sie unvermeidlich und absehbar, mal ein Befreiungsschlag. Mal sind die Heuschrecken schuld oder es ist politisch gewollt. Es gehen aber immer Arbeitsplätze verloren, von denen viele Einzelschicksale abhängen.

Steven hat letzte Woche schon darüber berichtet, dass mit der Insolvenz von Schiesser wohl viele Frauen erleichtert aufatmen werden. Das Klischee vom Liebestöter aus Feinripp kennt jeder, indes zustimmen wird so mancher Mann dem nicht.

Mit der Pleite von Märklin verhält es sich ähnlich. Zwar spielen auch Kinder gerne mit Eisenbahnen und zu Weihnachten schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Mit einer Modelleisenbahn unterm Christbaum tut sich der Familienvater immer selbst einen Gefallen. Spätestens am zweiten Weihnachtsfeiertag wird das Geschenk des Sohnemanns beschlagnahmt und der Junior darf nur noch aus sicherer Entfernung zuschauen. Den Rest der Weihnachtsferien quengelt dann der Kleine bei der Mutter über den Erzeuger und ein Ehekrach ist vorprogrammiert – spätestens dann, wenn die Hausfrau mit dem Staubsauger den Gleisen zu nahe kommt. Unter diesem Gesichtspunkt trifft diese Karikatur den Nagel wohl auf den Kopf.

Märklin ist pleite

Warum man Anwälten …

am besten gleich gar keinen Aufnahmeantrag für das eigene Fitnessstudio gibt. 😉

Wenn HealthCity mir jetzt noch eine Kündigung schickt, wären wir zum 31. Juli auseinander. Nicht zum 1. März. An sich habe ich eigentlich schon jetzt keine große Lust mehr, aber in mir erwacht gerade die Kampfeslaune und ich mutiere zum Prinzipienreiter. Was ich in eigener Sache eigentlich nur höchst selten bin.

Aber wenn man mich für dumm verkauft, ist das fast eine vegetative Reaktion. Da kann ich nichts gegen machen. Deshalb schon mal die klare Ansage: Wenn das Drehkreuz am Eingang für mich ab dem 1. März geschlossen sein sollte, gibt’s eine Fortsetzung der Geschichte.

Gerne auch vor Gericht.

Ja ja, der Lawblogger.

Krankhaft perverse Kontrollfreaks

Der Nackt-Scanner, den ein paar EU-Kontrollfreaks für die Flughäfen der Gemeinschaft zulassen wollen, wird zumindest in deutsche Flughäfen keinen Einzug finden. Bleibt abzuwarten, in welchen Ländern man sich von dem umstrittenen Gerät mehr Sicherheit erhofft und das menschenunwürdige Teil trotzdem einführt. Auch bin ich sicher, dass früher oder später die ersten Bilder oder Videos aus diesem Teil im Netz auftauchen werden.

Ich kann Erwin Pelzig nur zustimmen, wenn er meint, dass sich solche Geräte nur Leute einfallen lassen können, die in der oralen oder analen Phase in der Kindheit eine Störung hatten. Heute sind sie eben krankhaft pervers, wurden zu Kontroll-Onanisten und machen Sicherheitspolitik. Ein Hörbefehl!

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Nachtrag: Das war Artikel Nummer 1500!!!