Archiv der Kategorie: Nachhaltigkeit

Positives von Jack Wolfskin – endlich mal wieder

Ich kann mich noch gut an meine Jugend erinnern, als wir noch harte Jungs waren und in schlechter Ausrüstung im Winter das Zelt im Schnee aufschlugen. Dann kam langsam die Outdoorindustrie in Gang und als dann auf einmal ein Produkt nahmens Gore-Tex auf den Markt kam, schneiderten diverse Hersteller die lustigsten Teile daraus. Schöffels Gore-Blouson gab es in den schrecklichsten Farben und auf Ski plusterte sich das Teil so auf, dass man damit aussah wie das berühmte Männchen vom Reifenhersteller Michelin. Bei Odlo erinnere ich mich noch an eine eng geschnittene Jacke, unter der man stank wie ein Iltis, einem Problem, mit der die Sportunterwäsche der Firma noch heute kämpft. Jack Wolfskin kam damals auch grad richtig auf den Markt und ich muss sagen, die Marke war damals echt in. Gut, der Markt war damals noch überschaubar. The North Face war unbezahlbar und Fjäll Raven doch eher was für die jagende Zunft. Nein, Jack Wolfskin war anfangs ziemlich hip.

Davon ist leider nicht mehr viel übrig. Zunächst waren da Qualitätsprobleme und dann drängte man auf den Massenmarkt. In jedem Kaufhaus gibt es jetzt Produkte von Wolfskin und letzte Woche hab ich im Hof der Hühnerbrüterei im Nachbardorf schon die Fähnchen mit der Tatze gesehen. Die verkaufen dort nämlich auch Kinderkleidung und Fleecepullis mit dem Logo gehen scheinbar gut bei jungen Müttern. Die Werbung auf Fußballtrikots tat ihr übriges, dass Wolfskin in punkto Coolnessfaktor endgültig auf dem Level von TCM angelangt ist. Als dann noch das grandiose Eigentor mit der Dawandaabmahnung kam, meinte man endgültig, da ist Hopfen und Malz verloren.

Auch über die Ökologiebemühungen der Firma wird in Kennerkreisen nur geschmunzelt, aber mit dem Beitritt zur Fair Wear Foundation macht man jetzt einen richtigen Schritt in Richtung sozialer Kompetenz. Nach Mammut und Odlo ist das jetzt die dritte namhafte Marke, die sich der Organisation anschließt und mit einem Blick nach Franken ist zu hoffen, dass sich nun auch endlich einer der Großen besinnt und konsequent auf ethische Grundsätze bei der Produktion achtet.

Ein Land, eine Müllkippe

Nach acht Tauchurlauben in Hurghada hatte ich dieses Mal wirklich die Hoffnung, dass es im Süden des Landes nicht gar so verdreckt ist, wie in der Touristenhochburg. Und so ging es in der ersten Woche nach Port Ghalib ins Crowne Plaza Sahara Oasis. Das war eigentlich als Schickimicki-Urlaubsparadies der kuwaitischen MAK Group geplant. Herausgekommen ist eine Hafenpromenade, die mich eher ans Legoland erinnert und drei Hotels, die unbestritten erstklassig sind. Hier ist alles auf Hochglanz poliert und in der Marina glänzen ein paar schöne Yachten in der Sonne.

Bereits auf dem Weg vom nahen Flughafen zeigte sich aber das typische Ägyptenbild. Überall Müll, überall Dreck. Die großen Hotels fahren ihren Müll zwar wenigstens in Säcken auf große Müllkippen in der Wüste. Dort werden die Säcke dann aber entweder von Tieren zerfetzt oder die Einheimischen suchen nach Verwertbarem. Der Wind tut dann den Rest. Dazu kommt dann, dass es in den Köpfen der Bevölkerung noch nicht angekommen ist, dass man Abfall nicht einfach aus dem Autofenster wirft.

Richtig entsetzt war ich aber, dass auf den Tauchausflügen (rund um Marsa Alam macht man Minibusausflüge) der Müll auch einfach liegengelassen wird. Kein Wunder, dass es schon bald überall so aussieht:

Müllkippe

Da macht Tauchen dann doppelt Spaß. Da der Wind am Roten Meer meist aus Norden kommt, bläst es den Abfall wenigstens eher landeinwärts, was dafür sorgt, dass im Wasser kaum Abfall zu finden ist. Aber als naturliebenden Menschen tut einem manchmal regelrecht das Herz weh.

Minimal besser war die Situation in der zweiten Woche im tiefen Süden. Hamata liegt rund 100 Kilometer vor der Grenze zum Sudan und es gibt dort nur ein kleine Anzahl von Hotels und kaum Dörfer. Und trotzdem: Auf der Rückfahrt zum Flughafen Hurghada ging es viereinhalb Stunden durch die Wüste, immer vorbei an Plastiktüten und leeren Getränkeflaschen. Ein Land, eine große Müllkippe.

5300 Euro für krebskranke Kinder

Logo Rückenwindlauf
Am 29. August fand in Garching der Rückenwindlauf zugunsten der Elterninitiative Krebskranke Kinder München e. V. statt. Von den 15 Euro Startgeld wurden 10 Euro für die Benefiz-Aktion abgezweigt und aufgrund zahlreicher anderer Spenden konnte jetzt ein Scheck über 5300 Euro für krebskranke Kinder überreicht werden.

Rückenwindlauf Spendenscheck

„Wir freuen uns über diese Zuwendung unglaublich“, sagte Hans Kiel, Vorsitzender der Elterninitiative, „da es wirklich an vielen Punkten fehlt.“ So sind etwa Musik-Therapien, spezielle Ernährungskurse, Eltern-Zimmer in Kliniknähe, eine vernetzte psychosoziale Nachsorge, die ambulante Tagesklinik, ein angemessener Personal-Schlüssel oder die Organisation kleiner Kinder-Feste nur dank privater Spenden machbar.

Übrigens heißt es am 7. August 2010 wieder rein in die Laufschuhe. Dann geht der Rückenwindlauf in die zweite Runde!

Schafferhof Flair

So manch schöne Kneipe gibt es bei uns in der Gegend. Wenn man sie auch manchmal ein wenig suchen muss, so findet man sie mit ein wenig Gespür doch recht schnell. Der Schafferhof in Neuhaus bei Windischeschenbach zählt zweifelsfrei dazu und ist doch nochmal irgendwie anders. Vielleicht liegt es am Zoigl, vielleicht am alten Gemäuer, das liebevoll restauriert wurde. Vielleicht aber auch an der Einfachheit, wie hier die Dinge angegangen werden. Vergangenen Freitag waren wir zur Groovenight da. Auf drei Bühnen spielten leicht zeitversetzt sechs Bands und für die 12 Euro Eintritt konnte man zwischen allen hin- und hertingeln. Dazu gab es frisches Zoigl für – festhalten – 1,60 Euro die Halbe. Im Herrgottswinkel unter der Maria gaben die Bands alles und so wurden Zapfhahn, Band und Publikum bald eins.

Groovenight am Schafferhof

Rookie Jam am Schafferhof

Während dann die „Bikinipunkband“ Rookie Jam auf der Tenne einheizte, fanden sich in der Zoiglstube Bite the Beagle und WickerWork zur Jamsession zusammen. Aber seht selbt:

[youtube Zyi5iuvoRoY]

Nächster Zoiglausschank am Schafferhof ist übrigens  vom 21.08. bis 24.08. Da gibt es dann den „Original Bauernsfünfer“ und die Band „MASH“ bei freiem Eintritt!

Heilfasten

Ein wenig ruhig ist es hier die letzten Tage. Am Montag hab ich nun endlich meine Heilfastenkur begonnen und die ersten Tage bin ich da immer ein wenig müde. Kompliziert denken vermeide ich da, wo es nur geht. Stattdessen zwinge ich mich zum Sport, der mir dann endgültig die Couchschwere in die Beine treibt. Sicherlich könnte ich beispielsweise über das Zickengehabe von Gema und YouTube schreiben oder ein wenig über den neuen Sportverein vom rosa Riesen spekulieren, aber grad vorhin habe ich die Bestätigung bekommen, dass ich lieber eine kleine Blogpause machen sollte. Da hat mich nämlich mein Krankengymnast gefragt, was ich denn am Wochenende so gemacht hätte. Ungelogen, ich habe 30 Sekunden überlegen müssen, bis mir eingefallen ist, dass ich eine LAN-Party organisiert habe, wo ich das ganze Wochenende Call of Duty spielte. Naja, ein kleiner Aprilscherz ist schon noch rausgesprungen.

Der Papst und die Kondome

Der Papst und die Kondome
(Klaus Stuttmann)

Die Meinungen und Ansichten der Katholiken Anführer der katholischen Kirche verursachen bei Menschen mit gesundem Menschenverstand mitunter sowieso nur Kopfschütteln. Wenn Joseph Ratzinger jetzt aber erklärt, dass Kondome das Aids-Problem in Afrika noch verschlimmern, sollten schön langsam Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit erlaubt sein. Das Schlimme an der Sache ist, dass ihm das in Afrika geglaubt wird und er damit die Aufklärungsarbeit der Organisationen kaputt macht. Ich mein, als europäischer Pfarrer ist die Gefahr nicht so groß, sich anzustecken. Schließlich sind die jugendlichen Ministranten meistens gesund und kaum HIV-positiv. Die Lösung des afrikanischen AIDS-Problem aber in „spirituellen und menschlichen Erwachen“ zu sehen, ist schon mehr als fahrlässig.

(Heil-) Fastenzeit

Das Ende der Faschingszeit naht schön langsam und die Fastenzeit beginnt. Zwar bin ich eher kein recht gläubiger Katholik, aber ich lege trotzdem meine jährliche Heilfastenkur in diese Zeit. Warum schreibe ich aber jetzt schon darüber? Einfach, weil Heilfasten keine Spontanentscheidung sein sollte. Der Kopf braucht eine gewisse Vorlaufzeit. Ich tue mich dann leichter, wenn ich weiß, dass es an Tag X in zwei oder drei Wochen losgeht.

Worum geht es beim Heilfasten? Von einem sollte man sich schnell frei machen. Fürs Abnehmen bringt es eher nichts. Da gibt es bessere Methoden, die auch langfristig mehr bringen. Zwar kann man die Heilfastenkur als Start für eine Ernährungsumstellung nehmen, aber es bedarf nach meiner Erfahrung ungeheuer viel Willenskraft, nach Ende der Fastentage diszipliniert zu bleiben.

Die Fastenkur sollte vielmehr zur Reinigung des Körpers gemacht werden. Viele schwören auch auf die heilende Wirkung des Heilfastens bei diversen Krankheiten wie Rheuma, Verdauungsbeschwerden oder Allergien. Der Körper baut Fett ab und schwemmt Giftstoffe über Darm, Blase und Haut aus. Selbst an den Wimpern bemerke ich immer wieder Salzkrusten. Richtig krass war es bei meinem ersten Mal. Da musste ich zweimal täglich duschen, da meine Haut immer regelrecht verkrustet war.

Ich leite die Fastenkur immer mit zwei Vorbereitungstagen ein. Am ersten Tag esse ich kein Fleisch und keine Wurst. Am zweiten Tag gibt es nur Obst (alles ausser Weintrauben und Bananen). Ernst wird es am dritten Tag, dem ersten Fastentag, ab dem es nichts mehr zu essen gibt  und eine Darmsäuberung ansteht. Wer ein Fan von Einläufen ist, der kann sich gerne einen verpassen. Ich für meinen Teil trinke lieber Glaubersalz, bzw. das angenehmere Passagesalz. Den Rest des Tages sollte man sich dann nicht mehr weit von der Toilette entfernen. Der zweite Fastentag ist für mich immer der anstrengendste. Da treten bei mir alle Beschwerden verstärkt auf, die ich sonst nur leicht spüre. Kreuz-, Zahn- und Kopfschmerzen, all das kommt bei mir dann geballt. Ab dem dritten Tag wird es dann täglich besser, das Hungergefühl ist weg und nur der Kopf meint gelegentlich, man müsse etwas essen. Die nächsten Tage stellt sich dann bei mir regelrecht ein Hochgefühl ein und ich frage mich, warum ich das nicht viel öfter mache.

Während der ganzen Heilfastenzeit, die mindestens eine Woche andauern sollte (ich faste immer 10-14 Tage) gibt es nur Wasser, Tees und Gemüsebrühe. Bei der Gemüsebrühe nehmen viele Fertigbrühwürfel, was ich aus zwei Gründen nur ungern mache. Erstens sind da oft künstliche Geschmacksstoffe drin und zweitens riecht der ganze Körper irgendwann nach dieser Brühe. Wir kochen lieber selbst Gemüse aus und ich schöpfe dann die Brühe ab. Gelegentlich gibt es bei mir dann noch ein halbes Glas Orangensaft.

Während der ganzen Zeit sollte man sich nicht stressen. Ich brauche im Schnitt ein bis zwei Stunden mehr Schlaf pro Tag. Nach der Arbeit mache ich ein kleines Nickerchen von 10 Minuten und betätige mich danach sportlich. Es ist kein Problem, joggen oder walken zu gehen. Der Körper ist leistungsfähig, solange der Puls nicht zu weit nach oben geht. Für mich ist die Heilfastenzeit gleichzeitig meist der Auftakt für die intensivere Trainingszeit. Grundlagenausdauer kann man gut trainieren und in einem Jahr bin ich während einer Fastenwoche mal 70 Kilometer gelaufen, ohne dass es mit schwer gefallen wäre.

Beendet man die Fastenperiode darf man vorallem einen Fehler nicht machen. Gleich wieder normal essen, als wäre nichts gewesen. Das Verdauungssystem muss sich erst wieder an die Nahrung gewöhnen und das muss mit ganz kleinen Portionen geschehen. Auch der Stoffwechsel hat sich während der Fastenzeit umgestellt. Möchte man den Gewichtsverlust nicht gleich wieder auffuttern, sollte man die Portionen entsprechend klein wählen, was aber weiter kein Problem ist, da sich ein Sättigungsgefühl schnell einstellt, solange der Magen so klein ist.

Mehr Infos zu diesem Thema gibt es auch im Blog zur Naturheilkunde und auf der Webseite von Heilpraktiker René Gräber. Er hat auch ein Buch veröffentlicht, das sicherlich ein guter Einstieg für Menschen ist, die zum ersten Mal eine Fastenkur machen wollen.

Reicht ein wenig Gerede?

Neulich habe ich ja schonmal über H&M geschrieben. Jetzt wo öffentlich wurde, was wohl jeder schon über KiK und Lidl geahnt hatte, gab es bei Maybritt Illner eine Talkshow zu dem Thema Arbeitsbedingungen, Ausbeutung und Konsumkrise.

Viel harte Arbeit für wenig Geld. Suma Sarker, Näherin aus Bangladesh, arbeitet sieben Tage die Woche von acht Uhr morgens bis 22 Uhr abends – für 29 Euro im Monat, erzählte sie bei Maybrit Illner. Auch Shahida Sarker, Chefin von Bangladeschs Textilarbeitergewerkschaft NGFW, schilderte eindrücklich die Lebens- und Arbeitsbedingugen in Bangladesch.

Ich habe die Sendung leider nicht gesehen, aber ich werde es wohl noch nachholen. Jochen hat die Sendung gesehen und vorallem die Aussagen von Hans Rudolf Wöhrl kritisiert er recht drastisch.

Eigentlich müsste ich ja auch vor dem Fernseher sitzen und mir den Rest der Sendung geben, doch der scheinheilige Auftritt von Rudolf Wöhrl hat mir derart die Galle in die Augen getrieben, dass ich mal doch lieber schreibe, bevor ich platze. Laut Herrn Wöhrl sind es mal wieder Politik und Konsument, die den Karren aus dem Dreck ziehen sollen, der Handel kann das natürlich nicht leisten. Dieser brillianten Analyse stellt der Mann auch gleich seine noch brillianteren Rechenkünste entgegen: den doppelten Preis würden faire Produkte im Handel dann kosten und dazu ist der Konsument eben nicht bereit. Aha! Wenn die Näherin in der Konfektion also 10 Cent pro Hose mehr bekommt, steigt der Preis einer Hose bei Wöhrl demnach von 100 auf 200 Euro. Kein Wunder, dass der Mensch so reich geworden ist… bei dieser Margenerwartung.

Den Rest von seinem lesenswerten Beitrag gibt es hier:
Sweatshopproduktion Thema bei Maybrit Illner – aber ist das genug?

Nikolaus und vergleichbare Wintergestalten

Mit meinem fränkischen Arbeitskollegen am Schreibtisch gegenüber habe ich schon manche Diskussion über die richtige Aussprache von bestimmten Wörtern gehabt. Als Oberpfälzer wird man sich mit einem Mittelfranken da natürlich nie einig. Zu unterschiedlich sind die Wurzeln der Sprachen.

Aufklärung bingt jetzt die Bayerische Landesbibliothek. Sie hat einen Sprechenden Sprachatlas von Bayern ins Netz gestellt. Viele Sprachproben von Urgesteinen der verschiedenen Gegenden Bayerns sind darin zu finden. Unbedingt hörenswert! Ich sag nur Sprachlabor Oberpfalz!

via Heise

Report: H&M schwer in der Kritik

Report Mainz hat schweres Geschütz (mit Video) gegen Hennes & Mauritz aufgefahren. Von Misshandlungen, sexueller Nötigung und Hungerlöhnen wurde da gestern berichtet. Das alles passiert bei einem Zulieferer in Dhaka, Bangladeschs Hauptstadt, wo die Angestellten der Fabrik „Haus des Sonnenscheins“ seit 2006 gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne protestieren.

Ich mein, man muss ja nur ein wenig überlegen. H&M findet man häufig in besseren Einkaufszentren, Ladenpassagen oder in den Innenstädten. Überall da, wo die Mieten also eher teuer sind. Die Preise sind aber fast auf einem Discountniveau. Dass das nicht ganz zusammengehen kann und dann in Billiglohnländern unter enormen Leistung- und Preisdruck produziert wird, ist irgendwo einleuchtend. Da hilft es auch nicht, wenn HundM einen Verhaltenskodex für Lieferanten aufstellt. Wenn dieser nur halbherzig umgesetzt wird, ist der das Papier nicht wert, auf den er gedruckt wurde.

“House of Sunshine” produziert übrigens auch für C&A und CARREFOUR.

Via Kristen Brodde, die sich seit 2006 Beiträgen für Grüne Mode einsetzt und durch ihre Aktion bei Tchibo bekannt wurde.

Pestizide in Kräutern und Gewürzen

Greenpeace hat vor zwei Wochen in verschiedenen Supermarktketten 33 Proben von Paprikapulver, Dillspitzen, Pfeffer, Ingwer, getrocknete und frische Petersilie gekauft. Der Test auf Pestizide war erschreckend. Lediglich sechs Proben waren frei von nachweisbaren Pestiziden.

Eingekauft wurden die Kräuter und Gewürze bei sechs führenden deutschen Supermarktketten am 12.und 13. September in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt a. Main und Jena. Es zeigte sich, dass die Produkte von Edeka, Aldi, Kaisers-Tengelmann und Kaufhof insgesamt am stärksten belastet waren, die von REWE und Lidl hingegen deutlich besser abschnitten.

 

Besonders negativ fielen Paprikapulver, Dill und getrocknete Petersilie auf. In einem einzigen Gläschen Paprikagewürz aus einer Hamburger Edeka-Filiale fand Greenpeace allein 22 verschiedene Spritzmittelwirkstoffe – die höchste Mehrfachbelastung, die bei Greenpeace-Tests bisher festgestellt wurde. Ein trauriger Rekord.

Wohl bekomms! Der ganze Bericht.

Österreich verbietet Gen-Mais

Warum geht das nicht auch bei uns Herr Seehofer? Ist die Gentechnik-Lobby zu zahlungskräftig?

Österreich hält nun bei sieben Verboten von in der EU zugelassenen Gentech-Pflanzen. Neben MON863-Mais und den drei Rapslinien Ms8, Rf3 und Ms8xRf3 ist auch der Anbau der Gentech-Maissorten MON810 und T25 sowie der Import der gentechnisch veränderten Rapssorte GT73 verboten.

Spende – Kleine Energiekugel

Für diese Trigamiaktion gab es von EnBW 107,80 Euro. Auf der Suche nach einem geeigneten Spendenempfänger für den Betrag (ich hatte dabei an alternative Energie gedacht), habe ich zufällig ein Interview mit Ruth Mellentin auf Bayern2 gehört.

Solarkocher

In ihrem Verein „Ampoule de l’énergie solaire“ bzw. Solarenergiekugel. setzt sie sich für die Menschen im Kongo ein und finanziert dort Solarkocher:

Vielerorts auf „unserer Erde“ sterben Menschen an verseuchtem Trinkwasser. Und viele Frauen und Kinder begeben sich täglich – in Afrika und anderswo – auf die beschwerliche, in Krisengebieten auch gefährliche Suche nach Brennmaterial. Landflucht hat dazu geführt, dass es – unter anderem in Kinshasa – unzählige „Straßenkinder“ gibt.
Solarkocher entlasten vom täglichen Holzsammeln, schützen den Baumbestand und ermöglichen abgekochtes Wasser und auch warme Mahlzeiten.
Gestützt auf das Know-How der EG-Solar, der Entwicklungshilfegruppe der Staatlichen Berufsschule Altötting e.V., wollen wir praktische Hilfe leisten und die Idee des solaren Kochens verbreiten. Unter eg-solar.de finden Sie weitere technische und ökologische Hintergrundinformationen.

Falls von Euch jemand Ruth Mellentin unterstützen möchte, kann er auf folgendes Konto spenden:

Ampoule de l’énergie solaire
c/o Ruth Mellentin
Konto-Nr. 1301-01-149579-12-00
Code Swift PRCBCDKI
PRO CREDIT BANK CONGO

Entwicklungshilfe ist Planwirtschaft – ohne Plan

Entwicklungshilfe ist Planwirtschaft, wenn auch eine ohne Konzept. Dass Ernährungsengpässe planwirtschaftlich beseitigt werden könnten, ist ein Gedanke, der bereits in der Sowjetunion, Nordkorea und Kuba unglücklich gescheitert ist. Die Afrikaner können einem manchmal leid tun, dass sie weiter als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Wie wahr, wie wahr. Zu Abwechslung mal wieder ein lesenswerter Artikel bei SpOn ==> ein Lesbefehl

43 Cent

Bei Greenpeace gibt es einen Einkaufsratgeber, welche Produkte empfehlenswert sind und welche weniger. Da wundert es nicht weiter, dass der Müllerkonzern (Müllermilch und Weihenstephaner) und Campina (Landliebe) auf der rote Liste stehen und sich zusammen mit Kraft, Metro, Hochwald, Humana, Metro beharrlich weigern, auf Genfuttermittel zu verzichten. Von den anderen negativen Machenschaften des Müllerkonzern hört man regelmäßig in der Presse.

Die Milchwerke Berchtesgadener Land gehen einen anderen Weg.  

Die Molkerei weist ihre 1.820 Landwirte an, keine Gen-Pflanzen zu verfüttern. In vielen Gesprächen mit den Bauern und der Futtermittelindustrie hat man dieses Ziel erreicht und setzt damit die Verbraucherwünsche konsequent um. Zurzeit wird an einem Kontrollsystem gearbeitet.

Da wundert es mich dann auch nicht, dass die heute als erstes den Bauern einen fairen Milchpreis von 43 Cent (bzw. 51 Cent für Biomilch) zugesagt haben. Damit bringen sie die andern Molkereien endlich in Zugzwang. Parallel hat heute Lidl kapituliert und ebenfalls höhere Preise versprochen. Die möchten nach den vielen negativen Schlagzeilen der letzten Wochen vielleicht mal wieder ein wenig positiver dastehen. Wer weiß.

Hinweisen möchte ich noch auf einen Beitrag bei Meg, aus dem gestern eine heftige Diskussion entstand.

Schipirit

„Schipirit braucht schon viel“ haben Dragan & Alder (alias Mundstuhl) mal festgestellt. Als Berufspendler, der täglich rund 110 Kilometer unterwegs ist, ist man derzeit auch nicht gerade erfreut, wenn der Spritpreis jenseits der 1,50 Euro liegt. Zwar hab ich keinen benzinfressenden BMW 328 wie die Freunde in dem Spot, sondern einen VW Passat 1,9 TDI, aber Diesel kostet mittlerweile ja genauso viel wie Superbenzin.

Seit mein Tempomat defekt ist, habe ich gemerkt, wie schwer es ist, sein Tempo auf der Autobahn zu halten und nicht schneller zu werden. Bei meinem letzten Besuch an der Tankstelle hab ich mir daher vorgenommen, mal wieder richtig auf meinen Spritverbrauch zu achten. Sonst brauchte ich im Schnitt so um 5,5 – 5,7  Liter. Für diese Tankfüllung habe ich mir vorgenommen, einen neuen persönlichen Rekord aufzustellen. Bei Tempo 100 war Ende, an der Ampel der Motor aus und an die Kreuzungen ließ ich es ausrollen so gut es ging. Wenn der Verkehr ein wenig dichter war, hab ich mir auf der Autobahn gelegentlich auch einen Laster gesucht und hab den Windschatten genutzt (schließlich ist man ja Radrennfahrer und weiß, wie sich der auswirken kann). Heute war ich wieder an der Tanke und was soll ich sagen – für die 1080 Kilometer seit meinem letzten Besuch habe ich einen Schnitt von 4,6 Liter geschafft. Wenn man sich anstrengt kann man also schon ordentlich was sparen.