Archiv der Kategorie: Sport

Titelbild auf dem Nereus-Magazin des SUSV

Nereus ist der älteste Sohn des Pontos und der Gaia. Sein Wohnsitz ist vorzugsweise das Ägäische Meer. So wundert es nicht, dass die Verbandszeitschrift des Schweizer Unterwasser-Sport-Verband (SUSV) diesen Namen trägt.

Vor einigen Wochen wurde ich bereits von einem Redakteur angeschrieben, ob sie eines meiner Bilder von Fischen verwenden dürften. Da alle meine Fotos unter Creative Commons veröffentlicht wurden, willigte ich natürlich ein. So wurde mein Napoleonfisch Titelstar auf der Ausgabe, die jetzt herausgekommen ist.

Zur Onlineausgabe des Nereus-Magazin 5/2010

Diesen Napoleonfisch gibt es übrigens auch als Wallpaper zum kostenlosen Download.

Optimismus siegt!

Zielfoto

Gestern war Marathon in München und ich wieder mit dabei. Nach dem Desaster auf den letzten Kilometern im letzten Jahr nahm ich mir heuer eigentlich gar nichts vor. Auch war die Vorbereitung, sagen wir mal suboptimal. Am Start traf ich noch einen Bekannten, der als Zugläufer für 3:15 engagiert war mir und auch mir seine Dienste anbot. Los gings um 10:00 Uhr und nach einem Kilometer hatte sich das Feld von 6000 Startern halbwegs einsortiert. Schnell merkte ich, dass mein Puls zu niedrig war und so forcierte ich ein wenig. Bereits bei Kilometer 15 bekam ich es ein wenig mit der Angst zu tun, denn die 5 km Marken passierte ich alle ziemlich genau um 21:40. Allerdings war der Puls noch immer konstant bei 155 und so gab es eigentlich keinen Grund zu bremsen. Die Halbmarathonmarke passierte ich bei 1:31:25 und bei Kilometer 30, bzw 2:09:50 fing ich innerlich langsam an zu rechnen. Als der Mann mit dem Hammer bei Kilometer 35 noch immer nicht da war und die Beine noch nicht übermäßig schmerzten, war ich mir einer Zeit unter 3:10 sicher. Aber selbst auf den letzten Kilometern bis ins Ziel wurde ich kaum langsamer und als es dann bei künstlichen Nebel mit Laserlicht und “I came for you” durchs Marathontor ging, da war es da, das Runner´s High. Als die Uhr im Ziel wirklich bei 3:04:51 stehenblieb konnte ich es kaum glauben. Die drittbeste Zeit meiner Karriere war das und wenn man bedenkt, dass meine Bestzeit mit 2:46 aus dem Jahr 1988 stammt, machts mich doppelt fassungslos.

Jetzt ist erstmal Wunden lecken angesagt, die Muskeln schmerzen schon gewaltig und ich fürchte, morgen wird es noch schlimmer sein. Aber die eine Woche bis zum Urlaub bring ich rum und dann geht es ab in den Süden, die Tauchgründe rund um Marsa Alam und Hamata rufen!

Countdown München Marathon 2009

Kleiner sportlicher Zwischenbericht.

Freundschaftsmarathon von Weiden nach Amberg am 20.09.2009: Zusammen mit dem frischgebackenen MTB-24h-Mixedteam-Weltmeister Alex Bauer habe ich den zweiten Platz mit einer 2:42 in der Wertung Run and Bike eingefahren. Wechselintervalle von acht Minuten am Anfang und fünf Minuten zum Ende haben das Tempo gleichmäßig hochgehalten und waren ein spitzenmäßiges Intervalltraining.

24h Lauf in Geisenfeld 25./26.09.2009: Fürs Stullner Hobbyteam teilte ich mir mit Martin die beiden Stunden von 23:00 bis 1:00 Uhr. Auf einem Rundkurs mit 2 km sind jeweils acht flotte Runden um die 7:10 – 7:20 min rausgesprungen. Dass es am Ende mit dem Team ein Platz im hinteren Drittel geworden ist, stört dabei nicht. Schließlich ging es für einen guten Zweck und mir ums Tempotraining. Fürs kommende Jahr hab ich dort etwas Besonderes vor. Ich möchte mit einem Viererteam an den Start gehen. Heißt dann eine Stunden laufen, drei Stunden Pause für jeden. Zwei bloggende Kollegen haben schon ihr Interesse angemeldet und wäre doch lustig, wenn wir als reines Bloggerteam an den Start gehen könnten.

Zwei Tage später dann ein langer Trainingslauf über 28 km und weil der so gut ging, hab ich mich direkt danach für den Marathon in München am 11. Oktober angemeldet. Am Sonntag dann nochmal ein 30er und ich sollte halbwegs fit sein.

5300 Euro für krebskranke Kinder

Logo Rückenwindlauf
Am 29. August fand in Garching der Rückenwindlauf zugunsten der Elterninitiative Krebskranke Kinder München e. V. statt. Von den 15 Euro Startgeld wurden 10 Euro für die Benefiz-Aktion abgezweigt und aufgrund zahlreicher anderer Spenden konnte jetzt ein Scheck über 5300 Euro für krebskranke Kinder überreicht werden.

Rückenwindlauf Spendenscheck

„Wir freuen uns über diese Zuwendung unglaublich“, sagte Hans Kiel, Vorsitzender der Elterninitiative, „da es wirklich an vielen Punkten fehlt.“ So sind etwa Musik-Therapien, spezielle Ernährungskurse, Eltern-Zimmer in Kliniknähe, eine vernetzte psychosoziale Nachsorge, die ambulante Tagesklinik, ein angemessener Personal-Schlüssel oder die Organisation kleiner Kinder-Feste nur dank privater Spenden machbar.

Übrigens heißt es am 7. August 2010 wieder rein in die Laufschuhe. Dann geht der Rückenwindlauf in die zweite Runde!

Darfs a bisserl schneller sein?

Heute war Halbmarathon in Regensburg und trotz Verletzungspause und meiner daher sagenhaften 200 Jahreskilometer habe ich mich von Martin breitschlagen lassen, für ihn wieder den Tempomacher zu spielen. 1:35 war eigentlich schon seit letztem Jahr ausgemacht und ein Testlauf letzte Woche gab mir die Gewissheit, dass ich das derzeit auch schon wieder laufen kann.

Manche Dinge lernen die Regensburger Veranstalter scheinbar nie. Dass 16 Toiletten im Startbereich für mehr als 5000 Läufer einfach zu wenig sind, gehört da eindeutig dazu. Warum man die Startnummernausgabe heuer mit ins Ausstellerzelt gezwängt hat, muss man ebensowenig verstehen, wie die Tatsache, dass dieses Jahr keine Teilnehmerlisten mit Startnummern ausgehängt waren. Wenn dann natürlich am Schalter niemand seine Startnummer weiß, braucht man sich über lange Schlangen auch nicht mehr zu wundern.

Wie gesagt, 1:35 war der Plan. Am Start empfing mich Martin dann mit: “Ich bin super drauf, wie wärs, wenn wir schneller laufen würden?” OK, wenn er meint!?! Und so haben wir uns dann nach zwei ruhigen Anfangskilometern an die Fersen des Zugläufers für 1:29 gehängt. Brav hab ich meine Pflichten als Wasserträger erfüllt und meinem Schützling gefüllte Becher angereicht. Bei Kilometer 18 dann fast mein kleines Waterloo. Wie schon so oft vertragen sich meine Füße einfach nicht mit alten ausgewaschenen Pflastersteinen im Format von 20 Zentimeter. Voll aus dem Tritt gekommen bemühte ich mich auf dem Kilometer durch  Stadtamhof und über die Steinerne Brücke um Schadensbegrenzung. Trotzdem klaffte bald ein Loch von 100 Metern. Wieder auf anständigem Teer konnte ich dann wieder anziehen und die Lücke ein wenig verkleinern. Bei 1:30:09 blieb die Uhr dann für mich stehen, womit ich wirklich mehr als zufrieden bin. Schließlich bin ich quasi ohne Vorbereitung an den Start gegangen. Gratulation aber an Martin, der mit 1:29:54 seine Bestzeit um mehr als acht Minuten verbessern konnte!

Im Einzelfall beteiligt

Mit Klaus Baarck, Gerhard Böttcher, Rainer Pottel, Maria Ritschel und Klaus Schneider haben jetzt fünf Leichathletiktrainer Ihre Beteiligung am staatlich organisiertes Dopingsystem der DDR zugegeben:

“Wir waren im Einzelfall am Einsatz unterstützender pharmazeutischer Substanzen beteiligt. Uns war bekannt, dass diese den Regeln des Sports widersprach, doch fühlten wir uns durch die Vorgaben des Staates legitimiert. Bei einer Weigerung, diese Mittel weiterzugeben, hätten uns der Ausschluss aus dem Leistungssport und damit erhebliche berufliche Nachteile gedroht.”

Warum kommt mir diese Ausrede nur so bekannt vor? Haben wir solche Sätze nicht schon so oft in der Geschichte gehört? Nach dem Krieg hat ja entweder keiner was gewußt oder war nur in der Partei, weil er mußte. Nach der Wende beteuerten die IMs der Stasi immer wieder, dass sie zur Mitarbeit gezwungen waren, weil sie sonst Repressalien zu erwarten gehabt hätten oder die Kinder nicht auf die Uni hätten gehen dürfen. Oder, oder, oder.

Schon immer hat sich die Spreu vom Weizen getrennt, wenn die Wahl zwischen Karriere und persönlichem Gewissen zu treffen war. Die Dopingtrainer der DDR haben wohlwissend im System mitgespielt. Ihnen war der persönliche Erfolg wichtiger als die Grundwerte des Sports. Sie haben damals die Entscheidung getroffen, dass sie Ihrem Erfolg durch Betrug auf die Sprünge helfen wollen.

Jetzt haben diese fünf Dopingtrainer ihre Schuld in einem Brief zugegeben. Wenn dies nach so langer Zeit geschieht, liegt der Verdacht nahe, dass sie eine mögliche Aufdeckung befürchten und einer Suspendierung zuvorkommen wollen. Für die Funktionäre des DLV ist damit die Sache scheinbar erledigt. Schließlich beteuern die fünf ja, seit 1991 rein gar nichts mehr mit Doping zu tun gehabt zu haben. Was auch sonst? Ist das die Art, wie wir in Deutschland das Dopingproblem angehen wollen? Einfach lang genug warten, dann ein wenig bedauern und gut ists?

Meilenweit entfernt

bin ich von dem, was man eine gute Form nennt. Meine Standardrunde mit 14 km bin ich eben in 1:15 und einem Durchschnittspuls von 165 rumgewalzt. Für den dritten Trainingslauf nach gut acht Wochen Zwangspause kann ich aber wahrscheinlich auch nicht mehr erwarten. Klar, meine Fasterei bremst auch ein wenig, sorgt aber wenigstens dafür, dass man nicht übersäuert und ein Muskelkater ausbleibt. Immerhin waren heute zum ersten Mal wieder kurze Laufsachen angesagt. Noch sieben Wochen bis zum Halbmarathon in Regensburg. Wird noch ein harter Weg, aber ich bin zuversichtlich, dass ich meine jährlich wiederkehrenden Pflichten als Tempomacher erfüllen kann. Morgen früh wird dann mein Rennrad mit dem Staubwedel traktiert, bevor es am Nachmittag für die ersten Stunden auf die Straße darf. Mal schauen, wie die Jungs aus Wernberg aus dem Winter gekommen sind.

Doping im Biathlon

Jetzt tun sie wieder alle so furchtbar überrascht, obwohl sich doch jeder denken kann, dass es im Biathlon nicht sauber zugeht. Kamen doch letztes Jahr erst deutsche Sportler in Verruf, doch zwecks endgültigen Beweisen passierte weiter nichts. Wenn jetzt die drei Russinnen erwischt wurden, zeigt das nur einmal mehr: Wo Geld im Sport ist, wir gedopt und je mehr Geld im Spiel ist, desto weniger Interesse besteht, dass aufgeklärt wird. Was glaubt Ihr, warum im Fuentesskandal kein spanischer Fußballer gesperrt wurde, obwohl doch überall zu lesen war, dass einige Spieler verwickelt waren? Nee, wenn dem Biathlonverband wirklich was daran gelegen wäre, dann würden wohl ein paar Fälle mehr bekannt. Dafür greifen die üblichen Abwehrmechanismen. Kati Wilhelm, die jetzt das gelbe Trikot übernimmt, ist überrascht und geschockt, die Österreicher dementieren und alle behaupten, dass es sowas in der eigenen Mannschaft nie geben würde. An welche Sportart erinnert mich das nur alles?

Ein Dopingopfer?

Eine der größten Gefahren beim Blut- und EPO-Doping sind Thrombosen und Embolien. Grund ist das eingedickte Blut, das durch den erhöhten Anteil der roten Blutkörperchen im Blut entsteht (erhöhter Hämatokritwert).

Es gibt viele Zeugen, die berichten, dass bei großen Rundfahrten Anfang der 90er Jahre die Radler nachts in den Hotelgängen auf und ab gehen mussten, um ihre Blutzirkulation wieder in Gang zu bringen. Auch ein 20 minütiger Kopfstand war geeignet den Wert um bis zu 3,1 % zu verringern, aber die Fahrer versuchten es am Abend dann doch lieber mit längerem Hochstellen der Beine. Ein Pulsmessgerät diente während des Schlafs als Alarmgerät sobald der Puls auf einen besorgniserregend niedrigen Wert sank.
Quelle: Cycling4Fans

Vergangene Nacht ist der Belgier Frederiek Nolf, während der Katar-Radrundfahrt, tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden worden.

(Heil-) Fastenzeit

Das Ende der Faschingszeit naht schön langsam und die Fastenzeit beginnt. Zwar bin ich eher kein recht gläubiger Katholik, aber ich lege trotzdem meine jährliche Heilfastenkur in diese Zeit. Warum schreibe ich aber jetzt schon darüber? Einfach, weil Heilfasten keine Spontanentscheidung sein sollte. Der Kopf braucht eine gewisse Vorlaufzeit. Ich tue mich dann leichter, wenn ich weiß, dass es an Tag X in zwei oder drei Wochen losgeht.

Worum geht es beim Heilfasten? Von einem sollte man sich schnell frei machen. Fürs Abnehmen bringt es eher nichts. Da gibt es bessere Methoden, die auch langfristig mehr bringen. Zwar kann man die Heilfastenkur als Start für eine Ernährungsumstellung nehmen, aber es bedarf nach meiner Erfahrung ungeheuer viel Willenskraft, nach Ende der Fastentage diszipliniert zu bleiben.

Die Fastenkur sollte vielmehr zur Reinigung des Körpers gemacht werden. Viele schwören auch auf die heilende Wirkung des Heilfastens bei diversen Krankheiten wie Rheuma, Verdauungsbeschwerden oder Allergien. Der Körper baut Fett ab und schwemmt Giftstoffe über Darm, Blase und Haut aus. Selbst an den Wimpern bemerke ich immer wieder Salzkrusten. Richtig krass war es bei meinem ersten Mal. Da musste ich zweimal täglich duschen, da meine Haut immer regelrecht verkrustet war.

Ich leite die Fastenkur immer mit zwei Vorbereitungstagen ein. Am ersten Tag esse ich kein Fleisch und keine Wurst. Am zweiten Tag gibt es nur Obst (alles ausser Weintrauben und Bananen). Ernst wird es am dritten Tag, dem ersten Fastentag, ab dem es nichts mehr zu essen gibt  und eine Darmsäuberung ansteht. Wer ein Fan von Einläufen ist, der kann sich gerne einen verpassen. Ich für meinen Teil trinke lieber Glaubersalz, bzw. das angenehmere Passagesalz. Den Rest des Tages sollte man sich dann nicht mehr weit von der Toilette entfernen. Der zweite Fastentag ist für mich immer der anstrengendste. Da treten bei mir alle Beschwerden verstärkt auf, die ich sonst nur leicht spüre. Kreuz-, Zahn- und Kopfschmerzen, all das kommt bei mir dann geballt. Ab dem dritten Tag wird es dann täglich besser, das Hungergefühl ist weg und nur der Kopf meint gelegentlich, man müsse etwas essen. Die nächsten Tage stellt sich dann bei mir regelrecht ein Hochgefühl ein und ich frage mich, warum ich das nicht viel öfter mache.

Während der ganzen Heilfastenzeit, die mindestens eine Woche andauern sollte (ich faste immer 10-14 Tage) gibt es nur Wasser, Tees und Gemüsebrühe. Bei der Gemüsebrühe nehmen viele Fertigbrühwürfel, was ich aus zwei Gründen nur ungern mache. Erstens sind da oft künstliche Geschmacksstoffe drin und zweitens riecht der ganze Körper irgendwann nach dieser Brühe. Wir kochen lieber selbst Gemüse aus und ich schöpfe dann die Brühe ab. Gelegentlich gibt es bei mir dann noch ein halbes Glas Orangensaft.

Während der ganzen Zeit sollte man sich nicht stressen. Ich brauche im Schnitt ein bis zwei Stunden mehr Schlaf pro Tag. Nach der Arbeit mache ich ein kleines Nickerchen von 10 Minuten und betätige mich danach sportlich. Es ist kein Problem, joggen oder walken zu gehen. Der Körper ist leistungsfähig, solange der Puls nicht zu weit nach oben geht. Für mich ist die Heilfastenzeit gleichzeitig meist der Auftakt für die intensivere Trainingszeit. Grundlagenausdauer kann man gut trainieren und in einem Jahr bin ich während einer Fastenwoche mal 70 Kilometer gelaufen, ohne dass es mit schwer gefallen wäre.

Beendet man die Fastenperiode darf man vorallem einen Fehler nicht machen. Gleich wieder normal essen, als wäre nichts gewesen. Das Verdauungssystem muss sich erst wieder an die Nahrung gewöhnen und das muss mit ganz kleinen Portionen geschehen. Auch der Stoffwechsel hat sich während der Fastenzeit umgestellt. Möchte man den Gewichtsverlust nicht gleich wieder auffuttern, sollte man die Portionen entsprechend klein wählen, was aber weiter kein Problem ist, da sich ein Sättigungsgefühl schnell einstellt, solange der Magen so klein ist.

Mehr Infos zu diesem Thema gibt es auch im Blog zur Naturheilkunde und auf der Webseite von Heilpraktiker René Gräber. Er hat auch ein Buch veröffentlicht, das sicherlich ein guter Einstieg für Menschen ist, die zum ersten Mal eine Fastenkur machen wollen.

Dresdenwochenende abgesagt

Zum zweiten Mal haben die Regensburger jetzt schon schlechte Erfahrungen mit den “Fans” von SG Dynamo Dresden gemacht. Einmal nahmen sie auf dem Heimweg von München den Rastplatz Pentling auseinander, jetzt haben sie in Regensburg selbst gewütet, als die Dresdner vergangenes Wochenende bei Jahn Regensburg spielten.

Gute Bekannte von uns hatten eigentlich für kommendes Wochenende bei meiner Frau eine Wochenendreise nach Dresden gebucht. Zu sechst wollten sie dort das vorweihnachtliche Treiben besuchen. Eine der Damen ist nun am Samstag beim Einkaufen in der Regensburger Innenstadt zwischen Dynamoanhänger und Polizei geraten. Was sie dabei erlebte, schockte sie nachhaltig. Jetzt haben die sechs Mädels ihren Trip nach Dresden aus Angst lieber storniert. Kommendes Wochenende spielt nämlich Dynamo Dresden zu Hause im Ost-Derby gegen Erzgebirge Aue. Und wer weiß, was da abgeht?

Kommt mit Armstrong das Ende der Tour de France?

Der Radsport hat es derzeit alles andere als leicht. Die Sponsoren und die Fernsehsender springen ab und jetzt hat auch noch Lance Armstrong verkündet, bei der Tour de France 2009 wieder an den Start zu gehen. Zuvor will er noch den Giro d’Italia bestreiten. Zwar möchte er bei der Tour nicht als Teamleader fahren, doch seine Mitstreiter sind ja auch nicht gerade unbeschriebene Blätter im Thema Doping.

Die Macher der Tour täten gut daran, Astana (wie 2008) auch dieses Jahr nicht einzuladen. Rüdiger meint, die Tourleitung hat vor, “aus der Leiche noch ein letztes Mal Kapital zu schlagen” und dass Lance Armstrong zum Türöffner für Astana wird. Für mich würde aber ein Armstrong und ein Team Astana am Start das endgültige aus der Tour bedeuten. Die Glaubwürdigkeit des Radsports ist augenblicklich dahin, wenn es aber nicht bald gelingt, den alten Ballast abzuwerfen, wird es mit diesem wunderschönen Sport bald ganz vorbei sein.

München Marathon: Abhaken und vergessen

Bis Kilometer 28 ging es gestern ganz gut. Zwar wurde ich nach dem Halbmarathon (1:30:23) ein wenig langsamer, bei Kilometer 30 lag ich aber noch auf einem Kurs von unter 3:10, was zu meinen Vorsätzen gepasst hätte. Doch dann kam der berühmte Mann mit dem Hammer und schlug so heftig zu, wie noch nie zuvor. Vielleicht lag es auch an dem leichtem Durchfall, den ich aus Hurghada mitgebracht hatte. Auf jeden Fall absolvierte ich die letzten Kilometer mit einem Schnitt von teilweise 6:30 (immerhin bin ich nicht gegangen) und da konnte einfach nicht mehr als 3:23:50 und Platz 707 am Ende rauskommen.

Ein wenig überrascht war ich über das schlechte Starterfeld in der Spitze. Der Gewinner hatte gerade mal eine Zeit von 2:21, was für eine Veranstaltung diesen Kalibers doch ein wenig ärmlich ist. Vor 15 Jahren landete ein Vereinskollege von mir in München mal mit 2:26 auf Platz 12. Damit wäre er gestern Dritter geworden! Überhaupt waren nur zwei Läufer unter 2:30. Vor ein paar Jahren noch undenkbar!

Hurghada und München Marathon am 12. Oktober 2008

Morgen früh sitzen wir im Flieger nach Hurghada und werden eine Woche die Tauchgründe im Roten Meer unsicher machen. Wenn wir dann wieder zu Hause sind, geht es gleich weiter nach München auf die Marathonstrecke. Heute habe ich die offizielle Teilnahmebestätigung bekommen. Falls jemand am 12.10. vor Ort ist, bitte die Startnummer 5327 anfeuern! Das bin nämlich dann ich.

PS: Alle Kommentare gehen während dieser Woche in die Moderationsschleife.

Eintauchen und Schweben

Zwei Wochen sind es noch, bis wir nach Ägypten fliegen. Mit dreizehn Mann/Frau im Schlepptau geht es am 3. Oktober für meine Frau und mich zum Tauchen nach Hurghada. Acht Tauchanfänger haben wir dabei, die am Ende hoffentlich als PADI OWD wieder nach Hause kommen. Der Rest hat den Schein schon. Und als hätten es die Redakteuere der NZZ gerochen, haben sie heute einen Artikel veröffentlicht, der so richtig Vorfreude macht: Eintauchen und Schweben.

Einatmen. Eine Säule aus Korallen ragt hoch zur glänzenden Wasseroberfläche, wo sich das Sonnenlicht in Myriaden einzelner Strahlen bricht und herunterdringt in die blau-violette Unterwasserwelt. In eine Welt von Stille und vollkommener Schönheit. Ausatmen. Tausend kleine Luftblasen steigen empor, während sich unsere Flossen unmerklich heben und senken. Die Korallensäule schiebt sich zwischen uns und den Sonnenfleck, und im Gegenlicht zeichnen tausend orange Fische ein prächtiges Gemälde. Einatmen. Die Vergangenheit, die Zukunft, den Alltag – alles haben wir hinter beziehungsweise über uns gelassen, in dem Augenblick, in dem wir eingetaucht sind in die Heimat von Korallen und Fischen – auf dem krönenden letzten Tauchgang unseres Tauchkurses.

Via Carolina – Autobahneröffnungslauf

Nun ist es also rum das sportliche Topevent der Gegend. Rund 800 Einzelstarter und 65 Staffeln wurden von Angie Merkel am Mittwoch auf die nagelnaue Autobahn 6 geschickt. Es kam einen so vor, als würde auf einmal alles laufen, was zwei Beine hat. Während die ganzen Volksläufe der Gegend regelmäßig kämpfen müssen, wenigstens 100 Starter zu bekommen, waren hier jede Menge Firmen- und Hobbymannschaften am Start.

Mit dem Bus ging es für alle von Wernberg aus zum Start, wo bereits der Festakt im Gange war. Die Reden von Angela Merkel und Günther Beckstein konnte zwar keiner hören, da alle Lautsprecher sinnigerweise in die andere Richtung strahlten. Wenn ich ehrlich bin, war mir (und wahrscheinlich auch dem Großteil der Läufer) das aber ganz recht. Großes Manko war aber die Anzahl der Toiletten. Der Start war am Parkplatz Stocker Holz, wo es genau vier Toiletten für rund 900 Läufer gab. Die Schlangen war entsprechend lang.

Mir persönlich ging es sehr gut und die angepeilten 1:35 für die Halbmarathonstrecke konnte ich um über sieben Minuten unterbieten und kam mit 1:27:24 ins Ziel. Dabei sprang dann Platz 33 in der Gesamtwertung raus. Zwar ist das in Vergleich zu meinen früheren Leistungen noch immer keine Spitzenzeit, aber mit rund fünf Kilo zu viel auf den Rippen, drei Monaten Vorbereitungszeit und angesichts der hügeligen Strecke, bin ich mehr als zufrieden.

Die Ergebnislisten gibt es übrigens bei Davengo und Norbert Wilhelmi hat für Runners World viele tolle Fotos gemacht. Das hier beispielsweise bei Kilometer 17! 😉

Zum ersten Mal bin ich im Wettkampf mit den Kniestrümpfen von CEP gelaufen. “Schneller laufen – leichter laufen – schneller erholen – besser fühlen” versprechen die und anfangs habe ich das belächelt. Irgendwann habe ich mir dann doch ein Paar bestellt und bin nun begeistert. Ob man deswegen schneller läuft, kann ich nicht sicher sagen. Allerdings bin ich mir sicher, dass ich mich schneller erhole, seit ich die Teile habe. Einmal in der Woche mache ich einen langen Lauf über 2,5 Stunden und danach geht es mir deutlich besser als mit normalen Laufsocken. Auch meiner entzündeten Knochenhaut am linken Schienbein tut der sanfte Druck sehr gut. Mit den Socken “Rohner everyday Hurricane” und den “X-Socks RUN Energizer Kompression” gibt es noch Modelle anderer Hersteller, die nach dem gleichen Prinzip arbeiten, aber deutlich weniger kosten.

Lass es bitte eine Ente sein

Lass es bitte eine Ente sein, der Radsport erholt sich doch gerade wieder ein wenig. Und dann auch noch für Astana!

Lance Armstrong coming back
Lance Armstrong will come out of retirement next year to compete in five road races with the Astana team, according to sources familiar with the developing situation.

Armstrong, who turns 37 this month, will compete in the Amgen Tour of California, Paris-Nice, the Tour de Georgia, the Dauphine-Libere and the Tour de France — and will race for no salary or bonuses, the sources, who asked to remain anonymous, told VeloNews.

via News HQ

Ende Gelände

In diesem Jahr hat war die Tour de France spannend wie nie. Kein Superstar, der frühzeitig alles klar gemacht hat. Und trotzdem hat sich heuer eigentlich kein Schwein mehr interessiert. Zu viele gedopte Radfahrer in den letzten Jahren, zu viele Skandale und uneinsichtige Ex-Stars, die sich noch immer als Opfer statt als Täter sehen. Seit bei Fuentes die Blutbeutel von Jan Ullrich gefunden wurden und die Geständnisse von Zabel und Alldag kamen, ist der Radsport in Deutschland engültig im Keller der Zuschauergunst gelandet. Heute kann man nicht einmal sicher sagen, ob seit 1996 (als Mr. 60 Prozent gewann) überhaupt auch nur einmal die Tour sauber gewonnen wurde.

Und wie es eben so ist, wenn ein Sport in der Zuschauergunst gesunken ist, es zog sich ein Sponsor nach dem anderen zurück – trotz “Neuanfang”. Kein Unternehmen möchte sein Produkt im Umfeld von Lug und Betrug präsentiert sehen. Heute hat es auch Team Gerolsteiner um Hans-Michael Holczer erwischt. Der Getränkehersteller zieht sich zurück und kein Nachfolgesponsor möchte das Risiko eingehen. Schade, denn den Jungs von Gerolsteiner mochte man noch am ehesten glauben. Eine langjährige Aufbauarbeit ohne Skandale hatten die geleistet und alle sauberen Sportler müssen nun den Kopf für die schwarzen Schafe hinhalten. Schade

via Blogbeutel