Archiv der Kategorie: Sport

Boris Becker meets

Grad noch kurz ein wenig durchs Programm gezappt und entsetzt festgestellt, dass Boris Becker eine eigene TV-Show hat. Extrem überrascht war ich über seinen Gast. Hat er für pro7 doch tatsächlich Jan Ullrich besucht. Gemeinsam wurde das Haus besichtigt, der Trophäenraum und die Höhenkammer darin bewundert und dann seine Mutter in Rostock besucht. Es gab ein Wiedersehen mit alten Schulkameraden und dann noch ein paar Radrunden auf einer Bahn. Ganz so als wäre da nie etwas mit Doping gewesen.

Dann doch noch ein kritischer Moment. Boris Becker fragt schonungslos nach der Dopingvergangenheit: “Du wurdest ja wegen Doping supendiert, mittlerweile rehabilitiert. Wie denkst Du heute darüber?” (sinngemäß). Hä? Hab ich da irgendetwas falsch mitbekommen? Anschließend schimpft Ullrich auf jeden Fall wie gewohnt über die deutsche Presse und alle, die ihm Doping vorgeworfen haben. “Ich verstehe bis heute nicht, wie gute Leute kaputt gemacht werden“

Zur Erinnerung ein Auszug aus Wikipedia:

Am 14. April 2008 stellte die Staatsanwaltschaft Bonn ihre Ermittlungen gegen Ullrich wegen der Betrugsvorwürfe seines ehemaligen Arbeitgebers Team T-Mobile ein. Ullrich müsse eine Zahlung „in sechsstelliger Höhe an gemeinnützige Institutionen und die Staatskasse“ leisten, dafür werde auf eine Klageerhebung verzichtet. Oberstaatsanwalt Fred Apostel sagte: „Unsere Ermittlungen über 21 Monate haben ergeben: Ullrich hat gedopt.“

Rehabilitiert?

Ich bin wohl scheinheilig

Dass für mich das olympische 100m Rennen eine Farce war, habe ich schon geäußert. Die Sprinter stehen seit Jahren in der Kritik und regelmäßig werden welche mit Dopingsubstanzen erwischt. Viel schlimmer ging es ja bei den Schwimmwettkämpfen zu. Offensichtlicher wie bei Herrn Phelps kann es sich ja kaum zeigen, dass irgendetwas faul ist. Acht Goldmedaillien und sieben Weltrekorde innerhalb ein paar Tagen. Damit steht jetzt der Schwimmsport an der Stelle, an der der Radsport vor ein paar Jahren war. Da dominierte jahrelang Lance Armstrong und fuhr allen davon, wie sie es nur brauchten. Der Unterschied ist nur, dass bei den Radlern die Leistungsexplosion nicht so objektiv messbar ist, wie bei den Schwimmern. Zu unterschiedlich die Strecken und Wetterbedingungen von Rennen zu Rennen. Im Schwimmsport herrschen immer gleiche Bedingungen und solche Leistungexplosionen werden wesentlich deutlicher. Und wer mir jetzt etwas von “schnellen Wasser” oder den neuen Schwimmanzügen erzählen möchte, dem kann ich nur erwidern, dass zweiteres sich zwar auswirkt, aber doch wohl nie und nimmer in diesen Dimensionen! Meine Hoffnung ist nur, dass es in naher Zukunft geeignete Nachweisverfahren für die jetzt eingelagerten Dopingproben gibt.

Auf Zeit Online gibt es heute einen Beitrag von David Hugendick, den ich als recht sonderbar empfinde. Darin wirft er allen Dopingkritikern Scheinheiligkeit vor.

Nun verlangen Sportansager mit sonnengegerbter Haut und gebleichten Zähnen Sperren für gedopte Athleten und schwarzmalen den Untergang des Sports. Indes fordert von ihnen niemand, Zahnstand, wahre Körbchengröße, Adipositas und fettende Mischhaut demütig hinzunehmen – ansonsten würden sie gesperrt.

[…]

Solange Zuschauer, Verbände und Journalisten von Athleten immer neue Rekorde und großes Spektakel erwarten, müssen sie sich nicht wundern, wenn einer mit Spritzen, Eigenblut oder weißderteufel nachhilft. Und aufregen schon gar nicht.

Es mag schon sein, dass das Volk gerne Rekorde sieht. Trotzdem wäre das Spektakel ebenso groß, würde es ein Rennen ohne Rekord und dafür mit knapperen Ausgang geben. Wie war es denn zur Tour de France in den Jahren mit Lance Armstrong? Im Normalfall war die Entscheidung zur Halbzeit schon gefallen. Armstrong war nicht mehr einholbar und die Tour dann stinklangweilig. Dazu schwang immer die (mittlerweile bestätigten) Dopingvorwürfe mit. Jetzt haben wir einen achtfachen Olympiasieger im Schwimmen, der allen um Längen enteilt ist. Lieber Herr Hugendick, soll ich mich jetzt freuen und den bejubeln? Nein, da bin ich dann (in Ihren Augen) wohl lieber scheinheilig. Es gibt einfach Regeln, an die sich jeder zu halten hat. Und der Vergleich mit den Silikonimplantaten hinkt gewaltig. Darf ich in Zukunft auch nicht mehr fordern, dass die Polizei Autobahndrängler aus dem Verkehr zieht, weil ich irgendwann schon mal falsch geparkt habe?

Echtes Männerspielzeug: Garmin GPS Forerunner 305

Seit 25 Jahren mache ich nun Ausdauersport. Meine “guten” Jahre sind auch schon eine Weile her und mittlerweile laufe ich ab und zu mal noch einen Halbmarathon oder fahre eine RTF. Als ich mit dem Sport begann, waren Pulsmesser noch unbezahlbar und erst ein paar Jahre später kamen die ersten Geräte von Polar auf den Markt, die man sich leisten konnte. Über mehrere Jahre benutzte ich dann das einfachste Gerät ohne Einstellmöglichkeiten. Hauptsache war eine große Anzeige, einstellbare Unter- und Obergrenzen brauchte ich nicht, sah ich doch dass die Laufkollegen im Verein diese Funktionen ihren höherwertigen Geräte auch nicht nutzten. Solche Spielereien mögen ganz brauchbar für Laufanfänger sein, wer aber schon einige Laufjahre auf dem Buckel hat, verzichtet gerne darauf.

Was mich aber schon immer gereizt hätte, wäre ein GPS. Vor einem Jahr war ich schon mal drauf und dran, mir so ein Gerät fürs Rennrad zuzulegen. Jetzt habe ich anderweitig zugeschlagen und mir einen Garmin GPS Forerunner 305 gekauft. Prinzipiell ist das eine normale Pulsuhr mit Rundenzeiten, einstellbaren Ober-/Untergrenzen und den ganzen üblichen Käse, den Polar schon seit Jahren anbietet. Allerdings eben mit integriertem GPS und den Funktionen, die sich dadurch erschließen. Schätzte ich früher anhand der gelaufenen Zeit und der gefühlten Geschwindigkeit, wie weit ich ungefähr gelaufen bin, so kann ich es jetzt ständig metergenau ablesen. Dazu im Laufmodus noch die aktuelle Geschwindigkeit in Minuten pro Kilometer. Maximal vier Werte kann man sich gleichzeitig anzeigen lassen. Im Fahrradmodus nutze ich dann die aktuelle Geschwindigkeit, den Puls, die Höhe über NN und die gefahrene Strecke. Möglich wäre auch noch die aktuelle Steigung, Sonnenuntergangszeit, Kalorienverbrauch etc. Eben alles, was man aus Puls, GPS und Zeit ableiten kann.

Wie gesagt, früher schätzte ich die gelaufene Strecke, bzw. hatte meine Standardtrainingsstrecken mit dem Rad vermessen. Jetzt hab ich auf einen Blick, wie weit ich bin und muss mir keinen Kopf mehr machen, wenn ich mal ein Fahrtenspiel einbauen möchte. Sicherlich wird heute im Ausdauerbereich eigentlich nur noch nach Zeit und Puls trainiert. Mich interessiert es trotzdem, welchen Schnitt ich gelaufen bin. Gerade in der Marathonvorbereitung plant man sowieso anders. Wenn man mal über das Ziel “nur ankommen” hinaus ist, hat man genaue Vorstellungen, was man erreichen möchte. Da muss man die errechneten Kilometervorgaben peinlich genau einhalten.

Garmin GPS Forerunner 305

Für das Lauftraining in unbekannten Gebieten gibt es noch eine Navifunktion (schließlich baut Garmin ja hauptsächlich GPS-Geräte für den Outdoor-Profi). Mit der Funktion “Zurück zum Start” kann man sich heimlotsen lassen, wenn man sich verirrt hat. Entweder auf der gelaufenen Strecke oder auf dem direkten Weg. Ansonsten halte ich die Navifunktionen im Garmin GPS Forerunner 305 für eine Spielerei. An Geocaching ist wahrscheinlich gar nicht zu denken!

Der Clou kommt jetzt aber. Der Garmin GPS Forerunner 305 wird mit einer Dockingstation geliefert. Damit kann man dann die Trainings- bzw. Wettkampfdaten auslesen und auswerten. Das mitgelieferte “Training Center” ist allerdings nicht der große Hit. Besser man lädt sich das Freewareprogramm SportTracks von Zone Five Software runter. Dort kann man die Daten des Garmin auch problemlos importieren und die Trainingseinheiten super verwalten. Das Programm ist übrigens auch ohne Pulsuhr super zur Traingsdokumentation. Aus dem Programm kann man dann auch eine KML-Datei für Google Earth exportieren. Ich habe das bei unserer Klettertour am Jubiläumsgrat letzte Woche mal ausprobiert und was rauskam, war schon beeindruckend.

Das Gerät hat aber auch eine ganz entscheidenden Nachteil: Die Akkulaufzeit beträgt gerade mal 10 Stunden. Das macht den Garmin GPS Forerunner 305 für größere Touren unbrauchbar. Zwar wird ein Ladegerät mitgeliefert, aber das nutzt recht wenig, wenn man eine lange Tour macht. Zum Laufen und fürs normale Radtraining mögen zehn Stunden reichen. Für Wandertouren reicht das nicht aus. Bei der oben erwähnten Tour bekam ich bereits eine Stunde vor dem Ende eine Batteriewarnung. Selbst bei einem Radmarathon, der in der Regel um die 250 Kilometer geht, kommt man evtl. nicht rechtzeitig ins Ziel. Aber wahrscheinlich können sich die übergewichtigen Amis nicht vorstellen, dass man sich mehr als 10 Stunden am Stück sportlich betätigen kann, sonst hätten sie einen Akku spendiert, der wenigstens 15 Stunden hält.

Fazit: Für um die 200,- Euro bekommt man mit dem Garmin GPS Forerunner 305 einen super Trainingsbegleiter für jeden Tag. Die Aufzeichnungs- und Analysefunktionen sind genial. Würde der Akku länger halten, wäre das Teil perfekt!

Davengo und die Sicherheit

Davengo ist ein Portal für Laufsportevents mit Shop und News aus der Szene. Dazu kann man auch seine eigene Laufveranstaltung über die Seite abwickeln. Am 10. September 2008 wird bei uns das Autobahnteilstück der A6 von Amberg-Ost nach Wernberg-Köblitz eröffnet. Zur Feier des Lückenschlußes von Nürnberg nach Prag gibt es einen Eröffnungslauf. Für dieses einmalige Ereignis erhoffen sich die Veranstalter rund 3000 Teilnehmer. Da ich im Zielort aufgewachsen bin und der angebotene Halbmarathon ideal zur Marathonvorbereitung ist, nehme ich natürlich teil. Zwar kommt zu der Eröffnung auch einiges an Politprominenz und ich fürchte die Läufer müssen am Start die Reden von Merkel und Beckstein ertragen. So wie ich die Läufergemeinde aber kenne, werden die Pfiffe nicht lange auf sich warten lassen, falls sich der Start zu lange verzögert.

Heute habe ich mich zu dem Lauf angemeldet und mußte mich dazu bei Davengo registrieren. Nach der Eingabe meiner Daten (Name, Adresse, Geburtsdatum, Verein) ging es sofort weiter. Keine Mail, die ich hätte bestätigen müssen, keine Sicherheitsabfrage. Ich konnte mich sofort für den Lauf anmelden und meine Bankverbindung für das Lastschriftverfahren angeben. Da bin ich ja mal gespannt, wann der erste Schelm ein paar seiner “Freunde” für diverse Läufe anmeldet und die Startgebühr abbuchen läßt. Zirkus vorprogrammiert.

FC Bayern München vs. Fanclub Nabburg

Der Mittelalterliche Markt (Z´NAPPURCH MARCKT & GAUDIUM) ist das Topevent des Jahres in Nabburg. Alle zwei Jahre strömen dazu bis zu 50.000 Besucher in unsere Kleinstadt und in diesem Jahr fand bereits die zehnte Auflage statt. Heuer gab es allerdings eine hochkarätige Gegenveranstaltung, die ausgerechnet ein Mitglied des Stadtrates organisierte. Bernd Hofmann ist nämlich gleichzeitig Vorsitzender des FC Bayern München Fanclub Nabburg und war als solcher bereits öfters mal im Zwiespalt, wenn die Wahl zwischen einem Bayernspiel oder einer Stadtratssitzung zu treffen war. Deswegen musste er sich auch schon einige Male Kritik gefallen lassen, wenn er lieber im Stadion statt im Rathaus weilte.

Einmal im Jahr spielen die Bayern gegen einen ihrer Fanclubs. Für einen Fan ist es wohl das Höchste aller Glücksgefühle, wenn man mal gegen die Münchner Truppe auf dem Platz antreten darf. Und so stand auch die ganze (Fußball-) Gegend auf dem Kopf, als bekannt wurde, dass die Nabburger mit ihrer Bewerbung zum Zug kamen. Zwecks geeignetem Sportplatz und dem eh schon zu erwarteten Verkehrschaos in Nabburg, fand das Spiel dann in Amberg statt. Als Clubfan läßt einen er ganze Zirkus relativ kalt, lustig allerdings die Auswahl der “Fanelf”. Einfach hatte es Bernd Hofmann sicherlich nicht, als er abwägen mußte, wer unter all den Vereinsmitgliedern, Sponsoren und Speichelleckern zum Zug kam. Ein paar fähige Spieler sollten dann ja auch noch auf dem Platz stehen. So wunderte es nicht, als man bei der Aufstellung des Kaders nur den Namen eines einzigen Nabburger in der Zeitung fand. Der Rest wurde aus der ganzen Oberpfalz berufen.

Dass es dann mit 1:11 eine Klatsche gab, war zu erwarten und ist ja eigentlich nebensächlich. Mit Schweini und Poldi waren für die großen und kleinen Kinder zwei große Stars da. Die gaben auch bereitwillig Autogramme, als nach dem Spiel der Platz gestürmt wurde. Schade eben nur, dass das Spiel ausgerechnet an diesem Wochenende stattfinden mußte. Klar kann man den Bayern kaum die Termine diktieren, aber trotzdem hätte man nach einer anderen Lösung suchen können. Zahlreiche Nabburger hat man auf dem Markt auf jeden Fall vermisst, allen voran natürlich wieder unseren “FC Bayern-Stadtrat”. Aber wen wunderts, wenn sich der doch wie der kleine Hoeneß fühlt.

Eine strahlende Zukunft für den Glubb

Da haben sich die Nürnberger ja ein ganz schön faules Ei ins Nest gelegt. Ausgrechnet für den französischen Atomkonzern Areva machen die Spieler in der kommenden Saison Trikotwerbung. Bevor die Firma 2007 von Toshiba überholt wurde, war sie Weltmarktführer für Nukleartechnik. Eine Tochter betreibt die Wiederaufbereitungsanlage in La Hague, den Pannenreaktor in Tricastin und im Niger wird ohne Rücksicht auf Umwelt und Bevölkerung Uran abgebaut.

Erfroren im Sommer

Gestern waren wir zum Tauchen am Blindsee, der sich in unmittelbarer Nähe zur Zugspitze auf 1093 Meter befindet. Es hat geregnet wie aus Kübeln und bei 13 Grad Lufttemperatur ist man echt froh, wenn man ins 19 Grad “warme” Wasser kommt. Auch wenn meine Neoprenanzug 6,5 mm dick ist, friert man nach 45 Minuten trotzdem gewaltig und zwischen den beiden Tauchgängen wärmt bei dem schlechten Wetter nicht mehr richtig auf. Beim zweiten Tauchgang wurde es dann daher richtig frisch.

Warum schreibe ich das alles? Am Abend habe ich im Radio gehört, dass beim Zugspitzlauf reihenweise die Läufer umgekippt sind und sogar zwei Athleten erfroren sind. Ich mein, ich lauf ja auch nicht erst seit gestern und da frag ich mich dann schon, wie man so dämlich sein kann, sich bei strömenden Regen in kurzen Klamotten an den Start zu stellen. Jeder, der schon mal in den Bergen war, weiß daß es oben normalerweise gehörig kälter ist als unten. Wenn es also unten schon “Schnürlregen” hat, dann muss ich doch damit rechnen, daß es oben Schnee haben kann. Für die Topathleten ist das auch noch kein Problem, denn die laufen die Strecke durch und bleiben warm. Die vielen Hobbysportler gehen aber bei guten Bedingungen schon an ihre Grenze, sind vier oder mehr Stunden unterwegs und kriegen vielleicht noch einen Hungerast. Dann ist plötzlich der Akku leer und man friert aus.

Die Berglaufszene ist wie die der Ultralangläufer eine eingeschwore Gemeinschaft. Viele Läufer sind ständig bei solchen Events unterwegs und der Zugspitzlauf ist bei weitem nicht der härteste Lauf, den es in den Alpen gibt. Warum muss ich da an den Start gehen, wenn ich mich nicht perfekt darauf vorbereitet und vorher informiert habe? Ich wundere mich bei den Straßenmarathons schon immer, was da so unterwegs ist. Mit 30 Kilo Übergewicht schleppen sich da teilweise die Leute um die Strecke und regelmäßig kippen die dann um, wenn es zu heiß wird und der Körper nach fünf oder sechs Stunden dehydriert ist. Herausforderung schön und gut. Aber wenn dann bitte vorher ein paar Gedanken machen.

Im letzten Jahr wurde übrigens die Strecke kurzfristig gekürzt, weil das Wetter auch zu schlecht war. Es kamen zahlreiche Proteste und Beschwerden von Athleten, die sich geprellt fühlten. Und allen, die jetzt dem Veranstalter die Schuld geben wollen, sage ich nur, daß jeder Athlet selbst für sich verantwortlich ist.

Kletterwand

Seit gestern ist meine eigene Kletterwand endlich fertig. Rund 650 Schlagmuttern habe ich in den fünf Siebdruckplatten (1,25 m x 2,5 m) befestigt, bevor wir diese an die Wand meines Treppenabgangs gebohrt haben. In den Schlagmuttern können dann variabel die Griffe mit M10 Imbusschrauben geschraubt werden. Dazu kommen dann noch jede Menge kleinerer Griffe und Tritte, die mit Spax im Holz befestigt werden. Die Sicherung kann top-rope über drei 14er Gewindestangen mit angeschweißten Ringen erfolgen, die durch die Balken der Zwischendecke gebohrt und auf der Gegenseite mit Kontermuttern gesichert wurden. Jetzt müssen nur noch die Routen geschraubt werden und dann steht den dicken Unterarmen nichts mehr im Wege. Drei Routen gibt es bereits und die blaue Tour fordert im Überhang schon ein wenig Kraft.

Projekt Kletterwand

Nachtrag: Eine ausführliche Baubeschreibung gibt es hier.

Kommerzmeisterschaft

Hatte es sich der Fußballverband FIFA während der Weltmeisterschaft in Deutschland schon mit vielen verscherzt, geht der europäische Ableger UEFA jetzt einen ähnlichen Weg. Auf der Strecke bleibt dabei der Fan, der unter anderem in den Stadien und beim “Public Viewing” wieder nur Industriebierersatz (Carlsberg) zu trinken bekommt. Einen recht interessanten Bericht, was durch die UEFA noch auf uns zukommt bei der NZZ

Neun Finger für Tibet

Im Chat letzten Mittwoch wurde die Aktion schon angesprochen, heute möchte ich sie Euch vorstellen. Politischer Protest ist den Sportlern bei Olympia verboten. Marc Strotmann, der Kreativchef einer Münchner Werbeagentur, kam nun auf die Idee, wie die Sportler trotzdem ihre Solidarität zeigen können, ohne Represalien durch das IOC befürchten zu müssen. Und so einfach geht es:

Einfach beide Hände hoch halten. Daumen der rechten Hand einklappen. Das steht für die vier Buchstaben FREE. Die fünf Finger der anderen Hand stehen für TIBET.

Mehr Infos bei 9fingersfortibet.com.

Nachtrag: Marc Strotmann hat die Domain aufgegeben. Sie wurde von einem Domaingrabber übernommen.

Bei Jochen Gottwald gibt es dazu übrigens die passenden Shirts aus fairer und biologischer Produktion. 50% des Reinerlöses pro Shirt gehen an die TIBETER FAMILIEN HILFE.

Die kritische Masse

Heute hat die Judo-Kämpferin Yvonne Bönisch erklärt, dass sie aus Protest gegen Menschenrechtsverletzungen in Tibet nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen wird. Sie folgt mit dieser Entscheidung der Degenfechterin Imke Duplitzer, die ihren Verzicht schon vor knapp zwei Wochen verkündet hat. Für die Sportler ist das wohl die vernünftigste Art des Protestes, denn niemand kann ihnen abverlangen, ihre sportliche Karriere aufs Spiel zu setzen. Gerade für die Athleten der “kleinen” Sportarten ist so eine Großveranstaltung enorm wichtig.

Die Frage ist nur, wer bemerkt so einen Protest? Weiterlesen

FC Hollywood

Die Bayern machen sich immer unbeliebter. Zuerst beschimpft der Hoeneß die Fans, jetzt werden sie vom Training ausgesperrt. “Jürgen möchte einfach alles professionalisieren” ist angeblich der Grund. Naja, solange die Bayernfans noch schön brav und treudoof ins Gummiboot rennen, können die es ja machen.

Via Al Gore

Nachtrag: Eine Runde rückwärts rudern:
http://www.sueddeutsche.de/,ra5m1/sport/bundesliga/artikel/104/165632/

Dopingprobe im Krematorium

Ohne Dopingproben im Radsport geht es nicht, das ist klar. Die Sportler müssen daher immer und überall bereit sein, Urinproben abzugeben. Beim Bestatter hab ich jetzt aber eine Geschichte gefunden, die geht eindeutig zu weit. Das Kind vom belgischen Radprofi Kevin van Impe starb kurz nach der Geburt. Während der Fahrer gerade im Krematorium die Formalitäten für Einäscherung besprach, forderten die Dopingfahnder eine Urinprobe und drohten mit einer zweijährigen Sperre, falls sich van Kempe weigern würde. Irgendwo sind dann doch Grenzen und das ist irgendwie nur noch pietätlos.

Tibet, China, Olympiaboykott?

Spätestens seitdem Brad Pitt in Sieben Jahre in Tibet den Österreicher Heinrich Harrer gespielt hat, weiß jeder, dass Tibet 1950 von China überfallen wurde und seitdem die Militärherrschaft ertragen muss. Die Diktatoren in Peking sehen das natürlich anders und unterdrücken das Bergvolk seit fünf Jahrzehnten.

Dieses Jahr sollen also die Olympischen Spiele in Peking stattfinden und für die Machthaber in China ist das die große Chance, positive Anerkennung in der Welt zu erlangen. Schließlich bringt man das Land in der westlichen Welt derzeit hauptsächlich mit Gewalt, Unterdrückung, Todesstrafe, Produktpiraterie und Billiglohn in Verbindung. Dass man den Chinesen die Spiele gibt, war für mich von Anfang an eine Fehlentscheidung. Die Hoffnung, dass Olympia dem Land oder der Bevölkerung mehr Freiheit und Menschenrechte bringt, wird sich als Trugschluß erweisen. Die brutale Härte des Militärs gegen die Demonstranten in Lhasa zeigt einmal mehr, dass sich die chinesischen Machthaber um die Anliegen der demokratischen Welt nichts scheren. Stattdessen werden die Ausländer ausgewiesen, das Internet weiter zensiert und Demonstranten ermordet. Und um ja den Protesten während den Spielen keine Chance zu geben, ist auch bereits eine Zeitverzögerung bei der Ausstrahlung der Sportwettkämpfe beschlossen.

Ich denke, was derzeit in Tibet abgeht, wird nur der Anfang sein. Bis die Spiele wirklich starten, werden noch mehr Menschenrechtsgruppen Proteste starten. Konfliktpotential gibt es in dem Land auch anderswo genug. Auch wenn der Querdenker anderer Meinung ist, ich bin der Meinung, man muss einen Olympiaboykott offen diskutieren. Zwar sehe ich wenig Chancen, dass es soweit kommen wird, denn zu groß sind die Verstrickungen der Wirtschaft mit China und die Spiele selbst ein zu großes Kommerzspektakel. Keiner in den Geschäftsetagen möchte seinen Profit gefährden, nur um wirklich etwas für die Menschenrechte zu tun. Da bleibt man lieber beim erhoben Zeigefinger mit einem energischen “DuDuDu”. Da ist die Bevölkerung bei uns beruhigt und die Machthaber in China wissen, dass das nur alibimäßg für die Presse gemeint ist.

Weitere Blogbeiträge zu dem Thema:

NewsHQ
Off the record
Schulte-Web
Telagon

Jetzt also die Nordischen

Der nächste Dopingskandal ist laut Tagesschau im Anflug auf Deutschland und jetzt hat es wohl die nordischen Sportarten erwischt:

Wie die ARD weiter erfuhr, sollen mindestens 30 Sportler die Dienste der Blutbank in Wien in Anspruch genommen haben. Rund zwei Drittel der Athleten stammten demnach aus Deutschland. Es handele sich um Sportler aus den Bereichen Biathlon und Skilanglauf, die zumindest zum Teil zur Weltspitze gehören.

Seien wir uns doch ehrlich. Wer die Entwicklung der deutschen Langläufer, Biathleten und nordischen Kombinierer in den letzten Jahren beobachtet hat, konnte sich aber schon lange denken, dass da noch was nachkommen wird. Warten wir mal ab, welche Namen wir die nächsten Tage hören und wie weit sich das ausbreiten wird.