Archiv der Kategorie: Medien

Paris Hilton schon wieder frei

Gerade mal drei Tage war die blonde Pornodarstellerin und Hotelerbin im Knast. Für die Entscheidung seien medizinische Gründe ausschlaggebend gewesen. Welche das sein sollen, wurden aber nicht verkündet. Statt im Gefängnis muss Paris Hilton jetzt die restlichen 40 Tage mit einer Fussfessel in ihrem Haus verbringen. Stubenarrest statt Knast, weil sich das Püppchen im Gefängnis schlecht fühlt. Bei n-tv findet sich noch das hier:

Den Vorwurf einer Sonderbehandlung wies der Polizeisprecher zurück. Jeder andere Gefangene wäre in einem vergleichbaren Fall auch so behandelt worden, versicherte er, “ganz sicher”. Zudem sei Hilton rechtlich nach wie vor in Haft. “Sie ist nicht entlassen worden, sie ist überstellt worden”, sagte er. “Sie wird ihre Strafe daheim abbüßen.” Weil die Polizei den Ankunfts- und den Entlassungstag mitrechnet, verbleiben 40 Tage für den Hausarrest.

Keine Sonderbehandlung. Aha. Alles klar. Möchte mal wissen, was passiert, wenn sich die anderen Häftlinge jetzt auch schlecht fühlen.

300

Gestern habe ich mir endlich den Film 300 angetan. Filme mit historischem Hintergrund gefallen mir normalerweise recht gut. Hier war mir aber Heldenmut und Ehre doch ein wenig viel. Mit geschätzten 20 Kpm (rollende Köpfe pro Minute) war das Gemetzel auch ein wenig arg heftig und der Film somit nicht recht familienfreundlich 😉 . An einen ähnlich blutrünstigen Streifen kann ich mich in letzter Zeit nicht erinnern. Ansonsten wäre der Film schon etwas für Frauen, so dürften aber vorallem Schwule auf ihre Kosten kommen. Die durchtrainierten und leichtbekleideten Männer sind optisch schon sehr ansprechend.

So richtig wußte ich am Ende nicht, was ich davon halten sollte. Daher hab ich ein paar Kritiken gelesen und fand die im Spiegel am lustigesten:

Ein “Propagandawerk zur Verunglimpfung des iranischen Volkes” sei “300”, protestierte Teheran, weil die persischen Heerscharen im Film ziemlich alt (und hässlich) aussehen gegen die durchtrainierten Spartaner-Krieger. Leonidas, deren Anführer, sei ein Sinnbild für George W. Bush, der seine GI-Truppen ebenfalls gegen ein übermächtiges islamisches Heer führe, so die Kritik. Antikes Schlachtenspektakel mit bolleriger Blut-und-Boden-Rhetorik als metaphorisches Durchhaltekino für die US-Jungs am Golf?

Jetzt stell ich mir den Schorsch mal lieber nicht mit nacktem Oberkörper vor. Brr.

Wie lange braucht eigentlich Lycos?

Seit gestern kommt eine Flut von Besuchern mit der Suchkombination “paris hilton bilder unzensiert” und “paris hilton unten ohne unzensiert” über Lycos auf meine Seite. Obwohl ich zu Paris Hilton zuletzt am 2. März geschrieben habe, bin ich jetzt plötzlich nach 3 Wochen auf Platz 1 bei dieser Suchmaschine. Mir solls recht sein, obwohl die Anzeige der letzten Suchergebnisse schon fast ein wenig peinlich wird. Mehr Infos zu Paris Hilton gibt es hier.

Die Sprache der Oberpfalz

Wörterböijchl Oberpfälzisch - DeutschEin paar haben ja schon gemeint, die Oberpfalz ist irgendwo in Rheinland-Pfalz. Die Oberpfalz ist in Wirklichkeit aber ein Regierungsbezirk in Bayern, wo man schön Urlaub machen kann und es noch eine hohe Dichte an kleinen Privatbrauereien gibt. Wir haben einen Dialekt, der sich ein wenig vom gängigen Bayerisch abhebt. Damit meine ich aber nicht das Gestottere unseres Noch-Landesfürsten.

Weil unser Dialekt so besonders ist, hat der Verlag Stangl & Taubald ein Wörterbuch (Wörterböijchl) auf den Markt gebracht, das manchen Ausdruck ins Hochdeutsche übersetzt. Das Buch “Wörterböijchl Oberpfälzisch – Deutsch” gibt es im oberpfälzer Buchhandel, direkt im Onlineshop des Verlages “Stangl & Taubald”.

Wissen Sie, was ein Höidlbrummer oder eine Rotzgloggn ist? Fühlen Sie sich beleidigt, wenn man zu Ihnen Muhaagl oder Winslguggan sagt? Jetzt hat das Raten ein Ende: in diesem ersten Wörterbuch der oberpfälzer Sprache werden rund 1400 Stichwörter übersetzt, die sowohl dem Touristen als auch dem Einheimischen das Überleben in einer der schönsten Regionen Deutschlands sichern!

Wikipedia erklärt die Sprachunterschiede ganz genau und ein wenig erschreckend ist es selbst für mich, dass wir ein wenig mit den Franken verwandt sein sollen. Gell Andi, bist hald doch fast ein Oberpfälzer!

Nordbairisch wird im größten Teil der Oberpfalz und im östlichen Oberfranken gesprochen, wobei in Regensburg (Stadt und Land) und in Teilen der Landkreise Regen (Niederbayern), Cham (Oberpfalz) und Kelheim (Niederbayern) Mischformen aus Nord-und Mittelbairisch verbreitet sind.

Das Nordbairische ist eine sehr urtümliche Variante des Bairischen, die noch viele Archaismen bewahrt, die anderswo längst ausgestorben sind. Es hat viele lautliche Eigenheiten und wird in anderen Gegenden Bayerns und Österreichs nur schlecht verstanden.

Schriftdeutsch a wird wie im Nordbairischen vollständig verdunkelt und klingt wie ein offenes o (z.B. bald = bold). Mittel- und Südbairisch oa erscheinen im Nordbairischen oft als oi (so klingt a kloana Stoa in der Oberpfalz wie a kloina Stoi).

Das Nordbairische / Oberpfälzische zeichnet sich besonders durch die “gestürzten Diphthonge” aus; Dem standarddeutschen Bruder entspricht hier beispielsweise Broúda anstatt Bruáda wie im Bairischen südlich der Donau. Die Frühe, also der “frühe Morgen”, wird zur Fräih (mittelbair. Fruah oder Friah). Außerdem tritt hier das Personalpronomen dess/déés bzw. diá / diaz für die 2. Person Plural auf.

Verben mit Doppelvokalen wie au oder ei enden im Oberpfälzischen konsequent auf -a (schauen = schaua / freuen = (g)freia) .

L im Wortinneren wird anders als im Mittelbairischen (und genauso wie im benachbarten Fränkischen) nicht vokalisiert, sondern bleibt als Konsonant erhalten (z.B. Wald entspricht oberpfälzisch Wold, demgegenüber mittelbairisch Woid; spielen = spüln / spöln gegenüber mittelbairisch spuin / spüün).

Verkleinerungs- und Koseformen enden in der Mehrzahl meist auf -la (“Moidla” = (die) Mädchen)

Die Mundart im östlichen Mittelfranken (einschließlich Nürnberg) zeigt starken nordbairischen Einschlag und markiert damit ein bairisch-fränkisches Übergangsgebiet (so sagt man auch im benachbarten Nürnberger Land “es dout mi raia”, was so viel heißt wie “es reut mich”).

Das im südlichen Burgenland gesprochene Heanzische (“Heinzisch”) geht auf das Oberpfälzische zurück, da die Region von Siedlern aus dem Fichtelgebirge und der nördlichen Oberpfalz bevölkert wurde. Dies ist noch heute am Wortschatz und lautlichen Übereinstimmungen leicht auszumachen. Die Süd- und Oststeirer sprechen den gleichen Dialekt, bezeichnen ihre Mundart aber lieber als “steirisch”. Sie rückten im Laufe der Zeit vom Eigennamen “Heanzen” ab.

Das “Waidlerische”, wie man die Mundart des Bayerischen Waldes nennt, vereinigt nord- und donaubairische Merkmale, wobei das nordbairische Element überwiegt.

Abmahnungen und ein Anruf von Akte 07

Gestern habe ich einen Anruf von Meta Productions bekommen. Das sind die Produzenten der Sendung Akte 07 auf SAT1. Vor Weihnachten hatte ich nämlich eine Mail mit einem Hinweis an die geschickt, was der DOSB gerade treibt. Leider war ich gestern nicht da und so habe ich den Herrn heute zurückgerufen. Der Redakteur wollte wissen, was es damit so auf sich hat. Ich habe es ihm erklärt und er meinte, das könne er jetzt nicht so recht verwenden, weil ja eine Firma abgemahnt wurde. Sie würden gerade mal wieder das Thema mit den Abmahnungen von Privatleuten verfolgen und da mußte ich natürlich gleich Marions Kochbuch erwähnen. Antwort: “Ja ja, die Sache kenne ich schon. Da haben wir schon einige Hinweise bekommen. Das bauen wir auf jeden Fall mit ein”.

Stoibers Abschiedsrede

Mathias Richling ist in meinen Augen der beste Parodeur von unseres Edmund Stoiber. In der letzten Scheibenwischersendung hat er erklärt, warum er abgetreten ist und was er alles in seiner Karriere geschafft hat, bzw nicht werden hat wollen. Für jeden, der es nicht gesehen hat: Auf YouTube gibt es das 7 min Video. Danke an Boje, für den Tipp! Glotzbefehl!

Stoiber gibt seine Ämter auf

Gerade auf Spiegel Online

Es ist vorbei: Bayerns Ministerpräsident Stoiber hat erklärt, er werde bei den kommenden Landtagswahlen nicht mehr für die CSU antreten. Stoiber will zum 30. September sein Amt als Ministerpräsident abgeben. Auch als CSU-Vorsitzender tritt er im Herbst zurück.

Kurz darauf hat bereits Horst Seehofer angekündigt, für den Parteivorsitz antreten zu wollen. Gegenüber dem Ingolstädter “Donaukurier” sagte er: “Nach allem, was führende Partei- und Regierungsmitglieder zu mir gesagt haben, erwarte ich, dass mit mir über den Parteivorsitz gesprochen wird.” Das widerspricht der Aussage vom Vormittag, wonach Erwin Huber schon als Parteichef vorgesehen sei. Ein Dementi von Peter Ramsauer gibt es aber hier auch schon. Entschieden sei noch nichts und “Ich halte es für verfrüht und völlig falsch, das Fell des Bären vorschnell zu verteilen.” Zumindest hat der noch Humor.

Die Kampfansage Seehofers verspricht auf jeden Fall eine lustige Zeit und weiter viel Streit in der CSU.

Tipp: SZ – Bibliothek der Erzähler

Die Literaturredaktion der Süddeutschen Zeitung präsentiert zehn einmalige Werke der Literatur, gelesen von herausragenden deutschsprachigen Schauspielerinnen und Schauspielern – die Süddeutsche Zeitung Bibliothek der Erzähler.


Liebe, Lust und Leid – Träume und Tragödien. Die 10-teilige Hörbuch-Edition befasst sich mit allen Facetten zwischenmenschlicher Beziehungen. Zehn ausgewählte Erzählungen, exklusiv produziert von der Süddeutschen Zeitung, auf 21 CDs.

Großartige Literatur, zusammengestellt in einem attraktivem Schuber, in anspruchsvollem Design und hochwertigster Ausstattung.

Die 10 Hörbücher gibt es als Komplettpaket für 79,- Euro (20 Euro gespart) oder einzeln zu je 9,90 Euro. Folgende Titel sind verfügbar:

Martina Gedeck liest Thomas Mann: Wälsungenblut
Sebastian Koch liest Arthur Schnitzler: Traumnovelle
Otto Sander liest Charles Bukowski: Kaputt in Hollywood
Anna Thalbach liest Banana Yoshimoto: Dornröschenschlaf
Hanns Zischler liest Vladimir Nabokov: Der Zauberer
Traugott Buhre liest Iwan Turgenjew: Erste Liebe
Ulrich Matthes liest Tschingis Aitmatow: Dshamilja
Sophie Rois liest Patricia Highsmith: Die Heldin / Der Schneckenforscher
Lambert Hamel liest Thomas Bernhard: Ein Kind
Mario Adorf liest Guy de Maupassant: Unter den Olivenbäumen

Die Titelliste gibt es als PDF. Bestellen kann man hier:

Paris Hilton sucht Wien heim

Wie ich bei Gerlinde und bei Andi mit Entsetzem lesen muss, hat Richard “Mörtel” Lugner dieses Jahr Paris Hilton für den Opernball eingekauft. Ob es seiner Mausi gefällt, wenn das dumme Blondchen mit in der Loge sitzt ist fraglich. Der Wiener Bevölkerung zolle ich schon jetzt mein Beileid und kann nur mit der Aussicht trösten, dass sie sicherlich nicht lange bleiben wird, bevor sie nach Ischgl weiterreist, wo sie ihren 26. Geburtstag feiern möchte. Dort fällt sie unter den betrunkenen Apres-Skifahrern wenigstens nicht so auf.

Interview mit Ludwig Stiegler

Ludwig Stiegler ist ja bei der SPD das, was Markus Söder bei der CSU ist. Nämlich der, der öftes mal gezielt Unsinn verzapft um so den politischen Gegner und die Öffentlichkeit zu provozieren. Sprachlich schlagen die beiden dabei gelegentlich im besten bayerischen Stil über die Stränge und entsetzen dadurch schon ab und an mal die Menschen aus nördlicheren Gefilden.

Der Chef der bayerischen SPD stand heute Thomas Meyerhöfer von der Radiowelt Antwort und erzählte ein wenig über Evolutionsbiologie, Provinzpossen und warum der Ramsauer “eine gebraucht” hat.

Hier der Podcast

Alles nur Fake

Bei VanDyrk habe ich ein eindrucksvolles Video gefunden, wo mit Photoshop innerhalb kürzester Zeit aus einem häßlichen Entlein ein Covergirl für den Playboy gezaubert wird. Wenn ich mir vorstelle, was die aus unserer Angie machen könnten! Dann würde sie den Schorsch gar nicht mehr loskriegen!

[youtube UkdXoGEUVRk]

Geld ausgegangen? Comeback der No Angels

Sandy, Nadja, Lucy, Vanessa und Jessica waren 2000 die Sieger der ersten “Popstars”-Staffel. In den Monaten danach gelang ihnen eine einmalig Karriere, bis dann 2003 das Ende kam. “Wir sind ausgebrannt” hieß es damals. Jetzt sind sie scheinbar abgebrannt und starten ein Comeback der “No Angels”. Ob es so sensationell wird, wie die Bild schreibt bleibt aber abzuwarten.