Archiv der Kategorie: Wirtschaft

Mix it baby

Beim Bloggertreffen in München am 7. September war auch Max von MyMuesli da und gab für alle Anwesenden einen Gutschein für den Onlineshop aus. Natürlich hab ich den sofort eingelöst und das Standardmüsli ordentlich aufgepimpt. Die fertige StoiBär-Mischung gab es dann per Post drei Tage später. Gerade mal vier weitere Tage später war die Dose leer (sagt wohl alles über den Geschmack, oder?) und ich musste wieder auf mein Standardmüsli umschwenken. Nach dem Urlaub wird auf jeden Fall wieder geordert.

Am vergangen Donnerstag musste dann noch schnell ein Geburtstagseschenk her und so habe ich einen weiteren Gutschein geordert. Den hatte ich dann auch Sekunden später schon im Maileingang. Leider macht nur eben so eine Mail recht wenig her und daher habe ich noch auf die Schnelle ein Pressefoto von der Webseite geklaut und einen Gutschein entworfen. Wer da auch mal Bedarf hat, kann sich die zugehörige Worddatei runterladen. Er passt genau in ein DIN-A4 Langkuvert.

Gutscheinvordruck MyMuesli

Gutscheinvordruck MyMüsli

Billigstwerbung

Wer ein Banner für den Energiedrink Rhino auf seiner Homepage platziert, bekommt kostenlos einen Karton von dem Getränk geschickt. Für geschätzt 10 Euro sammeln die so Backlinks ein. Billigere PR gibt es ja wohl kaum, oder? Ich spar mir das aber mal lieber, ich hab auch so genug Power.

via Web-Junkies bzw. Balauue

PS: Da soll nochmal einer über Tri…. schimpfen

Expansionskurs bei Bionade

Bionade LogoBionade tritt derzeit einen Siegeszug an, wie er seinesgleichen sucht. Vom Szenegetränk entwickelt sich die Brause derzeit zum Massengetränk und Zuwachsraten von 300% sind ja nicht gerade ohne. Viel wert wurde schon immer auf den biologischen Anbau der Zutaten in der strukturarmen Region Rhön gelegt:

Mit diesem Projekt wird bei steigender Nachfrage der dauerhafte Bezug der Bio-Rohstoffe aus dem Inland, vor Allem aus der strukturschwachen Rhön-Region, für BIONADE sichergestellt. Die Nachvollziehbarkeit der Herkunft der Rohstoffe und ihre Qualitätssicherung können gewährleistet werden, lange Transportwege entfallen und ortsansässigen Landwirten wird eine ganz neue Perspektive geboten.

Nun will man bei Bionade weiter expandieren und beliefert seit kurzem auch McDonald’s und Starbucks. Damit ist nun endgültig der Schritt getan, der das Getränk aus der Ökonische rausbringt. Klar, wenn man weiter expandieren möchte, muss man neue Absatzwege schaffen. Was liegt da näher, als in Fastfood-Restaurants oder – wie soll man Starbucks eigentlich bezeichnen? Darf man zu den Getränken noch Kaffee sagen? – zu gehen. Zwar ist es noch immer sehr löblich, wie die Produkte erzeugt werden, ganz nimmt man der Firma den Biogedanken aber nicht mehr ab. Auch die Einweg-PET-Flaschen passen da nicht recht ins Bild. Wenn nun wirklich noch nach Amerika expandiert werden soll, ist es mit dem grünen Gedanken endgültig vorbei. Wenn ein biologisch produziertes Produkt mit viel Aufwand um die halbe Welt gefahren wird, dürfte die Ökobilanz ähnlich ausfallen wie beim chilenischen Rotwein oder beim neuseeländischen Apfel im deutschen Supermarkt.

DSL von 1und1

Ein Kollegin von mir ist umgezogen und wollte an der neuen Stelle ein Surf & Phone Komplettpaket von 1 & 1. Nach der Beauftragung hat sie mehrmals nachgefragt, wie lange es noch dauern würde und wurde immer vertröstet, es würde noch zwei Wochen dauern. Sechs Wochen kann sie nun mittlerweile nicht telefonieren, geschweige denn ins Internet. Nun kam ein Schreiben, der Anschluß könnte an dieser Stelle technisch nicht realisiert werden. Komisch, das ganze Haus hat aber DSL. Na gut, wird es eben MNet.

Wie Microsoft die ISO-Verfahren manipuliert

In der Ausgabe 36/2007 beschreibt die Computerwoche, mit welchen Mitteln Microsoft ihren eigenen OOXML-Standard bei den Normierungsstellen durchsetzen möchte. Nur einer der Fälle:

Zu einem großen Eklat kam es in der letzten August-Woche bei der Entscheidung der schwedischen Standardisierungsbehörde SIS. Statt des allseits erwarteten Nein endete die Abstimmung mit einem Ja. Doch dann wurde bekannt, dass auch hier neue stimmberechtigte Mitglieder aufgetaucht waren. Es waren 23 Microsoft-Partner, die zuvor vom Softwaregiganten E-Mails mit der Aufforderung erhalten hatten, SIS-Mitglied zu werden und an der entscheidenden Sitzung des Gremiums am 27. August teilzunehmen, “um mit Ja für Office Open XML zu stimmen”. Die Firmen möchten bitte auch bei weiteren SIS-Sitzungen anwesend sein, um “ernst gemeinte Teilnahme” zu beweisen. Sie müssten allerdings die Mitgliedsgebühr selbst bezahlen. Doch zum Ausgleich werde Microsoft “Marketing-Beiträge” und “Sonderunterstützung in Form von Microsoft-Ressourcen” gewähren wenn die Partner mit Ja stimmten. Microsoft musste den Manipulationsversuch öffentlich einräumen. Das SIS änderte daraufhin sein Votum in Enthaltung.

Der ganze Bericht der Computerwoche ist online verfügbar und absolut lesenswert!

Pure Dekadenz

Pure DekadenzIch hab so nen Hals. Vorhin die den Briefkasten geleert und die kostenlose Erstausgabe der Zeitschrift “Rich” rausgeholt, die laut Begleitschreiben “an eine exclusive Leserschaft verschickt wurde”. In der Zeitschrift dann größtenteils Vorstellung von Artikeln, die sich der Durchschnittsbürger nicht im Traum leisten kann. Ein vergoldeter iPod für 14.000 Euro, ein Armani-Sessel für 2.950 Euro, der vom Design her auch von IKEA sein könnte oder die Sonnenbrille von Puck (die Stubenfliege aus Biene Maja) für 5.000 Euro finden sich da. Das vergoldete Nokia für 1.100 Euro erscheint mir da noch als Schnäppchen. Meist wird der Preis aber diskret verschwiegen.

Liebe Macher von “Rich”. Bitte nehmt mich aus Euerem Verteiler. Mit dem Klientel Eueres Magazins möchte ich wirklich nichts zu tun haben.

Nur Niemandsland in Google Maps?

Für den neuen Garchinger Businesspark meines Arbeitgebers soll ich einen Anfahrtsplan in die Webseite integrieren. Was liegt da näher, als Google Maps zu verwenden? Da kann man die Karten kostenlos in die Webseite integrieren und jeder kann sich gleich die Anfahrtsroute berechnen lassen. Leider setzt Google Maps aber auf die Daten von Teleatlas auf und die sind meist nicht recht aktuell. Seit einem halben Jahr fehlt da der komplette Parkring, wo sich der Business Campus befindet, sowie der Neubau der Umgehungsstraße zwischen der Ausfahrt Garching Nord, unserem Park und der B471 (alles östlich und nördlich von der Markierung). Bereits mehrmals haben wir Teleatlas angeschrieben, aber noch nicht einmal eine Antwort bekommen.

Map24 ist da schon fortschrittlicher. Bei denen sind alle Straßen schon einigen Wochen drin. Dafür kann man keine Karte sondern nur so eine Grafik einbauen.

Die T-Mobile Logik

Der Provider meines Mobiltelefons ist T-Mobile. Wenn mich jemand anrufen möchte und ich höre es gerade nicht, bekommt der Anrufer nach einer gewissen Zeit meine Mailbox und kann eine Nachricht aufsprechen. Das tut aber nicht Jeder.

Am Telefon selbst zeigt es mir dann in einer Liste (Anrufe in Abwesenheit) die verpassten Anrufe. Zusätzlich zeigt es mir noch eine Nachricht an, dass auf die Mailbox gesprochen wurde. Höre ich die Mailbox dann nicht gleich ab, bekomme ich noch mehrere Erinnerungs-SMSen, die mich mahnen, dass ich endlich die Mailbox anrufe. Wenn ich das dann aber tue, bekomme ich in 90% der Fälle nur folgendes zu hören:

Hallo, hier ist Ihre Mobilbox von T-Mobile. Sie haben x neue Nachrichten. Empfangen heute um xx:xx Uhr. Ein Anruf von Rufnummer xxxxxxxxx. Es wurde keine Nachricht hinterlassen.

Wo bitte, ist da die Logik, wenn die Nummer schon vorher in der Anrufliste zu sehen war?

Todgeglaubte leben länger

In grauer Vorzeit, als alle Welt an der Börse sein Glück versuchte, hatte auch ich mit Pennystocks gespielt. Mein Liebling war damals “China Online” und mehrmals hab ich ein paar Euros verdient, als ich die besagte Aktie für 3 Cent ein- und für 4 Cent verkauft hatte. Reich wurde ich damit natürlich nicht und als der Börsencrash kam, lohnte sich anschließend nicht einmal mehr der Verkauf der Aktien, da die Gebühr den Erlös überschritten hätte. Wie viele verlor ich dann die Lust am börslichen Pokerspiel und habe alle Aktien, die noch was einbrachten verscherbelt. Nur die Pennystocks lagen ab da unbeachtet im Depot.

In der Folge kamen dann gelegentlich Schreiben von Cortal Consors, wo mir mitgeteilt wurde, dass diese oder jene Firma in einen andere überging. Als ich mich dann vor ein paar Monaten mal wieder in mein Depot eingeloggt habe, stellte ich fest, dass ich die Hälfte der Werte darin gar nicht kannte. Aus “China Online” wurde irgendwann “COL Capital” (A0B61H) und die geht momentan richtig ab:

Chart Col Capital

Mittlerweile bin ich sogar im guten Plus gegenüber dem Einkaufspreis und schon schlägt das Zockerherz wieder höher. Halten oder verkaufen?

Weltweit kostenlos Geld abheben

Per Zufall bin ich auf eine Aktion der DKB-Bank gestossen. Die Bank wirbt schon länger damit, dass man weltweit Bargeld kostenlos abheben kann. Im vergangenen Jahr hatte sie begonnen, Stefan Vandenesch zu unterstützen, der mit seinem Rad auf Weltreise ging. Der berichtete regelmäßig von unterwegs (Link entfernt, Seite ging offline), bis seine Reise im Januar jäh abgebrochen wurde, als er leider bei einem Verkehrsunfall in Marokko ums Leben kam.

Die DKB-Bank hat jetzt einen eigenen Blog, wo Reisende von ihren Erfahrungen berichten können, die sie beim Abheben von Geld im Ausland erlebt haben. Dem Bericht wird dann mit Google Maps noch ein Ort zugewiesen und so entsteht gleich noch eine Landkarte. Als Anreiz winken Geldpreise von 3x 1000 Euro, die unter den Schreiberlingen verlost werden.

Laut Teilnahmebedingungen braucht man auch keine Angst vor einer großen Werbeflut haben:

Die personenbezogenen Daten des Teilnehmers werden nur zur Teilnahme an dem Gewinnspiel gespeichert und unverzüglich nach Bekanntgabe der Gewinner gelöscht. Die Bestimmungen des Datenschutzes werden beachtet.

Könnte also mal wirklich eine gelungene Werbemaßnahme sein, die sich von dem abhebt, was andere Banken veranstalten. Und nebenbei erfährt man auch noch, wo man auf der Welt überhaupt am Automat abheben kann. Dass man in Papeete auf Tahiti Cash aus dem Automat bekommt, hätte ich nämlich nicht gedacht.

Legales und sexy Sicherheitsdoping

Letzte Woche hat sich Dreibein über Radfahrer aufgeregt, die in der Nacht ohne Beleuchtung durch die Gegend fahren. Für sicherheitsbewußte Radler habe ich jetzt den sexy Tipp. Bei Marieta Design (dort auch mehr Fotos) hab ich einen Reflektor in Form eines Stringtangas entdeckt, auf den jeder Autofahrer aufmerksam werden wird! Für Frauen ideal, für Männer aber ist es wohl eher was für den Besuch beim Christopher Street Day. Die Idee ist aber auf jeden Fall klasse.

Stringtanga als Reflektor

Gerichtsverfahren vorprogrammiert

Mit Patrick Sinkewitz ist jetzt also der erste Fahrer positiv getestet worden, der die Antidopingerklärung der UCI unterschrieben hat, in der sich die Fahrer verpflichten, ein Jahresgehalt Strafe zu zahlen, falls sie positiv erwischt werden.

Ich erkläre auf meine Ehre vor meiner Mannschaft, meinen Kollegen, der UCI, der Radsportfamilie und dem Publikum, dass ich weder in die Puerto-Affäre noch in irgendeine andere Dopinggeschichte verwickelt bin, und dass ich keinen Verstoss gegen das Antidopingreglement der UCI begehen werde. Ich will meine Verpflichtung damit unter Beweis stellen, dass ich zusätzlich zu den Sanktionen des Reglements einen Beitrag an die Dopingbekämpfung in der Höhe meines Jahreslohns für 2007 leisten werde für den Fall, dass ich das Reglement verletzt haben sollte und zur Standardsanktion der zweijährigen oder zu einer längeren Suspendierung verurteilt werde, sei es im Rahmen der Puerto-Affäre oder in einem sonstigen Antidopingverfahren.

Bei Sinkewitz wären das so zwischen 300.000 und 500.000 Euro. Das ist aber nun ein Betrag, den man nicht so einfach mal aus der Portokasse zahlt und ich denke sein Anwalt wird ganz genau prüfen, ob es nicht irgendein Hintertürchen gibt. Den Fahrern blieb ja auch gar keine andere Wahl als zu unterschreiben. Ein Tourstart ohne Unterschrift wäre ja sonst gar nicht möglich gewesen. Die Krux an der Sache ist außerdem, dass die besagte Dopingprobe genommen wurde, bevor die Erklärung unterschrieben wurde und vielleicht kann ihm das noch den Hals das Geld retten?

Einstweilen sehen wir in diesem Jahr also keine Tour mehr im TV und ich bin der Meinung, das ist der einzig richtige Weg. Die Sender hatten nach langen internen Diskussionen dem Radsport noch eine letzte Chance gegeben, die nun verspielt wurde. Vielleicht ist es nur Zufall, das ausgerechnet Sinkewitz erwischt wurde. Seine Vergangenheit bei Mapei legt aber nahe, dass es den richtigen erwischt hat. Trotzdem hat gerade er für die “neue saubere Generation” im Radsport gestanden, die man bei T-Mobile angeblich haben möchte. Nun folgt also die Höchststrafe für Tourleitung, Teams und Sponsoren: Der Entzug der Öffentlichkeit und damit auch des Geldes. Vielleicht ist das nun endlich der Denkzettel, den man bei der UCI braucht, damit endlich richtig gehandelt wird und nicht mehr das Problem mittels einer Erklärung einfach an die Fahrer weitergeschoben wird. Denen bleibt nach wie vor nichts anderes übrig, als Doping zu betreiben oder das Rad in den Keller zu stellen.

Tour de Doping

Morgen ist also Prolog und dann geht sie los, die Tour der Leiden, die derzeit eigentlich keinen mehr interessieren kann. Heute gab es dann gleich nochmal einen Eklat bei der der Versammlung der Profiteamvereinigung AIGCP. DA sagte nämlich Jesus Suarez Cueva, der Sportliche Leiter von Relax-Gam sinngemäß:

Die Fahrer dopen nicht, die Fahrer nehmen nur Medizin wie andere Sportler auch

Gerolsteinerchef Hans-Michael Holczer und Luuc Eisenga von T-Mobile sind daraufhin zusammen mit den französischen Teams rausgegangen und haben ihre eigenen Interessensgemeinschaft gegründet. Jetzt gibt es quasi eine Vereinigung, die engagiert gegen Doping kämpft (oder wenigstens so tut) und die bisherige, die die Skandale der letzten Wochen kalt läßt.

via Verwickeltes und Welt

Plage Callcenter

Callcenter sind in meinen Augen eine der schlimmsten Geiseln der Gegenwart. Während normale Spammails im Filter des Mailprogramms landen und automatisch gelöscht werden, ist man durch die Belästigung dieser Anrufer kaum gefeit. Durch die Unterdrückung der Rufnummernanzeige, wie es eigentlich nur unseriöse Unternehmen machen, kann man nicht so einfach ausselektieren, ob man den Anruf ignoriert oder nicht. Schließlich könnte es auch jemand aus dem Bekanntenkreis sein und den möchte man ja nicht ins Leere laufen lassen. Außerdem bringt das Ignorieren dieser Nervensägen recht wenig, denn die nehmen einen ja auf Wiedervorlage, wenn sie nicht durchkommen.

Vor ungefähr einem halben Jahr hatte ich mal einen am Rohr, der mir unbedingt ein Gewinnspiel verkaufen wollte. Als Abonnent der TV-Movie könne er mir ein super Exclusivangebot machen, eben weil ich ja so ein treuer Bezieher der Zeitschrift sei. Der Typ hatte es wirklich gut drauf und so habe ich eine Weile mitgespielt. 10 Minuten schwerster Überzeugungsarbeit durch ihn und viel Geplänkel, wo man mit dem gewonnenen Geld in Urlaub hin könnte, ließen ihn wohl schon auf einen Abschluß hoffen. Dann ließ ich ihn auflaufen und brach das Gespräch ab: “Sie machen das recht gut, aber sollte ich noch einmal einen Anruf von Ihnen bekommen, kündige ich mein Abo. Guten Abend!”. Zurück kam dann – ungelogen – “Arschloch”. Wahscheinlich ist das das Schlimmste für die Bande, wenn sie viel Zeit investieren und dann trotzdem keinen Abschluß kriegen. Hätte ich einfach zu Beginn gleich aufgelegt, wäre es wohl normal für ihn gewesen.

Soviel Zeit investiere ich normalerweise aber auch gar nicht und bei den Drückern, die mich als Privatmann anrufen, sage ich immer gleich zu Beginn: “Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass ich das Gespräch aufzeichne”. Das hilft eigentlich immer, damit sie von selbst auflegen.

Sicherlich, die Mitarbeiter, die in einem Callcenter arbeiten, haben es nicht einfach. Oftmals als Aushilfsjob oder als Rettung vor Hartz IV müssen sie ihren Mitbürgern den Abend versauen und ihnen irgendwelche Produkte andrehen, die sie nicht brauchen. Günter Wallraff war daher mal wieder Undercover unterwegs und hat sich für das Callcenter CallOn prostituiert. Einen Teil seiner Erfahrungen kann man online bei “Die Zeit” nachlesen.

Am 1. Juli ging der Blog vom Callcenter Agent an den Start. Darin bloggt der Schreiber über seinen neuen Job im Callcenter, den er gerade angenommen hat. Ich bin gespannt, ob wir da ähnliche Erfahrungen zu lesen kriegen, wie bei Günter Wallraff. Die ersten Beiträge versprechen einiges. Bemerkenswert auch die Feststellung im dritten Beitrag:

– jedem ist bewusst, dass unsere Arbeit illegal ist

Leider bei blogger.de gehostet ==> mal wieder keine Kommentare ohne Registrierung

Olympisches Wasserski?

Anbieten würde es sich und zwar bei den Winterspielen 2014, die jetzt in Sotschi am Schwarzen Meer stattfinden. Mit seinen Gazprom-Milliarden im Gepäck hat Vladimir Putin also Olympia in den Badeort geholt. Die Entscheidung heute Nacht hat mal wieder gezeigt, dass es nicht mehr um den Sport sondern hauptsächlich ums Geld geht. Gazprom-Rubel gegen Samsung-Dollar. Da hatten die Salzburger mit ihren paar Mozartkugel-Euros nichts zu melden.

Das etwas andere Geschenk

Jochen Schweizer kennt man in Deutschland schon mehr als 20 Jahre. Der ehemalige Extrem-Kajakfahrer hat vorallem das Bungee-Springen in Deutschland populär gemacht. In den Folgejahren hat er immer wieder neue Adrenalinkicks, wie House Running oder ähnliches veranstaltet. Mittlerweile hat er eine eigene Agentur, mit der er alle möglichen Events vermittelt. Von der Mountainbiketour bis zum Astronauten-Training oder von der Shiatsu Massage bis zum Boxen mit René Weller (OK, letzteres möchte keiner wirklich), insgesamt 388 verschiedene Events von 30 bis 210.000 Euro können gebucht werden. Für jeden, der ein mehr oder weniger abgefahrenes Geschenk sucht, lohnt sich also ein Besuch der Homepage. Über den praktischen Geschenke-Finder kann man gleich mal eingrenzen, wo das Spektakel stattfinden soll, was es kosten darf und wie groß der Kick sein soll. Ich persönlich werde mal für mich den Segelflug für 79,- Euro und “Der perfekte Espresso” für 69,- Euro im Hinterkopf behalten.

Konkurrenz für Bionade?

BionadeDie Firma Bionade aus Ostheim produziert seit 1995 alkoholfreie Erfrischungsgetränke und setzt dabei auf biologischen Landbau und garantiert dies mit dem eigenen Reinheitsgebot:

Getränke, die den Namen BIONADE führen, werden ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt. Die Zugabe nicht natürlicher Substanzen, die so in der Natur nicht vorkommen, ist streng untersagt.

Die natürlichen Aromen, die bei BIONADE verwendet werden, stammen ausnahmslos von den namengebenden Früchten. Das heißt natürliche Aromen von Litschi, Kräuter und Orange. Sowie Ingwerextrakt und Holundersaft aus kontrolliert ökologischem Anbau.

Die Herstellung erfolgt durch Fermention, wie sie in ähnlicher Form auch beim Bier angewandt wird. Die Produkte von Bionade entwickelten sich schnell zum In-Getränk und in den letzten Jahren ging der Umsatz steil nach oben. So konnte der Absatz von 2004 auf 2006 verzehnfacht werden. Bionade setzt bei der Produktion auch auf Nachhaltigkeit und bezieht die Rohstoffe zum Großteil von Landwirten der Umgebung, was dem strukturarmen Raum Rhön zu Gute kommt.

Bisher war das Produkt quasi konkurrenzlos, was sich jetzt ändern soll. Laut FTD plant der weltgrößte Brauer Inbev durch seine Tochter Beck & Co. in das Geschäft mit Limonade dieser Herstellungsart einzusteigen. Beck?s möchte so dem rückläufigen Bierkonsum entgegenwirken und dies über neue Produkte ausgleichen. So hat man in den letzten Jahren schon ständig neue Mischgetränke in den Markt geworfen, die auch mit Bier nicht mehr viel tun hatten. Laut FTP sollen zwei Geschmacksrichtungen kurz vor der Marktreife stehen: Grapefruit-Litschi und Orange-Pfeffer. Bleibt abzuwarten, ob Beck?s genauso flopt wie Coca-Cola im Jahr 2005 mit ihrem Lifestyle-Getränk “Ipsei”.

Ich persönlich muss ja bei Bauereien wie Beck?s und Warsteiner immer an die Biermösl Blosn denken, die bei deren Bier nur von Bierersatzstoff spricht 😀

via Azrael74

Blackstone kauft Hilton

Naja, ist mir eigentlich egal, so lange sich die Heuschrecken in den USA austoben. Jetzt kaufen die also die ganze Hilton Hotel-Gruppe für 18,5 Milliarden Dollar (13,6 Milliarden Euro). Laut ARD werde Blackstone den gesamten Kaufpreis in bar bezahlen. Wie darf ich mir das jetzt bitte vorstellen?