Conrad und die Killerspiele

Ich lach mir einen Ast. Nach dem Amoklauf eines Schülers in Emstetten im November hat Conrad Electronic verkündet, zukünftig keine gewalt-verherrlichende Computerspiele mehr zu verkaufen. Heute war ich nach langer Zeit mal wieder in der Wernberger Hauptfiliale und musste schon schmunzeln. In einem Angebotsständer fand ich Quake 4 als Schnäppchen für 10,- Euro. Leider hatte ich nur mein Sony Ericsson K610i dabei. Da werden die Fotos nicht besser, aber ich denke, man kann das Wichtigste erkennen.

Quake 4 bei Conrad Electronic

Direkt im Regal daneben dann das Lieblingsspiel aller Amokläufer:

Counterstirke bei Conrad Electronic

Nicht dass ich etwas gegen der Verkauf hätte. Ich halte die Killerspieldebatte für reichlich überzogen und spiele ja selbst gerne Call of Duty (Cod2). Wer aber auf Moralapostel macht, der sollte auch ein wenig konsequenter dabei sein. Da passt es in meinen Augen auch nicht recht dazu, wenn man auf der Oberpfalz-LAN als einer der Hauptsponsoren auftritt.

3 Gedanken zu „Conrad und die Killerspiele“

  1. Geil.

    Ich hab mich damals tierisch über Conrad aufgeregt, mich aber schon gewundert wie die das ihren Hauptpublikum erklären wollen. Die meisten Kunden von Conrad sind bestimmt recht jung und haben selber einen Computer und wissen dann auch um die „Hohlheit“ der Killerspieldebatte.

    Na ja: alles nur Theater!

  2. Und dann führen sie demnächst auch keine spitzen Gegenstände mehr? Ach nee, die meisten Morde werden ja mit einem stumpfen Gegenstand begangen. Da frage ich mich ob Conrad überhaupt Artikel führt, die nicht in die Kategorie „stumpfer gegenstand“ fallen.

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