Der Kaiser von Schexing

Keinen anderen Regisseur und Drehbuchauthor dürfte man wohl so mit Bayern in Verbindung bringen, wie Franz Xaver Bogner. Kultserien wie Irgendwie und Sowieso, Zur Freiheit, Café Meineid und aktuell München 7 stammen aus seiner Feder. Heute startet nun seine neueste Serie Der Kaiser von Schexing. Auch wenn man meint, Felix Schwenzel würde die Hauptperson Andi Kaiser spielen, es ist Dieter Fischer, der den Neu-Bügermeister von Schexing gibt. Mit dabei auch Gerd Anthoff, der im Bullen von Tölz schon der Bauunternehmer Rambold war. Dazu dann noch Dorothee Hartinger als Sandkastenliebe Rosi Specht.

Eine Tonne dampfender Mist vor der Rathaustür gilt als Form des berechtigten Protestes, der Bürgermeister tanzt wie Fred Astaire und der Kämmerer interpretiert Ordnungsvorschriften wie Gedichte. Wie in seinen Genre-prägenden Serien „Irgendwie & Sowieso“, „Café Meineid“ und „München 7“ führt Bogner auch in der „Kaiser von Schexing“ seine Figuren nicht vor und zeigt trotzdem die gesamte Absurdität ihres Handelns. „Ein Regisseur muss ein guter Beobachter sein, ein Menschenkenner, kein Einzelgänger“. Mit dieser Gabe hat der bayerischste aller Regisseure, Franz Xaver Bogner, die komischen, selbstvergessenen und überdrehten Momente in der Kommunalpolitik aufgespürt. „Ziel war es, etwas anständig Lustiges machen, das heißt etwas Lustiges mit Anstand.“

Heute um 21.35 Uhr sendet das Bayerische Fernsehen den Pilotfilm und da bin ich auf jeden Fall dabei!

5 Gedanken zu „Der Kaiser von Schexing“

  1. der pilot hat mich jetzt nicht so fasziniert.
    mal sehen, ob es noch interessanter wird.
    erstes fazit: münchen 7 war deutlich besser

  2. Mich hat die erste Folge sofort in ihren Bann gezogen. Wie jede bisherige Serie von F. X. Bogner strahlt auch „Der Kaiser von Schexing“ einen unglaublichen Charme und Humor aus, dem man sich als gebürtiger Bayer kaum entwinden kann. Die Schauspieler sind absolut überzeugend, vor allem die bezaubernde Dorothee Hartinger und der kauzige Gert Anthoff. Auch Dieter Fischer brilliert in seiner ersten großen Fernsehrolle und verkörpert den Kaiser hervorragend und überzeugend. Das eingespielte Team der üblichen Bogner-Schauspieler und der Leute hinter den Kulissen, sowie die geniale Musik von Haindling lassen sofort das Flair einer Kultserie im Stil von vorherigen Bogner-Serien aufkommen.

  3. Der Pilot war jetzt noch nicht der große Brüller. Allerdings ist es auch schwer, in nur 45 Minuten alle Charaktere ausreichend vorzustellen und trotzdem noch genügend Gags rüberzubringen. Ich denke aber, dass wird sich noch ändern. Alles andere würde mich wundern.

    Was mir sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass die Serie nicht eingedeutscht wurde. Es wird authentisch gesprochen und nicht so ein Kunstbayerisch wie in „Dahoam is Dahoam“.

  4. Ich bin zufällig in die Sendung vom 29.5.2009 geraten. Hat mir sehr gut gefallen.
    Grandios war das „Schnadahüpferl“ am Ende der Sendung. Kann man das irgendwie erhalten?
    Vielen Dank, Gruß Günther Sandner

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