Der Traum der Stasi …

… wäre wohl das neue iPhone 3G von Apple gewesen. Steve Jobs hat im Gespräch mit dem Wall Street Journal bestätigt, dass Apple gezielt einzelne Applikation auf allen Geräten löschen kann. Dazu kontaktiert das iPhone regelmäßig einen Apple-Server, auf dem eine Liste nicht autorisierter Anwendungen aufgelistet ist. Für mich ist Apple damit endgültig unten durch und irgendwie verstehe ich nicht, warum sich Steve Jobs Dinge erlauben kann, für die man Microsoft sofort in der Luft zerrissen hätte. Im Bundesinnenmysterium wird man indes bereits an einem Gesetzesvorschlag arbeiten, der diese Stasitechnik für alle Handys vorsieht.

via Golem

9 Gedanken zu „Der Traum der Stasi …“

  1. die meisten apps sind eh unnötig, ich sag nur „i am rich“, gibts aber ja auch schon nicht mehr

  2. Pingback: Der Blogbeutel
  3. Hallo,

    also jetzt mal gaaaaanz laaangsam…

    Jedes Mobiltelefon kommuniziert regelmäßig mit irgend welchen Satelliten und oder den firmeneigenen Servern. Nur weil man das bei den anderen Herstellern permanent verdrängt, werden deren Produkte dadurch auch nicht besser. Woher „weiss“ denn bitte ein solches Gerät wo es geographisch ist? Durch gutes raten? Und was das Löschen von Programmen angeht (Applikationen) sollte man auch mal den Blick auf den Rest des Marktes werfen. Was macht es für einen Unterschied ob mir ein Hersteller Programme löscht die ihm nicht auf seinem Gerät gefallen, oder ob ich sie nicht einmal installieren kann? Liest hier Jemand AGB’s? Z.B. die von den Herstellern anderer Mobiltelefone? Da steht nämlich genau das drin. Du darfst keine Software von sog. Drittanbietern installieren, die Oberfläche nicht durch selbige und/oder eigene Eingriffe manipulieren ect. pp.!

    Sich über die Obstgemeinde in dieser Art auszulassen ist absolut kindisch.

    Und vor allem Outet man sich dadurch als kaufmännischer SuperDAU. Schon mal was von dem Begriff „Workflow“ zu Dt. Arbeitsfluss gehört? Ich mach den Mist jetzt 25 Jahre. Und JA gegen die Ausfall- und Aufwandsstatistik dieser Geräte verliert sogar ein gut aufgesetztes Linuxsystem (welche im übrigen recht selten sind).

    Was ist daran so schwer zu akzeptieren? Da wird den Obstnutzern Sektiererei unterstellt, derweil man wieder zwei Stunden mit Treibersuche oder gar vier Stunden mit deren Programmierung unter herkömmlichen Systemen kämpft. Wer ist hier der Sektierer?

    Wenn ich ein Loch in die Wand bohren will geh ich zu ALDI und kauf mir Wegwerfschrott, wenn ich tausende bohren will Metabo oder gleich HILTI.

    Gruß

  4. @Michael: Es wäre mir neu, dass mein Nokiahandy sich regelmäßig zu Servern bei Nokia verbindet. Dass sich das Teil mit dem Netzbetreiber abgleicht, ist mir klar. Aber nicht mit der Hersteller der Hardware.

    In den AGBs der Mobiltelefonherstellern steht vielleicht drin, dass die Garantie erlischt, wenn man selbst an der Software manipuliert. Wenn jemand das verbietet, dann der Netzbetreiber, der Das Telefon subventioniert. Ansonsten kann ich an meinem Eigentum rumbauen, wie ich möchte. Ich muss eben nur abwägen, ob mir das den Verlust der Garantie wert ist.

    Und zu Apple, Linux oder Microsoft: Ich wundere mich nur, dass man Microsoft in solchen Fällen immer vorwirft, man würde spionieren oder reglementieren. Bei Apple darf man es aber scheinbar .

  5. @Stoibär:

    „Und zu Apple, Linux oder Microsoft: Ich wundere mich nur, dass man Microsoft in solchen Fällen immer vorwirft, man würde spionieren oder reglementieren….“

    100% Zustimmung!

    „….Bei Apple darf man es aber scheinbar .“

    Nein, nicht unbedingt. Da merkt man es eben nur deutlich seltener. Ist halt die Sache mit der Wahrnehmung und der Vermarktung. Wer weiss schon das auch Obst sog. „Störstudien“ erarbeitet? Wenn MS das macht, sind die halt so dusselig und posuanen überall herum: „Der durchschnittliche Nutzer beschwert sich erst wenn der Computer häufiger als alle 59 Minuten abstützt/einfriert, dass hat diese und jene Studie in unserem Auftrag ergeben“

    Böses Karma 😉

    Mit den Servern irrst Du übrigens, wie der Rest der Bevölkerung auch. Nur weil Nokia das nicht an die große Glocke hängt, bedeutet dies noch lange nicht das sie es nicht tun. Technisch ist das absolut kein Problem (was Du aber garantiert weisst).

    Mit dem Telefon liegst Du insofern richtig als das man nach deutschen Recht das Gerät als Eigentum erwirbt. Ergo der Produzent mir nicht vorschreiben kann was ich damit mache. Um dies jedoch auch den Querköpfen von Obst klarzumachen muss halt jemand Strafanzeige nach z.B. §202 erstatten. Hier handelt es sich klar um einen Fremdzugriff mit einem Hackertool, gegen den Willen des Besitzers des Gerätes.

    Aber hey. Wer wird schon die Jesusfirma verklagen? 😉

    Gruß

  6. @Michael
    „Woher “weiss” denn bitte ein solches Gerät wo es geographisch ist? “
    Durch eine Basisstation des Netzbetreibers, das hat aber mit dem Hersteller des Gerätes nichts zu tun.

    „Was macht es für einen Unterschied ob mir ein Hersteller Programme löscht die ihm nicht auf seinem Gerät gefallen, oder ob ich sie nicht einmal installieren kann?“
    Das macht einen riesigen Unterschied aus. Was geht es den Hersteller an was ich mit meinem für viel Geld erworbenen Gerät mache? Ich habe es gekauft, damit ist es mein Eigentum und darauf pfusche ich rum, sonst keiner. Wer sagt mir denn das meine privaten Daten, Kontakte, Adressen, Notizen nicht in genau der gleichen Weise an den Hersteller übermittelt werden und dieser sie dann nach seinem „gutdünken“ verwertet. Wäre ähnlich wenn ein Automobilhersteller nachts durch die Lande zieht und in allen seinen Fahrzeugen die Autoradios austauscht die ihm nicht gefallen.

    „Liest hier Jemand AGB’s? Z.B. die von den Herstellern anderer Mobiltelefone? Da steht nämlich genau das drin. “
    Nö, da steht drin das die Garantie in diesem Fall erlischt, aber wie hier schon geschrieben wurde ist es alleine meine Entscheidung das hinzunehmen oder nicht.

    „Und vor allem Outet man sich dadurch als kaufmännischer SuperDAU. Schon mal was von dem Begriff “Workflow” zu Dt. Arbeitsfluss gehört?“
    Woher weiß der Hersteller der vielleicht das Gerät meiner Träume gebaut hat wie mein Workflow aussieht? Ist es nicht so das in diesem Fall mein Workflow vorgeht? Eben und gerade weil ich mein eigenes Geld dafür ausgegeben habe? Auch wenn es dem Hersteller nicht paßt was ich mit seinem Gerät mache hat ihn das nicht zu interessieren, er hat für das Produkt den von ihm gewünschten Preis bekommen und Ende. Danach ist er raus.

    MfG
    Ser Harris

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