Die Rückkehr der geplatzten Elkos

Eigentlich dachte ich, das Problem mit den minderwertigen Elkos in PCs würde der Vergangenheit angehören. Doch jetzt hab ich wieder Elkos mit verdächtiger Wöllbung. Auf der Hauptplatine eines Fujitsu Siemens Esprimo P2511 habe ich gleich drei Stück entdeckt.

Und so wunderts nicht weiter, dass der PC ständig abstürzt oder gar nicht hochfährt. Zwar besteht für den Rechner eine Garantieerweiterung auf 3 Jahre mit 48h vor Ort Service, doch wenn das Ersatzteil nicht lieferbar ist, bringt der Service nicht viel. Bezeichnend auch, dass das Systemhaus gleich wusste, was defekt ist, als wir den Fehler meldeten. Wird wohl mal wieder nicht der einzige defekte PC sein.

11 Gedanken zu „Die Rückkehr der geplatzten Elkos“

  1. Das Problem sind weniger die Elko als solche, sondern die Unterdimensionierung derselben durch die Hersteller. Ich setze in solchen Fällen immer gleich Elkos mit einer höheren Spannungsfestigkeit ein, sofern genug Platz ist.

  2. Mich wunderts nicht. Wie man schön auf den Bild sieht befindet sich direkt neben den ELKO ein passiver Kühlkörper. Über die Jahre hinweg bekommt da jeder ELKO mit 105° nen Bauch.

    Grund: hohe Temperatur – Elektrolyt trocknet aus Kapazität geht zurück – Innenwiderstand steigt.

    Abhilfe würde hier nur ein verbessertes Platienlayout oder ein ELKO mit höheren Temperaturbereich brinden z.B. 125°. Hätte aber auch dann zur Folge das man tiefer in den Geldbeutel greifen müsste.

  3. Habe heute morgen auch einen P2511 wieder zu Leben erweckt. Wahnsinn, wenn man wg. sowas, den ganzen Rechner mit dem teuren OS entsorgt. Die Boards sind aber super aus den Gehäuse zu bauen. Alles in allem eine halbe Stunde. Danke.

  4. Heute hat es den vierten von vier in meinem Besitz befindlichen
    Fujitsu-Siemens Esprimo P2511 niedergestreckt, alle ca 3 1/2 Jahre alt,alle mit dem beschriebenen Kondensatorfehler.
    Auf diesem Umstand bin ich zufällig durch Suchmaschinen mit den entsprechenden Eingaben fündig geworden.
    Die Korrespondenz mit dem Support verlief nach dem 3-Affen-Prinzip und spitzte sich auf die Aussage zu:
    Garantie abgelaufen. Kulanz? Wieso? Kondensatoren können immer mal kaputtgehen.
    Ich hab daher in 3 Mainboards die entsprechenden Kondensatoren ausgetauscht -Ratgeber speziell zu diesem Mainboard existieren ja- und
    alle drei wieder zum Leben erweckt.
    Nun bin ich ungewollt Lötexperte.

    Ich halte die Support-Geschäftspolitik dieser Firma für jämmerlich, wenn auch sachlich nicht zu beanstanden. Die Garantie ist halt abgelaufen.
    Mir wurden auf Nachfrage über einen Händler baugleiche Boards für 148€ (o.Mwst; kein RAM; kein Prozessor)angeboten.
    Die Dunkelziffer derer, denen diese Mainboards auf
    die gleiche Weise defekt wurden, für ausserordentlich hoch.
    Wer kommt schon von selbst auf diese Kondensatoren?

  5. Ich hatte schon diverse Fujitsu & Exone (ebenfalls solche Boards drin) hier mit den Problemen. Lassen sich zum Glück sehr gut auslöten und durch günstige neue ersetzen.
    Traurig, was Fujitsu da verbockt hat.

  6. Bin vor einigen Tagen im Hinblick auf Tausch der Elektolytkondendatoren (PC FJS P2311 – Ausfall nach ca. drei Jahren Betriebsdauer, in normaler Büroumgebung mit geringer Beanspruchung) bei der Firma Wiebelt in Villingen-Schwenningen gegen die Wand gelaufen: Problem ist bekannt – Austausch nicht möglich, da zu aufwändig – Vorschlag: neues Motherboard … (oder neuer PC ?).

    Hier, ergänzend, ein Text der Siemens-Homepage:

    Unser Anspruch an uns selbst: Erstklassige Serviceleistungen weltweit und rund um die Uhr. Mit unserem Servicegeschäft wollen wir unseren Kunden zusätzlichen Mehrwert verschaffen. Das ist das, was unsere Kunden von uns erwarten und um diesem Anspruch gerecht zu werden, erweitern wir konsequent unser Serviceangebot.

    ===> ??? – no comment

  7. Habe die selben Probleme, kann mir jemand sagen/schreiben welche Elkos ich besorgen (gerne mit Einkaufstip) und einbauen muss?

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