Dubioses Verschwinden eines CSU-Kandidaten

Die CSU hat es bei uns echt nicht leicht. In Regensburg konnte Hans Schaidinger im März sein Bürgermeisteramt in der Stichwahl gerade noch einmal retten, in Schwandorf hatte der CSU-Kandidat Uwe Kass keinerlei Chance gegen den Amtsinhaber von der SPD. Im Nachhinein werden die Parteioberen auch ganz froh darüber sein. Schließlich ist Uwe Kass seit 30. Juli untergetaucht und nicht mehr auffindbar. Die Frau hatte einen Abschiedsbrief bekommen, worin Kass angekündigt hatte, dass er in den Irak geht. Sein Amt als Kreistags- und Stadtratsmandat legte der Betreiber einer Münchner Steuerkanzlei in einem Brief an den CSU-Vorsitzende Andreas Wopperer nieder, „da ich meinen Wohnsitz in Zukunft nicht mehr in Schwandorf haben werde.“ Seitdem wird wild spekuliert, welche krummen Geschäfte Uwe Kass gedreht haben könnte, dass er so plötzlich die Flucht ergreifen mußte.

[] Über den geschäftlichen Erfolg des Steuerberaters in München wurde in Schwandorf viel spekuliert. Wie bekannt wurde, führt die Staatsanwaltschaft München I Uwe Kass als „Nebenbeschuldigten“ innerhalb von Ermittlungen rund um einen dubiosen Anlagefonds.

Die Frau indes scheint wenig verwundert und hat nicht einmal Vermisstenanzeige erstattet.

[] Auch am Donnerstag erstattete die Ehefrau des 42-Jährigen keine Vermisstenanzeige. Da darüber hinaus keine hinreichenden Verdachtsmomente in Richtung eines Verbrechens, Suizidgefahr sowie anderer gesundheitlicher Gebrechlichkeit oder Hilflosigkeit erkennbar seien, gebe es keinen Grund, polizeilich nach Kass zu suchen, erklärte ein Polizeisprecher in Amberg.

Mehr bei der TZ, Abendzeitung und bei Matthias (aus Schwandorf).

Ein Gedanke zu „Dubioses Verschwinden eines CSU-Kandidaten“

Kommentare sind geschlossen.