Durchgeknallt oder faschistoid? Oder doch beides?

Der Augsburger Bischof Walter Mixa hatte vor ein paar Monaten schon dicke Prügel aus allen Lagern einstecken müssen, als er den allzu umfangreichen Ausbau der Krippenplätze kritisierte. Am Samstag auf dem Grünen-Landesparteitag in Deggendorf holte Claudia Roth nochmal dieses alte Thema aus der Schublade. Sie bezeichnete Mixa wegen seiner Äußerungen als durchgeknallten, spalterischen Oberfundi aus Augsburg.

Peinlich genug, dass Claudia Roth sich Bischof Mixa nochmal auf so eine Weise vornahm, so reagierte die Diözese Augsburg noch heftiger. Statt die Peinlichkeiten der Ulmer Dauerheulsuse zu ignorieren, legte der Öffentlichkeitsreferent der Diözese, Dirk Hermann Voß, noch eines drauf. Die Wortwahl erinnere „in erschreckender Weise an die Propaganda-Hetze der Nationalsozialisten gegen die Katholische Kirche und ihre Repräsentanten“. Außerdem zeige Roth „seit langem schon beunruhigende faschistoide Züge“ und die Grünen seien damit „auf allen Ebenen für Christen nicht wählbar“. Nutzen wird diese Gezänke weder den Grünen noch der Kirche, denn für voll kann man keinen der Streithähne mehr nehmen. Eher ist das für mich ein recht seltsam anmutendes Kasperltheater, das für erwachsene und angeblich gebildete Leute alles andere als angemessen ist.

2 Gedanken zu „Durchgeknallt oder faschistoid? Oder doch beides?“

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  2. Wer solche Worte benutzt, rückt sich zumindest in bedenkliche Nähe zum Totalitarismus. Dessen Fratze sieht man ja auch in anderem Zusammenhang deutlich hervortreten: Tempolimit, Rauchverbot. Die Grünen haben die Weisheit mit Löffeln gefressen und demnächst müssen bestimmt alle Dicken eine Strafsteuer bezahlen, alle Skifahrer eine Extra-Abgabe auf gefährliche Sportarten. Und irgendwann wird dann Sex verboten. Weil man sich da ja auch was holen kann. Armes Deutschland! Wer solche Politiker wählt, schaufelt sein eigenes Grab. Und ich werde wahrscheinlich einer der Ersten sein, der ins grüne KZ kommt.

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