Ein Dopingopfer?

Eine der größten Gefahren beim Blut- und EPO-Doping sind Thrombosen und Embolien. Grund ist das eingedickte Blut, das durch den erhöhten Anteil der roten Blutkörperchen im Blut entsteht (erhöhter Hämatokritwert).

Es gibt viele Zeugen, die berichten, dass bei großen Rundfahrten Anfang der 90er Jahre die Radler nachts in den Hotelgängen auf und ab gehen mussten, um ihre Blutzirkulation wieder in Gang zu bringen. Auch ein 20 minütiger Kopfstand war geeignet den Wert um bis zu 3,1 % zu verringern, aber die Fahrer versuchten es am Abend dann doch lieber mit längerem Hochstellen der Beine. Ein Pulsmessgerät diente während des Schlafs als Alarmgerät sobald der Puls auf einen besorgniserregend niedrigen Wert sank.
Quelle: Cycling4Fans

Vergangene Nacht ist der Belgier Frederiek Nolf, während der Katar-Radrundfahrt, tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden worden.

Ein Gedanke zu „Ein Dopingopfer?“

  1. Ehrlich gesagt, wundern tut mich das nicht. Von den Spitzenathlethen im Radsport (und nicht nur da) kann doch keiner ohne die Einnahme verbotener Substanzen auch nur annähernd bei den Topathlethen mithalten. Anders: Ohne die Einnahme entsprechender Substanzen kommt man gar nicht erst in den „Genuss“, für ein Topteam fahren zu dürfen. Deshalb fängt das systematische Doping auch nicht beim Profisport an. Wo ist der Anfang, wo das Ende. Wenn sich Freizeitsportler auf untersten Vereinsebenen im Ausdauersport bereits mit der Ernährung mehr beschäftigen, als mit dem eigentlichen Sport, selbst das ist doch nicht mehr normal. Freizeitsport? Aminosäure hier, Maltodextrose da, Ernährungsergänzungsmittelchen XY dort. Mir wird schon schlecht, wenn ich mich ab und an mal durch die einschlägigen (Freizeitsportler)Foren wühle, was da abgeht, nicht mehr normal.

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