Ende der Kohlesubventionen

Seit vielen Jahren wird der Kohleabbau mit viel zu viel Geld subventioniert. Allein im letzten Jahr hat der Bund 2,5 Milliarden Euro für die Unterstützung der rund 35.000 Arbeitsplätze ausgegeben. Jetzt hab ich dreimal nachgerechnet und komme immer wieder auf das selbe Ergebnis. Das sind 71.428 Euro pro Arbeitsplatz pro Jahr! Hallo? Kann mir das einer erklären, wie es so weit kommen konnte? Schickt die Arbeiter lieber gleich in Rente, das kommt billiger.

Gestern habe ich einen Kohlearbeiter in einem Radiointerwiev gehört. Sinngemäß hat er gesagt: „Ich sehe mich nach 2018 in einer Auffanggesellschaft und dann als Hartz IV Empfänger. Und was ist dann? Alles was man sich angespart hat, geht dann drauf.“ Da fällt mir nur ein, dass er es mit der Einstellung nicht anders verdient hat. Ich bin ja alles andere als Freund der großen Wirtschaft. Aber wo gibt es heutzutage Arbeitsplatzgarantien über 11 Jahre?

3 Gedanken zu „Ende der Kohlesubventionen“

  1. Ich glaubs´s ja erst, wenn´s wirklich soweit ist. Sie wollen ja im Jahr 2012 nochmals prüfen, ob sie den Abbau der Kohlesubvention in 2018 wirklich umsetzen.

    Ja und zu dem interviewten Kohlearbeiter kann ich nur sagen, wer hat den schon die Möglichkeit in einem Zeitraum von 11 Jahren nach einem neuen Job zu suchen oder sich beruflich umzuorientieren. Da ist ein bißchen Eigeninitiative gefordert!

  2. verdient denn der Arbeiter 71.428 Euro pro Jahr?! Da bezahlt doch der Staat gleich den Zahltg.

  3. Ich finde, es gibt in Deutschland schon mehr als genug Beamte, als dass man die „verbeamteten“ Kohlekumpel (nichts gegen deren Arbeitsmoral) auch noch weiterhin mit staatlichen Geldern, d.h. mit den Steuern der normal Beschaeftigten, bezuschussen muesste. Ist schon eine tolle Sache, wenn man fuer seinen in Deutschland nicht notwendigen Beruf dank einer grossen Lobby auch noch Lohn vom Staat bekommt. Nicht auszumalen, wenn dieses Beispiel Schule machen wuerde und morgen professionelle Schachspieler, Daeumchendreher, Fernsehzuschauer oder Internetkommentarschreiber nach ausgiebiger Lobbyarbeit ihr „Gehalt“ ueber die staatliche Umverteilungsmaschinerie einfach so geschenkt bekommen wuerden…

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