Ende Gelände

In diesem Jahr hat war die Tour de France spannend wie nie. Kein Superstar, der frühzeitig alles klar gemacht hat. Und trotzdem hat sich heuer eigentlich kein Schwein mehr interessiert. Zu viele gedopte Radfahrer in den letzten Jahren, zu viele Skandale und uneinsichtige Ex-Stars, die sich noch immer als Opfer statt als Täter sehen. Seit bei Fuentes die Blutbeutel von Jan Ullrich gefunden wurden und die Geständnisse von Zabel und Alldag kamen, ist der Radsport in Deutschland engültig im Keller der Zuschauergunst gelandet. Heute kann man nicht einmal sicher sagen, ob seit 1996 (als Mr. 60 Prozent gewann) überhaupt auch nur einmal die Tour sauber gewonnen wurde.

Und wie es eben so ist, wenn ein Sport in der Zuschauergunst gesunken ist, es zog sich ein Sponsor nach dem anderen zurück – trotz “Neuanfang”. Kein Unternehmen möchte sein Produkt im Umfeld von Lug und Betrug präsentiert sehen. Heute hat es auch Team Gerolsteiner um Hans-Michael Holczer erwischt. Der Getränkehersteller zieht sich zurück und kein Nachfolgesponsor möchte das Risiko eingehen. Schade, denn den Jungs von Gerolsteiner mochte man noch am ehesten glauben. Eine langjährige Aufbauarbeit ohne Skandale hatten die geleistet und alle sauberen Sportler müssen nun den Kopf für die schwarzen Schafe hinhalten. Schade

via Blogbeutel

Ein Gedanke zu „Ende Gelände“

  1. In Luxemburg war es genau das Gegenteil. Hier brach eine riesige Begeisterung für den Radsport aus, spätestens als 3 Trikot’s bei der Tour in luxemburger Hand waren 🙂 Am Ende hat es dann doch “nur” für das weisse Trikot in Paris gereicht, aber stolz sind wir allemal … Vor allem weil wir als so kleines Land eine bessere Tour de France Bilanz haben als die Deutschen :))

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