Erdrutschwahl

Na, das war ja richtig eindeutig mit dem Barack Obama und gleichzeitig eine ordentliche Klatsche für John McCain. Jetzt steht dem “change” also nichts mehr im Wege und Obama kann anfangen die Trümmer aufzuräumen die George W. Bush hinterlässt. Er wird es schwer haben, die versprochenen Änderungen umzusetzen, wo das Land wirtschaftlich so in der Krise ist und Soldaten in zwei Kriegen mitmischen, die sie nie wirklich gewinnen können. Aber er wird die Richtung wechseln und für mich persönlich hoffe ich, dass es seine erste Amtstat sein wird, dieses illegale Gefängnis auf Kuba aufzulösen und die Inhaftierten endlich einer ordentlichen Rechtssprechung zuzuführen.

Im ZDF hat sich gestern Otto Schily als schlechtester Witzeerzähler der Nation bewiesen, als er den Herald Tribune zitiert hat. Aber irgendwie drückt das wohl wirklich die Lage aus:

Kommt der Wahlkampfberater nach der Wahl zu Barack Obama:

Berater: “Ich hab zwei Nachrichten für Dich, welche möchtest Du zuerst hören?”

Obama: “Die Gute”

Berater: “Du wurdest zum Präsident der Vereingten Staaten gewählt!”

Obama: “Super! Und die Schlechte?”

Berater: “Du wurdest zum Präsident der Vereingten Staaten gewählt!”

Ich für meinen Teil hab immer gesagt, dass es nach Schorsch aus dem Busch nicht noch schlimmer werden kann. Ich bin mir sicher, Obama wird zwar auch uns Deutsche fordern wollen, aber wenn einer der Welt wieder ein wenig Frieden bringen kann, dann er. Und alle die, die meinen, er wäre zu wenig erfahren, die sollen sich mal bitte ansehen, wie die ganzen “erfahrenen” Politiker das Land hinterlassen haben. Nein, ein frischer Wind tut wirklich gut. Yes, he can!

5 Gedanken zu „Erdrutschwahl“

  1. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das ganze einschätzen soll.
    Soviel ich mitbekommen habe sind Obamas Hauptberater Brzinski und Soros und da bekomme ich Bauchweh, denn dann steht uns ein kalter oder heißer Krieg mit Rußland und/oder China bevor.
    Wenn es nicht vorher noch einen Bürgerkrieg in den USA gibt.
    Ich denke die Hauptgefahr bei Obama besteht in dem Vortrauensvorschuß den man ihm nun gibt…
    … wir werden sehen, wie es kommt, oder?

  2. Um noch mal Salz in die Wunden zu streuen: Soooo deutlich, wie es die Wahlmännerverteilung vorgaukelt, war es ja nun auch nicht. Wenn man das beknackte Wahlsystem, das Gore vor acht Jahren schon um den Sieg brachte, mal beiseite läßt, sind es gerade mal 52% für Obama und immerhin noch 47% für McCain. Das heißt immerhin, dass sich trotzdem noch beinahe jeder zweite Amerikaner bewusst für die Fortsetzung der Kriege bis zum St.-Nimmerleinstag entschieden hat.

    Nun, das soll unsere Freude über Obamas Sieg nicht schmälern. Prost!

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