Erwin Hubers leere Versprechungen

CSU-Chef Erwin Huber tönt seit Wochen, dass er die Kürzung der Pendlerpauschale wieder rückgängig machen möchte. Klar, schließlich kommt man mit solchen Forderungen kurz vor der Landtagswahl gut an. Im Bundestag wurde eben genau über dieses Thema heute abgestimmt. Da möchte man eigentlich meinen, das wäre die Gelegenheit, dem Bürger zu beweisen, dass man es ernst meint mit seinen Versprechungen. Das Gegenteil war der Fall. Hatte die Abstimmung doch einen Schönheitsfehler. Der Antrag kam von der Linkspartei und mit der darf man ja aus Prinzip nicht einer Meinung sein. Da gibt man sich lieber die Blöße, dass man eigentlich nur Märchen erzählt hat und stimmt gegen das, für das man vorher ständig im Bierzelt eingetreten ist. Die andere Möglichkeit wäre natürlich, dass die Bundestagsabgeordneten ihrem Parteichef auf der Nase herumtanzen, ihnen egal ist, was der sagt oder sie genau wissen, dass der es nicht ernst meint. Ein Grund mehr für 50 – X!

Nachtrag: Grad noch im Feedreader entdeckt: Pendlerpauschale oder Pinocchio wohnt in Bayern, Wahlversprecher und Heuchler.

8 Gedanken zu „Erwin Hubers leere Versprechungen“

  1. Pingback: Münchhausen doch kein CSU-Mitglied - Ansichtssachen
  2. Erwarten wir nicht geradezu von Politikern belogen zu werden? Man denke an Lafontaine, der den Wählern damals sagte, dass man für die deutsche Einheit die Steuern erhöhen müsste. Kohl sagte, es werde keine Steuererhöhungen geben, wurde gewählt und führte den Soli ein …

  3. Die Pendlerpauschale sei ja zu teuer, 2 Milliarden Euro für das Volks sind, lt. den Politikern, einfach zu viel. Aber für irgendwelche Banken, wie es gerade in den Medien präsent ist, sind plötzlich Milliarden über Milliarden Euro für deren Sanierung in der Kasse. Totale Verarsche!

  4. Das ist eben Parteipolitik. Ein Antrag der Linken wird mit Sicherheit nie von CDU/CSU mitgetragen. Für NPD- oder REP-Anträge gilt das gleiche auch in Stadträten und dergleichen. Die können – ausnahmsweise – auch mal sinnvoll sein, aber das Erfolgsgefühl gibt man ihnen nicht. Die Linken würden umgekehrt nicht zustimmen, käme der Antrag von der CSU-Fraktion.

    Das wird jetzt hochgekocht, weil Wahl ist.

  5. Man sollte Politiker eben für die Lügen haftbar machen, die sie verbreiten.
    Das Problem dabei ist, dass keine große Partei besser ist.

Kommentare sind geschlossen.