Fallout in Tschernobyl steigt wieder an

Am 26. April 1986 ereignete sich in der heutigen Ukraine die Katastrophe von Tschernobyl. In den folgenden Jahren wurden weitere 210.000 Einwohner umgesiedelt und viele Menschen starben. Der havarierte Reaktorblock ist heute durch einen provisorischen, durchlässigen „Sarkophag“ gedeckelt. Im Inneren ist weitgehend die Situation vom Zeitpunkt der Katastrophe in heißer Form konserviert. Von rund 190 Tonnen Reaktorkernmasse befinden sich Schätzungen zufolge noch rund 150-180 Tonnen im Gebäude, teils in Form geschmolzener und erstarrter Brennelemente aus Uran, Plutonium, Graphit und Sand (es wird auch Elefantenfuß genannt), teils in Form von Staub und Asche, in Form ausgewaschener Flüssigkeiten im Reaktorsumpf und Fundament oder in anderer Form.

Seit Jahren wird ein neuer Sarkophag geplant, da der alte nur ein Provisorium darstellt. Mittlerweile ist scheinbar ein Teil der Decke des Provisoriums eingebrochen, wenn man inoffiziellen Meldungen glauben darf. Die Immobilienpreise in der Hauptstadt Kiew brechen derzeit zumindest bereits ein, da die Strahlenbelastung schon auf das Dreifache angestiegen ist.

Ich habe ein paar Links zusammengefasst, die mir mein Arbeitskollege (der aus der Ukraine stammt) gegeben hat. Wer russisch kann, wird vielleicht was anfangen können damit.

FROM-UA – Interview mit einem verstrahlten Feuerwehrmann – Dementi des Ministers