FC Bayern München vs. Fanclub Nabburg

Der Mittelalterliche Markt (Z´NAPPURCH MARCKT & GAUDIUM) ist das Topevent des Jahres in Nabburg. Alle zwei Jahre strömen dazu bis zu 50.000 Besucher in unsere Kleinstadt und in diesem Jahr fand bereits die zehnte Auflage statt. Heuer gab es allerdings eine hochkarätige Gegenveranstaltung, die ausgerechnet ein Mitglied des Stadtrates organisierte. Bernd Hofmann ist nämlich gleichzeitig Vorsitzender des FC Bayern München Fanclub Nabburg und war als solcher bereits öfters mal im Zwiespalt, wenn die Wahl zwischen einem Bayernspiel oder einer Stadtratssitzung zu treffen war. Deswegen musste er sich auch schon einige Male Kritik gefallen lassen, wenn er lieber im Stadion statt im Rathaus weilte.

Einmal im Jahr spielen die Bayern gegen einen ihrer Fanclubs. Für einen Fan ist es wohl das Höchste aller Glücksgefühle, wenn man mal gegen die Münchner Truppe auf dem Platz antreten darf. Und so stand auch die ganze (Fußball-) Gegend auf dem Kopf, als bekannt wurde, dass die Nabburger mit ihrer Bewerbung zum Zug kamen. Zwecks geeignetem Sportplatz und dem eh schon zu erwarteten Verkehrschaos in Nabburg, fand das Spiel dann in Amberg statt. Als Clubfan läßt einen er ganze Zirkus relativ kalt, lustig allerdings die Auswahl der “Fanelf”. Einfach hatte es Bernd Hofmann sicherlich nicht, als er abwägen mußte, wer unter all den Vereinsmitgliedern, Sponsoren und Speichelleckern zum Zug kam. Ein paar fähige Spieler sollten dann ja auch noch auf dem Platz stehen. So wunderte es nicht, als man bei der Aufstellung des Kaders nur den Namen eines einzigen Nabburger in der Zeitung fand. Der Rest wurde aus der ganzen Oberpfalz berufen.

Dass es dann mit 1:11 eine Klatsche gab, war zu erwarten und ist ja eigentlich nebensächlich. Mit Schweini und Poldi waren für die großen und kleinen Kinder zwei große Stars da. Die gaben auch bereitwillig Autogramme, als nach dem Spiel der Platz gestürmt wurde. Schade eben nur, dass das Spiel ausgerechnet an diesem Wochenende stattfinden mußte. Klar kann man den Bayern kaum die Termine diktieren, aber trotzdem hätte man nach einer anderen Lösung suchen können. Zahlreiche Nabburger hat man auf dem Markt auf jeden Fall vermisst, allen voran natürlich wieder unseren “FC Bayern-Stadtrat”. Aber wen wunderts, wenn sich der doch wie der kleine Hoeneß fühlt.