Format C

Drei Wochen war ich jetzt in Hurghada zum tauchen und seit Montag muss ich wieder arbeiten. So abschalten wie diesmal konnte ich selten und mir wurde bewusst, wie unwichtig vieles eigentlich ist. Keinen Tag habe ich meinen PC oder Internet vermisst. Mein Fernsehkonsum beschränkte sich im Normalfall auf 10 min Nachrichten pro Tag und auf den Sonntagskrimi im ZDF. Ein wenig war es wie früher, denn wir hatten nur ARD, ZDF und “Das Letzte Vierte” – reicht eigentlich auch.

Augenblicklich muss ich mich zu Hause auch noch regelrecht an den PC zwingen und plötzlich merkt man, wie viel Zeit man am Abend noch hätte, würde man nicht immer vor dem Monitor sitzen. So viele Themen gäbe es derzeit zu verbloggen, aber irgendwie kann ich mich nicht aufraffen. Alles hat sich relativiert und kann mich kaum erregen. In drei Wochen Hurghada hat sich gezeigt, wie viele Dinge in Wirklichkeit unwichtig sind, wenn man sich nicht von der Medienhysterie anstecken lässt.

Naja, wird wohl wieder anders werden, wenn mich der Alltagsstress wieder richtig eingeholt hat. Hm, da fällt mir wieder ein Beitrag vom September ein.

5 Gedanken zu „Format C“

  1. das leben ist zu kurz um ständig dem medientrend hinterher zu jagen. ich wünsche dir, dass du dir die zeit nimmst, einfach mal ‘nichts’ zu tun!

  2. Tja, die Meisten wissen es und trotzdem schaffen sie es nicht davon wegzukommen. Sich von den Medien berieseln zu lassen ist halt schon eine sehr bequeme Art der Freizeitgestaltung die wenig bis gar keinen Aktionismus (bis auf´s Ein- und Umschalten des Fernsehers) abverlangt. Umsonst boomt die Medienwelt nicht so. Jemand der mit diesem Strom nicht mitschwimmt wird ja schon schief angeschaut…und eigentlich gibt es so viele schöne Dinge, mit denen man seine Freizeit gestalten kann. V.a. würde man dann bewußter leben und manches viel mehr schätzen.

    Aber wo geht es hin, man flüchtet sich immer mehr in Traumwelten… Second Life ist ein gutes Beispiel dafür. Find ich schlimm!

  3. Welcome back!
    Es geht mir auch immer so, wenn ich im Ausland war. Nach meiner 8-monatigen Reise durch Afghanistan, Pakistan und Indien konnte ich mich kaum wieder an dieses deutsche Klein-Klein gewöhnen. Hinzu kam der Kulturschock. Nach meiner Zeit in Kanada war es noch schlimmer.

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