7 Gedanken zu „Gaza is a crisis of human dignity“

  1. Und das die Hamas-Führung
    – Gelder die für humanitäre Hilfe gedacht ist, zum Waffenkauf nutzt
    – keinen Unterschied zwischen Zivilisten und Kämpfenden Einheiten macht
    – die eigenen Leute als menschliche Schutzschilde benutzt

    Ist keine Tragödie ?

  2. @Manuela: Ich möchte hier ganz bestimmt keine Lanze für die Hamas brechen. Die beiden Lager sind einfach nicht fähig, etwas für den Frieden zu tun. Aber was Israel da gerade anfängt läßt sich einfach nur rechtfertigen, wenn man mit dem gleichen verbohrten Ansatz an den Konflikt rangeht, wie es die Hamas tut. Der Frieden ist auf jeden Fall wieder in weite Ferne gerückt, die Hamas gewinnt wieder an Sympathien und die Spirale dreht sich munter weiter.

    Mir kommt es ein wenig vor, als wolle Israel, nach dem Debakel beim letzten Libanonkrieg, noch schnell mal zeigen, wie stark es ist – solange es noch diese blinde Unterstützung aus den USA hat, die in zwei Wochen Geschichte sein dürfte.

  3. @manuela und alle anderen “he, she, me-story erzähler”

    der hat aber angefangen – was auf dem kinderspielplatz gerade noch ausreicht, eine gewalttäige aktion unter kindern als verteidigung zu rechtfertigen, lässt sich nicht unbedingt auf größeren maßstab übertragen. und, weil es darum ja eigentlich geht: in gaza wird nach dem sippenhaft-prinzip vorgegangen. die tatsache, dass da irre rumrennen, rechtfertigt nicht, gleich blind in alles reinzubomben und dabei eben v.a. unschuldige zu treffen. das sind keine gezielten schläge gegen militärische gegner, sondern aktionen, die einfach jeden und alles treffen. ob letzteres das ziel sein soll oder einfach “nur” als folge kalkuliert wird, kann ich nicht sagen. ich kann nur sagen, dass jede politische führung, die so eine “taktik” anwendet (nochmal: gleich, welcher herkunft/religion/überzeugung) international isoliert werden sollte.

  4. @StoiBär: Was die Sympathien für die Hamas angeht, bin ich mir da nicht so sicher. Außer den Kollegen von der Hisbollah und dem Iran und den üblichen Palästinensertuchromantikern sammelt sich da nicht viel an Unterstützern. Selbst die Europäer spielen ja im Augenblick ein recht zynische Spielchen, wenn sie zwar auf Diplomatie setzen aber insgeheim Israel signalisieren, ihr habt noch ein paar Tage Zeit und je mehr ihr Hamas schwächt, desto besser für uns alle – zynisch betrachtet ist das sogar wohl nicht mal wirklich falsch. Nur der Preis den die Bewohner im Gazastreifen bezahlen ist eben zu hoch.

    @Martin: Yipp, wenn die Raketen tagtäglich nur im Vorgarten des Nachbarn einschlagen, lässt es sich schon leicht reden. Und was die gezielten Aktionen angeht, das geht schwer, wenn die Hamas sich unter den Zivilisten versteckt um die Anzahl der (unfreiwilligen) Märtyrer möglichst in die Höhe zu treiben.

  5. Der Transatlantikblog hat Anfragen an Botschaften geschickt und nach dem Einsatz von Brandbomben und der humanitären Lage gefragt. Ob da was bei rauskommt?

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